Schloss Kleiningersheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Schloss Kleiningersheim

Das Schloss Kleiningersheim ist ein historisches Bauwerk in der baden-württembergischen Gemeinde Ingersheim, Kreis Ludwigsburg.

Das Schloss ist Nachfolgebau der wahrscheinlich zwischen dem 12. und dem 14. Jahrhundert entstandenen und im 16. Jahrhundert verfallenen Burg der Herren von Ingersheim.[1]

Um das Jahr 1580 errichtete Ritter Caspar Nothafft direkt neben den Resten der Burg, die heute immer noch teilweise erhalten sind, das Schloss im Stil der Renaissance.[2] 1600 wurde das Schloss vom Herzog von Württemberg als Lehen an den Geheimen Regierungsrat Melchior Jäger aus Gärtringen vergeben. 1726 kaufte der Freiherr von Woellwarth das Schloss, bevor das Herzogtum Württemberg es einige Jahre später zurückkaufte.

1911 und 1912 wurde das Schloss für den Stuttgarter Unternehmer Carl von Ostertag-Siegle (1860–1924), der es einige Zeit zuvor erworben hatte, durch den Architekten Simmel umgebaut.[3][4] 1963 kaufte Walter Leibrecht das Schloss, das dann als Verwaltungsgebäude des Schiller Colleges genutzt wurde.[5] Heute dient es als Wohnsitz der Familie.

In der SWR-Fernsehserie „Die Kirche bleibt im Dorf“ ist das Schloss einer der Drehorte.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ulrich Hartmann (Hrsg.): Der Kreis Ludwigsburg. 2. Auflage, Theiss, Stuttgart 1994, ISBN 3-8062-1055-1, S. 299.
  2. Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Ingersheim, abgerufen am 4. Januar 2014
  3. Ulrich Hartmann (Hrsg.): Der Kreis Ludwigsburg. Theiss, Stuttgart / Aalen 1977, ISBN 3-8062-0168-4, S. 160.
  4. Dagmar Zimdars (Bearb.): Dehio-Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Baden-Württemberg I. Die Regierungsbezirke Stuttgart und Karlsruhe. Deutscher Kunstverlag, Berlin / München 1993, ISBN 3-422-03024-7, S. 427.
  5. Ulrich Gräf: Kunst- und Kulturdenkmale im Kreis Ludwigsburg. Theiss, Stuttgart 1986, ISBN 3-8062-0466-7, S. 137.

Koordinaten: 48° 58′ 24,8″ N, 9° 12′ 3,8″ O