Betzenstein

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Betzenstein
Betzenstein
Deutschlandkarte, Position der Stadt Betzenstein hervorgehoben
Koordinaten: 49° 41′ N, 11° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bayreuth
Verwaltungs­gemeinschaft: Betzenstein
Höhe: 511 m ü. NHN
Fläche: 51,85 km2
Einwohner: 2467 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91282
Vorwahl: 09244
Kfz-Kennzeichen: BT, EBS, ESB, KEM, MÜB, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 72 118
Stadtgliederung: 23 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Nürnberger Straße 5
91282 Betzenstein
Webpräsenz: www.betzenstein.de
Bürgermeister: Claus Meyer (Freie Wähler)
Lage der Stadt Betzenstein im Landkreis Bayreuth
Landkreis Nürnberger LandBayreuthBayreuthLandkreis HofLandkreis Wunsiedel im FichtelgebirgeLandkreis KulmbachLandkreis LichtenfelsLandkreis BambergLandkreis ForchheimLandkreis TirschenreuthLandkreis Neustadt an der WaldnaabLandkreis Amberg-SulzbachPrüllWarmensteinacher Forst-NordWaidacher ForstWaidacher ForstVeldensteiner ForstNeubauer Forst-NordWaischenfeldLindenhardter Forst-SüdostLindenhardter Forst-NordwestLangweiler WaldBayreuthHeinersreuther ForstGoldkronacher ForstGlashüttener ForstForst Neustädtlein am ForstGemeindefreies Gebiet FichtelbergEmtmannsbergHaag (Oberfranken)SeybothenreuthCreußenWarmensteinachWeidenbergSchnabelwaidPrebitzPlechMistelgauMistelbach (Oberfranken)HummeltalHummeltalHeinersreuthGoldkronachGlashütten (Oberfranken)GeseesGefreesEckersdorfBischofsgrünBischofsgrünBindlachBetzensteinBad Berneck im FichtelgebirgeSpeichersdorfKirchenpingartenWaischenfeldPlankenfelsPegnitz (Stadt)MehlmeiselHollfeldFichtelberg (Oberfranken)AufseßAhorntalBischofsgrüner ForstPottenstein (Oberfranken)Karte
Über dieses Bild
Betzenstein, mit dem ehemaligen Pflegamtsschloss im Hintergrund

Betzenstein ist eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Bayreuth und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Betzenstein.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betzenstein liegt im Naturpark Fränkische Schweiz.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind, von Norden beginnend, im Uhrzeigersinn: Pegnitz, Plech, Velden, Kirchensittenbach, Schnaittach, Simmelsdorf, Hiltpoltstein, Obertrubach und Pottenstein.

Ortsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt besteht aus 24 Ortsteilen, von denen 23 amtlich benannt sind:[2]

* amtlich nicht benannt

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Betzenstein bildet mit der Gemeinde Plech eine Verwaltungsgemeinschaft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betzenstein wurde 1187 mit Friedrich von Betzenstein[3] erstmals urkundlich erwähnt. 1359 erteilte Kaiser Karl IV. das Markt- und Stadtrecht.[4] Von 1505 bis zur Eingliederung in Bayern im Jahr 1806 gehörte Betzenstein zum Gebiet der Reichsstadt Nürnberg, die ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis gehörte.

Am 7. August 1806 wurde das Pflegamt Betzenstein aufgelöst und der Ort dem Landgericht Pottenstein untergeordnet.[5]

In der Umgebung wurde bis ins 20. Jahrhundert Hopfen angebaut. Die auf dem Hopfenweltmarkt führende Familie Barth hat ihre Wurzeln in Betzenstein. Das Stammhaus mit seinen typischen Hopfendarren im steilen Satteldach steht noch auf dem Marktplatz. Ebenfalls von großer Bedeutung war bis Ende des 19. Jahrhunderts der Eisenerzabbau.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Leupoldstein, Ottenberg, Spies, Stierberg und Weidensees eingegliedert.[6]

Betzenstein mit Umland, Panoramablick, September 2013

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Claus Meyer (Freie Wähler).

