Bahnstrecke Neunkirchen a Sand–Simmelsdorf-Hüttenbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Schnaittachtalbahn)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Neunkirchen a Sand–Simmelsdorf-Hüttenbach
Bahnhof Simmelsdorf (2017)
Bahnhof Simmelsdorf (2017)
Streckennummer (DB):5925
Kursbuchstrecke (DB):1892 (1914), 421a (1944), 891.3
Streckenlänge:9,774 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Strecke – geradeaus
von Nürnberg Hbf
Bahnhof, Station
0,000 Neunkirchen a Sand (1895–1970 Schnaittach Bf)
   
nach Cheb
   
Anschluss Lämmerzahl
Haltepunkt, Haltestelle
1,578 Speikern
Haltepunkt, Haltestelle
3,299 Rollhofen
   
Industrieanschluss
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Schnaittach
Haltepunkt, Haltestelle
4,934 Schnaittach Markt (ehem. Bf)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Schnaittach
Haltepunkt, Haltestelle
6,430 Hedersdorf
Straßenbrücke
Bundesautobahn 9
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Schnaittach
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Schnaittach
Halt… – Streckenende
9,774 Simmelsdorf-Hüttenbach (ehem. Bf) 376 m

Quellen: [1]

Die Bahnstrecke Neunkirchen a Sand–Simmelsdorf-Hüttenbach, in neuerer Zeit auch als Schnaittachtalbahn bezeichnet, ist eine eingleisige Nebenbahn in Mittelfranken. Sie zweigt am Bahnhof Neunkirchen a Sand von der Bahnstrecke Nürnberg–Cheb ab und verläuft von dort aus Richtung Norden durch das Tal der Schnaittach bis zum Endbahnhof Simmelsdorf-Hüttenbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Simmelsdorf einfahrender Personenzug (2008)

Eröffnet wurde die Stichbahn am 5. Dezember 1895 als Bahnstrecke Schnaittach Bahnhof–Schnaittach Markt, nachdem die Einbindung Schnaittachs in die Bahnstrecke von Nürnberg nach Bayreuth zugunsten der Führung durch das Pegnitztal gescheitert war. Der Name des Ausgangsbahnhofes Schnaittach Bahnhof wurde 1970 in Neunkirchen a Sand geändert.[2]

Eine ab 1907 geplante Erweiterung ins 12 km entfernte Betzenstein wurde aufgrund von Uneinigkeiten über die Trassenführung und den Ausbruch des Ersten Weltkriegs nie verwirklicht.[2] Zugkreuzungen fanden früher im ehemaligen Bahnhof Schnaittach Markt statt, der nach Rückbau und Entfernung der Weichenanlagen nur mehr ein Haltepunkt ist.

Für den Betrieb mit Dampflokomotiven wurde in Simmelsdorf-Hüttenbach ein zweiständiger Lokschuppen mit Wasserkran errichtet. Der Lokschuppen ist heute (2017) ohne Gleisanschluss noch vorhanden. Er verfällt mangels Nutzung zusehends.

Seit 27. September 1987 ist die Strecke in den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) integriert und hat dort die Liniennummer R31. Im Zuge des Konjunkturprogramms wurden die Stationen der Schnaittachtalbahn zwischen Herbst 2009 und Sommer 2010 ganzheitlich aufgewertet und modernisiert sowie mit einem Dynamischen Fahrgastinformationssystem ausgestattet.[3]

Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 15. September 2008 wird die Strecke ausschließlich von Dieseltriebwagen der Baureihe 648 befahren, nachdem sie im Vorgriff auf die seit dem Fahrplanwechsel 2008/2009 verkehrende „Mittelfrankenbahn“ nach und nach auf die neuen Fahrzeuge umgestellt wurde. Seit 14. Dezember 2008 wird ein täglicher Stundentakt angeboten, zudem werden zeitweise Züge bis nach Nürnberg durchgebunden. Fallweise verkehren Triebwagen der Baureihe 612.

Vorher verkehrten Dieseltriebwagen der Baureihe 614 und im Schülerverkehr mit Diesellokomotiven der Baureihe 218 bespannte n-Wagen-Garnituren.

Zukunftsaussichten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Konzept der Bayerischen Staatsregierung für mehr Elektromobilität auf der Schiene in Bayern hat Innenminister Joachim Herrmann die Strecke aus bayerischer Sicht für die Elektrifizierung vorgeschlagen.[4] Im Zuge der geplanten Elektrifizierung der rechten Pegnitzstrecke ist auch die Aufnahme dieser Strecke ins Netz der S-Bahn Nürnberg angedacht.

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben- bzw. Sekundärbahnen des Dieselnetzes Nürnberg:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dominik Sommerer: Die Bahn-Rebellen vom Schnaittachtal. Books on Demand, Norderstedt 2017, ISBN 978-3-7448-1765-3.; Online-Ausgabe
  • Franz Semlinger: Simmelsdorf Express. Geschichte der Nebenbahn von Neunkirchen am Sand (Schnaittach Bhf) nach Simmelsdorf-Hüttenbach. Heimat- und Geschichtsverein, Neunkirchen am Sand 1995, ISBN 3-927412-10-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schnaittachtalbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DB Netze - Infrastrukturregister
  2. a b Planung und Bau der Schnaittachtalbahn. schnaittachtalbahn.de, abgerufen am 12. November 2017.
  3. Die Schnaittachtalbahn als Referenzprojekt für das Konjunkturprogramm der Deutschen Bahn. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original; abgerufen am 8. November 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.bahnhof.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  4. Mehr Elektromobilität auf der Schiene. Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, 23. Januar 2018, abgerufen am 2. Juni 2019.