St. Leodegar im Hof

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St. Leodegar im Hof
Öffnungs- und Gottesdienstzeiten der Hofkirche

Die Hofkirche St. Leodegar ist eines der Wahrzeichen der Stadt Luzern in der Schweiz. Die Hofkirche ist die Hauptkirche der römisch-katholischen Pfarrei St. Leodegar im Hof, einer der acht katholischen Stadtpfarreien Luzerns und sie ist zugleich die Stiftskirche des Kollegiat-Stifts St. Leodegar. Die Hofkirche wurde von 1633 bis 1639 teilweise auf den Fundamenten der 1633 abgebrannten romanischen Basilika gebaut und ist eine der wenigen Kirchen, die während des Dreissigjährigen Kriegs nördlich der Alpen gebaut wurden und eine der grössten und kunsthistorisch wertvollsten Kirchen der deutschen Spätrenaissance.

Geschichte[Bearbeiten]

An der Stelle der heutigen Hofkirche stifteten südalemannische Adlige 735/736 ein kleines Klösterchen, dessen Patron der heilige Mauritius war. Gut zwanzig Jahre später (760) schenkte König Pippin der Jüngere den Mönchen von Luzern fünf Freie und ihre Nachkommen als Dienstleistung und in dieser Zeit wird das Monasterium Luciaria erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 800 ging das kleine Kloster unter, bis es durch Abt Wichard im Jahre 850 wieder unter die Regel des Heiligen Benedikt gestellt wurde. Um 1135 wurde aus dem selbständigen Kloster eine von Murbach abhängige Propstei. So bestimmte Murbach im 12. Jahrhundert den heiligen Leodegar als Hauptpatron der Hofkirche. 1178 wurde von der Propstei im Hof eine Leutpriesterpfründe an der St. Peterskapelle gestiftet und damit war ein wichtiges Element für die Stadtwerdung von Luzern erfüllt. 1291 wurde das Kloster wegen eigener Schwierigkeiten von Murbach an die Habsburger verkauft. 1433 hatte die Stadt Luzern, nunmehr Mitglied der Eidgenossenschaft, wieder alle Rechte über das Kloster und 1455 wurde das Benediktinerkloster in ein weltgeistliches Chorherrenstift umgewandelt.

Eine Blütezeit erlebte das Stift in der Zeit der Gegenreformation als Luzern Vorort der katholischen Kantone und Residenz des päpstlichen Nuntius war, der die Hofkirche als seine Kathedrale benützte. 1874 wurde die Kirchgemeinde gegründet und in der Folge die Verhältnisse Chorherrenstift und Pfarrei neu geregelt.

Baugeschichte der Hofkirche[Bearbeiten]

Über die Anfänge der Hofkirche kann nichts gesagt werden, weil keine archäologischen Erkenntnisse vorliegen. Urkundlich ist einzig belegt, dass in der zweiten Hälfte vom 9. Jahrhundert eine Kirche mit Vorhalle bestanden haben muss. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde eine romanische Anlage mit zwei Türmen errichtet. Im Laufe der Jahre und Jahrhunderte wurde die Kirche erweitert und verlängert.

Am Abend vom Ostersonntag, am 27. März 1633, bekam ein Dachdecker von einem Chorherr den Auftrag Dohlen, welche sich auf den Chortürmen eingenistet hatten, zu schiessen. Dabei entzündete er mit seinen Schüssen das dürre Holz der Kirche und setzte sie so in Brand. Die Kirche brannte bis auf die Grundmauern nieder und die Türme brannten aus. Der Kirchenschatz, das Relief vom Maria-End-Altar und die Pietà, welche heute im Seelaltar zu sehen ist konnten gerettet werden. Für das damalige Luzern stellte dieser Brand ein grosses Unglück dar und Stift und Behörden beschlossen sofort den Neuaufbau anzugehen. Ein Jesuit aus Ingolstadt, Jakob Kurrer (1585–1647), erhielt den Auftrag die Hofkirche neu aufzubauen.

