Schloss Rosenburg (Riedenburg)

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Schloss Rosenburg
Schloss Rosenburg - Die Nordostseite (1999)

Schloss Rosenburg - Die Nordostseite (1999)

Entstehungszeit: 12. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Erhalten oder wesentliche Teile erhalten
Ständische Stellung: Grafen
Ort: Riedenburg
Geographische Lage 48° 57′ 38,2″ N, 11° 40′ 47,5″ OKoordinaten: 48° 57′ 38,2″ N, 11° 40′ 47,5″ O
Schloss Rosenburg (Riedenburg) (Bayern)
Schloss Rosenburg (Riedenburg)

Schloss Rosenburg ist eine Burganlage oberhalb von Riedenburg im niederbayerischen Landkreis Kelheim, Deutschland.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Höhenburg, die auf einem Bergrücken errichtet ist, liegt im Altmühltal und somit im Naturpark Altmühltal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg dürfte in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut worden sein. Bauherren waren Angehörige des altbayrischen Adelsgeschlechts der Babonen, die als Burggrafen von Regensburg, Landgrafen von Stefling und Grafen von Riedenburg in Erscheinung traten.

Nach dem Aussterben der Burggrafen von Regensburg im Jahre 1185 und der Landgrafen von Stefling im Jahre 1196 kam die Burg an den Herzog Ludwig I. von Bayern.

Durch den Hausvertrag von Pavia kam die Burg 1329 an Kaiser Ludwig IV. Bei der dritten Teilung Bayerns im Jahre 1392 fiel die Burg an das Herzogtum Bayern-München. Sie wurde dem Rentamt München eingegliedert und in der Folgezeit häufig verpfändet. So waren von etwa 1330 bis 1367 die Herren von Wolfstein und Hilpoltstein, von 1384 bis 1424 die Grafen von Abensberg und ab 1424 die Herren von Muggenthal Besitzer der Burg.

Im Bauernkrieg wurde die Anlage im April 1525 durch Aufständische erobert und weitestgehend zerstört. Ein Wiederaufbau erfolgte zwischen 1556 und 1560. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg zwischen 1632 und 1634 mehrfach geplündert. 1703 wurde die Burg im Spanischen Erbfolgekrieg durch die Österreicher erobert. Im Österreichischen Erbfolgekrieg diente die Burg u. a. 1745 der österreichischen Armee als Winterquartier.

Die gut erhaltene Anlage dient heute als Burgmuseum. Ferner befindet sich auf dem Gelände der Burg ein 1978 gegründeter Falkenhof Schloss Rosenburg. Im Jahr 2014/15 wurde die Anlage aufwendig saniert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elmar D. Schmid: Burg Rosenburg. Amtlicher Führer der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. München 1996.
  • Hans und Doris Maresch: Bayerns Schlösser und Burgen. ISBN 978-3-89876-411-7, S. 214–215.
  • Karl Bosl (Herausgeber): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, Band VII. ISBN 3-520-27703-4, S. 623–624.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schloss Rosenburg (Riedenburg) – Sammlung von Bildern