Siebenpfeiffer-Preis

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Philipp Jakob Siebenpfeiffer (Abbildung auf dem Hambacher Tuch)

Der Siebenpfeiffer-Preis ist ein Journalistenpreis im Gedenken an Philipp Jakob Siebenpfeiffer, einen der Initiatoren des Hambacher Fests. Der Preis wird von der Siebenpfeiffer-Stiftung mit Sitz in Homburg alle zwei bis drei Jahre verliehen und ist mit 10.000 € (5.000 € bis 2013) dotiert.

Ziel und Verfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Siebenpfeiffer-Preis wird an Journalisten verliehen, die durch Veröffentlichungen in Presse, Rundfunk und Fernsehen das demokratische Bewusstsein in unserer Zeit fördern.

Journalistisches Engagement ohne Rücksichten auf Karriere oder finanzielle Vorteile soll mit dem Preis gewürdigt werden. Siebenpfeiffers Forderung nach Pressefreiheit und sein persönliches Bekenntnis sind dabei Vorbild:

Die Presse muß nothwendig frei sein, denn sie ist die Stimme aller, ihr Schweigen ist der Tod der Freiheit, jede Tyrannei, welche eine Idee morden will, beginnt damit, daß sie die Presse knebelt

Diese Ehrung wurde 1987 vom Landrat des Saarpfalz-Kreises Clemens Lindemann ins Leben gerufen. Seither wird der Preis alle zwei bis drei Jahre von der Siebenpfeiffer-Stiftung ausgeschrieben. Es kann sich jeder Journalist bewerben, wobei auch Dritte ein Vorschlagsrecht haben. Die Auszeichnung ist seit 2015 mit 10.000 Euro dotiert.

Die Preisträger werden von einer Jury unter Vorsitz des SR-Intendanten Thomas Kleist ausgewählt. Zuvor war Fritz Raff Vorsitzender. Die weiteren Jurymitglieder werden von den in der Stiftung vertretenen Journalistenverbänden und der Hambach-Gesellschaft für historische Forschung und politische Bildung benannt. Zudem sind zwei Vertreter Saarpfalz-Kreis beteiligt, darüber hinaus gehört der Jury ein Historiker aus dem Bereich Neuere Geschichte an.

Siebenpfeiffer-Stiftung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stiftung wurde am 5. Dezember  1988 auf Initiative des Saarpfalz-Kreises in Homburg gegründet. Weitere Stiftungsmitglieder sind die Landesverbände Saarland, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Thüringen des Deutschen Journalistenverbandes (DJV), die Landkreise Bad Dürkheim und Kusel, die Städte Homburg, Zweibrücken, Rastatt, Lahr und Neustadt an der Weinstraße. Die Städte sind durch ihre Oberbürgermeister, die vier DJV-Landesverbände durch ihre Vorsitzenden und die Kreise durch die Landräte im Vorstand vertreten.

Stiftungsziel ist es, Menschen, die in ihrem Engagement für eine demokratische Gesellschaft nicht selten selbst persönliche Opfer und Risiken eingingen, in Erinnerung zu rufen und ihren Einsatz in unserem Bewusstsein fest zu verankern. Dazu werden wissenschaftliche Kolloquien und Publikationen unterschiedlicher Art realisiert. Gleichermaßen sammelt die Siebenpfeiffer-Stiftung zeitgenössische Zeugnisse aus dem Vormärz und arbeitet an deren wissenschaftlicher und musealer Aufbereitung.

Verwaltet wird die Stiftung durch einen auf fünf Jahre gewählten Vorstand. Seit Juni 2015 bekleidet Dr. Theophil Gallo, Landrat des Saarpfalz-Kreises, das Amt des Vorsitzenden. Er ist Nachfolger von Clemens Lindemann, der seit der Gründung der Stiftung vorsaß. Stellvertretender Vorsitzender ist seit April 2014 Rüdiger Schneidewind, der Oberbürgermeister von Homburg.

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Saarbrücker Zeitung v. 12. Oktober 2010, S.B2
  2. Siebenpfeiffer-Preis für Detlef Drewes. In: Saarbrücker Zeitung
  3. US-Enthüllungsjournalist Greenwald erhält Siebenpfeiffer-Preis, Die Zeit, 15. März 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]