Parklife

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Parklife
Studioalbum von Blur
Veröffentlichung 1994
Label Food Records / EMI
Format CD, LP, Kassette
Genre Britpop
Anzahl der Titel 16
Laufzeit 52:39

Besetzung

Produktion Stephen Street
Chronologie
Modern Life Is Rubbish
(1993)
Parklife The Great Escape
(1995)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Parklife
  UK 1 25.4.1994 (119 Wo.)
Singles
Girls & Boys
  UK 5 7.3.1994 (8 Wo.)

Parklife ist das dritte Studioalbum der Band Blur und erschien am 25. April 1994. Es erreichte 1994 drei Mal Platin im Vereinigten Königreich und erhielt im gleichen Jahr vier Auszeichnungen bei den BRIT Awards.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Album Parklife und der dazugehörigen Single Girls & Boys schafften Blur in England den kommerziellen Durchbruch und markierten 1994 gemeinsam mit dem Debütalbum von Oasis einen Meilenstein in der britischen Musikgeschichte. Parklife landete in England auf Rang #1 der Albumcharts, konnte sich aber nicht wie die Single Girls & Boys international behaupten. Obwohl das Album stilistisch sehr vielseitig ausgeprägt ist, zählt es zu den klassischen Vertretern der retrospektivischen Wiederbelebung der britischen Rock- und Mod-Musik der 1960er Jahre.

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Girls & Boys - 7. März 1994
  • To the End - 30. Mai 1994
  • Parklife - 22. August 1994
  • End of the Century - 7. November 1994
  • This Is a Low (Promo-Single) - Februar 1995

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Girls & Boys – 4:51
  2. Tracy Jacks – 4:20
  3. End of a Century – 2:45
  4. Parklife (feat. Phil Daniels) – 3:05
  5. Bank Holiday – 1:42
  6. Badhead – 3:25
  7. The Debt Collector – 2:10
  8. Far Out (Alex James on vocals) – 1:41
  9. To the End (feat. Laetitia Sadier) – 4:05
  10. London Loves – 4:15
  11. Trouble in the Message Centre – 4:09
  12. Clover over Dover – 3:22
  13. Magic America – 3:38
  14. Jubilee – 2:47
  15. This Is a Low – 5:07
  16. Lot 105 – 1:17

Informationen zu den Liedern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Girls & Boys karikiert das Verhalten und den Alkoholismus von britischen Urlaubern in Südeuropa. Das Lied enthält einen, für Blur eher untypischen, Eurodance-Keyboardsound. Für das Lied entstand ein Musikvideo des Regisseurs Kevin Godley und ein Remix der Pet Shop Boys. Der Song war mit Platz 5 der britischen Charts der bis dato größte Charterfolg einer Blur Single.

Tracy Jacks behandelt laut Damon Albarn die Geschichte eines Charakters der britischen Küstenstädte. Nach der Veröffentlichung von Parklife wurden Stimmen laut, die behaupteten, das Lied handelt von einem Transvestit, da im Booklet des Albums neben dem Text von Tracy Jacks eine Zeichnung Graham Coxons eines Golfspielers in Frauenkleidung zu sehen ist.

End Of A Century war die letzte offizielle Single aus dem Album. Das Musikvideo wurde bei einem Auftritt der Band Londoner Alexandra Palace gefilmt, jedoch war die Single mit Platz 19 der britischen Charts weniger erfolgreich als die vorherigen.

Parklife entstand mit der Beteiligung des britischen Schauspielers Phil Daniels, der einen Großteil des Sprechtextes des Lieds einsprach. Gitarrist Graham Coxon spielte einen Saxophonpart für das Stück ein, das Lied erreichte Platz 10 der Charts.

Bank Holiday bezieht sich auf die Bankfeiertage in Großbritannien. In dem schnellen, punkähnlichen Lied werden Alkoholkonsum und ausschweifende Feiern beschrieben.

Badhead ist ein langsames Stück, indem u. a. Posaunen zu hören sind. Das Lied war lange Jahre ein fester Bestandteil von Blurs Livesetlist.

The Dept Collector ist das erste von zwei Instrumentalstücken auf dem Album. Es hieß ursprünglich Why Is The Time Signature of 3/4 Obsolete In The Late Twentieth Cenrury und ist in einem Walzertakt gehalten.

Far Out ist der Beitrag von Bassist Alex James zum Album. Es enthält ein Orgelintro und behandelt inhaltlich James Interesse an Astronomie. Es wurde nur ein einziges Mal live gespielt, im Juni 1995 im Mile End Stadium in London.

To the End hat französische Textpassagen, die von Laetitia Sadier von der Band Stereolab eingesungen wurden. Das Musikvideo zur Single wurde in Prag gedreht, das Lied erreichte Platz 16 der Charts. Später wurde auch ein komplett französischsprachige Version mit der Sängerin Françoise Hardy aufgenommen wurde.

London Loves beinhaltet einen elektronischen Beat, der mit einer Music Workstation vom Typ Yamaha QY19 erstellt wurde. Der Text wurde von Martin Amis Roman London Fields inspiriert.

Trouble in the Message Centre listet u. a. Raumnamen verschiedener Zimmer aus einem New Yorker Hotel, die Albarn bei einem Aufenthalt dort aufgefallen waren. Es wurde nur in den Jahren 1994 und 1995 live gespielt und noch ein weiteres Mal Anfang 2015.

Clover Over Dover beinhaltet ein Sample mit Möwengeschrei. Das Keyboard im Song erinnert an ein Spinett; es wurde noch nie live gespielt.

Magic America thematisiert und kritisiert insgeheim die amerikanische Populärkultur und kulturelle Missverständnisse zwischen den USA und Großbritannien. Der Name des Protagonisten des Songs, Bill Barratt, spielt auf Barratt Developments, einen Fertighausproduzenten, an.

Jubilee ist ein weiteres schnelles und punklastiges Stück des Albums. Es war Mitte der 90er Jahre ein regulärer Teil von Blurs Livesetlist.

This Is A Low wurde von Albarn während einer USA Tournee der Band im Jahr 1992 geschrieben. Im Text werden u. a. Land’s End und die Doggerbank genannt. Anfang 1995 erschien eine Promotion-Single des Songs.

Lot 105 ist das zweite Instrumentalstück des Albums, das das Album abschließt. Es wurde während der Tour zu Parklife oft als Intromusik verwendet und wurde mit einer Hammond-Orgel eingespielt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chartdaten: [1]