Stadt Hoym

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Stadt Hoym
Stadt Seeland
Wappen von Stadt Hoym
Koordinaten: 51° 47′ 5″ N, 11° 18′ 45″ O
Höhe: 123 m
Fläche: 20,27 km²
Einwohner: 2570 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 127 Einwohner/km²
Eingemeindung: 15. Juli 2009
Postleitzahl: 06467
FriedrichsaueFroseGaterslebenHoymNachterstedtSchadelebenSalzlandkreisKarte
Über dieses Bild
Lage von Stadt Hoym in Seeland
Hoym, Luftaufnahme (2015)

Stadt Hoym/Anhalt ist ein Ortsteil der Stadt Seeland im südwestlichen Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Hoym liegt im nördlichen Harzvorland, etwa 12 Kilometer westlich von Aschersleben. Sie hat eine eigene Anschlussstelle an die vierspurige Bundesstraße 6.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoym wurde im Jahr 961 erstmals urkundlich erwähnt. Am 10. November 1195 wird das hier ansässige Rittergeschlecht mit Cuno de Hoym zuerst erwähnt.[1]

Residenzstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1721 war Hoym Residenzstadt des Fürstentums Anhalt-Bernburg-Hoym. Aus dieser Zeit stammt das Schloss Hoym. In ihm ist heute die größte Behinderteneinrichtung des Landes Sachsen-Anhalt untergebracht.

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden mindestens 260 Bewohner der damaligen Landes-Siechenanstalt Hoym in der Euthanasieanstalt Bernburg ermordet.[2]

Schloss Hoym, Luftaufnahme (2015)

Hoym bildete zusammen mit vier weiteren Orten am 15. Juli 2009 die neue Gemeinde Seeland.[3]

Am 1. Juli 2014 ist das neue Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt in Kraft getreten. In dessen §14 (2) wird den Gemeinden die Möglichkeit gegeben, den Ortsteilen, die vor der Eingemeindung Städte waren, diese Bezeichnung zuzuerkennen.[4] Die Stadt Seeland hat von dieser Regelung Gebrauch gemacht. Ihre neue Hauptsatzung ist mit Wirkung vom 8. September 2015 in Kraft getreten. Im §1 (2) werden die Ortsteile mit ihren amtlichen Namen aufgeführt.[5]

Auf Grund des § 10 i. V. m. §§ 8 und 45 Abs. 2 Nr. 1 Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (KVG LSA) vom 17. Juni 2014 (GVBl. LSA S. 288) hat der Stadtrat der Stadt Seeland in seiner Sitzung am 6. Dezember 2016 folgende 1. Änderungssatzung zur Hauptsatzung beschlossen: Die Stadt Hoym trägt den Zusatz „Anhalt“. Somit heißt es jetzt „Stadt Hoym/Anhalt“.

Schloss Hoym
Ev. Stadtkirche St. Johannis in Hoym

Gedenkstätten / Gedenkort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Hoym setzte sich zuletzt aus 14 Ratsmitgliedern zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 13. Juni 2004)

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Hoym unterhält Partnerschaftsbeziehungen zur Gemeinde Hatten (Niedersachsen).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoym besitzt einen eigenen Anschluss an der Bundesautobahn 36 (BraunschweigBernburg (Saale)).

Der Bahnhof Nachterstedt-Hoym liegt an der Bahnstrecke Halle–Vienenburg. Seit dem 14. Dezember 2014[6] verkehrt der Landesbus 140 durch Hoym.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hauptstaatsarchiv Dresden
  2. Dietmar Schulze: „Euthanasie“ in Bernburg. Die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Bernburg/Anhaltische Nervenklinik in der Zeit des Nationalsozialismus. Verlag Die Blaue Eule, Essen 1999 S. 141–142
  3. StBA: Gebietsänderungen vom 02. Januar bis 31. Dezember 2009
  4. Kommunalverfassungsgesetz des Landes in der Fassung vom 1. Juli 2014
  5. Leitseite zu den Satzungen
  6. Buslinien 140 und 318 zwischen Aschersleben und Quedlinburg eingeweiht (Memento des Originals vom 2. Dezember 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nasa.de

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sabine Schnierer: Verwahrt, verlegt, vergessen: Die Einbeziehung der Landes-Siechenanstalt Hoym in das „Euthanasie“-Programm des Nationalsozialismus. Shaker Verlag, Aachen 1997, ISBN 3-8265-5582-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hoym – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien