Schwarzsee (See im Kanton Freiburg)

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Schwarzsee
Schwarzsee-2009.jpg
Schwarzsee
Geographische Lage Kanton Freiburg
Zuflüsse Euschelsbach, Seeweidbach
Abfluss Warme Sense
Orte oder Städte am Ufer Schwarzsee
Daten
Koordinaten 587902 / 168240Koordinaten: 46° 39′ 55″ N, 7° 16′ 50″ O; CH1903: 587902 / 168240
Schwarzsee (See im Kanton Freiburg) (Kanton Freiburg)
Schwarzsee (See im Kanton Freiburg)
Höhe über Meeresspiegel 1046 m ü. M.
Fläche 47 ha
Länge 1,4 km
Breite 500 m
Maximale Tiefe 10 m
Vorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-FLÄCHEVorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-SEEBREITEVorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-MAX-TIEFE

Der Schwarzsee (französisch Lac Noir; Freiburger Patois Audio-Datei / Hörbeispiel Lé d'Omêne?/i) ist ein rund 0,5 km² grosser See im schweizerischen Kanton Freiburg in den Freiburger Voralpen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der See liegt 1046 m ü. M. und hat eine maximale Tiefe von nur 10 m. Seine Ufer sind meist flach und von Wiesen und Bäumen gesäumt, einen kurzen Abschnitt mit Steilufer gibt es nur im Süden. Der See ist in die voralpine Berglandschaft der Freiburger Alpen eingebettet. Rund um den See befinden sich die Höhen des Schwybergs (1628 m ü. M.) im Westen, die Felsgrate von Les Reccardets (1923 m ü. M.) und Spitzflue (1951 m ü. M.) im Süden sowie die Kaiseregg (2185 m ü. M.) im Osten. Einzige nennenswerte Zuflüsse sind der Euschelsbach (von Süden) und der Seeweidbach (von Südwesten). Seinen Abfluss nach Norden bildet die Warme Sense, ein Quellfluss der Sense.

Am Nordende des Sees im Bereich des Abflusses der Warmen Sense aus dem Schwarzsee liegt der gleichnamige Ort Schwarzsee, der zur politischen Gemeinde Plaffeien (Sensebezirk) gehört und etwa 500 ständige Einwohner hat. Die Nordwestseite gehört ebenfalls zum Gemeindegebiet von Plaffeien. Das Südostufer liegt in der Gemeinde Jaun und die Südspitze in Val-de-Charmey.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Schwarzsee besteht aus in der Talfläche verstreut liegenden Landwirtschaftsbetrieben, Chalets und weiteren Tourismuseinrichtungen. Das schwefelhaltige Wasser des Sees wird seit 200 Jahren zum Heilbaden benutzt.

Mit dem Namen Schwarzsee wird auch die populäre Tourismusregion im Einzugsgebiet des Sees bezeichnet. Im Sommer kann man hier ausgedehnte Wanderungen auf die umliegenden Berge unternehmen, im Winter wird Ski gefahren oder auf dem zugefrorenen See Eislaufen betrieben. Eine Sesselbahn erschliesst das Gebiet der Riggisalp, vorher führte auch eine Bahn auf den Schwyberg. Im Winter sind an den Hängen der Kaiseregg und der Riggisalp mehrere Skilifte in Betrieb. Der Schwarzsee gehört zu drei politischen Gemeinden: Das Nord- und Westufer gehört zu Plaffeien, das Ostufer zu Jaun, und das südliche Ufer zu Val-de-Charmey. Die Gemeindegrenze zwischen Jaun und Plaffeien verläuft von Nord nach Süd ziemlich genau in der Mitte des Sees.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Plaffeien befindet sich ein sieben Meter hoher Beobachtungsturm.

Der See ist auch ein offizieller Flugplatz und wird im Winter bei einer Eisdicke von 30 cm genutzt. Der ICAO Code lautet LSWS. Auf Grund dieser Tatsache herrscht in diesem Gebiet eine vom BAZL bestimmte Flugeinschränkung für Drohnen (Karte).

Schwarzseeschwinget[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1937 werden am Schwarzsee Schwing- und Älplerfeste veranstaltet.[1] Das Schwarzseeschwinget zählt zu den wichtigen Bergschwingfesten und findet jährlich statt.[2]

Sage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkmünze Gargantua

Der Sage nach wurde der See zum Schwarzsee, weil sich der Riese Gargantua im See die Füsse gewaschen hatte und das Wasser seitdem verschmutzt ist.

Schwarzseetal
Blick vom «Höhenweg» auf den Schwarzsee
Beobachtungsturm

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schwarzsee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schwing- und Älplerfest Schwarzsee – Geschichte rund um den Schwarzsee (PDF), auf der Website des Schwarzseeschwinget, abgerufen am 2. August 2018
  2. Ranglisten, auf der Website des Schwarzseeschwinget, abgerufen am 2. August 2018