Serge Thion

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Serge Thion (* 1942) ist ein französischer Soziologe mit den Schwerpunkten Afrika und Südostasien insbesondere Kambodscha. Aktuelle Bekanntheit besitzt er als Holocaustleugner.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren von 1960 bis 1970 engagierte Thion sich gegen den südafrikanischen Apartheidsstaat, unterstützte die Antikolonialbewegungen und protestierte gegen den Vietnamkrieg.

Gegen Ende der 1970er Jahre kam er mit dem Geschichtsrevisionismus des Robert Faurisson zusammen. Auf Grund seiner fortgesetzten Leugnung des Holocaust wurde Thion 2000 von einem Ausschuss unter Leitung des französischen Historikers François Bédarida von allen Ämtern im Centre national de la recherche scientifique enthoben.[1] Gemeinsam mit Pierre Guillaume gilt er als einer der Gründer der Association des anciens amateurs de récits de guerre et d’holocauste. Im Anschluss an die Holocaust-Konferenz im Iran 2006, die er als französischer Vertreter besuchte, gründete er gemeinsam mit Michèle Renouf, Fredrick Toben, Christian Lindtner und Bernhard Schaub die revisionistische World Foundation for Holocaust Studies.[2]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zusammen mit Jean-Claude Pomonti: Des Courtisans aux partisans, essai sur la crise cambodgienne, Paris 1971
  • Zusammen mit: Ben Kiernan: Khmers rouges! Matériaux pour l'histoire du communisme au Cambodge, Paris 1981
  • Watching Cambodia. Ten Paths to Enter the Cambodian Tangle, Bangkok 1993
  • Explaining Cambodia. A review essai, Canberra 1994

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Le Négationnisme sur Internet (abgerufen am 1. Januar 2010)
  2. Holocaust Denial as an Anti-Zionist and Anti-Imperialist Tool for the European Far Left, Institute for Global Jewish Affairs, No. 65, 1. Februar 2008