Stangengrün

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Stangengrün
Stadt Kirchberg
Koordinaten: 50° 35′ 7″ N, 12° 26′ 58″ O
Höhe: 462 m
Einwohner: 648 (2008)
Eingemeindung: 1. Januar 1997
Postleitzahl: 08107
Vorwahl: 037606
Stangengrün (Sachsen)
Stangengrün

Lage von Stangengrün in Sachsen

Stangengrün ist seit 1997 ein Ortsteil der Stadt Kirchberg.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stangengrün ist der entfernteste Ortsteil von Kirchberg und liegt an der Grenze zum Vogtland. Der Ort liegt auf einer Höhe von 390 bis 530 m über NN im gleichen Seitental des Crinitzer Wassers wie Hirschfeld. Weitere Nachbarorte sind Lengenfeld (Vogtland) (Ortsteile Irfersgrün und Pechtelsgrün), Rodewisch (Ortsteil Röthenbach), Steinberg (Vogtland) (Ortsteil Wildenau) (alle im Vogtlandkreis) und Crinitzberg (Ortsteile Obercrinitz und Lauterhofen (im Landkreis Zwickau)). Der Hauptort Kirchberg ist somit auf einer Straße nur über andere Gemeinden zu erreichen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Waldhufendorf Stangengrün wurde um 1200 von den Herrn der Burg Schönfels gegründet. Die Grundherrschaft hatte damals das im Ort befindliche Rittergut Stangengrün. Im Unterschied zu dem Hauptort Kirchberg und den anderen Ortsteilen gehörte Stangengrün von 1764 bis 1856 zum Amt Zwickau, danach zum Gerichtsamt Kirchberg und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Zwickau, dessen Nachfolger der Landkreis Zwickau ist. Von Juli bis Dezember 1952 gehörte Stangengrün kurzzeitig zum Kreis Auerbach im Vogtland und wurde dann wieder in den Kreis Zwickau zurückgegliedert. Am 1. Januar 1997 wurde Stangengrün nach Kirchberg eingemeindet.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch kirchengeschichtlich gibt es in Stangengrün einen Unterschied zu den anderen Kirchberger Ortsteilen. Der Ort gehörte früher zur Parochie Hirschfeld. Heute bildet die Marienkirchgemeinde Stangengrün ein Kirchspiel mit den Nachbargemeinden in Wildenau und Obercrinitz innerhalb der Ephorie Zwickau.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der St. Marienkirche findet sich ein von dem Schnitzer Peter Breuer gefertigter Altar aus dem frühen 16. Jahrhundert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stangengrün – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gündel, Johannes: Stangengrün: genealogische Entwicklung einer Bauerngemeinde im Kreis Zwickau/Sachsen 1460 - 1800. Neustadt an der Aisch: Degener 1988 (= Schriftenreihe der Stiftung Stoye der Arbeitsgemeinschaft für Mitteldeutsche Familienforschung 17/18), ISBN 3-7686-4117-1.
  • Stangengrün. In: Das östliche Vogtland (= Werte der deutschen Heimat. Band 59). 1. Auflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, ISBN 3-7400-0938-1, S. 60–62.