Stadtkirche Bad Salzungen

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Die Stadtkirche

Die evangelische Stadtkirche der Kreis- und Kurstadt Bad Salzungen im Wartburgkreis in Thüringen steht im Stadtzentrum auf dem Kirchplatz in unmittelbarer Nähe des Haunschen Hofes. Etwa 100 Meter südöstlich liegt der Burgsee.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtkirche steht auf der Stelle der 1112 erbauten St.-Simplicius-Kirche. Mit der Reformation wurde die Kirche evangelisch. 1786 brannte das Gotteshaus vollständig ab. Beim Neuaufbau wurde das Innere schlicht im Barockstil gestaltet.

Die zersprungenen Teile der Glocken waren die Grundlage für das neue Geläut.

Von 1992 bis 1993 wurden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen am Kirchturm und an der Fassade des Kirchenschiffs ausgeführt.[1] Rücksicht wurde dabei auf eine seit 1983 nachweisbare Dohlenkolonie genommen, in der jährlich drei bis 18 Brutpaare der Dohle, ein bis drei Turmfalkenbrutpaare und gelegentlich auch ein Schleiereulenpaar nisten. Vier Nistkästen wurden durch die Ortsgruppe des NABU am Turm installiert. Die Kennzeichnung der Nestlinge erfolgt seit 1993 durch die Vogelwarte Hiddensee. Von 1993 bis 2008 wurden etwa 270 Dohlen, 50 Turmfalken und 35 Schleiereulen beringt. Als erste Kirche in Südthüringen erhielt die Bad Salzunger Stadtkirche im November 2008 die Auszeichnung Lebensraum Kirchturm des NABU.[2] Auf dem Dachboden der Kirche befand sich zudem zeitweise eine Fledermauskolonie.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orgel stiftete der Meininger Herzog Georg II. 1909 als Anerkennung für den Kirchenchor. Der Entwurf zum Instrument stammte von Max Reger, dem Thomaskantor Karl Straube und dem Frankfurter Orgelbauer Sauer. Das Schleifladen-Instrument hat 41 Register auf drei Manualwerken und Pedal.[3]

I Hauptwerk C-g3
1. Bordun 16′
2. Principal 8′
3. Flûte 8′
4. Rohrflöte 8′
5. Gemshorn 8′
6. Trompete 8′
7. Gambe 8′
8. Octave 4′
9. Rohrflöte 4′
10. Octave 2′
11. Cornett III-IV
12. Rauschquinte II 223
II. Manualwerk C-g3
13. Gedackt 16′
14. Principal 8′
15. Concertflöte 8′
16. Gedackt 8′
17. Salicional 8′
18. Oboe 8′
19. Praestant 4′
20. Traversflöte 4′
21. Piccolo 2′
22. Mixtur IV
III Schwellwerk C-g3
23. Liebl. Gedackt 16′
24. Geigenprincipal 8′
25. Soloflöte 8′
26. Quintatön 8′
27. Aeoline 8′
28. Voix celeste 8′
29. Schalmei 8′
30. Fugara 4′
31. Fernflöte 4′
32. Flautino 2′
Pedalwerk C-f1
33. Principal 16′
34. Subbass 16′
35. Violon 16′
36. Posaune 16′
37. Dulciana 16′
38. Quintbass 1023
39. Octave 8′
40. Gedackt 8′
41. Cello 8′
  • Koppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Kirche auf www.thueringen.info
  2. NABU Thüringen, aufgerufen am 8. Mai 2014.
  3. Informationen zur Orgel auf der Website der Orgelbaufirma

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stadtkirche Bad Salzungen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 50° 48′ 45″ N, 10° 14′ 4″ O