Bereits an Ostern 1638 fand im Innern der Kirche der erste Gottesdienst statt. Eingeweiht wurde die neue Hofkirche allerdings erst nach dem Abschluss der künstlerischen Arbeiten im Innern der Kirche. Während den folgenden Jahrhunderten fanden immer wieder grössere und kleinere Innen- und Aussenrestaurationen statt. 2000/2001 fand die Innenrenovation unter Architekt Damian Widmer statt. Dabei wurde die Kirche im Innern vor allem von Schmutz befreit und der gesamte Altarbezirk neu gestaltet mit einem von Kurt Sigrist geschaffenen markanten Altar (aus schwarzem Basalt) auf einem roten Bezirk. Am Palmsonntag, 8. April 2001 wurde die Hofkirche durch Bischof Kurt Koch feierlich eingeweiht.

Äusseres der Hofkirche[Bearbeiten]

Türme: Die beiden mittelalterlichen Türme haben eine Höhe von 69 Metern und einen quadratischen Grundriss von 9 Metern Seitenlänge. Die Wasserspeier an den Turmkanten sind in der Form von Drachenköpfen geschaffen. Auf dem nördlichen Turm ist oberhalb der goldenen Kugel ein Lilienkreuz und auf dem Südturm ein Hahn über dem Windanzeiger zu sehen. In den beiden Türmen besitzt die Hofkirche acht Glocken, welche zwischen 700 Kilogramm und 5,25 Tonnen schwer sind. Weitere vier Glocken befinden sich im Chortürmchen der Kirche.

Westfassade: Das Mittelstück wurde nach dem Brand von 1633 ohne Einbezug der Türme neu gestaltet. Über dem Torbogen wird das Standeswappen umrahmt von den beiden Heiligen Leodegar und Mauritius. Der Anblick der Westfassade vereint drei Epochen der Baukunst: Gotik (Türme), Renaissance (Mittelteil) und Barock (Giebel). Das zweite Geschoss wird durch korinthische Pilaster dreigeteilt. Hinter diesem Teil verbirgt sich die Michaelskapelle, welche durch das einfallende Licht der beiden grossen Fenster und der wunderschönen Rosette erhellt wird.

Vorzeichen: Der Eingangsbereich ist mit einem Kreuzgewölbe überspannt und zeigt neben Leodegar (mit Bohrer) und Mauritius (als Krieger mit Fahne) vier weitere Heilige. Die beiden Türflügel weisen nochmals in geschnitzter Form auf die beiden Patrone der Hofkirche (Leodegar und Mauritius) hin.

Inneres der Hofkirche[Bearbeiten]

Innenansicht Hofkirche, Richtung Hochaltar
Innenansicht Hofkirche, Richtung Empore
Hochaltar

Niklaus Geisler (1585–1665) war für den Innenausbau verantwortlich und prägte mit seinen Gehilfen durch seine Bildhauerkunst die Altäre, das Chorgestühl und damit den ganzen Innenraum der Hofkirche, welche in einer sehr einheitlichen Form erscheint.

Kirchenraum: Der Innenraum der Kirche zeigt den typischen basilikalen Bau mit dem grossen Chorraum sowie dem mächtigen Hochaltar.

Hochaltar: In seiner Art erinnert der Hochaltar an die römische Bauweise des Hochbarocks. Dieser Hochaltar ist ein Geschenk des damaligen Nuntius Ranuccio Scotti, welcher ein Werk nach römischem Abbild in dieser Kirche haben wollte. Dieser Altar wurde aus schwarzem Nidwaldner Marmor geschaffen. Das Altarbild, geschaffen von Giovanni Lanfranco (1582–1647), zeigt Jesus im Ölberg und einen Engel, der ihm den Kelch entgegenhält.

Chorgitter: Dieses perspektivische Chorgitter wurde vom Konstanzer Kunstschlosser Johann Reiffel von 1641 bis 1643 geschaffen. Es ist dreiteilig und fein gegliedert.

Maria-End-Altar: Dieser Altar befindet sich im nördlichen Seitenschiff und konnte beim Brand von 1633 gerettet werden. Dieser Seitenaltar zeigt, wie die sterbende Maria im Bette sitzend von den Aposteln umgeben wird. Diese feiern die Sterbeliturgie, wie es damals, als dieser Altar im 16. Jahrhundert geschaffen wurde, üblich war. Die Apostel sind mit Weihwasserkessel, Kerzen und Kreuz abgebildet.

Seelaltar: Dieser Seitenaltar zeigt die Kreuzabnahme Jesu. Das Altarrelief entstand um 1640 und Niklaus Geisler hatte die Aufgabe, die Pietà, welche beim Brand von 1633 gerettet wurde, in dieses Bild zu integrieren. Der Seelaltar zeigt Maria, die Mutter Jesu wie sie von Johannes (rechts), eine klagende Maria (links), Joseph von Arimathäa und Nikodemus (beide mit Turban) und Maria Magdalena mit dem Salböl.

Chorgestühl: Ein wahres Kunstwerk der Holzschnitzkunst ist das Chorgestühl der Hofkirche. Niklaus Geisler und seine Gehilfen haben daran von 1639 bis 1641 gearbeitet. Oberhalb von den Chorstühlen wird die Szene der Verkündigung dargestellt mit dem Erzengel Gabriel (auf der Südseite) und Maria (auf der Nordseite). Heute beten in den Chorstühlen die Chorherren des Kollegiat-Stifts St. Leodegar täglich die Laudes und Vesper.

Bestuhlung: Die alte Bestuhlung stammt aus den Jahren 1637-1640 und ist eine der ältesten planmässig angelegten Kirchenbestuhlungen der Schweiz. Die Ornamente in diesen Bänken nehmen die Formen der Kanzel auf. Auf der südlichen Seite (der sogenannten Männerseite) sind die ehemaligen Ratsherrenplätze aus dem Ancien Regime zu sehen, mit welchen geräumige Einzelplätze geschaffen wurden.

Neuer Altarbezirk: 2001 wurde der neue Altarbezirk entworfen mit dem roten Podest (roter Anhydrit) und der würfelförmige Zelebrationsaltar aus schwarzem Basalt. Den ausgeschriebenen Künstlerwettbewerb gewann Kurt Sigrist aus Sarnen.

Orgellandschaft[Bearbeiten]

Grosse Hoforgel

In der Hofkirche gibt es zwei größere Orgeln.

Über dem Westeingang auf der Empore befindet sich die sog. Grosse Hoforgel. Sie geht zurück auf ein Instrument, das in den Jahren 1640 bis 1648 von dem Orgelbauer Johann Geisler aus Salzburg erbaut wurde. Das imposante Orgelgehäuse wurde 1648 von Niklaus Geisler geschaffen und ist original erhalten. Diese Orgel hatte 48 Register (2.826 Pfeifen) auf zwei Manualwerken und Pedal. Im Zuge einer Emporenvergrößerung im Jahre 1820 wurde das Rückpositiv entfernt. In den Jahren 1858 bis 1862 wurde die Orgel durch den Orgelbauer Friedrich Haas auf 70 Register auf vier Manualen und Pedal erweitert. Das Instrument wurde zudem mit einem Echowerk ausgestattet, welches auf dem Dachboden der Kirche untergebracht wurde, und dieses wurde mit einer weltweit einzigartigen Regenmaschine ausgestattet; es handelt sich dabei um eine Blech-Holztrommel mit Metallkugeln.

In den Jahren 1972 bis 1977 wurde die Orgel durch die Orgelbaufirma Kuhn restauriert und erweitert. Das Rückpositiv wurde rekonstruiert. Im Prospekt der Orgel steht die längste, schwerste und älteste Orgelpfeife der Welt: Sie misst 9,7 m und wiegt 383 kg. 2001 wurden im Schallkanal des Fernwerkes, der sog. Tonhalle, drei durchschlagende Zugenregister wiedereingebaut, die der Orgelbauer Haas 1862 erbaut hatte. Das Schleifladen-Instrument hat 84 Register (5.945 Pfeifen) auf fünf Manualwerken und Pedal. Ein Großteil der Register sind historischer Bestand aus den Jahren 1648 (19 Register) und 1862 (36 Register). Die Spieltrakturen sind - mit Ausnahme der Trakturen der Register des Fernwerkes - mechanisch. Die Koppeln und Registertrakturen sind elektrisch.[1]

I Rückpositiv C–a3
Rohrgedackt 8'
Quintatön 8'
Principal 4'
Kleingedackt 4'
Sesquialtera II
Octave 2'
Nachthorn 2'
Quinte 11/3'
Octave 1'
Scharf VI 1'
Rankett 16'
Krummhorn 8'
Tremulant
II Hauptwerk C–a3
Principal 16'
Gambe 16'
Octave 8'
Hohlflöte 8'
Gemshorn 8'
Quinte 51/3'
Octave 4'
Koppelflöte 4'
Viola di Gamba 4'
Terz 31/5'
Octave 2'
Mixtur major VI
Mixtur minor IV
Cornet III-V 8'
Bombarde 16'
Trompete 8'
III Oberwerk C–a3
Pommer 16'
Principal 8'
Gedackt 8'
Octave 4'
Gemshorn 4'
Quinte 22/3'
Octave 2'
Terz 13/5'
Mixtur V 11/3'
Cymbel III 1/2'
Zinke 8'
Schalmei 4'
Tremulant
IV Récit C–a3
Bourdon 16'
Principal 8'
Bourdon 8'
Salicional 8'
Voix céleste 8'
Octave 4'
Flûte traversière 4'
Nasard 22/3'
Flageolet 2'
Plein jeu V-VI 2'
Basson 16'
Trompette harm. 8'
Hautbois 8'
Clairon 4'
Tremulant
V Fernwerk C–f3
Bourdon 16'
Principal 8'
Bourdon 8'
Spitzflöte 8'
Octave 4'
Spitzflöte 4'
Quinte 22/3'
Octave 2'
Trompete 8'
Vox humana 8'
Tremulant
Regenmaschine

schwellbar:
Fagott 16'
Physharmonica 8'
Clarinette 8'
Pedal C–f1
Principal 32'
Octave 16'
Subbass 16'
Gedackt 16'
Octave 8'
Flöte 8'
Violon 8'
Quarte II 51/3'
Octave 4'
Spillflöte 4'
Mixtur IV 22/3'
Kontrafagott 32'
Tuba 16'
Posaune 16'
Trompete 8'
Clairon 4'
Singend Kornett 2'
Orgelprospekt Walpenorgel (oberhalb Maria-End-Altar)
Rückseite der Walpenorgel

Die Chororgel, die sog. Walpenorgel, stammt von Thomas Sylvester Walpen aus dem Jahre 1842-44. Während Jahrzehnten war diese Orgel nicht mehr bespielbar und so wurde sie 2003 auf Initiative des Walpenorgelkomitees gerettet und restauriert. Sie besitzt 1137 Zinn- und Holzpfeifen verteilt auf 27 Register.[2]

I Hauptmanual C–f3
Principal 16'
Principal 8'
Gambe 8'
Alt Viol 8'
Coppel 8'
Octave 4'
Spitzflöte 4'
Traversflöte 4'
Cornett V
Mixtur V
Trompete 8'
II Præludiermanual C-f3
Principal 8'
Dolcean 8'
Flöte 8'
Lieblich Gedeckt 8'
Principal 4'
Flöte 4'
Quinte 22/3'
Flautino 2'
Clarinette 8'
Pedal C–f1
Subbass 16'
Violonbass 16'
Bourdon 16'
Octavbass 8'
Violonbass 8'
Octavbass 4'
Bombarde 16'

Glocken[Bearbeiten]

Grösste Glocke der Hofkirche

In den beiden Türmen der Hofkirche hängen jeweils 4 Glocken. Das Geläut hat die Schlagtöne g0, a0, h0, c1, f1, g1, cis2 und dis2.[3]

Umgebung[Bearbeiten]

Rothenburgerhaus: Ein besonderes Juwel ist das Rothenburgerhaus. Es dürfte aus der Zeit um 1500 stammen. Es gilt als das älteste noch bestehende städtische Holzhaus der Schweiz. Es diente als Kaplanei. Auch Diebold Schilling wohnte in diesem Haus und schrieb und illustrierte dort seine berühmte Chronik. Zuletzt 1968-1975 wurde das Rothenburgerhaus umfassend renoviert und vor dem Verfall bewahrt.

Gräberhallen: Die Hofkirche ist von den Gräberhallen umgeben. Diese Gräber ermöglichen nicht nur ein Studium bezüglich der Friedhofskunst und der Heraldik, sondern sie geben auch einen Einblick in die Geschichte der Stadt Luzern, weil hier vor allem einflussreiche Luzerner Familien begraben worden sind. Hans Urs Kardinal von Balthasar ist im Hoffriedhof beerdigt. Sein Grab befindet sich in der Ecke von West- und Nordseite der Gräberhallen. Der Friedhof wurde im April 2004 durch ein Urnenfeld (nördlich der Hofkirche) erweitert.

Chorherrenhäuser: Ausserdem ist die Hofkirche umgeben von den sogenannten Chorherrenhäusern, teilweise Häuser aus dem 17. Jahrhundert (wie der Peyersche Hof, 1695). In diesen Häusern wohnen die Chorherren und in der Propstei ist in der Regel der Propst (Vorsteher der Chorherren) zu Hause.

Besondere Anlässe[Bearbeiten]

Auffahrt - Christi Himmelfahrt: Am Donnerstag zehn Tage vor Pfingsten feiert die Kirche das Fest Auffahrt (Christi Himmelfahrt). In der Hofkirche wird an diesem Tag während des 11-Uhr-Gottesdienstes eine Christusstatue mit einem speziellen Mechanismus ("Hamsterrad") aufgezogen. Dieser Brauch entstand in der Barockzeit.

Fronleichnam: Am Donnerstag zehn Tage nach Pfingsten feiert die Kirche das Fest Fronleichnam. An diesem Tag treffen sich die beiden Pfarreien St. Maria zu Franziskanern und St. Leodegar im Hof um 9 Uhr für die gemeinsame Eucharistiefeier auf dem Franziskanerplatz. Danach pilgern die Gläubigen in einer Prozession von der Franziskanerkirche zur Hofkirche. Vor der Hofkirche wird der Schluss-Segen gespendet. Die Prozession wird begleitet von Erstkommunionkindern, Schweizergardisten, Herrgottskanonieren[4], Rittern vom Heiligen Grab und von diversen fremdsprachigen Missionen.

Auszug Hofsamichlaus: Am ersten Dezember-Sonntag im Jahr zieht der Luzerner Hofsamichlaus aus der Hofkirche aus. Umrahmt von Trompetenklängen seiner Herolde hält der Samichlaus eine kurze Ansprache an die zahlreichen grossen und kleinen Zuhörer. Anschliessend macht er sich auf den Weg, um die vielen Kinder aus dem Pfarrei-Gebiet, egal welcher Konfession, zu besuchen, sie zu loben, zu ermahnen, zu bescheren und die Verslein anzuhören. Auf seinem Rundgang begleiten ihn die Zwergli, Ministranten, Diener und Schmutzli. Der Hofsamichlaus in Luzern besucht jedes Jahr die Familien der Pfarrei St.Leodegar und zwar schon seit mehr als 100 Jahren. Dies belegen Fotos und Zeitungsausschnitte aus dem Jahr 1908. [www.hofsamichlaus.ch]

Weitere Bilder der Hofkirche und Umgebung[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Lothar Emmanuel Kaiser: St. Leodegar im Hof Luzern, Lindenberg 2003, ISBN 3-89870-132-8
  • Hofkirche Luzern, in: "Archäologie, Denkmalpflege und Geschichte", Historische Gesellschaft Luzern, Jahrbuch 20/2002, S. 53-108
  • Jakob Friedrich: Die Chororgel in der Hofkirche Luzern, Männedorf 2006.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Informationen zur Hauptorgel der Hofkirche; vgl. auch die umfassenden Informationen auf der Website der Orgelbaufirma
  2. Nähere Informationen zur Walpenorgel (PDF; 109 kB)
  3. Informationen und Klangprobe der Glocken
  4. Herrgottskanoniere Ein besonderer Brauch in Luzern

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: St. Leodegar im Hof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

47.0556578.314051Koordinaten: 47° 3′ 20″ N, 8° 18′ 51″ O; CH1903: 666511 / 211996