Sepp Christmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Sepp Christmann (* 22. September 1895 in Bingen; † 11. April 1977 in Wetzlar) war ein deutscher Trainer für mehrere Sportarten. Insbesondere war er im Fußball, Hammerwurf, Kugelstoßen und Diskuswurf tätig. Zahlreiche seiner Schüler führte er zu Medaillenerfolgen bei Olympischen Spielen und zu Rekordleistungen in ihren Disziplinen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sepp Christmann wurde am 22. September 1895 in Bingen geboren und ist dort aufgewachsen. In seinen jungen Jahren machte er eine kaufmännische Ausbildung.

Seine sportliche Tätigkeit begann er beim Verein Hassia in Bingen mit Fußball, Faustball, Trommelball, Laufen und Werfen, Stein- und Kugelstoßen, Stabhochsprung.

1914 nahm er am Sportfest in Kempten (Bingen) teil. In den Jahren 1913/14 erfolgte der Bau eines Sportplatzes auf dem Rochusberg in Bingen in Eigenleistung. Einige Wochen vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges bildete er sich in England fort. In der Schlacht um Verdun wurde er durch einen Kopfschuss verletzt (Die Kugel ist zwischen Haut und Knochen ein- und ausgetreten).

Nach dem Krieg kehrt er zum zurück Sport und ist eine Zeit lang als Tennislehrer und Fußballtrainer aktiv.

1935 wird er Olympiatrainer für die deutschen Hammerwerfer. Bei der Auswahl seiner Schüler achtete er weniger auf Schwerathleten, sondern vielmehr auf schnelle und kräftige Leichtathleten (war zu der Zeit nicht unbedingt üblich). Er entwickelte zu dieser Zeit eine eigene Technik (Hacken-Ballen-Technik) für den Hammerwurf. Bei den Olympischen Spielen 1936 gewinnen seine Schüler Karl Hein und Erwin Blask die Gold und Silbermedaille. Danach folgten weitere Trainerarbeiten im Breitensport mit Kugelstoßen, Diskuswurf und Zehnkampf.

1942 musste er wieder in den Krieg und kam bis 1947 in sowjetische Kriegsgefangenschaft.

Zusammen mit seiner Familie wohnte er anschließend in Marktheidenfeld am Main. Er war verheiratet mit Anneliese geb. Henrichs und Vater von zwei Kindern (Monika und Bernd Christmann).

Bei der britischen Armee war er als Sporttrainer tätig.

1949 wurde er beim Deutschen Leichtathletik-Verband bis 1954 eingestellt. Zwischenzeitlich erhielt er ein Angebot von Juan Perón als Trainer in Argentinien.

Ab 1954 war er bis zu seiner Pensionierung 1960 als Sportamtsleiter in Wetzlar tätig.

In den Jahren 1960–1970 war er als Sportlehrer der Leichtathleten Eintracht Frankfurt tätig.

Am 11. April 1977 starb er an Krebs in Wetzlar an der Lahn.

Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher von Sepp Christmann[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Speer und Hammer (1951)
  • Kugel und Diskus (1951)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]