Schloss Seefeld (Oberbayern)

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Schloss Seefeld

Schloss Seefeld ist ein Gräflich Toerring'sches Schloss in Seefeld in der Nähe des Ammersees.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seefeld nach Michael Wening in der Topographia Bavariae um 1700
Lage von Schloss Seefeld

Im 12. und 13. Jahrhundert war Seefeld der Sitz hochfreier Herren, die Grundbesitz in der gesamten Umgebung besaßen. Der Kern des Bergfrieds stammt aus dem 13. Jahrhundert. Das Schloss selbst wurde 1302 erstmals als Feste Schloßberg erwähnt. Es kam Mitte des 15. Jahrhunderts in den Besitz der Grafen zu Toerring-Jettenbach. 1601 wurde ein Bräuhaus in Seefeld errichtet.

Das Schloss erhielt im 18. Jahrhundert seine heutige barocke Form. Um 1739 erhielt die Schlosskapelle auch einen Großteil ihrer heutigen Ausstattung. Nach 1766 bekam das Schloss einen Anbau an der Ostseite. Der südwestliche Flügel des Hochschlosses wurde im Jahre 1897 von Gabriel Seidl anstelle der Orangerie errichtet. Letzte Neubauten erfolgten in den Jahren 1947/48. Der heutige Eigentümer Hans Caspar Graf zu Törring-Jettenbach ließ die Anlage in den letzten Jahren vollständig renovieren. Kulturelle Institutionen auf Schloss Seefeld sind das Breitwandkino und der für verschiedene kulturelle Veranstaltungen genutzte Sudhaussaal.

Auf Schloss Seefeld befand sich von 2000 bis Ende 2009 ein Zweigmuseum des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst in München. Es zeigte meist aus eigenen Beständen wechselnde Ausstellungen zu Themen altägyptischer Kunst und Kultur. Seit der Schließung werden die Räume für Seminare genutzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard Schober: Landkreis Starnberg (= Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege [Hrsg.]: Denkmäler in Bayern. Band I.21). 2. Auflage. München/Zürich 1991, S. 250–257.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schloss Seefeld (Oberbayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 48° 1′ 51,6″ N, 11° 12′ 14″ O