Gämswurz-Greiskraut

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Gämswurz-Greiskraut
Gämswurz-Greiskraut (Senecio doronicum)

Gämswurz-Greiskraut (Senecio doronicum)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Senecioneae
Gattung: Greiskräuter (Senecio)
Art: Gämswurz-Greiskraut
Wissenschaftlicher Name
Senecio doronicum
(L.) L.

Das Gämswurz-Greiskraut (Senecio doronicum), auch Gämswurz-Kreuzkraut, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Greiskräuter (Senecio) und der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration
Habitus, Laubblätter und Blütenstände
Gämswurz-Greiskraut (Senecio doronicum)
Gämswurz-Greiskraut (Senecio doronicum)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gämswurz-Greiskraut wächst als ausdauernde krautige Pflanze. Die oberirdischen Pflanzenteile sind zerstreut bis flockig-filzig behaart. Die wechselständigen Laubblätter sind buchtig gezähnt.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blütezeit reicht von Juli bis August. In einem Gesamtblütenstand stehen meist ein bis fünf Blütenkörbe zusammen. Die Blütenkörbe weisen einen Durchmesser von 3,5 bis 6 Zentimetern auf und enthalten 10 bis 20 strahlig ausgebreitete, gold- bis orangegelben Zungenblüten sowie gelbe Röhrenblüten.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40 oder 80.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet von Senecio doronicum reicht von Süd-, Südost- bis Mitteleuropa.[2] Diese kalkliebende Pflanze kommt auf steinigen Rasen, felsigen Hängen und in der sogenannten Krummholzzone in Höhenlagen von 1200 bis 2500 Metern vor. In den deutschen Alpen gibt es nur zerstreute Vorkommen. In den Allgäuer Alpen steigt sie in Höhenlagen von 1400 Meter am Bacherloch in Bayern bis zu 2350 Meter im Tiroler Teil am Westgrat des Biberkopfes auf.[3] Sie ist eine Charakterart des Seslerio-Caricetum sempervirentis, kommt aber auch in Gesellschaften des Festucion variae vor.[1] Sie ist in der Schweiz und in Österreich in sämtlichen alpinen Regionen verbreitet.

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+ (frisch), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 1+ (unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).[4]

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Solidago doronicum durch Carl von Linné. Die Neukombination zu Senecio doronicum (L.) L. wurde 1759 auch durch Carl von Linné veröffentlicht. Weitere Synonyme für Senecio doronicum (L.) L. sind: Senecio longipetalus Sennen, Senecio rotundifolius Lapeyr. non Stokes.[2]

Man kann folgende Unterarten unterscheiden:[2]

  • Senecio doronicum (L.) L. subsp. doronicum
  • Senecio doronicum subsp. longifolius (Willk.) J.Calvo (Syn.: Senecio doronicum var. longifolius Willk.): Sie kommt in Spanien, Frankreich und der Schweiz vor.[2]
  • Senecio doronicum subsp. orientalis J.Calvo (Syn.: Senecio orientalis Ten. non Willd.): Das Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich, Italien und das frühere Jugoslawien.[2]
  • Senecio doronicum subsp. transylvanicus (Boiss.) Nyman (Syn.: Senecio transylvanicus Boiss., Senecio glaberrimus (Rochel) Simonk. non DC., Senecio doronicum subsp. glaberrimus (Rochel) Kožuharov & N.Andreev): Sie kommt in Bulgarien, Rumänien und Makedonien vor.[2]

Je nach Autor nicht mehr als Unterart zu Senecio doronicum gestellt werden:[2]

  • Senecio doronicum subsp. lagascanus (DC.) Vigo => Senecio lagascanus DC.
  • Senecio doronicum subsp. lusitanicus Cout. => Senecio lusitanicus (Cout.) Pérez-Romero
  • Senecio doronicum subsp. corbariensis (Timb.-Lagr.) B.Bock und Senecio doronicum subsp. gerardi (Godr. & Gren.) Nyman => Senecio provincialis (L.) Druce
  • Senecio doronicum subsp. ruthenensis (Mazuc & Timb.-Lagr.) Nyman => Senecio ruthenensis Mazuc & Timb.-Lagr.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen. Erkennen und bestimmen (= Steinbachs Naturführer). Mosaik, München 2002, ISBN 3-576-11482-3.
  • Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 953.
  2. a b c d e f g Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: Werner Greuter, E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae.: Datenblatt Senecio doronicum In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.
  3. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1.
  4. Senecio doronicum (L.) L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am 5. April 2021.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gämswurz-Greiskraut (Senecio doronicum) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien