Schlacht bei Bergen (1799)

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Schlacht bei Bergen
Battle bergen.jpg
Datum 19. September 1799
Ort Bergen, Niederlande
Ausgang französisch-batavischer Sieg
Konfliktparteien

Frankreich 1804Erste Französische Republik Frankreich
Batavische RepublikBatavische Republik Batavische Republik

Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich
Russisches Kaiserreich 1721Russisches Kaiserreich Russland

Befehlshaber

Frankreich 1804Erste Französische Republik Guillaume Brune
Batavische RepublikBatavische Republik Herman Daendels

Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Friedrich von York
Russisches Kaiserreich 1721Russisches Kaiserreich Johann von Fersen

Truppenstärke
22.000 Mann 30.000 Mann
Verluste

unbekannte Anzahl an Toten und Verletzten
3.000 Gefangene

1.902 Tote
1.635 Verwundete
490 Vermisste

Die Schlacht bei Bergen ereignete sich am 19. September 1799. Dort besiegten französische und batavische Truppen unter dem Kommando von Guillaume-Marie-Anne Brune und Herman Daendels eine Armee der Russen und Briten unter dem Herzog von York, die in Nordholland gelandet waren.

Planung und Vorbereitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als die britischen und russischen Kommandanten bemerkten, dass die Bataver ihre Deckung vernachlässigten und eine wichtige Position unbesetzt ließen, beschlossen sie den Angriff. Ihr Plan war folgender: Der linke Flügel sollte den Feind bei Zuiderzee bekämpfen, während der rechte den Feind von den Höhen von Kamperduin vertreiben und Bergen einnehmen sollte.

Ein Teil der batavischen Truppen war vorteilhaft auf Sandhügeln bei Petten positioniert. Das Terrain war schwierig. Es lagen sehr viele Kanäle und feuchte Gebiete auf dem Weg der Invasionsarmee. Es gab nur wenige Straßen. Zahlreiche wichtige Brücken waren zerstört und die Bataver hatten die Hauptwege mit Hindernissen abgesichert.

Schlachtverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Kampf eröffneten russische Truppen, die am 19. September um 8.00 Uhr Stellung bei Bergen bezogen hatten. Sie erwarteten vergeblich Unterstützung von ihren britischen Verbündeten, die noch nicht einmal für den Kampf vorbereitet waren, da die britischen und russischen Kommandanten versäumt hatten, ihre Uhren zu synchronisieren. Das Ergebnis von diesem Fehler war, dass die russischen Truppen rasch von den Franzosen eingekreist wurden. Die Russen wurden von Bergen vertrieben und mussten sich ins nahegelegene Schoorl zurückziehen, was die daraufhin allerdings auch aufgeben mussten.

Das Dorf wurde zurückerobert durch britische Truppen unter dem Kommando von Robert Manners. Diese Truppen, verstärkt durch ein paar russische und weitere britische Divisionen, schafften es, die Franzosen kurzzeitig zurückzudrängen, doch aufgrund von Munitionsmangel und steigender Erschöpfung der Truppen zogen sie sich bald nach Petten zurück.

Die Spalte unter Generalleutnant Dundas griffen das Dorf Warmenhuizen in der Dämmerung an, wo der Feind, mit einer starken Artilleriebatterie gut positioniert war. Drei Bataillone der Russen unter Generalmajor Sedmoratsky bestürmten das Dorf von der einen Seite her, während das 1. Garde-Regiment von der anderen Seite her zur gleichen Zeit angriff. Verstärkt wurden sie dabei durch Angriffe von Grenadieren, die eigentlich dafür vorgesehen waren, nach Schoorldam zu marschieren. Mit dieser Unterstützung gelang es ihnen, das Dorf einzunehmen.

Den Briten gelang es außerdem, die Dörfer Hoorn und Oudkarspel einzunehmen. Doch insgesamt waren die britischen und russischen Truppen zu weit gestreut, um noch effektiv gegen die Franzosen kämpfen zu können. Fehlende Koordination zwischen Russen und Briten sowie Überschwemmungen und fehlende Deckung der Flanken waren die größten Probleme. Daher entschlossen sich die alliierten Kommandanten, ihre Truppen zurückzuziehen.

Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der kürzlich ernannte russische Kommandant Michail Kutusow, der von St. Petersburg herbeieilte, um das Kommando über die russischen Truppen zu übernehmen, erfuhr von dem Debakel bei Hamburg und kehrte mit der Annahme, der Krieg sei verloren, nach Russland zurück.

Die Bataver eroberten alle verlorenen Stellungen zurück. Ihre Flanke wurde gesichert durch Überschwemmungen. Der Raum zwischen Alkmaar und Zuiderzee konnte so mit einer kleinen Zahl von Truppen verteidigt werden. Der Rest der Armee, der mit frischen Truppen verstärkt wurde, wurde zwischen Langedijk und dem Meer konzentriert. Schoorldam, Oudkarspel und Koedijk wurden außerdem befestigt. Die nächste größere Schlacht ereignete sich am 6. Oktober in Castricum.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Digby Smith: The Napoleonic Wars Data Book, Greenhill, 1998
  • D. Milutin: History of the War of 1799, SPb, 1857

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]