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Stadtrat 14 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,2 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU     4 Sitze  (25,9 %)
  Wählergemeinschaft 3 Sitze (18,7 %)
  Freie Wähler 5 Sitze (38,5 %)
  Unabhängige Bürger 2 Sitze (16,9 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Stadtrates ist der Bürgermeister.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scheunenviertel nahe Hinterem Tor, Panorama-Blick, September 2013

Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2010 gab es im Ort das Anton-Buchner-Heimatmuseum mit geschichtlichen Zeugnissen sowie fossilen und mineralogischen Sammlungen.
Ein Teil dieser geschichtlichen und mineralogischen Sammlung ist heute in der Touristinformation Betzenstein ausgestellt. [7]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Pflegamtsschloss
Tiefer Brunnen
  • Evangelische Stadtpfarrkirche, erbaut 1732–1748
  • Tiefer Brunnen in einem Fachwerkhaus am unteren Marktplatz, 92 Meter tief, 1543–1549 als Radziehbrunnen erbaut, diente über Jahrhunderte der Wasserversorgung
  • Denkmal für Abraham Wolfgang Küfner vor dem Unteren Tor
  • Teile der ehemaligen Stadtmauer mit zwei Stadttoren (Hinteres Tor und Unteres Tor)
  • Ehemaliges Pflegamtsschloss, 1669–1670 erbaut (in Privatbesitz)
  • Zwei Burgen (in Privatbesitz, nicht zugänglich)
  • Schmidberganlage mit ca. 12 Meter[8] hohem Aussichtsturm Schmidbergturm

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Betzenstein

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Juraelefant bei Stierberg
  • Der Juraelefant bei Stierberg, ein Kalksteinfels mit elefantenähnlichem Aussehen.
  • Die Klauskirche, eine etwa dreißig Meter lange Durchgangshöhle beim Freibad Betzenstein (Geotop-Nummer 472H004).
  • Der Große Wasserstein, ein Naturdenkmal mit Durchgangshöhle (Wassersteintor) und großem Felsüberhang
  • Felsbogen und Höhlensystem im Riff südlich von Leupoldstein
  • Das Hexentor, ein Felsentor und Naturdenkmal

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betzenstein befindet sich am nordwestlichen Rand der Hersbrucker Alb am Übergang zur Fränkischen Schweiz. Die Stadt liegt mitten im Klettergebiet Nördlicher Frankenjura, zahlreiche Wander- und Radwege führen durch das Stadtgebiet. In Betzenstein befindet sich ein beheiztes Freibad und angrenzend der Abenteuerpark Betzenstein mit Kinderkletterwelt. Im Winter wird bei entsprechender Wetterlage südlich der Stadt ein Loipennetz gespurt.

Der FC Betzenstein bietet als Sportarten u. a. Fußball, Tennis und Tischtennis.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betzenstein liegt an der Bundesstraße 2 zwischen Nürnberg und Bayreuth. Der Ort ist auch über die A 9, Anschlussstelle Plech, erreichbar. Die nächstgelegene Bahnlinie ist die Bahnstrecke Nürnberg–Cheb mit den Bahnhöfen Neuhaus a. d. Peg. oder Pegnitz. Betzenstein liegt im Tarifbereich des VGN.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Vollet und Kathrin Heckel: Die Ruinenzeichnungen des Plassenburgkartographen Johann Christoph Stierlein. 1987.
  • Chronik der Stadt Betzenstein. Erschienen zur 800-Jahr-Feier 1987, Stadt Betzenstein.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Betzenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Betzenstein – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Alle amtlich benannten Ortsteile der Stadt Betzenstein in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online (abgerufen am 2. Dez. 2017)
  3. Siehe auch: Liste fränkischer Rittergeschlechter#B
  4. Geschichte der Stadt Betzenstein. Abschnitte „25. September 1359“ und „1611“.
  5. Armin Schütz: Betzenstein an der Seite der Reichsstadt Nürnberg. 2011, S. 75
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 549.
  7. Beiträge: Liebe Gäste. Betzenstein, 28. September 2016, abgerufen am 26. November 2016.
  8. Schmiedbergturm Betzenstein. In: fraenkische-schweiz.bayern-online.de. 19. November 2008, abgerufen am 18. September 2015 (Anmerkung: korrekte Schreibweise Schmidbergturm).