Seefeld (Oberbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Seefeld
Seefeld (Oberbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Seefeld hervorgehoben
Koordinaten: 48° 2′ N, 11° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Starnberg
Höhe: 570 m ü. NHN
Fläche: 34,87 km2
Einwohner: 7367 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 211 Einwohner je km2
Postleitzahl: 82229
Vorwahl: 08152
Kfz-Kennzeichen: STA, WOR
Gemeindeschlüssel: 09 1 88 132
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Technologiepark 16
82229 Seefeld
Webpräsenz: www.seefeld.de
Bürgermeister: Wolfram Gum (CSU)
Lage der Gemeinde Seefeld im Landkreis Starnberg
AmmerseeStarnberger SeeLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis Landsberg am LechLandkreis MünchenLandkreis Weilheim-SchongauMünchenAndechsBerg (Starnberger See)FeldafingGautingGilchingHerrsching am AmmerseeInning am AmmerseeKraillingPöckingSeefeld (Oberbayern)StarnbergTutzingWeßlingWörthsee (Gemeinde)Karte
Über dieses Bild

Seefeld ist eine Gemeinde im westlichen Landkreis Starnberg (Oberbayern). Der Ort liegt am nördlichen Ufer des Pilsensees und etwa 14 Kilometer westlich der Kreisstadt Starnberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindefusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seefeld fand seine Bedeutung als Sitz der Grafen von Toerring. Am 8. Juli 1952 wurde der Name der Gemeinde Oberalting amtlich in Oberalting-Seefeld geändert.[2]

In ihrer heutigen Form existiert die Gemeinde seit dem 1. Januar 1978. Im Zuge der kommunalen Neuordnung Bayerns wurden die Gemeinden Oberalting-Seefeld, Hechendorf am Pilsensee und Meiling zur neuen Gemeinde Seefeld zusammengelegt.[3] Zuvor wurden bereits die Gemeinden Drößling und Unering am 1. Juli 1972 nach Oberalting-Seefeld eingemeindet.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2928 Einwohner
  • 1970: 3897 Einwohner
  • 1987: 5820 Einwohner
  • 1991: 6332 Einwohner
  • 1995: 6470 Einwohner
  • 2005: 7102 Einwohner
  • 2010: 7039 Einwohner
  • 2015: 7333 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altes Rathaus der Gemeinde Seefeld

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Erste Bürgermeister der Gemeinde ist seit Mai 1990 Wolfram Gum (CSU). Er wurde im Jahr 2014 zum fünften Mal in seinem Amt bestätigt. Das Amt des Zweiten Bürgermeisters bekleidet Josef Schneider (CSU), das des Dritten Bürgermeisters Oswald Gasser (FDP).[4]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat:
Jahr CSU SPD Grüne FDP BVS FWG gesamt Wahlbeteiligung
2014 7 3 2 2 2 4 20 58,3 %[5]
2008 7 2 2 2 3 4 20 66,3 %
2002 7 3 0 2 4 4 20 64,2 %

BVS = Bürgerverein Seefeld
FWG = Freie Wählergemeinschaft Seefeld

Im Jahr 2008 traten zwei CSU-Mitglieder im Zusammenhang mit ihrer Unzufriedenheit mit der CSU-Staatsregierung (u. a. wegen der Erweiterung von Betriebsgenehmigungen für den Sonderflugplatz Oberpfaffenhofen) aus der CSU aus, bilden jedoch eine Fraktionsgemeinschaft mit ihren ehemaligen Parteifreunden.[6]

Gemeindesteuern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2008 umgerechnet 9.096.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 3.503.000 Euro.

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Gossensaß in Südtirol besteht eine Gemeindepartnerschaft.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2008 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 15, im produzierenden Gewerbe 1702, im Bereich Handel und Verkehr 340, im Bereich Unternehmensdienstleister 280 und im Bereich öffentliche und private Dienstleister 373 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 2265. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Im Jahr 2007 bestanden zudem 34 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1170 ha, davon waren 662 ha Ackerfläche und 507 ha Dauergrünfläche. Die größten Unternehmen in Seefeld sind die Firmen 3M und die TQ-Group.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Seefeld-Hechendorf an der Bahnstrecke München–Herrsching wird von der Linie 8 der Münchner S-Bahn bedient.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedeutendstes Bauwerk des Ortes ist das Gräflich Toerring'sche Schloss, das 1302 erstmals als Feste Schloßberg erwähnt wurde und im 18. Jahrhundert seine heutige barocke Form erhielt. Im Ortsteil Unering befindet sich die katholische Filialkirche St. Martin, ein Zentralbau des Rokoko, erbaut um 1732 von Johann Michael Fischer.[7]

Die Kirche St. Peter und Paul liegt im Ortsteil Oberalting, direkt am Marienplatz. Es handelt sich um ein „barockisiertes neugotisches Gebäude“ mit einer Geschichte, die rund 1200 Jahre zurück reicht.[8] Die erstmals im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnte Pfarrkirche St. Michael im Ortsteil Hechendorf ist ein Chorturmanlage und wurde 1772 barockisiert.[9]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Julius Anton Beck (1852–1920), Schriftsteller, starb am 15. März 1920 in Seefeld/Hechendorf.
  • Franz Joseph Esser (1891–1964), Maler, Aquarellist, Karikaturist, Zeichner und Grafiker, starb am 18. Juni 1964 in Seefeld.
  • Lukas Podolski (* 1985), Fußballspieler, wohnte von August 2006 bis 2009 in Hechendorf, einem Ortsteil von Seefeld.
  • Gert Heidenreich (* 1944), Schriftsteller, lebt seit 1993 in Seefeld.
  • Wolfgang Krebs (* 1966), Kabarettist, in Seefeld geboren, lebt seit 1973 in Kaufbeuren.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Seefeld (Oberbayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 576.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 591.
  4. Rathaus & Verwaltung auf www.seefeld.de, abgerufen am 15. Juni 2014.
  5. Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl des Gemeinderats am 16. März 2014, abgerufen am 15. Juni 2014.
  6. Wörthsee gegen Flughafenerweiterung e.V, abgerufen am 15. Juni 2014.
  7. St. Martin Unering. Pfarreiengemeinschaft Seefeld. Abgerufen am 3. Dezember 2010.
  8. St. Peter und Paul Oberalting. Pfarreiengemeinschaft Seefeld. Abgerufen am 3. Dezember 2010.
  9. Ein kleiner Kirchenführer: St. Michael Hechendorf. Pfarreiengemeinschaft Seefeld. Abgerufen am 3. Dezember 2010.