St. Josef (Frankfurt-Eschersheim)

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Die St.-Josefs-Kirche

Die Kirche St. Josef in Frankfurt-Eschersheim ist eine von drei katholischen Kirchen in Frankfurt, die dem Namenspatron Josef von Nazaret geweiht ist. Sie ist die Pfarrkirche der seelsorgerisch von Schönstatt-Patres betreuten katholischen Pfarrei St. Josef-Eschersheim. Der Sakralbau befindet sich ebenso wie die beiden anderen Josefskirchen (St. Josef Höchst und St. Josef Bornheim) im Bistum Limburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altarraum der St. Josefskirche
Der Kirchturm

Bereits 1904 wurde der erste katholische Gottesdienst seit der Reformation in den Räumlichkeiten der evangelischen Schule am Weißen Stein abgehalten. Im Jahr 1907 begannen die ersten Planungen für den Bau einer katholischen Kirche in Eschersheim, das damals kirchenrechtlich zum Bistum Fulda gehörte. Der Entwurf zu einem neuromanischen Kirchenbau stammt von dem Architekten Hermann Mahr. Nach der Eingemeindung Eschersheims nach Frankfurt fand der erste Spatenstich für die Kirche am 5. Dezember 1910 statt. Im darauffolgenden März wurde der Grundstein gesetzt. Am 20. August 1911 wurde das Richtfest gefeiert. Am 6. Mai 1914 unterzeichnete Bischof Joseph Damian Schmitt die Urkunde zur Gründung der katholischen Gemeinde Eschersheim St. Joseph. Erster Pfarrer war Rhaban Fröhlich, nach dem eine Straße in Eschersheim benannt ist. Am 10. Mai 1914 wurde die neue Kirche in Anwesenheit von Oberbürgermeister Georg Voigt und anderer Würdenträger geweiht.

Am 1. September 1930 wechselten die katholischen Gemeinden der im Laufe der Jahre nach Frankfurt eingemeindeten nördlichen Vororte, darunter auch die Gemeinde Eschersheim, vom Bistum Fulda zum Bistum Limburg.

1932 wurde die erste Orgel der Orgelbaufirma Späth geweiht. 1942 musste die Gemeinde fünf Glocken für die Metallspende des deutschen Volkes abliefern; Während des Zweiten Weltkriegs erlitt die Kirche bei den Luftangriffen auf Frankfurt am Main einige kleine Schäden, wobei die gesamten Fenster zerstört wurden. 1958 erhielt die Kirche ein neues Geläute der Gießerei F. W. Schilling. Ende der 1950er Jahre waren die meisten Kriegsschäden beseitigt und das Gemeindehaus und der Kindergarten konnten eröffnet werden. Zwischen 1965 und 1966 erfolgte eine Außenrenovierung. Infolge der Liturgiereform durch das Zweite Vatikanische Konzil wurden ab 1978 im Zuge von Renovierungsarbeiten im Inneren die Kanzel und der Altar im Hochchor abgetragen.

Zwischen 1988 und 1991 wurden erneut Außenrenovierungen vorgenommen, wobei das Dach teilweise, aber erst im Jahr 2000 aufwändig saniert wurde.

Seit 2012 gehört St. Josef zum Pastoralen Raum Frankfurt-Nordost, der darüber hinaus auch die Gemeinden St. Albert, Dornbusch, Sancta Familia, Ginnheim, Allerheiligste Dreifaltigkeit, Frankfurter Berg, Herz Jesu, Eckenheim, St. Christophorus, Preungesheim sowie die Katholische Koreanische Gemeinde und die Syro Malankara Katholiken umfasst. Der Pastorale Raum soll sich bis 2016 zu einer Pfarrei neuen Typs zusammenschließen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die St. Josephskirche befindet sich im Frankfurter Stadtteil Eschersheim in der Josephskirchstraße, in direkter Nachbarschaft zur U-Bahn-Station Weißer Stein.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Josephskirche (Frankfurt-Eschersheim) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 50° 9′ 23″ N, 8° 39′ 32″ O