Song 2

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Song 2
Blur
Veröffentlichung 7. April 1997
Länge 2:02
Genre(s) Alternative Rock
Musik Alex James, Damon Albarn, Dave Rowntree, Graham Coxon
Album Blur

Song 2 ist ein Lied der englischen Alternative-Rock-Band Blur. Das Lied ist die zweite Singleauskopplung von ihrem fünften Album Blur, das im April 1997 erschien. Der Riff-basierte Track, der für seinen übersteuernden Refrain bekannt ist, wurde zu einem der bekanntesten Songs der Band.

Information[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gitarrist und Sänger Damon Albarn kommentierte das Debüt des Songs während eines Konzertes in der Royal Dublin Society in Dublin im Juni 1996 mit den Worten:

“This one’s called ‚Song 2‘, ’cos we haven’t got a name for it yet.”

„Diesen hier nannten wir ‚Song 2‘, da wir bisher keinen Namen für ihn haben.“

Der Arbeitstitel blieb bis zur Veröffentlichung bestehen. Angeblich handelt der Song von Bob Nastanovich, der bei der Band Pavement spielte und für seine ausdrucksvollen und energiegeladenen Bühnenauftritte bekannt ist.

Song 2 wurde das zweite Lied auf dem Album und die zweite Singleauskopplung. Das Lied ist 2 Minuten und 2 Sekunden lang. In den britischen Charts erreichte es Platz 2, in Australien Platz 4.[1] Bei den Triple J’s Hottest 100 in Australien belegte das Lied im Jahr 1997 Platz 2.

Die ersten zwei Strophen des Refrains beziehen sich auf Parästhesie. Die genaue Bedeutung ist nicht bekannt, doch Blur ist für seine eigenwilligen Liedtexte bekannt.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Song war als eine Parodie der US-amerikanischen Grunge-Musik gemeint.[2] Entsprechend wurde im Intro des Titels das Riff des Songs Smells Like Teen Spirit der US-amerikanischen Grunge-Band Nirvana aufgegriffen.[3] Ironischerweise wurde er von eben jenen Musiksendern gespielt, deren Musikstil der Song parodiert. Obwohl das Lied untypisch für Blurs eigentlichen Stil ist, wurde er zu dem am meisten mit der Band assoziierten Stück.

Aufgrund seines übersteuernden Refrains und des einprägsamen Ausrufs „Wuu-huu“ wurde das Stück weltweit lizenziert. Die erste und bemerkenswerteste Verwendung fand das Stück als Titelmusik des Computerspiels FIFA 98. Auch in etlichen Werbespots wie für den Intel Pentium II, den Nissan Sentra, dem Spielfilm Starship Troopers und BMW wurde es eingesetzt. Für den Einsatz des Titels in einem Werbefilm für ein Flugzeug des US-amerikanischen Militärs wurde hingegen keine Freigabe erteilt.[3]

Aufgrund seiner euphorisierenden Art wird das Lied bevorzugt bei Sportveranstaltungen wie Fußball, Eishockey und Baseball eingesetzt, wenn die Heimmannschaft ein Tor oder einen Punkt erzielt oder ein Spiel gewinnt. Beim FC St. Pauli ist das Stück seit Jahren die Torhymne, ebenso bei FC Red Bull Salzburg in der österreichischen Fußball-Bundesliga und in der Deutschen Eishockey Liga bei den Adlern Mannheim.

Musikvideo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sophie Muller führte Regie bei dem Musikvideo, das die Band in einem kleinen, abgeschlossenen Raum mit Lautsprechern zeigt. Während der Refrains drückt der Schalldruck der Lautsprecher die Bandmitglieder gegen die Wände und zu Boden. Das Video ähnelt unter anderem wegen seines Tapetenhintergrunds Blurs Musikvideo Popscene.

Formate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

7″
  1. „Song 2“
  2. „Get Out of Cities“
CD1
  1. „Song 2“
  2. „Get Out of Cities“
  3. „Polished Stone“
CD2
  1. „Song 2“
  2. „Bustin’ + Dronin’“
  3. „Country Sad Ballad Man“ (Live-Akustik)
International CD
  1. „Song 2“
  2. „Get Out of Cities“
  3. „Polished Stone“
  4. „Bustin’ + Dronin’“
Japan Tour CD
  1. „Song 2“
  2. „Get Out of Cities“
  3. „Polished Stone“
  4. „Bustin’ + Dronin’“
  5. „Beetlebum“ (Mario Caldato Jr. mix)
  6. „Beetlebum“ (Instrumental)
  7. „Country Sad Ballad Man“ (Live-Akustik)
  8. „On Your Own“ (Live-Akustik)

Chartplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chart (1997) Platzierung[4]
UK 2

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Blur – Song 2 (Song). Australian Charts. Abgerufen am 19. April 2009.
  2. Stephen Thomas Erlewine: Song review. Allmusic. Abgerufen am 15. Januar 2010.
  3. a b Johannes Sassenroth auf: 1 Live. 9. Juni 2014.
  4. Song 2 in den britischen Charts