Schleuse Bahnitz

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Schleuse Bahnitz
Die Schleuse im Winter, aufgenommen von der Schleusenbrücke

Die Schleuse im Winter, aufgenommen von der Schleusenbrücke

Lage
Schleuse Bahnitz (Brandenburg)
Schleuse Bahnitz
Koordinaten 52° 30′ 4″ N, 12° 25′ 1,6″ OKoordinaten: 52° 30′ 4″ N, 12° 25′ 1,6″ O
Land: DeutschlandDeutschland Deutschland Brandenburg
Ort: Ortsteil Bahnitz, Gemeinde Milower Land
Gewässer: Untere Havel-Wasserstraße
Gewässerkilometer: km 81,95
Daten
Eigentümer: Bund
Zuständiges WSA: WSA Brandenburg
Planungsbeginn: 1904
Betriebsbeginn: 1910
Schleuse
Typ: Binnenschleuse
Wird gesteuert von: von Schleusenbetriebszentrale Rathenow fernbedient
Nutzlänge: 215,00 m
Nutzbreite: 23,00 m
Sonstiges
Stand: UKW 04 bzw. +49 3385 539830

Die Schleuse Bahnitz ist eine Schleuse in einem Durchstich im Verlauf der Unteren Havel-Wasserstraße beim Ortsteil Bahnitz der Gemeinde Milower Land.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Oberhaupt der Schleuse Bahnitz

Im Jahr 1904 wurde gesetzlich festgeschrieben, dass im Bereich der Unteren Havel unterhalb der Stadt Brandenburg Vorflutbedingungen dahingehend zu verbessern seien, dass Flusswiesen, die uneingedeicht sind, bis spätestens zum 1. Juni eines jeden Jahres trockengefallen sein sollten. Als erste Baumaßnahmen wurde an vielen Stellen der Flussquerschnitt verbreitert. Weiterhin wurden im Bereich von Flusswindungen Durchstiche angelegt. Ein solcher Durchstich entstand beim Dorf Bahnitz. Um nachteiligen Auswirkungen in Trockenperioden durch die beschleunigten Wasserabführung aufgrund der Verkürzung der Fließstrecke zu begegnen, wurden bei Bahnitz, Grütz und Garz Stauanlagen errichtet. Diese Stauanlagen bestehen aus großen Nadelwehren in der Flussmitte, die den erforderlichen Wasserstand halten sollen und kleinen Schützenwehren an den Rändern. Diese wurden mit einer Durchflussbreite von 6,40 Metern für Feinregulierungen angelegt. Weiterhin entstanden Kahnschleusen für kleinere Wasserfahrzeuge. So wurde unweit der Schleuse Bahnitz die Kahnschleuse Bahnitz gebaut. Fertiggestellt wurden die Wehranlagen bei Bahnitz im Jahr 1912.

Um der Havelschifffahrt ein Überwinden der Wehre zu ermöglichen, wurden in den Durchstichen Schleppzugschleusen errichtet. Diese haben jeweils eine Länge von 215 Metern, eine Kammerbreite von 23 Metern und eine Torweite von 10 Metern. Das durch die Wehre aufgestaute und durch die Schleusen zu überwindende Gefälle ist nur gering. Die Schleuse Bahnitz wurde im Jahr 1910, also zwei Jahre vor den Wehren fertiggestellt.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Reschke: Die Havel. Natur und Kultur zwischen Müritz und Havelberg. Trescher Verlag, Berlin 2012. ISBN 978-3-89794-206-6.
  • Hans-Joachim Uhlemann: Berlin und die Märkischen Wasserstraßen. DSV-Verlag, Hamburg 1994. ISBN 3-88412-204-5.

Karten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Folke Stender (Redaktion): Sportschifffahrtskarten Binnen 1. Nautische Veröffentlichung Verlagsgesellschaft. ISBN 3-926376-10-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans-Joachim Uhlemann: Berlin und die Märkischen Wasserstraßen, VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1987, ISBN 3-344-00115-9, S. 138 f

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schleuse Bahnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien