Rodewisch

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Wappen Deutschlandkarte
Rodewisch
Deutschlandkarte, Position der Stadt Rodewisch hervorgehoben

Koordinaten: 50° 32′ N, 12° 24′ O

Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Vogtlandkreis
Höhe: 427 m ü. NHN
Fläche: 26,88 km2
Einwohner: 6260 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 233 Einwohner je km2
Postleitzahl: 08228
Vorwahl: 03744
Kfz-Kennzeichen: V, AE, OVL, PL, RC
Gemeindeschlüssel: 14 5 23 360
Stadtgliederung: Kernstadt, 2 Ortschaften
Adresse der
Stadtverwaltung:
Wernesgrüner Str. 32
08228 Rodewisch
Website: www.rodewisch.de
Bürgermeisterin: Kerstin Schöniger
Lage der Stadt Rodewisch im Vogtlandkreis
TschechienBayernThüringenErzgebirgskreisLandkreis ZwickauAdorf/Vogtl.Auerbach/Vogtl.Bad BrambachBad ElsterBergen (Vogtland)BösenbrunnEichigtEllefeldElsterbergFalkenstein/Vogtl.Grünbach (Sachsen)HeinsdorfergrundKlingenthalLengenfeld (Vogtland)Limbach (Vogtland)MarkneukirchenMühlentalMuldenhammerNetzschkauNeuensalzNeumark (Vogtland)Neustadt/Vogtl.Oelsnitz/Vogtl.Pausa-MühltroffPlauenPöhlReichenbach im VogtlandWeischlitzRodewischRosenbach/Vogtl.Schöneck/Vogtl.Steinberg (Vogtland)Triebel/Vogtl.TheumaTirpersdorfTreuenWerdaKarte
Über dieses Bild

Rodewisch ist eine Kleinstadt im Vogtlandkreis in Sachsen. Bekanntheit erreichte sie durch die erstmalige Beobachtung des ersten künstlichen Erdtrabanten Sputnik 1 1957. Rodewisch ist Mitglied im Mittelzentralen Städteverbund Göltzschtal. Sie selbst bezeichnet sich als "Stadt der Schloßinsel und des Planetariums".

Obwohl in Rodewisch auf einer Fläche von 26,88 km² nur zirka 6500 Einwohner leben, ist die Stadt weithin bekannt, was auf die überregionale Bedeutung der Rodewischer Krankenhäuser oder das örtliche Planetarium zurückzuführen ist. Die Stadt blickt auf eine über 600-Jährige Geschichte zurück, in der sie zwischenzeitlich über 12.000 Einwohner zählte und eines der Zentren der im südwestsächsischen Raum beheimateten Textilindustrie war. Rodewisch erhielt 1924 das Stadtrecht.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische und naturräumliche Lage und Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rodewisch liegt im Tal der Göltzsch an den Einmündungen des Wernesbachs und der Pöltzsch auf einer Höhe von rund 450 m ü. NN. und damit im Osten des Vogtlandkreises in Südwestsachsen. Die Stadt liegt im sächsischen Teil des historischen Vogtlandes. Somit liegt Rodewisch im deutschen Mittelgebirgsraum in unmittelbarer Nähe zum Erzgebirge. Die Stadt ist sowohl ungefähr 23 km von Plauen als auch von Zwickau entfernt.

Rodewisch liegt im Osten des Naturraums Vogtland und ist vom Bundesamt für Naturschutz der Landschaft "Auerbach-Rodewisch" (Landschafts-ID 215) zugeordnet. Diese liegt in der Landschaftsgroßeinheit der deutschen Mittelgebirgsschwelle. Es handelt sich um einen Verdichtungsraum westlich des Westerzgebirges.[2] Westlich des Stadtgebietes beginnt der Naturraum "Untere Lagen des Westerzgebirges", der durch teils dichte Fichtenforste gekennzeichnet ist. Land- und Forstwirtschaften sind vorherrschend.[3] Ebendort beginnt auch der Naturpark Erzgebirge/Vogtland, der die Stadtgebiete von Rodewisch und Auerbach ausspart, teile der Vegetationsflächen aber umfasst.[4]

Zur Naturräumlichen Lage siehe auch: Naturräume in Sachsen, Liste der naturräumlichen Einheiten in Sachsen, Liste der Landschaften in Sachsen

Die Stadt befindet sich großteils auf Granit.

Berge und Höhenlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der niedrigste Punkt der Stadt hat eine Höhe von etwa 391,39 m und liegt im Tal der Göltzsch nahe der Stadtgrenze zu Lengenfeld; der höchste 639,06 m südöstlich von Rützengrün nahe der Stadtgrenze zum Auerbacher Ortsteil Schnarrtanne.[5]

Vom Höhenrücken zwischen Treba und Göltzsch aus, auf dem sich in Richtung Nordosten die Rodewischer Skisprung-Schanze befindet, hat man einen guten Blick auf den der Nachbargemeinde namensgebenden Steinberg (659 m ü. NN.) und den schon im Nachbarlandkreis befindlichen Kuhberg, der noch vor dem Laubberg (767 m ü. NN.) mit 795 m ü. NN. die größte Erhebung der Umgebung ist. Auf dem gegenüberliegenden Südhang befindet sich der viel kleinere nicht dominante Galgenberg, auf dem früher Hinrichtungen vollstreckt wurden.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Harald Hutschreuter wurde in Rodewisch schon seit Jahrzehnten das Wetter aufgezeichnet. Die Messergebnisse wurden quartalsweise in der Freien Presse veröffentlicht. Seit einigen Jahren werden die Aufzeichnungen durch die Sternwarte fortgeführt. Die Messungen erfolgen auf 500 m ü. NN auf der Rützengrüner Höhe.[6] Der historische Temperaturkorridor reicht von +35 °C bis −37 °C. Durch die Lage im Vorland des Erzgebirges, das eine Pultscholle in West-Ost-Ausrichtung ist, stauen sich Wolken auf, so dass es zu ausreichend Regenfällen kommt. Der Wald des Erzgebirgsvorlands ist deshalb nicht so stark von Dürre betroffen wie andere Teile Deutschlands.

Die nächste offizielle Wetterstation ist auf 465 m in Treuen. Die nachfolgenden Werte basieren auf der Datenbasis von Mai 2017 bis April 2022. Die mittleren Temperaturwerte reichen von 0,9 °C im Januar bis 18,0 °C im Juli bzw. im August. Die absoluten Temperaturextremwerte betragen in diesem Zeitraum 35,8 °C (in einem Juni) und - 20,7 °C (in einem Februar). Im Zeitraum vielen durchschnittlich 679 l/m² Niederschlag.[7]

Flächennutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seitens der Stadtverwaltung wird die Fläche des Stadtgebiets mit 2.689,46ha, seitens der sächsischen Statistik mit 2.688ha, angegeben. 882,2ha sind davon mit Wald bedeckt. Der Anteil der Waldfläche an der Gesamtfläche beträgt somit rund 32,8 %. Da der Waldanteil deutschlandweit 30,1 % beträgt ist das ein durchschnittlicher Wert.[8] 363ha sind bebaut (davon 178 ha Wohnfläche, 104 ha Gewerbefläche, 7 ha Steinbruch u. Ä., 28 ha Erholungs- und Freizeitfläche). 129 ha sind Verkehrswege. Landwirtschaftliche Nutzflächen waren Ende 2020 1.238 ha, Gewässer 19 ha.[9] Insgesamt waren 2177 ha mit Vegetation bedeckt (Wald und landwirtschaftliche Nutzfläche).

Flächennutzung 2021
Nutzung Fläche in ha
Vegetationsfläche 2.177
- davon landw. Nutzfläche 1.238
- davon Wald 882,2
Siedlungsfläche 363
- davon Wohnfläche 178
- davon Gewerbefläche 104
Verkehrswege 129
Gewässer 19
Gesamtfläche 2688

Seit 2004 verfügt Rodewisch über einen beständigen Flächennutzungsplan, aus dem heraus bauliche Satzungen und Bebauungspläne für verschiedene Bereiche entwickelt werden.[10]

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fließgewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben zahlreichen nicht näher benannten Bächen in den Wäldern südöstlich und westlich des Stadtgebiets durchfließen das Stadtgebiet einige größere Bäche und der Fluss Göltzsch. Die Göltzsch, die ihr Quellgebiet in der Nähe von Hammerbrücke hat und über die Weiße Elster, die Saale und die Elbe bis in die Nordsee entwässert, führt von Auerbach in Richtung Lengenfeld durch das Stadtgebiet. Während im Stadtpark zum großen Teil Überflutungsflächen vorhanden sind, ist in der Innenstadt eine Bachmauer nötig. Die ursprüngliche, um die 100 Jahre alte Mauer, wurde in Folge der Hochwasser von 2002 und 2013 stark in Mitleidenschaft gezogen, besonders im Bereich der Uferstraße, der Oberen Uferstraße und der Parkstraße. Dort wurde sie in den Folgejahren durch einen Neubau ersetzt. In Richtung Lengenfeld ist nach dem Ortsausgang wiederum keine Befestigung vorhanden, da genug Wiesenflächen vorhanden sind. Die Kläranlage lässt dort auch Wasser zufließen.

Wernesbach am Anger

Im Bereich der Stadt fließen zwei rechte Nebenbäche zu. Der erste Zufluss ist die Pöltzsch (Eulenwasser), die von Osten kommend zunächst den Gondelteich der Schloßinsel speist und dann im Stadtpark kurz oberhalb der Parkbrücke in die Göltzsch mündet. Der zweite Zufluss ist der Wernesbach, der am Nordhang des Kuhberges auf etwa 719 m ü. NN. entspringt und von Rothenkirchen über Wernesgrün bis nach Rodewisch fließt, um dort nahe der Feuerwache am Göltzschplatz der Göltzsch zuzufließen. Der Lauf des Wernesbaches entspricht dabei in etwa dem der Bundesstraße zwischen Wernesgrün und Rodewisch. Dabei weitet sich das Tal nach und nach von einem Kerbsohlental zu einem Sohlental. In den Wernesbach fließt der Wiedenberger Teichbach.

Die Innenstadt liegt zwischen den Zuflüssen beider rechter Nebenflüsse. Die größten Teile des Stadtgebietes entwässern direkt in die Göltzsch oder über den Wernesbach oder die Pöltzsch indirekt auf dem Stadtgebiet in die Göltzsch. Jenseits des Bergrückens zwischen Rodewisch und Röthenbach (nördlich) fließen allerdings einige kleinere namenlose Wald- und Wiesenbäche über den ebenfalls über Rodewischer Gebiet verlaufenden Plohnbach indirekt in die Göltzsch. Die Gewässergüte ist heute angegeben mit I und II.

Auf Rodewischer Flur gibt es Gewässer-Meßstellen.[11] Die Messstelle Rodewisch 1 (Meßstellenummer 57721.1), die bei Kilometer 26,2 der Göltzsch (auf linker Seite) liegt, werden die Wasserdurchflüsse seit April 1997 gemessen. Im hydrologischen Handbuch des Sächsische Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie werden die monatlichen Durchflüsse bis Ende 2015 aufgeführt. Die höchste Durchflussrate wurde demnach am 2. Juni 2013, während des Hochwassers 2013, mit 54,8 m³/s verzeichnet. Keine drei Monate danach, am 27. August, wurde der niedrigste Durchfluss mit lediglich 0,022 m³/s aufgezeichnet.[12][13] Die mittleren jährlichen Durchflusswerte schwanken im oben genannten Zeitraum zwischen 1,27 m³/s (2013) und 0,412 m³/s. In den meisten Jahren fließt in der Göltzsch in Rodewisch in den Wintermonaten (November bis April) mehr Wasser als in den Sommermonaten (Mai bis Oktober). Ausnahmen sind die Jahre 2007 und 2014.[14] Die Messstation befindet sich in einer Höhe von 414,93 m. ü. HN (Höhen-Null bezogen auf Kronstadt). An diesem Ort hat die Göltzsch ein Einzugsgebiet von 71,7 km².[15]

Stehende Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gondelteich (rechts die Schloßinsel)

Um die Rodewischer Schloßinsel befindet sich der Gondelteich, der durch die Pöltzsch gespeist wird. Im Gondelteich sind Karpfen, die zu seiner Verschlammung beitragen. Der Teich wurde deshalb schon mehrmals ausgebaggert, nachdem das Wasser abgelassen wurde. Auf der Schloßinsel befindet sich auch das Gelände der Wasserburg, einer der ersten Besiedlungsorte auf Rodewischer Gebiet. Die Wasserburg ist ebenfalls von einem Wassergraben, der mit dem Gondelteich verbunden ist, umgeben.

Im Ortsteil Niederauerbach befand sich früher die Rodewischer Brauerei. Nach dem Gründer wird ein oberhalb des Brauereigeländes gelegener Teich Schmidts Teich genannt. Dieser ist heute der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Früher wurden im Winter, als der Teich zugefroren war, Eisblöcke herausgeschnitten und zur Kühlung des Bieres genutzt. Der Teich ist mit der Göltzsch durch einen unterirdischen Kanal verbunden. Dieser mündet ungefähr in Höhe der Niederauerbacher Straße, an deren oberem Ende der Teich gelegen ist.

An der Straße von Rodewisch nach Röthenbach gelegen befindet sich der Eulenteich. Flächenmäßig ist er das größte Gewässer. In Richtung Wildenau befinden sich die Merlesteiche, die allerdings knapp außerhalb des Stadtgebiets liegen. Oberhalb des Bahnhofs in der nähe der Alten Töpferei befindet sich der Silbersee.

Ausdehnung des Stadtgebiets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Rodewisch gehören laut sächsischem Liegenschaftskataster die Gemarkungen 1330 Rodewisch, 1331 Röthenbach und 1332 Rützengrün.[16]

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Röthenbach (am 1. März 1994 eingemeindet, vorher bereits vom 1. Juli 1950 bis zum 19. Juni 1957 Ortsteil von Wildenau)
  • Rützengrün (am 1. Juli 1992 eingemeindet)

Ortslagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rodewisch und Umgebung vom Bahnhof aus

Weiterhin gehören zu Rodewisch die Ortslagen Niederauerbach, Ober- und Untergöltzsch, aus denen die heutige Stadt Rodewisch hervorgegangen ist.

Zudem gibt es die Siedlungen Georgengrün, Ludwigsburg, Neudorf, Schleegasse (Auerbacher Straße, Sparkasse bis heutige Post) und Zeidelweide sowie die Gendameriesiedlung in Richtung Auerbach und die Häusergruppen Rebesbrunn und Wiedenberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden Rodewischs
Stadt Lengenfeld im Vogtlandkreis Stadt Kirchberg im Landkreis Zwickau
Stadt Treuen im Vogtlandkreis Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Gemeinde Steinberg im Vogtlandkreis
Stadt Auerbach im Vogtlandkreis Gemeinde Schönheide im Erzgebirgskreis

Rodewisch ist die einzige Kommune des Vogtlandkreises, die an die Gemeinde Steinberg grenzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name der Stadt Rodewisch ist im Gegensatz zu denen der benachbarten Städte Auerbach/V., Falkenstein/V. und Lengenfeld/V. weltweit einzigartig. Die genaue Namensherkunft ist nicht bekannt. Ernst Eichler erläutert den Namen so: Die Endung –wisch deute auf Bündel Heu oder Stroh, Büschel, Wedel, Besen. Dies habe seit alters her als Flur- und Hoheitszeichen gegolten. Ein Zeichen dieser Art sei vermutlich beim Beginn der Rodungen aufgestellt gewesen. Daher der Beginn Rode-.[17] Ein weiterer Erklärungsansatz geht davon aus, dass ein "Ratwig" das Dorf gründete.[18]

Der Ortsname ist erstmals 1411 im "Urkundbuch" der Vögte von Weida, Gera und Plauen als "Redewisch" zu finden.[18] Auch der benachbarte Ort Rebesgrün hieß in der Urkunde von 1411 "Redewischgrune". Ob ein Zusammenhang besteht, ist unbelegt. Aus verschiedenen Urkunden sind Namensabwandlungen belegt:

  • 1450: Radewichs
  • 1455: Rodewiß
  • 1530: Rodwisch
  • 1537: Rodwusch
  • 1560: (zum) Roebisch und Rowtsch
  • 1584: Rudwisch
  • 1791 Rodewisch, Rodewitz oder Rodthewisch

Aufgrund der Erbteilung zwischen Angehörigen derer von der Planitz wurde Rodewisch aufgeteilt und das Dorf wurde Obergöltzsch zugeordnet. Die drei Gerichtsbezirke waren unter dem Kollektivnamen Rodewisch bekannt, wurden aber bis 1849 nicht als eine Gemeinde geführt. 1893 hieß es von der Zwickauer Kreisdirektion: "Der Name Rodewisch hat keinen offiziellen Charakter!". Am 9. Februar 1856 schlossen sich die drei Gerichtsbezirke zu einer "Gesamtgemeinde zu Rodewisch" zusammen. Am 8. Mai 1924 erhielt Rodewisch das Stadtrecht; der Stadtname wurde folglich erweitert.[18]

Rittergüter und Dorf Rodewisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1900 schrieb der damalige Stadtpfarrer Schönknecht: "Rodewisch, volkstümlich Ruewisch, ist eigentlich ein Sammelname für eine ganze Reihe von Ortsteilen und Ortsgruppen. In dem jetzigen, bebauten Zustande der Gemeinden lassen sich die Grenzen der einzelnen Bezirke schwer beschreiben". Durch Stadtratsbeschluss nach der Wiedervereinigung wurden die alten Ortsteilbezeichnungen aufgehoben.[19]

Balthasar Friedrich Edler von der Planitz verkauft 1563 einen großen Teil seiner Besitztümer

Das Gut Göltzsch und Obergöltzsch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste Besiedlung ist auf einer hochwasserfreien Terrasse um die heutige St.-Petri-Kirche zu vermuten. Ursprünglich am Ortsrand lag die wohl im späten 13. Jahrhundert entstandene Wasserburg Göltzsch (das spätere Rittergut Obergöltzsch, die heutige sogenannte Schloßinsel). In ihr residierte im 16. Jahrhundert Balthasar Friedrich Edler von der Planitz.[20] Er wurde durch den Verkauf eines Teils seiner Besitzungen, insbesondere großer Wälder bis an die böhmische Grenze sowie von Neustädtel, Stützengrün und Schönheide an den sächsischen Kurfürsten August im Jahr 1563 bekannt. Er starb im Jahr kurz vor Abschluss des Kaufvertrages, den sein Bruder Hans Friedrich und seine Witwe Magdalena geborene von Back zu Ende verhandelten und unterschrieben. Das Gutshaus, das heute das Museum Göltzsch beheimatet, wurde nach einem Verkauf des Guts an Joachim Freiherr von Beust gebaut. Später kam das Gut über Rittmeister von Brandenstein zunächst in die Hände von Tuchhändlern und später in den Besitz der Gemeinde, die den verbliebenen Grund verpachtete. Im Bereich der ehemaligen Burg fanden 1937–1939 archäologische Grabungen unter der Leitung des späteren sächsischen Landeskonservators Hans Nadler statt. Die Ergebnisse dieser Grabung sind im 1951 eröffneten Museum zu besichtigen.

Untergöltzsch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heil- und Pflegeanstalt Rodewisch um 1900

Bereits 1542 wurde das Gut Goeltzsch Untertheil als zweites "Vorwergk" aufgeführt. 1602 entstanden durch Erbteilung der Edlen von der Planitz drei Rittergüter Obergöltzsch, Untergöltzsch, Niederauerbach. Untergöltzsch wurde im Zuge der Erbteilung zum eigenen Rittergut und ist damit die jüngste der drei Rodewischer Herrschaften. 1644 fiel der Besitz des Guts Obergöltzsch aufgrund von Kinderlosigkeit Sebastians von der Planitz an seinen Bruder Balthasar Friedrich, der es an Joachim Freiherr von Beust verkaufte. Das Gut blieb im Gegensatz zum "Stammgut Obergötzsch" bis 1856 in den Händen der Familie von der Planitz. Danach ging es an den Auerbacher Kaufmann Rother über. Er war durch eine "Fixbleiche" zu Geld gekommen, die allerdings abbrannte, was zum Verkauf des Gutes schon 1862 führte. Der nächste Eigentümer war der spätere Rodewischer Friedensrichter Hermann Walz. Er verkaufte die 97 ha Land an den Staat.

Von 1889 bis 1893 entstand in Untergöltzsch die "Königlich Sächsische Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke zu Untergöltzsch. 550 Kranke konnten hier zunächst behandelt werden. Das Gut wurde renoviert und das Gebiet wieder auf 132 ha vergrößert. Im Ersten Weltkrieg wurden die Kranken in andere Anstalten verlegt und das Krankenhaus wurde zum Reservelazarett des 19. Sächsischen Armeekorps. Zeitweise mehr als 1000 Verwundete waren hier bis 1920 untergebracht. 1919 wurde die Heilanstalt wiedereröffnet. Auch im Zweiten Weltkrieg wurde die Anstalt als Lazarett genutzt. Nach dem Krieg wandelte sich das Gut in ein "Volksgut". Auf dem Anstaltsfriedhof, der heute großteils als Schafsweide genutzt wird, findet sich noch heute ein Denkmal zu Ehren Gefallener. Die 1893 errichtete Anstaltskirche wird heute anderweitig genutzt.[21]

Noch heute befindet sich auf dem Gebiet ein Krankenhaus für Neurologie mit über 400 Betten. Das Krankenhaus war im Mai 1963 Tagungsort des 1. Internationalen Symposiums über Psychiatrische Rehabilitation.

Niederauerbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Messingwerk (um 1910)

1410 erhielt Landgraf Friedrich der Einfältige die Lehnsherrlichkeit über das Vogtland. Vogt Heinrich VI von Plauen bat ihn darum einige Dörfer zum sogenannten Leibgedinge zu geben, was gewährt wurde. In der Aufzählung der Dörfer findet sich auch das Dorf "Urbach". Später wurde das Dorf in Unterscheidung zur Burg Auerbach in Unterauerbach, später Niederauerbach umbenannt. 1525 kam das Gut in den Besitz von Hans Edler von der Planitz. Gut, Dorf und das örtliche "Schmelz- und Pochwerk mit einem Hammer" entstanden vermutlich miteinander verbunden. Die Lage an der Göltzsch, die zur Energiegewinnung genutzt wurde, und die Nähe zu den Wäldern der Umgebung ermöglichte zunächst die Holzkohleproduktion. Der Eisenhammer wurde 1603 in ein Messingwerk umgewandelt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg, der dem Werk vorübergehenden Niedergang bescherte, wurde durch den damaligen Besitzer das Privileg "auf ewige Zeit in ganz Sachsen die alleinige Messingherstellung" zu besitzen, durchgesetzt. Das Werk bestand damals aus mindestens vier Betriebsteilen. 1924 wurde der Betrieb in Folge der Hyperinflation eingestellt, 1926 wurde die Firma liquidiert.[22][23] Das Werk bestand über 450 Jahre. Messing wurde in Niederauerbach ungefähr 320 Jahre hergestellt.

Bis in die Nachwendezeit wurden am ehemaligen Standort unter dem Namen "Rodewischer Textilwerke AG" (ROTEX) Teppich- und Baumwollgarne gefertigt. 1993 wurde der Gebäudekomplex abgebrochen. Am ehemaligen Standort erinnert nur noch ein Essenstumpf und eine Relieftafel an der Einfahrt zum heute auf dem Gelände befindlichen Hellweg an die Werkstradition. Gedenktafeln sind angebracht.

Das Stadtgut von Niederauerbach wurde in den letzten Kriegstagen 1945 durch amerikanischen Beschuss zerstört.

In Niederauerbach befand sich die 1856 gegründete Brauerei J.F. Schmidt. Sie stellte zu DDR-Zeiten den Betrieb ein und wurde 1992 abgebrochen. Von 1991 bis 1995 befand sich im Gut Niederauerbach ein Labor, das für viele Praxen und Krankenhäuser in der Umgebung Untersuchungen durchführte. 1995 wurde dafür ein Neubau gebaut, in dem das Labor bis 2011 weiterarbeitete. Heute befinden sich im Ortsteil Niederauerbach, der sich an der B 94 in Richtung Lengenfeld befindet, ein Komplex mit Einzelhandelsgeschäften und der Hellweg-Baumarkt. Aktive Industrie gibt es nicht mehr.

Das Dorf Redewisch (1411–1924)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Redewisch wurde urkundlich erstmals 1411 erwähnt und ging vermutlich recht kurz danach im Gut (Ober-)Göltzsch auf. Nach der Erbteilung wurde es Obergöltzsch zugeschlagen. Kirchen- und Schulangelegenheiten liefen immer unter dem Namen Redewisch bzw. Rodewisch. Wahrscheinlich ist auch, dass die Rodewischer Dorfkirche, eine der Vorgänger der heutigen St.-Petri-Kirche, eine Rodewischer "Gesamtkirche" war. Zeitweise war auch Wildenau nach Rodewisch eingepfarrt. Die alte Ortsbezeichnung Redewisch wurde lange Zeit fast ausschließlich für Kirchenzwecke benutzt. Mitte des 19. Jahrhunderts trug nur noch die alte "Rodewischer Spinnmühle" am Wernesbach den Namen. 1839 stellte die Kreisdirektion Zwickau fest: "Der Name Rodewisch hat keinen offiziellen Charakter". Die Gemeinde war in Obere, Mittlere und Untere Gemeinde gegliedert, die alle auch eigene Gerichtsbezirke waren. Dabei waren Gemeinde- und Gerichtsbezirk nicht deckungsgleich: So zählte der obere Gemeindebezirk etwa 200 Häuser, seine Gerichtsbarkeit 124 Häuser, zur Untergöltzscher gehörten 136 Häuser, der mittlere Teil umfasste 50 Häuser, von denen 34 der Untergöltzscher, 9 der Niederauerbacher und 7 der Obergöltzscher Gerichtsbarkeit unterstanden.[24] 1844 wurde ein gemeinsamer Gemeindevorstand gewählt worden. Durch viele Einsprüche der Gutsbezirke und Gemeindemitglieder war der Zusammenschluss aber nur auf dem Papier erfolgt. Die einzelnen Gerichtsbezirke gehörten bis ins 19. Jahrhundert zum Amt Plauen.[25]

1813 wurde die Rodewischer Schützengesellschaft gegründet. Es ist die älteste Vereinsgründung, die für Rodewisch belegt ist. Von 65 Mitgliedern ausgehend, wuchs der Verein bis zu 144 Mitglieder an. Vereinshaus war zunächst das "Gasthaus zum Messingwerk", in dem von 1856 an durch die Brauerei J. F. Schmidt auch Bier gebraut wurde. 1895 wurde das Gasthaus umbenannt in "Schützenhaus". Noch heute befindet sich am selben Ort, direkt am heutigen Kreisverkehr auf der Uferstraße, eine Gaststätte. Jährlich wurde ein Schützenfest organisiert, das als "Niederauerbacher Kirmes" bekannt war. Dabei wurden auf dem hinter dem Gasthaus befindlichen Hügel, dem sogenannten Schießberg, Schützenkönige gekürt. 1858 wurde der Männerchor "Orpheus" als erster der später 5 großen Männergesangsvereine, in denen zu Hochzeiten über 300 Sänger aktiv waren, gegründet. 1859 gründeten 24 Soldaten den "Königlich Sächsischen Militärverein", der ab 1879 zum führen von Gewehren und Säbeln berechtigt war. Zudem wurden 1876 und 1888 Turnbruderschaften gegründet. 1877 wurde ein Verein der "Freiwilligen Feuerwehr" gegründet.[26]

1849 wurde die Gerichtsbarkeit vereinigt und am 9. Februar 1856 wurde der bisherige Sammelname Rodewisch zum Name einer politischen Gemeinde. Die einzelnen Gerichtsbarkeiten wurden an den Staat übertragen. Die Dreigliederung wurde bis 1911 beibehalten, im Volksmund bürgerten sich hingegen die Bezeichnungen Ober- und Unterdorf ein, die bis heute bekannt sind. Im Januar 1900 erreichte die Bevölkerungszahl Rodewischs 7.134. Rodewisch wurde zum "Großen Marktflecken" und größtem Dorf in Sachsen.[27] Im Kaiserreich wurde Rodewisch, wie viele Orte in Südwestsachsen vom Bauern-, Handwerker- und Agrardorf zum Industriestandort. Eine Vielzahl an Unternehmen zeugt davon. 1875 erhielt der Ort einen Bahnanschluss nach Zwickau und Oelsnitz/Vogtl. Im Zuge des Bevölkerungswachstums wurden auch Schulen gebaut. Beispielhaft für die Klinkerbauweise der Zeit ist die Rodewischer Schiller-Grundschule, die um 1905, dem 100. Todesjahr Friedrich von Schillers, gebaut wurde. Im Königreich Sachsen wurde 1874 die Amtshauptmannschaft Auerbach eingerichtet, zu der Rodewisch gehörte.

Am 4. Januar 1910 wurde Otto Pfeifer Rodewischer Gemeindevorstand. Otto Pfeifer machte sich in der Stadt einen Namen, da er bis 1924 darum kämpfte, dass Rodewisch zur eigenen Stadt wurde. Er begleitete auch das Anlegen des Rodewischer Stadtparks und den Bau des Rodewischer Strandbades, das von 1920 bis 1922 errichtet wurde. Mit 2.200 m² Wasserfläche und einem Sandstrand zu beiden Seiten des Schwimmbeckens war es einst sehr beliebt. Das Wasser lieferte die Pöltzsch.[28] Ab 1910 wurde auf der Salzleithe oberhalb des Ritterguts Obergöltzsch ein Siechenheim, das heutige Krankenhaus Obergöltzsch, errichtet. 1913 wurde ein Kraftwagenhalle für zehn Omnibusse gebaut.[29] Pfeifer war nach der Stadtrechtsverleihung erster Bürgermeister Rodewischs.

Stadt Rodewisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weimarer Republik (1924–1933)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 8. Mai 1924 erhielt Rodewisch das Stadtrecht.

Am selben Tag hatte Rodewisch 10.417 Einwohner. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges wuchs die Rodewischer Bevölkerung weiter an. 1933 überschritt die Einwohnerzahl von 11.000. Rodewischer arbeiteten in fünfzehn Großbetrieben, die je bis zu 400 Angestellte ernährten. Zudem hatten 61 Mittelbetriebe (bis 50 Angestellte) und 501 Kleinbetriebe (bis 10 Angestellte) die Wirtschaftskrise ab 1923, der unter anderem das große Messingwerk zum Opfer gefallen war, überlebt bzw. wurden seitdem neu gegründet. Die Zeit der Weimarer Republik war auch politisch in Rodewisch eine Zeit der Unsicherheit. 1921 wurde ein Sprengstoffattentat auf das alte Rathaus verübt. Das Rathaus, das sich am heutigen Standort des "Haus[es] am Gesundbrunnen" befand, wurde dabei so stark beschädigt, das es nicht weiter genutzt werden konnte. Für den Anschlag wurden Kommunisten um Max Hölz verantwortlich gemacht. Die Kommunisten waren in dieser Zeit besonders in Falkenstein aktiv. 1929 wurde ein Brandanschlag auf die Rodewischer Stadtkirche verübt, der weitgehend missglückte, jedoch die Stiftungstafel vollständig und ein Kruzifix von 1669 teilweise zerstörte. Auch hierfür wurden Kommunisten verantwortlich gemacht. Beide Anschläge wurden jedoch nie abschließend aufgeklärt.[30]

Wahl der Stadtverordneten[30]
Jahr KPD SPD Bürgerliste wirtschaftliche Vereinigung Demokratische Partei
1924 4 4 4 4 1
1928 4 4 4 4 1

Bürgermeister Otto Pfeifer war auch in der Zeit der Weimarer Republik sehr aktiv. Nahezu jede Woche war er zwischen 1924 und 1927 in Dresden um Fördergelder heran zu holen. Im Innenministerium war bekannt: "Wenn Pfeifer vorn hinausgeht, kommt er hinten garantiert wieder herein!".[31] Unter Pfeiffer entstand ab 1932 die Stadtrandsiedlung, die heute unter dem Namen Randsiedlung bekannt ist, die Klein- und die Kinderreichensiedlung (Häuser beim Kindergarten Zwergenland) und die Stammarbeitersiedlung (heutige Otto-Pfeifer-Straße). Das gesamte städtische Straßennetz mit etwa 20 km Länge wurde in dieser Zeit asphaltiert, Grabungen am ehemaligen Rittergut Göltzsch fanden 1937/38 statt. Besonders viele Fördergelder wurden genutzt, um den Rodewischer Stadtpark zu verschönern. An der heutigen Schloßstraße gab es ein 20 × 20 m großes Beet, das je nach Anlaß mit Landes- oder Stadtwappen oder bspw. den Olympischen Ringen bepflanzt wurde, Azaleen und Rhododendren blühten, auf den Bachmauern wurden Hängerosen gepflanzt. Am Gondelteich selbst wurden Trauerweiden gepflanzt. Wegen der Schönheit des Parkes wurde Rodewisch "Klein Bad Elster" genannt, ohne jedoch Kurort zu sein. 1926 erhielt Rodewisch eine stadteigene Gärtnerei.[31] 1930 wurde die Pestalozzi-Schule eingeweiht. An der Fassade ist Otto Pfeifer gemeinsam mit einem Schulkind in Stein gehauen. Bis zur Enthüllung dachte man, es wäre Pestalozzi gewesen.

Ergebnisse der Reichstagswahlen[30]
Wahl KPD SPD NSDAP
Juni 1930 705 786 1.149
wiederholte Wahl September 1930 1.410 907 1.519
5. März 1933 ? ? 4.058

Bei der Wahl im März 1933 erreichte die NSDAP in Rodewisch die absolute Mehrheit der Stimmen. Bis Januar 1933 wurden 125 Rodewischer NSDAP-Mitglied. Kurz darauf waren es bereits 65 mehr.

Nationalsozialismus (1933–1945)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da sich Bürgermeister Otto Pfeifer nie parteilich gebunden hatte und sich auch 1933 nicht an die NSDAP binden wollte, wurde ihm der Ortsgruppenleiter der NSDAP als Stellvertreter zur Seite gestellt. Als es Differenzen zwischen den beiden Stadtoberhäuptern gab wurde Pfeiffer kurzzeitig entlassen, durch Beschluss des Auerbacher Amtshauptmann kurze Zeit später aber wieder eingesetzt. Der Stadtrat wurde wie das gesamte Land gleichgeschaltet. Otto Pfeifer starb 1942 an einem Gallen-Leber-Leiden in Karlsbad. Interims-Nachfolger wurde sein bisheriger Stellvertreter Grimm. Als dieser 1944 jedoch zum Kriegsdienst verpflichtet wurde, wurde Dr. Epperlein, der zweite Stellvertreter Pfeifers, bis Kriegsende Interimsbürgermeister. Die ehemalige Hemdenfabrik an der Auerbacher Straße, die 2008 zugunsten des Netto-Marktes abgerissen wurde, wurde zum sogenannten "Braunen Haus". Die Ortsgruppe der NSDAP und deren Parteiorganisationen bekamen einen Platz für Schulungen und Treffen. 1939 wurde die Amtshauptmannschaft Auerbach in Landkreis Auerbach umbenannt wurde.

Schon bald nach dem Kriegsbeginn 1939 fehlten in Rodewisch erste Lehrer in der neu eingerichteten "Luftschutzschule" im Feuerwehrgebäude. Fliegeralarm wurde auch in Rodewisch ausgelöst. Über 500 Rodewischer fielen im Zweiten Weltkrieg.

Am 17. April 1945 sind amerikanische Truppen ins Vogtland vorgestoßen. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde zuletzt im Dreißigjährigen Krieg hier in größeren Schlachten gekämpft. Die Kämpfe um Rodewisch wurden ohne die örtliche Parteileitung der NSDAP durchgeführt. Diese hatte sich bereits nach Bayern abgesetzt. Auch in Kleinstädten wie Rodewisch wurde gehungert. Am 2. Mai 1945 schlugen Granaten in das Rathaus ein. Es gab einen Toten und mehrere Verwundete. SS-General Schörner hatte sich mit letzten Kämpfern auf dem Steinberg verschanzt, was amerikanische Truppen zum Artilleriebeschuss Rodewischs und Wildenaus von Treuen aus veranlasste. Erst am 6. Mai 1945, zwei Tage vor der bedingungslosen Kapitulation, rückten die Amerikaner in Rodewisch ein.[32]

Amerikanische und sowjetische Besatzung (1945–1949)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Krimkonferenz im Februar 1945, und damit schon vor Kriegsende in Rodewisch, wurde die finale Aufteilung Deutschlands besprochen, die bis zum Mauerfall 1989 bestand haben sollten. Die seit Jahrhunderten nahezu unveränderte sächsische Südgrenze wurde damit zur Grenze zwischen Sowjetischer Besatzungszone (SBZ) und der späteren Tschechoslowakischen Republik; zwischen Bayern und Sachsen war die Grenze zwischen SBZ und Amerikanischer Zone. Die vereinbarten Grenzen waren allerdings nicht deckungsgleich mit den realen Besatzungsgrenzen bei Kriegsende. Rodewisch war zunächst von Amerikanern besetzt.

Die Amerikaner sprengten den Reichsadler auf dem Obelisken am Ehrenmal. Über Lautsprecheranlagen gaben die Amerikaner bekannt, dass das Verlassen des Stadtgebietes untersagt sei, die Bürger nicht mehr Fahrrad fahren dürften, Zivilpersonen über 16 ausweispflichtig wären, nur noch Lebensmittelgeschäfte öffnen dürften, eine Ausgangssperre von 19 bis 7 Uhr gelte; Schuss- und Stichwaffen, Photoapparate, Munition und Ferngläser abzugeben seien, das Freilassen von Tauben untersagt sei, Fernmeldeverkehr jedweder Art untersagt sein, unzensierte Zeitungen nicht gedruckt werden dürften, alle NS-Verbände und die NSDAP aufgelöst und deren Gesetze aufgehoben seien, deutsche Gerichts-, Unterrichts- und Erziehungsanstalten geschlossen seien und sich bis zum 12. Mai alle Angehörigen der Wehrmacht, der (Waffen-) SS, der SA, des Volkssturms und der NSDAP im Rathaus zu melden hätten. Das "Braune Haus" und andere Gebäude wurden zur Bewältigung von Obdachlosigkeit und der Unterbringung Vertriebener und Flüchtlingen genutzt. Deutsche Einwohner wurden von den Besatzern in dieser Zeit gedemütigt.[33]

Zwischen den besetzten Gebieten lag ein nur wenige Kilometer breiter unbesetzter Streifen. Dieser Streifen begann zwischen Rodewisch und Wernesgrün. Die Angst vor den Russen brachte viele Menschen an die Rodewischer Stadtgrenze. Außerhalb der Stadtgrenze lagerten so nach wenigen Tagen etwa 7.000 Menschen, die von den hungerleidenden Rodewischern mitversorgt werden sollten. 4.000 wurden in Rodewisch untergebracht. Illegal wurden gerade gelegte Kartoffeln wieder ausgegraben.

Die Amerikaner zogen sich am 29. Juni gen Bayern zurück; die Rote Armee rückte erst am 2. Juli nach.[33][34] Die Flüchtlinge vor den Toren Rodewischs folgen den Amerikanern. Unter der Sowjet-Besatzung wurde ein Bremer KZ-Überlebender als neuer Polizeichef eingesetzt. Er wurde unter den Rodewischern gefürchtet. Erst nachdem er sich in die Amerikanische Besatzungszone absetzte wurde bekannt, dass er kein KZ-Überlebender, sondern ein KZ-Aufseher war. Durch Sowjets wurden etwa 1.000 Zivilisten durch Rodewisch getrieben, 22 Rodewischer kamen dazu. 12 davon sollten nicht wiederkommen. Nach Ende des Krieges in Europa und dem Abwurf der Atombomben in Japan, wurde der Ost-West-Konflikt verschärft. Um auch eine Atombombe herstellen zu können brauchte die Sowjetunion Uran, das zwar auch im Ural vorkommt, aber lieber im Erzgebirge abgebaut wurde. Auch in Rodewisch wurde radioaktives Grundwasser festgestellt, was zu Tiefbohrungen an zwei Stellen der Randsiedlung führte. Aufgerichtete Fördertürme wurden nutzlos: Das Grundwasser täuschte und nichts wurde gefunden. Die Lebensmittelrationen wurden nach und nach erhöht. Bis zu 1,5 kg Brot, 2 kg Kartoffeln 150 g Fleisch, 100 g Zucker und je 75 g Fett und Nährmittel wurden Arbeitern pro Woche gewährt; Schwerarbeiter erhielten etwas mehr. Die Partei- und Organisationsmitglieder wurden erneut erfasst: 1.170 NSDAP-Mitglieder, 200 HJ-Mitglieder, 400 BDM-Mitglieder und 900 Frauenschaftsmitglieder gab es.[33]

Volkszählung am 3. November 1945[33]
Gruppe männlich weiblich gesamt
Einheimische 3.353 5.448 8.801
Flüchtlinge und Vertriebene 479 913 1.392
Anstaltsgebiet 301 442 743, davon 556 Kranke
gesamt 4.133 6.803 10.936

1945 kamen auf 141 Geburten 779 Sterbefälle. Hunger und Seuchengefahr waren Gründe für die hohe Sterberate.

Auf Befehl der sowjetischen Besatzer wurden alle Vereine liquidiert und die allermeisten Unterlagen wurden abgegeben und sind heute nicht mehr auffindbar.[26]

Sozialismus (1949–1989)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem am 7. Oktober 1949 die DDR aus der SBZ hervorging, wurde Rodewisch Teil des Landkreises Auerbach im Land Sachsen. Im Zuge der Verwaltungsreform vom 25. Juli 1952 wurde der reformierte Kreis Auerbach dem neu geschaffenen Bezirk Chemnitz zugeordnet. Der Bezirk Chemnitz hieß von Mai 1953 an bis Juni 1990 Bezirk Karl-Marx-Stadt. 1958 wurden die Lebensmittelkarten aufgehoben. In Rodewisch wurden 4 LPGen gegründet.

In den Folgejahren verfielen auch in Rodewisch viele Häuser aus der Gründerzeit des Kaiserreiches, in anderen ließen sich Textilfabriken nieder. 1960 erreichte die Rodewischer Bevölkerungszahl mit 12.828 Einwohnern ihren Höhepunkt. In den folgenden Jahrzehnten setzte ein Schrumpfen der Einwohnerzahl ein.

1950 wurde die Schulsternwarte auf dem Schulturm übergeben. An der Schulsternwarte Rodewisch wurde die Trägerrakete des bzw. der Satellit Sputnik 1 selbst am 8. bzw. 13. Oktober 1957 erstmals weltweit mit Hilfe eines Fernglases beobachtet.

1961 bis 1962 wurde das "Rodewischer Schlößchen" saniert, 1982 wurde die mittlerweile abgerissene Rodewischer Mittelschule "Otto Löscher" eingeweiht. Zum Ende des Schuljahres 2005/06 wurde sie geschlossen.

Auch im Vogtland kam es 1989 zu Demonstrationen. Die 40-Jahr-Feier der DDR in Auerbach war nur spärlich besucht. In derselben Zeit wurde an das Gebäude des "Café Lenk" unter den Schriftzug "DDR 40" ein großer Pfeil Richtung Kellerfenster gemalt. Die Stasi ermittelte.[35]

Nach der Wiedervereinigung (seit 1990)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rodewisch gehörte im neu gegründeten Freistaat Sachsen bis Ende 1995 weiterhin dem nun umbenannten Landkreis Auerbach an, bis dieser zum Jahresbeginn 1996 im Vogtlandkreis aufging. In diese Zeit fallen auch die Eingemeindungen Röthenbachs und Rützengrüns (siehe Ortsteile). Nur durch diese Eingemeindungen stieg die Bevölkerungszahl der Stadt in den 90er-Jahren kurzzeitig an. Bis heute fällt die Bevölkerungszahl stetig. 1997 wurde Rodewisch Mitglied im Mittelzentralen Städteverbund Göltzschtal. In einer Unterschriftensammlung wandten sich so viele Rodewischer gegen eine Fusion der vier beteiligten Kommunen, dass das Thema zunächst vom Tisch war.[36] Ins Feld geführt wird dabei die Misere um das Waldbad Brunn, das anstatt eines neuen Bades an der Stelle des mittlerweile abgerissenen Freibads an der Schloßinsel errichtet wurde. Trotz Unterstützung für den Standort Rodewisch durch den Auerbacher Landrat Dr. Eichler, den Staatssekretär im Kanzleramt, Dr. Wieczoreck und weitere Lokalpolitiker wurde ein "Freizeitzentrum Göltzschtal" nicht umgesetzt. Ab 1994 nahm Auerbach den Ausbau des Brunner Waldbades in Angriff und setzte sich so wieder einmal gegen Rodewisch durch.[28] Bereits unter Bürgermeister Otto Pfeifer war der Gegensatz zwischen den Städten bekannt.

2001 bis 2004 erhielt die Stadt den Neubau des Beruflichen Schulzentrums für Wirtschaft. Von 2001 bis 2008 wurde das Klinikum Obergöltzsch erweitert, von 2004 bis 2008 wurde das örtliche Gymnasium generalsaniert.[29]

2011 wurde der 600ste Jahrestag der Ersterwähnung der Stadt gefeiert.

2012 wurde die heutige Bürgermeisterin Kerstin Schöniger gegen drei Mitbewerber zur Nachfolgerin von Erhard Meier gewählt. Unter Schöniger wurde das Rodewischer Museum geschlossen[37] und die Kirmes wurde demontiert und durch ein Park- und Inselfest ergänzt. Dadurch blieben Schausteller der Kirmes fern.[38][39]

In den letzten Jahren wurden viele Häuser in der Innenstadt und Straßen und Plätze renoviert. Das betrifft im Besonderen den Postplatz. Dieser wurde u. a. neu gepflastert und es wurde vom oberen Postplatz, dem ehemaligen Standort des Hotel Rudolph, eine Treppe zum Vorplatz der örtlichen St.-Petri-Kirche gebaut. Das ehemalige namensgebende Postgebäude wurde vor dem Verfall gerettet und zum Wohnhaus umgebaut. Auch Grünanlagen wurden hergerichtet. Im Stadtpark wurde die alte Rißbrücke abgerissen und eine neue Parkbrücke errichtet. 2022 wird auch der Busbahnhof saniert.[40]

Die 2020 eingeweihte Parkbrücke

Sage zur Entstehung des Orts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heidnische Graf von Schöneck hatte eine Tochter, die er sehr liebte. Der christliche Graf von Planschwitz warb um sie und wollte sie zu seinem Glauben bekehren. Doch ihr Vater wollte nicht zulassen, dass seine Tochter sich von seinen Göttern abwendet. Eines Tages ziehen die beiden Grafen gemeinsam in den Krieg. Graf von Planschwitz fällt und gibt dem Grafen von Schöneck seine blutige Schärpe als letzten Gruß an die Geliebte. In der Not ruft Graf von Schöneck seine Götter an und schwört ihnen, wenn er siegt, diejenige Person zu opfern, die ihm bei der Heimkehr zuerst begegnet. Als sie die blutige Schärpe erblickt, läuft ihm seine geliebte Tochter in Sorge um Graf von Planschwitz entgegen. Als Ehrenmann, der sein Gelübde nicht bricht, setzt der Graf schweren Herzens den Opfertag an. Doch seine Tochter flieht nachts und nimmt einzig und allein die Schärpe ihres Geliebten mit sich. Lange irrt sie durch die Wälder, bevor sie im Morgengrauen an der Göltzsch Rast macht. Hier schwört sie, ihr Leben dem christlichen Gott zu weihen, wenn sie von der Verwandtschaft des Grafen von Planschwitz herzlich angenommen wird. Sie will an diesem Platz ein Haus bauen und ihrem Geliebten ewig die Treue halten. Um die Stelle wiederzufinden, bindet sie die blutige Schärpe an einen Haselstrauch. Durch Wind und Wetter ist die Schärpe bald nur noch ein roter Wisch. So erhielt das Gut Ob der Göltzsch, das die Tochter des bald aus Gram verstorbenen Grafen von Schöneck errichten ließ, den Namen Rothe-Wisch (Rodewisch).

Die Sage existiert auch in versifizierter Form, wie auf der Internetseite der Stadt Rodewisch.[41]

Einwohnerzahl und statistische Betrachtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerstatistiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angaben ab 1960 zum Stichtag 31. Dezember

Die Zahlen umfassen ggf. die einzelnen Daten der drei ehemaligen Ortsteile. 1992 bzw. 1994 kamen Röthenbach und Rützengrün hinzu.

Einwohnerzahlen der Stadt
Kürfürstentum/

Kgr. Sachsen

Dt. Kaiserreich/

Weimarer Rep.

SBZ/

DDR

BRD
1542: 400
1576: 486
1589: 498
1661: 840
1724: 900
1806: 2.500
1834: 2.643
1840: 2.660
1844: 2.928
1875: 3.455
1910: 9.494
1924: 10.417
1933: 11.192
1936: 11.261
1939: 11.237
1945: 10.936
1960: 12.828
1971: 10.196
1981: 9.513
1990: 8.048
1992: 8.390
1994: 8.625
1998: 8.241
1999: 8.105
2000: 7.904
2001: 7.793
2002: 7.762
2003: 7.670
2004: 7.654
2005: 7.562
2006: 7.439
2007: 7.366
2008: 7.235
2009: 7.065
2010: 6.928
2011: 6.750
2012: 6.723
2013: 6.661
2014: 6.529
2015: 6.485
2016: 6.466
2017: 6.467
2018: 6.372
2019: 6.387
2020: 6.365
2021: 6.285
2022: -

Einwohnerentwicklung der Stadt seit 1542 und seit 2000.

Von den 6.285 Einwohnern (2021) waren 3.050 männlich und 3.235 weiblich. 322 lebten in Rützengrün und 291 in Röthenbach. Die Einwohnerentwicklung ist dort zu sehen.

Datenquelle bis 1724: Kirchenbuch der Gemeinde[42]; Daten 1806, 1840, 1844, 1875, 1890, 08.05.1924, 1933, 1936, 1939, 03.11.1945, 1990, 1992 und 1994: Rodewischer Chronik[43]; Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen. Datenquelle 2011: Standesamt-Statistik des Jahres 2011, Amtsblatt der Stadt Rodewisch, 23. Jahrgang, Nr. 1/2012 vom 27. Januar 2012. Datenquelle 2010 bis 2021: Einwohnerzahlen im Bereich "Aktuelles & Stadtporträt" auf der Internet-Seite der Stadt Rodewisch[44] Die Zahlen ab 2010 können von der Zahl im Infokasten abweichen, da ggf. Zweitwohnsitze etc. einbezogen werden.
Stadtbewohner nach Alter
Altersstufe 0–9 10–14 15–24 25–34 35–44 45–54 55–64 65–74 über 75
Personen (2021)[45] 461 234 452 517 712 833 1.077 923 1.152
Personen (2014)[46] 449 267 429 705 721 1.139 1.087 947 906
Personen (2007)[47] 491 217 887 735 1.082 1.127 1.033 1.071 796
Personen (2003)[48] 468 331 973 736 1.196 1.151 1.077 987 751

Die Tabelle zeigt, dass die Gesellschaft insgesamt älter wird, weil die Mortalitäts- die Natalitätsrate übersteigt. Zudem wird der für ländliche Regionen typische Bevölkerungsrückgang deutlich.

Weitere Statistiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Rodewisch gab es zum 31. Dezember 2020 1.776 Wohngebäude, darunter 1.390 mit nur 1 oder 2 Wohnungen. In Rodewisch gab es insgesamt 4.006 Wohnungen. Es gab 129 Einraumwohnungen, 218 Zweiraumwohnungen, 980 Dreiraumwohnungen, 1.244 Vierraumwohnungen, 819 Fünfraumwohnungen, 368 Sechsraumwohnungen und 248 Mehrraumwohnungen. Der Kfz-Bestand zum 1. Januar 2021 belief sich auf insgesamt 5.217, darunter 4.114 PKW und 411 Krafträder.

Sozialversicherungspflichtig beschäftigt (am Arbeitsort) waren zum 30. Juni 2020 3.367 Personen (1.443 Männer und 1.924 Frauen); sozialversicherungspflichtig beschäftigt (am Wohnort) waren 2.413 Personen (1.231 Männer und 1.182 Frauen).

Erinnerungskultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Opfer der Kriege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Deutsch-Französischer Krieg 1
Erster Weltkrieg 267 nachweislich Gefallene, insg. 280[49] oder 281
Zweiter Weltkrieg 586[49], exklusive 30 Bürger während des Beschusses
Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Denkmal an der Parkbrücke mit der Aufschrift "Den Opfern von Gewaltherrschaft"
  • Gedenktafel für die Opfer der Euthanasie an der Sporthalle des Sächsischen Landeskrankenhauses
  • Gedenktafel und Mahnmal auf dem Friedhof des Landeskrankenhauses für Soldaten, deren Grablagen nicht mehr bekannt sind. Dieses Ehrenmal wurde von den drei Rodewischer Militärvereinen errichtet, nachdem die Stadt keines erbaute.[49]
  • Gedenktafel der im 1. Weltkrieg gefallenen Mitglieder des Naturheilvereins Rodewisch mit namentlicher Nennung
  • Gedenkstein und - tafel der in den beiden Weltkriegen Gefallenen, Vermissten und in Gefangenschaft Umgekommenen am oberen Postplatz
  • Grabstein für einen gefallenen unbekannten KZler auf dem Friedhof
  • Weiterhin existierte an der Kreuzung der Auerbacher Straße mit der Schulstraße ein Denkmal zu Ehren der bismarckschen Reichseinigung und -gründung am 18. Januar 1871. Da auch eine Gedenktafel für den Rodewischer Gefallenen angebracht war, wurde es umgangssprachlich zum "Kriegerehrenmal". Es wurde mittlerweile abgerissen.

Weitere Denkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenmal von Innen, ausgebesserte Stelle am rechten Bildrand
  • Ebenfalls in Erinnerung an einen Krieg geplant, aber nie fertiggestellt und geweiht, ist das sogenannte "Ehrenmal auf der Rützengrüner Höhe", das 1937 von der Stadt geplant wurde, um der Opfer des Ersten Weltkrieges zu gedenken. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde der Bau unterbrochen. Nach dem Krieg wurde der Bau kurzzeitig als "ODF-Denkmal" (ODF steht für Opfer des Faschismus) genutzt, aufgrund seiner Geschichte aber bald wieder anderweitig verwendet. Bis heute verfällt das Denkmal sukzessive. Ein Teil der Mauer wurde mit heute üblichen Hohlziegeln ausgebessert. Ein Obelisk mit aufgesetztem Reichsadler wurde von amerikanischen Truppen (Rodewisch war zunächst amerikanisch besetzt) 1945 gesprengt.[49][50] Das Denkmal ist ein Kulturdenkmal Rodewischs.
  • Vom ehemaligen Messingwerk in Niederauerbach ist nur noch ein Essenstumpf übrig. Eine Tafel ist angebracht. Siehe dazu auch: Niederauerbach
  • An der Einfahrt zum Hellweg-Baumarkt befindet sich eine weitere Tafel mit folgender Aufschrift: "An dieser Stelle befand sich bereits im Jahre 1520 ein Eisenhammer-Werk, welches Anno 1603 nach Erhalt des Privilegs zur alleinigen Messingherstellung in Kursachsen durch den Floßmeister Peter Ficker in ein Messingwerk umgewandelt wurde. [...]" Es folgt eine Beschreibung der Darstellung auf der Erinnerungsstätte.
  • Denkmal in Erinnerung des Wendeherbstes 1989 vor dem Ärztehaus an der Ecke Auerbacher Straße/Dr.-Goerdeler-Straße. Die beiden metallenen Schirme stehen für die alten (größerer) bzw. neuen (kleinerer Schirm) Bundesländer[49]

Politik und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtratswahl 2019[52]
Wahlbeteiligung: 42,5 % (2014: 42,5 %)[51]
 %
60
50
40
30
20
10
0
54,9 %
13,8 %
13,2 %
12,9 %
5,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+6,3 %p
−7,2 %p
−4,3 %p
+12,9 %p
−7,8 %p

Zusammensetzung siehe nebenstehende Darstellung und historische Wahlergebnisse

Rechnerisch stünden der AfD (1.236 von 9.577 Stimmen) zwei Sitze zu. Aufgrund der Bestimmungen des sächsischen Kommunalwahlgesetzes bleiben jedoch Sitze unbesetzt, wenn auf einen Wahlvorschlag mehr Sitze entfallen als Bewerber vorhanden sind. Der Stadtrat besteht deshalb derzeit nur aus 15 und nicht aus 16 Abgeordneten.

Der Stadtrat tagt in der Regel monatlich.

Ausschüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rodewischer Stadtrat bildet drei Ausschüsse, um die Abstimmungen im Stadtrat vorzubereiten und die interkommunale Zusammenarbeit zu stärken. Derzeit entsendet Rodewisch drei Stadträte in den Strategieausschuss Mittelzentraler Städteverbund Göltzschtal. Weiterhin gibt es einen Technischen Ausschuss und einen Verwaltungsausschuss.

Ortschaftsräte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2
2
10
1
1
10 
Insgesamt 16 Sitze

Sowohl Rützengrün als auch Röthenbach stellen einen fünfköpfigen Ortschaftsrat, der in der Regel monatlich tagt.

Historische Wahlergebnisse für den Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Reihung folgt der jeweilig stärksten Kraft im Frühjahr 2022.

Stadtratswahlen in Rodewisch
Partei CDU SPD Linke AfD DSU
Wahl Wahlbeteiligung % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze
2019[53] 42,5 % 54,9 10 13,8 2 13,2 2 12,9 1[Anm. 1] 5,1 -
2014[54] 42,5 % 48,6 8 21,0 3 17,5 3 - - 12,9 2
2009 39,8 % 45,5 8 18,2 3 22,7 3 - - 13,6 2
2004 39,3 % 43,3 ? 17,5 ? 26,2 ? - - 13,1 ?

[Anm. 1] Die AfD kann nur einen ihrer zwei Sitze besetzen.

Historische Wahlergebnisse auf Kreis-, Landes- oder Bundesebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreistagswahlen in Rodewisch (Vogtlandkreis)
Partei CDU AfD SPD Linke B'90/Grüne DSU sonstige
Wahl Wahlbeteiligung
2019[55] 63,2 % 52,6 % 15,7  % 10,1 % 8,8 % 4,7 % 4,0 % 4,1 %
2014[56] 42,2 % 48,6 % 8,3 % 13,2 % 16,1 % 3,2 % 6,6 % 4,0 %
Landratswahlen in Rodewisch
Bewerber

fett: Amtsinhaber

Vorschlag Stimmen Anteil in % gewählt Stimmen Anteil in % gewählt
erster Wahlgang zweiter Wahlgang[Anm. 2]
12. Juni 2022[57] Wahlbeteiligung: 40,6 % 3. Juli 2022[58][59] Wahlbeteiligung: 29,9 %
Thomas Henning CDU 806 39,1 keiner:

2. Wahlgang nötig

922 58,4 ×
Roberto Rink AfD/DSU 557 27,0 498 31,5
Janina Pfau Linke 199 9,6 159 10,1
Thomas Fiedler SPD 162 7,9 nicht angetreten
Dr. Uwe Drechsel Dr. Drechsel 339 16,4 nicht angetreten
7. Juni 2015[60] Wahlbeteiligung: 34,6 %
Rolf Keil CDU 790 57,0 ×
Michael Schiebold Linke 362 26,1
Gunnar Gemeinhardt Gemeinhardt 235 16,9

[Anm. 2] Ein zweiter Wahlgang wird nur nötig, wenn kein Kandidat im ersten Wahlgang mehr als 50 % der Stimmen erreicht hat. Bisher wurde ein solcher Wahlgang im Vogtlandkreis nur 2022 nötig.

2015 wurde Rolf Keil als Landrat gewählt. Von 1996, dem Gründungsjahr des Vogtlandkreises, bis 2015 wurde Tassilo Lenk gewählt.

Landtagswahlen in Rodewisch (Zweitstimmen)
Partei CDU AfD Linke SPD B'90/Grüne FDP sonstige
Wahl Wahlbeteiligung
2019[61] 66,6 % 40,3 % 26,0 % 10,9 % 8,3 % 4,2 % 2,7 % 7,7 %
2014[62] 45,8 % 44,2 % 10,9 % 18,8 % 14,0 % 2,2 % 3,0 % 8,9 %
1990[63] 69,3 % 58,9 % - 7,6 % [Anm. 3] 18,5 % 3,9 % [Anm. 4] 5,6 % 5,5 % (davon 3,7 % DSU)

Direkt gewählt für den Wahlkreis Vogtland 4 ist Stephan Hösl (CDU).

[Anm. 3] als PDS

[Anm. 4] Neues Forum (NF)

Bundestagswahlen in Rodewisch (Zweitstimme)
Partei AfD SPD CDU FDP Linke B'90/Grüne sonstige
Wahl Wahlbeteiligung
2021[64] 75,7 % 26,0 % 22,2 % 20,0 % 10,0 % 8,6 % 4,7 % 8,5 %
2017[65] 73,9 % 25,7 % 10,9 % 32,2 % 6,8 % 16,8 % 2,5 % 5,0 %
2013[66] 84,7 % 6,6 % 15,3 % 46,9 % 2,9 % 19,9 % 3,0 % 5,5 %

Direkt gewählt für den Wahlkreis Vogtlandkreis ist Yvonne Magwas (CDU).

Wahlen zum EU-Parlament in Rodewisch
Partei CDU AfD Linke SPD B'90/Grüne FDP sonstige
Wahl Wahlbeteiligung
2019[67] 70,8 % 31,3 % 22,9 % 12,8 % 9,7 % 5,9 % 4,1 % 13,2 %
2014[68] 46,7 % 36,1 % 11,9 % 19,6 % 18,1 % 2,8 % 1,7 % 9,9 % (davon 2,8 % NPD)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgabe des Bürgermeisters ist es, die Verwaltung zu leiten und dem Stadtrat vorzustehen.

Die von der CDU nominierte Verwaltungsangestellte Kerstin Schöniger wurde im März 2012 gegen drei Mitbewerber zur Nachfolgerin von Erhard Meier gewählt. Frau Schöniger trat das Amt am 1. Mai 2012 an, sie ist die erste Bürgermeisterin der Stadt.[69] Schöniger wurde 2019 wiedergewählt.[70] Sie ist derzeit auch Sprecherin des MZSV Göltzschtal. Zuvor war auch Hans-Rudolf Trischmann Bürgermeister.

Bürgermeisterwahlen in Rodewisch
Bewerber

fett: Amtsinhaber

Vorschlag Stimmen Anteil in % gewählt
26. Mai 2019[71][72] Wahlbeteiligung: ?
Kerstin Schöniger CDU 2825 85,45 % ×
Claudia Roßmann-Kansorra DSU 481 14,55 %
4. März 2012[73][74] Wahlbeteiligung: 58,4 %
Kerstin Schöniger CDU 1823 53,87 % ×
Lothar Jahn Jahn 835 24,67 %
Holger Liebold SPD 530 15,66 %
Catrin Weck Weck 196 5,79 %
12. Juni 2005[75] Wahlbeteiligung: 53,8 %
Erhard Meier Meier 2.402 69,8 % ×
Oliver Wünsch CDU/SPD 1.041 30,2 %
1998 Wahlbeteiligung: ?
Erhard Meier Meier ? 51,4 % ×
? ? ? ? ?
1994[76] Wahlbeteiligung: ?
Hans-Rudolf Trischmann CDU 1643 64,0 % ×
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Kerstin SchönigerErhard Meier

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rodewischer Rathaus

Die Verwaltung der Stadt ist in vier Bereiche gegliedert: Büro des Bürgermeisters, Bau- und Ordnungsverwaltung, Finanzverwaltung und Standesamt/Meldeamt/Gewerbeamt. Unter Bürgermeisterin Schöniger arbeiten derzeit (28.04.2022) 21 Verwaltungsbeamte, darunter vier Männer.[77] Das Standesamt der Stadt übernimmt für viele Nachbargemeinden (Steinberg und die Städte Lengenfeld und Treuen) die Arbeiten, da im örtlichen Krankenhaus viele Geburten erfolgen, die zu beurkunden sind. In den Trauräumen der drei Städte bietet das Standesamt Rodewisch auch Eheschließungen an, ebenso im örtlichen Planetarium und im Festsaal des Renaissance-Schlößchen auf der Schloßinsel. Der Festsaal fällt durch seine Kassettendecke auf, die mit Holzschnittdrucken und vergoldeten hölzernen Schmuckzapfen verziert ist.[78][79] 100%ige Tochtergesellschaft der Stadt ist die Rodewischer Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft mbH (ROWO), die insbesondere Wohnungen in den Neubaugebieten an der Inneren Lengenfelder Straße bzw. der Straße der Jugend vermietet. Auch Gästewohnungen werden angeboten.[80][81] Die Stadt unterhält einen Bauhof auf der Niederauerbacher Straße.

Im öffentlichen Dienst arbeiteten zum 30. Juni 2020 48 Personen.[82]

Flagge und Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rodewisch führt eine rot-weiße Flagge.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

altes Wappen von Rodewisch

Blasonierung: In Silber ein rotes Tuch mit Fransen und Zierschleifen, darin drei goldene Kegel, in der Mitte der "König". Rodewisch erhielt das Wappen mit der Stadtrechtsverleihung am 8. Mai 1924. Die Symbolik erinnert an den in der Stadt beliebten Kegelsport. Dabei wurde das rote Tuch früher jährlich zur Kirmes als Ehrenpreis ausgekegelt.[83]

Der Rat der Stadt Rodewisch beschloss 2018, dieses Stadtwappen durch eine modernisierte vereinfachte Form zu ersetzen. Die Stadt Rodewisch gibt dafür diese Begründung an: „Die Wappenfassung von damals wirkte antiquiert und war nicht mehr zeitgemäß.“[84] Viele Bürger der Stadt teilen diese Ansicht nicht. Auch der Stadtrat lehnte das jetzige Wappen zunächst ab. Das Sächsische Staatsarchiv, das dem alten Wappen einen zu hohen Abstraktionsgrad attestierte, setzte aber gegen den Willen der Stadträte einen spanischen Schild durch. Auch andere Vorschläge des Stadtrats vom 26. April 2018 wurden missbilligt. Nachdem der Stadtrat am 27. September 2018 den Wappenentwurf ablehnte, wurde am 22. November 2018 nach mehrmaligem E-Mail-Verkehr zwischen Stadt und Archiv doch zugestimmt.[85][86][87][88][89]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutschland Am 8. Mai 1992 bekräftigten Rodewisch und Langenhagen die seit 1989 entstandene Städtefreundschaft mit einem Vertrag.[90] Bereits seit 1987 bestanden erste Kontakte zwischen den Städten. Es gibt regelmäßig Treffen mit den Mitgliedern des Fördervereins Städtepartnerschafts- und Freundschaftskomitee e.V.
  • Deutschland Am 24. Mai 1992 wurde in Gerolzhofen/Bayern der Städtepartnerschaftsvertrag mit Rodewisch unterzeichnet.[91] Aus Hilfe der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen beim Aufbau von Verwaltungsstrukturen in der Nachwendezeit, folgte vielfältiger Austausch zwischen Vereinen und Organisationen. Normalerweise zweijährig findet auf der Rodewischer Schloßinsel das Fränkische Weinfest unter Beteiligung Gerolzhofens statt.[92]
  • NiederlandeNiederlande Im September 1992 kam es in der niederländischen Gemeinde De Lier zu einer Erstbegegnung zwischen Repräsentanten der Stadtverwaltung Rodewisch und Gemeindevertretern der ca. 10.000 Einwohner zählenden Gemeinde. Ein Städtepartnerschaftsvertrag wurde am 7. Juli 1995 im Rathaus von De Lier unterzeichnet. De Lier ist mittlerweile Gemeindeglied der Gemeinde Westland. Per 27. April 2022 finden sich auf der Internetseite der Stadt Rodewisch keine Informationen mehr zu dieser Städtepartnerschaft. Am Ortseingang von Lengenfeld ist jedoch ein Schild zu sehen.

Rodewisch ist Mitglied im Mittelzentralen Städteverbund Göltzschtal.[93]

Debatte um eine „Göltzschtalstadt“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Beginn der 2000er Jahre wurde ein Zusammenschluss der 4 Kommunen des Städteverbundes Göltzschtal (Rodewisch, Auerbach/V., Falkenstein/V. und Ellefeld) mehrmals ins Spiel gebracht. Tatsächlich enthält die Vereinbarung über eine interkommunale Zusammenarbeit eine Klausel für einen zukünftigen Zusammenschluss, der ursprünglich aber nur aus taktischen Gründen eingeführt wurde. 2002 gab es einen ersten Anlauf zu einer gemeinsamen Stadt. 2010 hatten die Stadtoberhäupter von Falkenstein und Auerbach über einen Zusammenschluss nachgedacht.[94]

Zuletzt hatte Rodewischs Bürgermeisterin Schöniger 2021/2022 für eine Fusion geworben. Wesentliches Argument dafür wäre die sinkende Einwohnerzahl der Stadt und die damit einhergehenden sinkenden Einnahmen. Gegenüber der Freien Presse äußerte sie: „Rodewisch wird zum Dorf.“ Die Verantwortlichen in Falkenstein und besonders Ellefeld sind allerdings gegen eine Fusion, da diese einer Studie des Ifo-Instituts aus dem Jahr 2017 zufolge kaum zu Einsparungen führten und meist keine Effizienzgewinne nach sich zögen. Das liege beispielsweise an der Weiterbeschäftigungsverpflichtung für Beschäftigte aller Kommunen. Zudem führten größere Zusammenschlüsse zu noch niedrigeren Wahlbeteiligungen und Ungleichheiten in der wirtschaftlichen Entwicklung der Orte, da der größte Kernort (Auerbach) dann eine noch größerer Attraktivität besitze. Das Institut konstatiere, dass Fusionen oft keinen Einfluss auf die Entwicklung der Einwohnerzahl hätten. Der Ellefelder Bürgermeister wolle aber eine „selbstbestimmte Zusammenarbeit“ im Göltzschtal fortführen, nachdem zunächst sogar mit dem Austritt aus dem Verbund gedroht wurde.[95][96] Der Falkensteiner Bürgermeister sieht derzeit keinen Handlungsbedarf.[97]

Einwohnerentwicklung der 4 Kommunen von 2010 bis 2021:

  • Rodewisch: −10,0 %
  • Falkenstein: −10,5 %
  • Auerbach: −10,7 %
  • Ellefeld: −10,9 %

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rodewisch ist durch zwei Bundesstraßen an den überregionalen Verkehr angebunden und stellt einen regionalen Verkehrsknotenpunkt dar. Die B169 von Neuensalz nach Cottbus führt genau wie die von Rodewisch nach Schleiz verlaufende B94 durch die Stadt. Rodewisch hat mehrere nur wenige hundert Meter auseinander liegende Kreuzungen, die alle mit Ampeln versehen sind.

Die nächstgelegene Autobahn ist die Vogtlandautobahn A72.

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rodewisch liegt an der Kursbuchstrecke 539 und verfügt heute über Regionalzugverbindungen nach Zwickau, Falkenstein/Vogtl., Klingenthal sowie über Verbindungen in die Tschechische Republik (Graslitz/Falkenau/Karlsbad). Der Anschluss Rodewisch an das Eisenbahnnetz fällt in das Jahr 1875, als die Strecke Zwickau-Lengenfeld-Falkenstein erstmals in Betrieb genommen wurde.

Den Verkehr wickelt seit 1997 ausschließlich die private Vogtlandbahn ab, zum Einsatz kommen Dieseltriebwagen vom Typ RegioSprinter. Vorher bediente die Deutsche Bahn die Strecke mit Diesellokomotiven (Baureihe 110 und Baureihe 132) und Reisezugwagen aus Beständen der DR. Nach dem Rückbau der ursprünglich drei Gleise verlor die Stadt Rodewisch 1968 den Status einer Bahnhofsstadt, und der Bahnhof wurde Ende der 1990er-Jahre in eine Bedarfshaltestelle umgewandelt. Überregionaler beziehungsweise Fernverkehr findet nicht statt. Aufgrund des gestiegenen Passagieraufkommens wurde der Status einer Bedarfshaltestelle jedoch wieder aufgehoben, sodass in Rodewisch heute wieder jeder Zug hält.

Bahnhof Rodewisch

In den 1970er-Jahren fuhr der Wintersportzug Leipzig-Klingenthal durch Rodewisch, hielt jedoch nur in der Kreisstadt Auerbach. Im Jahr 2000 wurde im Grenzort Klingenthal eine Eisenbahnbrücke fertiggestellt, so dass von Rodewisch aus wieder weitreichenderer Eisenbahnverkehr möglich ist, als das mit den täglichen Personenzügen Zwickau-Falkenstein drei Jahrzehnte lang der Fall war.

In Graslitz ist heute ein Umstieg zur tschechischen Privatbahn GW Train Regio möglich, die meisten Züge fahren aber in der Relation Zwickau-Falkenau, wobei das Angebot Zwickau-Klingenthal eine Leistung der Vogtlandbahn GmbH ist und die Strecke Klingenthal-Falkenau (siehe Bahnstrecke Falkenau–Klingenthal) ein Angebot von GW Train Regio ist. Dabei werden die Vogtlandbahnen zwischen Klingenthal und Zwotental von tschechischen Triebfahrzeugführern gesteuert, die Fahrscheinkontrollen führt die Vogtlandbahn selbst durch. In Falkenau und Karlsbad besteht Anschluss an das Schnellzug-Netz der tschechischen Eisenbahn České dráhy. Während die Verbindungen nach Graslitz und Falkenau täglich angeboten werden, wird Karlsbad (über Chodau) nur am Wochenende angefahren. Eine Besonderheit bei der Verbindung nach Zwickau ist, dass die Züge nicht am Hauptbahnhof enden, sondern nach dem Halt dort als Straßenbahn in die Zwickauer Innenstadt weiter verkehren. 1997, 2006 und 2008 gab es Änderungen in der Streckenführung, so dass für kurze Zeit Adorf (1997), das tschechische Marienbad (2006) sowie Petschau (Mai und Juni 2008) von Rodewisch aus direkt erreichbar waren. Petschau war mit 111 (Eisenbahn-)Kilometern Entfernung von Rodewisch das weiteste jemals direkt erreichbar Ziel.

Rodewisch wird mehrmals pro Jahr von Dampfzügen verschiedener Traditionsvereine durchfahren, wobei in unregelmäßigen Abständen diese Züge in Rodewisch auch halten. Am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Rodewisch auch einen zweiten Bahnhof an der Bahnstrecke Herlasgrün–Falkenstein, dieser lag jedoch auf Rebesgrüner Flur und wurde 1939 an die Stadt Auerbach/Vogtl. verkauft, wo er noch heute als Bahnhof „Auerbach ob. Bf.“ angefahren wird. Von Rodewischern wird er auch als oberer Bahnhof Rodewischs bezeichnet.

Bus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

nächtlicher Busbahnhof

Rodewisch besitzt einen für die Stadtgröße recht großen Busbahnhof mit 8 Abfahrtssteigen. Dieser gilt als zweitwichtigster Knotenpunkt im vogtländischen ÖPNV nach dem Oberen Bahnhof Plauen und stellt im Integralen Taktfahrplan im Vogtlandkreis einen Halbknoten dar. Der Busbahnhof wird 2022 neugebaut und wird künftig einen Mittelbussteig erhalten.[98] Das Projekt wurde zwei Mal verschoben, weil es zunächst überdimensioniert war.

Besonders stark verknüpft ist das Busnetz von Rodewisch mit der Nachbarstadt Auerbach. Zwischen beiden Städten verkehren bis zu 7 Fahrten pro Stunde. Die PlusBus-Linien 10, 50 und 70 ergeben zusammen einen 20-Minuten-Takt nach Auerbach und Falkenstein.

Stand: 13. Februar 2022
Linie Endpunkte Verlauf Verkehrsunternehmen Klassifizierung
10+ FalkensteinReichenbach Auerbach – RodewischLengenfeld Verkehrsgesellschaft Vogtland PlusBus
12 Auerbach Neumarkt ↔ Rodewisch Randsiedlung Rodewisch Busbahnhof – Rodewisch Bahnhof Verkehrsgesellschaft Vogtland StadtBus
20+ RodewischKlingenthal Auerbach – Beerheide – Tannenbergsthal Verkehrsgesellschaft Vogtland PlusBus
50+ Plauen ↔ Rodewisch TaltitzOelsnitz – Falkenstein – Auerbach Plauener Omnibusbetrieb PlusBus
60+ RodewischTreuen Auerbach – RebesgrünSchreiersgrün Verkehrsgesellschaft Vogtland PlusBus
61 RodewischSchönheide Auerbach – Schnarrtanne Verkehrsgesellschaft Vogtland TaktBus
64 RodewischSchönheide WernesgrünRothenkirchenStützengrün Verkehrsgesellschaft Vogtland TaktBus
65 Rodewisch ↔ Röthenbach Wildenau Verkehrsgesellschaft Vogtland RufBus
67 Rodewisch ↔ Rützengrün Verkehrsgesellschaft Vogtland RufBus
70+ Plauen ↔ Rodewisch TheumaBergen – Falkenstein – Auerbach Plauener Omnibusbetrieb PlusBus

Flugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nächste Flugplatz ist der Auerbacher. Die nächsten internationalen Flughäfen sind Leipzig/Halle und Dresden.

Bildung, Schule und Spielplätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich-Schiller-Grundschule Rodewisch

In Rodewisch gibt es fünf Kindergärten ("Schwalbennest" in der Bahnhofstraße; "Flohkiste" in der Rützengrüner Straße; "Zwergenland" in der Alten Lengenfelder Straße; "Kinderland Bummi" in der Straße der Jugend und der Evangelische Kindergarten St. Petri). Letztgenannter befand sich in kirchlicher Trägerschaft und ist heute bei der Diakonie.[99] In Rodewisch gibt es fünf Spielplätze: im Stadtpark und im Schillerpark, in der neuen Wildenauer Straße, dem Wohngebiet Steinbergblick und in der Saarstraße (Randsiedlung). Außerdem sind Spielplätze in Rützengrün und Röthenbach.[100]

Weiterhin gibt es in Rodewisch folgende Schulen:

Das Berufliche Schulzentrum in Rodewisch umfasst die Bereiche Informatik und Wirtschaft. Die Ausbildung dauert, im Gegensatz zur sächsischen Gymnasialausbildung, die nur 8 Jahre dauert, in der Oberstufe drei Jahre; die Gesamtschulzeit somit 13 Jahre.

Früher gab es in Rodewisch auch eine Mittelschule in der Straße der Jugend. Sie wurde zeitweise als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Mittlerweile wurde sie abgerissen.

In Rodewisch gibt es auf der Jahnstraße eine nicht in Trägerschaft des Landkreises befindliche Musikschule. Sie gibt in der Umgebung, besonders jedoch in Rothenkirchen, (Weihnachts-)Konzerte.

Nächstgelegene Fachhochschule ist die Westsächsische Hochschule Zwickau mit einem Fachbereich in Reichenbach. Die nächste wissenschaftliche Hochschule ist die TU Chemnitz.

Feuerwehren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rodewisch hat eine Freiwillige Feuerwehr, deren Feuerwehrhaus im Mühlenweg, am Wernesbach gelegen, direkten Zugang zur Bundesstraße 169 hat. Die Feuerwehr verfügt über mehrere Einsatzfahrzeuge. Es gibt mehrere Feuerwehrvereine in Rodewisch[102]:

  • Feuerwehrverein Röthenbach,
  • Feuerwehrverein Rützengrün,
  • Feuerwehrförderverein Rodewisch,
  • Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr Röthenbach im Vogtland.

Es gibt eine Jugendfeuerwehr.

Krankenhäuser und ärztliche Versorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fachkrankenhaus in Rodewisch

1893 entstand in Untergöltzsch auf dem 1888 vom sächsischen Staat aufgekauften Rittergut Göltzsch eine Landes-Heil- und -pflegeanstalt für Geisteskranke. Von 1964 an wurde diese Anstalt als Bezirksfachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie betrieben. Nach 1990 erhielt es die Bezeichnung Sächsisches Krankenhaus für Psychiatrie und Neurologie Rodewisch.

Das Allgemeinkrankenhaus Klinikum Obergöltzsch, dessen Träger der Vogtlandkreis ist, und die erstgenannte Klinik wurden nach 1990 mit großem Aufwand saniert und ausgebaut. Am Krankenhaus gibt es ein Medizinisches Versorgungszentrum (Poliklinik).

Nach Angaben der Stadt praktizieren in Rodewisch vier niedergelassene Allgemeinmediziner und zwei Internisten, drei Zahnärzte sowie weitere Mediziner (HNO, Neorologe, Kinderärzte, Augenarzt, Orthopäde). Es gibt eine Dialysepraxis mit zwei Ärzten.[103]

Es gibt zwei Apotheken.[104]

Vom Agrar- zum Industriestandort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die besonders kalten klimatischen Bedingungen des Vogtlandes, die oftmals zu schlechten Ernten führten, machten die Viehwirtschaft für die Bauern bedeutend. Alle drei Rittergüter verfügten über große Schäfereien mit mehreren hundert Tieren. Aus den zunächst großen Höfen, den sogenannten Dreiseithöfen, entstanden durch Erbteilung nach und nach kleinere Höfe und zuletzt nur noch Häuser mit einem kleinen Ackergrundstück. Die Besitzer wurden "Haisler" genannt. Andere wurden beispielsweise als "Kühbauern" oder "Ziegnbauern" bezeichnet. Im Zuge der Industrialisierung und der Ansiedlung vieler größerer Betriebe wurden viele Bauern zu Fabrikarbeitern.

Im Dritten Reich wurde die bisherige Praxis der Erbteilung verboten und die großen Betriebe wurden auf maximal 25 ha flächenbegrenzt. In den Notzeiten der Stunde Null wurden die früher belächelten Klein(st)-Bauern beneidet, weil sie sich als Selbstversorger auch ohne das wertlos gewordene Geld versorgen konnten. Die Rote Armee führte noch 1945 eine Bodenerhebung mit folgendem Ergebnis durch:

Bodenerhebung 1945
Parameter Ergebnis
genutzt Bodenfläche 1.310 ha
- davon Felder/Wiesen

- davon Wald

1.000 ha

400 ha

Anzahl der Betriebe 60
- Anstaltsgut Untergöltzsch (130 ha)

- Großbetriebe (75 - 20 ha)

- mittlere Betriebe (20 -10 ha)

- Kleinbetriebe (5 - 3,5 ha)

1

19

26

4

Aufgrund der prekären Situation wurden sogar zwischen Bahngleisen und im erst wenige Jahre zuvor schön hergerichteten Stadtpark Beete bewirtschaftet.

In der SBZ/DDR wurden die staatlichen Eingriffe in die Landwirtschaft, die bereits unter der NS-Herrschaft bestanden, fortgesetzt. Es entstand 1949 eine sogenannte "Maschinen-Traktoren-Stationen" (MTS) auf Rebesbrunner Flur, in der 10 Traktoren, 6 Mähbinder und 11 Pflüge standen. Ab 1953 hieß sie "Maschinen-Ausleih-Station". Im selben Jahr wurde auch mit der Kollektivierung der Landwirtschaft begonnen. Wie bereits in der Sowjetunion, in der Kolchosen bestanden, wurden in der DDR LPGen gegründet. 1960 wurde der letzte Bauer in eine LPG gezwungen. Insgesamt bestanden 9 LPGen auf dem Gebiet des heutigen Rodewisch. In der Rodewischer MTS, die im Laufe der Jahre ihre Bedeutung zugunsten der einzelnen landwirtschaftlichen Betriebe bzw. einer RTS (Reparaturstation) in Rebesgrün verlor, waren später 101 Traktoren, 16 Mähdrescher und weitere Geräte organisiert.[105]

Infrastrukturelle Entwicklungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rodewisch war ein Mühlenort. Schon für 1473 ist die erste Mühle belegt. 13 Mühlen sind insgesamt belegbar, davon allein 6 am Wernesbach. Die meisten Mühlen befanden sich somit ungefähr am heutigen Feuerwehrgelände bis in die Uferstraße in Richtung Niederauerbach. Im Rittergutsbezirk Obergöltzsch gab es lediglich zwei Mühlen. Eine von ihnen wurde 1909 als einzige elektrifiziert.[106]

Auf dem Weg vom Agrardorf zur heutigen modernen Gesellschaft ist die Entwicklung der Infrastruktur unumgänglich. Dazu zählen neben den Straßen auch Wasser und Elektrizität. Wasser wurde schon lange als Energielieferant, aber auch in der Landwirtschaft genutzt. Das Verfügen über einen kleinen Bach oder eine Pumpe war wichtig. Über die Wasserversorgung wurde auch in Rodewisch früher oft (gerichtlich) gestritten. Nachdem zunächst Ziehbrunnen installiert wurden, wurde später mit Handbrunnen gearbeitet, die ein Verdecken des Brunnenloches ermöglichte. Diese noch heute genutzten Brunnen wurden in Rodewisch Pflumpf genannt. an einer zentralen Wasserversorgung wurde für Rodewisch bis 1906 gearbeitet. Noch heute ziehen sich Leitungen durch den Wald am Steinberg in Richtung Rodewisch. Mit der verbesserten Wasserversorgung entstand ein Abwasserproblem, das dazu führte, dass die Göltzsch bei geringer Wasserführung zur Kloake wurde.[107] Tatsächlich wurde zwar ab 1919 begonnen, die Rodewischer Straßen zu kanalisieren, aber ein zentrales Abwassersystem wurde erst zu DDR-Zeiten eingerichtet. 1974 wurde die Rodewischer Kläranlage gebaut.

Über Jahrtausende war (außer Feuer) keine andere Möglichkeit bekannt, auch in der Nacht Licht zu erzeugen. Mit dem Aufkommen des elektrischen Lichtes änderte sich das. Am 6. Juni 1893 wurde in der Anstalt Untergöltzsch erstmals elektrisches Licht eingesetzt. Ein leistungsstarker Generator ermöglichte das. Ab 1909 entstand ein gemeindeeigenes Elektrizitätswerk am Mühlgraben (in der Nähe der heutigen Feuerwehr). Daher stammt der bis heute geläufige Name "Am Graben". Im Elektrizitätswerk arbeiteten zwei Dampfmaschinen, die den Antrieb erzeugten und eine Dampfturbine, die den Strom erzeugte. Zudem wurden drei Transformatoren genutzt. Mit Hilfe der Maschinen versorgten 17 Mitarbeiter Rodewisch und 13 umliegende Gemeinden mit bis zu 2.739 kWh pro Jahr. 1923 wurde die Stromerzeugung zeitweise eingestellt und nur noch zur Spitzendeckung aufgenommen. Mit dem Rodewischer "Elk-Werk" wurden Gasmotoren überflüssig und die Industrialisierung wurde weiter beschleunigt.[108]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2020 wurden in Rodewisch 55 Gewerbe an- und 49 Gewerbe abgemeldet.[109]

Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher gab es in Rodewisch und der sonstigen Umgebung von Plauen eine stark ausgeprägte Textilindustrie. Bis vor wenigen Jahren standen in Rodewisch noch große Fabrikgebäude. In Rodewisch stand auch der damals größte Webstuhl der Welt. Die Ertex-Fabrik ist der einzige noch produzierende Textilbetrieb in Rodewisch.

Durch die Autobahn A72 siedeln sich viele Industriebetriebe wie bspw. Goldbeck in Treuen an. Größter Rodewischer Arbeitgeber mit über 500 Mitarbeitern an 4 Standsorten ist die VSTR AG, die vornehmlich Straßenbau betreibt.[110]

Im Baugewerbe waren 2020 insgesamt 12 Gewerbe angemeldet. Mindestens 471 Personen waren so beschäftigt.[111] In Rodewisch wurden 2020 5 neue Wohngebäude aufgerichtet, darunter 3 mit nur einer Wohnung.[112] Im Bergbau bzw. dem verarbeitenden Gewerbe waren 2 Betriebe aktiv.[113]

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer ländlich geprägten Region wie dem Vogtland spielt auch die Land- und Forstwirtschaft eine wichtige Rolle. Das zeigt sich an 16 angemeldeten landwirtschaftlichen Betrieben (2020), die insgesamt 686 ha bewirtschaften. Die Ackerfläche belief sich auf 285 ha. Zum 1. März 2020 wurde eine Viehzählung durchgeführt. Damals hatten neun Betriebe 523 Rinder; zwei Betriebe hielten Schweine, vier Hühner. 35 Einhufer (Pferde, Esel, Maultiere und weitere) wurden in fünf Betrieben gehalten, 64 Schafe in drei Betrieben. Ein Betrieb hielt Ziegen.[114]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloßinsel

Historische Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schloßinsel und Museum „Göltzsch“: Das Museum Göltzsch wurde 1951 eröffnet. Den Grundstock seiner Exponate bildeten die Ausgrabungsstücke der alten Wasserburg, die von 1937 bis 1939 auf dem Inselgelände freigelegt wurden. Tausende Gegenstände des täglichen Bedarfs aus der Zeit des 13. bis 16. Jahrhunderts wurden in mühevoller Kleinarbeit ausgegraben, konserviert und teilweise restauriert. Der Denkmalpfleger Hans Nadler promovierte 1940 mit einer Dissertation über die Befunde. Das Museum Göltzsch ist aufgrund von Personalmangel seitens der Stadt seit Jahren geschlossen.
  • Die St.-Petri-Kirche (1736) hat einen Kanzelaltar aus der Entstehungszeit, einen Altar des Zwickauer Bildschnitzers Peter Breuer, der auf die Zeit um 1516/-17 datiert wird, sowie eine Petrusstatue desselben Künstlers.[115] Beeindruckend sind auch ein Verkündigungsengel von 1714 sowie die Jehmlich-Orgel.

Glaube und Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch 40 Jahre der säkularen DDR, in der viele Christen aus den Kirchen austraten, ist die Mehrheit der Menschen in Mitteldeutschland konfessionslos. Die vorherrschende Konfession ist die evangelische-lutherische. Andere Religionen sind kaum vertreten. Am örtlichen Pestalozzi-Gymnasium wird neben dem Fächern Ethik und Religion (ev.) aber auch Religion (kath.) angeboten. Der Unterricht erfolgt aber in diesem Falle nicht im Gymnasium, sondern am Nachmittag außerhalb der Schule.

Auf Rodewischer Flur gibt es folgende kirchliche Einrichtungen:

  • St.-Petri-Kirche Rodewisch (oberhalb des oberen Postplatzes);
  • Martin-Luther-Kirche Rützengrün (Ortsausfahrt Richtung Rodewisch);
  • Johanniskirche Röthenbach (Kirchgemeinde Lengenfeld);
  • Evangelisch-methodistische Kirche Rodewisch (Am Berge 1);
  • Landeskirchliche Gemeinschaft (Jahnstraße 10b);
  • Jugendhaus und Gemeindehaus (Rützengrüner Straße).

Weiterhin gibt/gab es in Rodewisch drei Friedhöfe:

  • städtischer Friedhof um die St.-Petri-Kirche;
  • Friedhof am Krankenhaus Obergöltzsch (aufgelöst, lediglich einige Grablagen erkennbar)
  • Friedhof am Krankenhaus Untergöltzsch (weitgehend aufgelöst, einige Gräber sind erhalten, bis in die 1950er Jahre wurde hier bestattet; auf Teilen des Geländes sind heute Schafe; Mahnmal zu Ehren gefallener Soldaten (siehe oben))

Folgende Einrichtungen gibt es nicht mehr:

  • am Krankenhaus Untergöltzsch die Kirche (heute Sporthalle) und die Trauerhalle (heute Schafstall);
  • katholischer Treffpunkt zwischen Gymnasium und Gemeindehaus der Protestanten.

Schulsternwarte und Planetarium „Sigmund Jähn“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick zur Sternwarte

Beobachtung des Satelliten Sputnik 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon 1950 wurde auf Betreiben Edgar Penzels auf dem Turm der Pestalozzischule ein Fernrohr zur Beobachtung von Sternen aufgestellt. Am 8. Oktober 1957 um 4:55 Uhr morgens wurde zunächst die Trägerrakete gesichtet und am 13. Oktober 4:51 entstand auch die erste Aufnahme des ersten künstlichen Erdtrabanten.[116] Die DEFA produzierte über diese Ereignisse den dokumentarischen Kurzfilm "Die den Sputnik zuerst sahen", der am 25. November 1960 in die Kinos der DDR kam.[117]

Die Ergebnisse der Beobachtungen im Oktober wurden an den Astronomischen Rat der Sowjetunion weitergegeben, von wo weitere Informationen über die Bahndaten, die zuvor selbst berechnet wurden, telegrafiert wurden. Seitdem gehört die Rodewischer Sternwarte zum weltumspannenden astronomischen Internationalen Beobachtungsnetz.

Sternwarte und Planetarium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infolge der Ereignisse um Sputnik 1 erhielt Rodewisch 1965 ein eigenes Gebäude für die Sternwarte auf der Rützengrüner Höhe. Anlässlich des 25. Startjubiläums des Sputnik 1 wurde 1982 beschlossen, ein Planetarium zu bauen. Dieses wurde 1985 neben der Sternwarte mit einem Kuppeldurchmesser von acht Metern eröffnet. Hier kann mithilfe eines Zeiss-Sternprojektors nicht nur der Sternhimmel gezeigt, sondern auch andere kulturelle Anlässe, wie z. B. Konzerte, können stattfinden. Der Komplex wurde nach dem ersten deutschen Kosmonauten Sigmund Jähn benannt, der aus dem vogtländischen Rautenkranz stammte.

Der Cassegrain-Reflektor ist mit einem Objektivdurchmesser von 305 Millimetern das größte Fernrohr der Sternwarte. Die Primärbrennweite beträgt 1800 Millimeter, die Sekundärbrennweite 5500 Millimeter. Damit werden die Mondoberfläche, Planeten, Doppelsterne, Sternhaufen, Gas- und Staubnebel sowie Galaxien betrachtet und fotografiert.

Planetenwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Sternwarte Rodewisch gehen die Planetenwege Vogtland aus.

Sport und Sportstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Göltzschtalhalle Rodewisch (Baujahr 1996) ist eine Mehrzwecksporthalle (45 × 27 m), die vorrangig für den Schul- und Vereinssport genutzt wird. Die Halle ist durch Trennvorhänge in drei Einzelhallen (je 15 × 27 m) teilbar. Versenk- beziehungsweise Absenkvorrichtungen im Hallenboden und Deckenbereich garantieren ein schnelles Umrüsten auf andere Sportarten. Spielfeldmarkierungen gibt es für Volleyball, Basketball, Badminton, Handball, Fußball und Tennis.[118] Es gibt besondere Bereiche für Judo ("Heinz-Kölbel-Dojo") und Gewichtheben. In der großen Halle finden große Judo- und Gewichtheben-Wettkämpfe statt. Besonders für letztere ist die Halle gut geeignet, da die Wettkampfplattform im Hallenfundament federnd gelagert ist, und Lasten somit anfangen kann.[119] Weiterhin gibt es zwei Kegelbahnen. Das Kegeln hat in Rodewisch eine lange Tradition, was sich im Stadtwappen zeigt.

Neben der Göltzschtalhalle entsteht seit 2021 ein Trainings- und Kompetenzzentrum des örtlichen Judovereins "Ippon Rodewisch".[120]

In Rodewisch gibt es die 4 Steinbergschanzen. Sie befinden sich nicht, wie der Name vermuten lässt, am Hang des Steinberges, sondern mit Blick auf den Steinberg in ostnordöstliche Richtung. Die größte Schanze hat einen K-Punkt von 45m. Der Schanzenrekord beträgt 53,0m. Die Schanze wurde 1980 errichtet und 2006 umgebaut.[121]

Das Stadion der Jugend ist der Spielort des 1. FC Rodewisch. Es liegt nahe der Schloßinsel.

Rodewisch verfügt über einen Pumptrack mit etwa 2.000m2 Strecke.[122] Für rund 300.000 Euro wurde dort auch ein Wasserspielplatz für Kinder errichtet.[123]

Rodewisch hat mehrere Sportvereine:

  • Der 1. FC Rodewisch, gegründet 1908
  • TSG Rodewisch Abteilung Gewichtheben, zurzeit (2018) 1. Bundesliga und Landesliga als Kampfgemeinschaft „Athletenteam Vogtland“ zusammen mit dem AC Atlas Plauen
  • Judo-Regionalligist JV Ippon Rodewisch (einst 2. Bundesliga, auf Regionalliga herabgestuft)
  • Schachverein Rodewischer Schachmiezen (1. Bundesliga)
  • Wintersportgemeinschaft Rodewisch e.V.
  • SV Medizin Rodewisch e.V. (Kegeln)
  • Rodewischer Handballwölfe
  • VSV Fortuna Göltzschtal (Volleyball)
  • SV Grün-Weiß Röthenbach e.V. (Tischtennis)

In der Gemeinde gibt es etliche Möglichkeiten zur Unterhaltung (z. B. Jugendclubs, Vereine). Die umliegenden Wälder eignen sich zum Wandern, insbesondere auch die genannten Planetenwege. Ein Spiel- und Sportplatz bietet Raum zur Freizeitgestaltung.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ArsVitae-Cafe Rodewisch (Vermietung von Räumen für Feierlichkeiten, Musikveranstaltungen,...)
  • Insel Kino Rodewisch e.V.
  • Musikschule Rodewisch e.V.
  • Vereinigung der Ziergeflügel und Exotenzüchter Vogtland e.V.
  • Rassekaninchenzüchterverein Rodewisch e.V.
  • Heimatverein Röthenbach e.V.
  • Heimatverein Rützengrün e.V.
  • Frauenchor Rodewisch[124]

Bibliothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Schulstraße gegenüber der St.-Petri-Kirche befindet sich die Rodewischer Bibliothek. Die Stadt Rodewisch sah sich ab 2022 nicht mehr im Stande den Betrieb allein fortzuführen. Rodewischs Bürgermeisterin Schöniger gab bekannt, dass eine Vereinbarung mit Auerbach getroffen wurde, um den Standort aufrechtzuerhalten.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Museum "Göltzsch" auf der Schloßinsel (seit Jahren geschlossen)
  • Schulmuseum der Pestalozzischule im Schulturm

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Traditionell findet am letzten Juliwochenende die erste Kirmes in der Umgebung statt. Dabei wird jedes Jahr der Rote Wisch ausgekegelt, der der Stadt der Sage nach ihren Namen gegeben haben soll. Zudem findet am Kirmessonntag ein Feuerwerk statt. Über die gesamte Zeit findet auf dem Anger ein Rummel statt und ein Festzelt wird aufgebaut. Nach dem Bau eines mit Borden ausgestatteten Parkplatzes auf dem Anger konnte 2022 kein Festzelt mehr aufgestellt werden. Auch in den kommenden Jahren soll kein Zelt mehr aufgestellt werden. Im selben Jahr wurde aus Kostengründen auch auf das Feuerwerk und auf das Auskegeln des Wischs verzichtet. Ein Kommentar in der "Freien Presse" sprach von "Tradition auf Abstellgleis".[38][39] Die Kirmes geht von Freitag bis Sonntag, früher gab es auch einen Kirmesmontag.
  • Seit der Corona-Pandemie wurde 2021, um den Ausfall der Kirmes zu kompensieren, das Insel- und Parkfest ausprobiert, das 2022 parallel zur Kirmes stattfand.
  • Seit 1993 findet anfangs jährlich, später im Zweijahresrhythmus, das Fränkische Weinfest statt. Dazu kommen regelmäßig auch Vertreter aus der Partnerstadt Gerolzhofen nach Rodewisch.[125]
  • stets am ersten Adventswochenende findet der Weihnachtsmarkt statt

Große Veranstaltungen, wie die vorgenannten, werden regelmäßig auf dem Anger gegenüber dem Rathaus oder auf der Schloßinsel abgehalten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Edda Seifert, Lore Hötzel, Siegfried Walther, Werner Böttcher, Gerd Bertele: Rodewisch/Vogtland. Ein Rückblick (Horb am Neckar 1995). ISBN 3-89570-091-6.
  • Walter Schlesinger (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 8: Sachsen (= Kröners Taschenausgabe. Band 312). Kröner, Stuttgart 1965, DNB 456882952, S. 307–308 (Artikel Rodewisch).
  • Das östliche Vogtland (= Werte der deutschen Heimat. Band 59). 1. Auflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, ISBN 3-7400-0938-1, S. 84–93.
  • Erich Keyser (Hrsg.): Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte, Band 2. Mitteldeutschland (Stuttgart/Berlin 1941) S. 200–201 [Artikel Rodewisch].
  • Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen 2. Regierungsbezirke Leipzig und Chemnitz. Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler (München 1998) S. 862–863 [Artikel Rodewisch]. ISBN 3-422-03048-4.
  • Richard Steche: Rodewisch. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 9. Heft: Amtshauptmannschaft Auerbach. C. C. Meinhold, Dresden 1888, S. 10.
  • Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit - Eine Chronik und ein wenig mehr... (Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch, Rodewisch 2001) ISBN 978-3-942267-16-8.
  • Martina Bundszus: Ein für die ostvogtländische Ortsgeschichte wichtiges Dokument vom 9. November 1411 – Die Leibgedinge-Übertragung der Vögtin Margarethe von Plauen. In: Mitteilungen des Vereins für Vogtländische Geschichte, Volks- und Landeskunde Band 17 (Plauen 2011) S. 3–28 [betreff: Ersterwähnung Rodewischs im Jahre 1411].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rodewisch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden Sachsens am 31. Dezember 2021 – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011 (Gebietsstand 01.01.2021). Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, abgerufen am 21. Juni 2022. (Hilfe dazu).
  2. Auerbach-Rodewisch | BFN. Abgerufen am 21. April 2022.
  3. Untere Lagen des Westerzgebirges | BFN. Abgerufen am 21. April 2022.
  4. Vogtlandkreis. Abgerufen am 21. April 2022.
  5. Geoportal - Sachsenatlas. Abgerufen am 21. April 2022.
  6. Wetternetz Sachsen. Abgerufen am 21. April 2022.
  7. Klima Rodewisch. Abgerufen am 20. Mai 2022.
  8. Stadt Rodewisch - Lage der Stadt. Abgerufen am 21. April 2022.
  9. Sächsische Informatik Dienste Niederlassung Kamenz: Regionaldaten Gemeindestatistik Sachsen. Abgerufen am 21. April 2022.
  10. Stadt Rodewisch - Bauleitpläne. Abgerufen am 21. April 2022.
  11. Karte: Oberflächenwassermessstellen - Cadenza Web. Abgerufen am 22. April 2022.
  12. Referat Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit: Hydrologisches Handbuch - Publikationen - sachsen.de. In: Teil 5: Haupttabelle der oberen Durchflußextremwerte. Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, 24. Juli 2017, S. 170, abgerufen am 20. Mai 2022.
  13. Referat Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit: Hydrologisches Handbuch - Publikationen - sachsen.de. In: Teil 6: Haupttabelle der unteren Durchflußextremwerte. Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, 24. Juli 2017, S. 170, abgerufen am 20. Mai 2022.
  14. Referat Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit: Hydrologisches Handbuch - Publikationen - sachsen.de. In: Teil 4: Haupttabelle der mittleren Durchflußwerte. Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, 24. Juli 2017, S. 170, abgerufen am 20. Mai 2022.
  15. Referat Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit: Hydrologisches Handbuch - Publikationen - sachsen.de. In: Teil 1: Pegelverzeichnis. Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, 24. Juli 2017, S. 42, abgerufen am 20. Mai 2022.
  16. Vermessungsverwaltung des Freistaates Sachsen Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen: Auszug aus dem Liegenschaftskataster. (PDF) Freistaat Sachsen, 1. April 2022, abgerufen am 29. Mai 2022.
  17. Ernst Eichler und Hans Walther: Sachsen. Alle Städtenamen und deren Geschichte, Faber und Faber Verlag, Leipzig 2017, ISBN 978-3-86730-038-4, S. 187.
  18. a b c Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit. Eine Chronik und ein wenig mehr... Kapitel 4: Das Dorf Redewisch. Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 41 ff.
  19. Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit - Eine Chronik und ein wenig mehr... Kapitel 2: Die Ortsteile von Rodewisch. Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 17.
  20. Genealogische Adels-Historie Oder Geschlechts-Beschreibung Derer Im Chur-Sächsischen und angräntzenden Landen zum Theil ehemahls, allermeist aber noch ietzo in guten Flor stehenden ältesten und ansehnlichsten Adelichen Geschlechter, Leipzig 1727, S. 334, Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München, abgerufen am 9. Dezember 2013.
  21. Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit - Eine Chronik und ein wenig mehr... Kapitel 2: Die Ortsteile von Rodewisch. Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 25 ff.
  22. Prof. Dr. Hans Otto Gericke: Das privilegierte sächsische Messingwerk Niederauerbach i. Vogtl. Die Geschichte eines bedeutenden Hüttenwerkes von 1593 bis 1926. Hrsg.: Wolfgang Günther. Vogtland-Verlag, Plauen-Jößnitz 2008, ISBN 978-3-928828-45-1, S. 3 ff.
  23. Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit - Eine Chronik und ein wenig mehr... Kapitel 11: Der Industriestandort Rodewisch. Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 134 ff.
  24. Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit - Eine Chronik und ein wenig mehr... Kapitel 3: Das Dorf Redewisch. Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 43.
  25. Historisches Ortsverzeichnis Sachsen
  26. a b Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit - Eine Chronik und ein wenig mehr... Kapitel 30: Das Rodewischer Vereinsleben. Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 281–284.
  27. Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit - Eine Chronik und ein wenig mehr... Kapitel 3: Das Dorf Redewisch. Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 45 ff.
  28. a b Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit - Eine Chronik und ein wenig mehr... Kapitel 29: Der Untergang unseres Rodewischer Stadtbades. Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 275 ff.
  29. a b Stadtverwaltung Rodewisch: Rodewisch: Stadt der Schloßinsel und des Planetariums. Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. 1. Auflage. Rodewisch/Bannewitz/Großenhain Juli 2009, S. 6–7.
  30. a b c Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit - Eine Chronik und ein wenig mehr... Kapitel 7: Politische Veränderungen; Kapitel 8: Gesellschaftliche Wandlungen. Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 72 f., 93.
  31. a b Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit. Kapitel 26: Rodewisch, die "Stadt im Grünen"; Kapitel 27: Rodewisch, die "Blumenstadt". Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 263 ff., 269 ff.
  32. Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit - Eine Chronik und ein wenig mehr... Kapitel 8: Gesellschaftliche Wandlungen. Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 94 ff.
  33. a b c d Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit - Eine Chronik und ein wenig mehr... Kapitel 8: Gesellschaftliche Wandlungen. Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 101 ff.
  34. Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit - Eine Chronik und ein wenig mehr... Kapitel 13: Die Rodewischer Landwirtschaft. Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 168.
  35. Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit - Eine Chronik und ein wenig mehr... Kapitel 7: Politische Veränderungen. Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 81.
  36. Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit - Eine Chronik und ein wenig mehr... Kapitel 9: Die Wiedervereinigung - Rodewisch in den Folgejahren. Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 126.
  37. Stadt Rodewisch - Museum "Göltzsch". Abgerufen am 30. Juli 2022.
  38. a b "Freie Presse" vom 30. Juli 2022. "Auerbacher Zeitung" S. 9. Titel: "Rodewischer Kirmes ohne Feuerwerk" und "Kommentar - Tradition auf Abstellgleis". Autor: beide Cornelia Henze
  39. a b Cornelia Henze: Rodewischer Kirmes: Diese drei Traditionen werden gestrichen | Freie Presse - Auerbach. Abgerufen am 30. Juli 2022.
  40. Busbahnhof: Sanierung ab Montag | Freie Presse - Auerbach. Abgerufen am 20. Mai 2022.
  41. Stadt Rodewisch - Sage um Rodewisch. Abgerufen am 29. Mai 2022.
  42. Siegfried Walther: St.-Petri-Kirche Rodewisch. Geschichtliche Streifzüge. Kapitel 1: Die St.-Petri-Kirche zu Rodewisch. Hrsg.: Förderverein zur Erhaltung der St.-Petri-Kirche Rodewisch. Rodewisch 2008, ISBN 978-3-937524-65-8, S. 23.
  43. Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit - Eine Chronik und ein wenig mehr... Kapitel 4: Das Dorf Redewisch; Kapitel 5: Die Stadt Rodewisch; Kapitel 8: Gesellschaftliche Wandlungen, Kapitel 13: Die Rodewischer Landwirtschaft, Kapitel 21: Rodewisch und die Demographie. Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 45, 51, 106, 161, 237.
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  49. a b c d e Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit - Eine Chronik und ein wenig mehr... Kapitel 20: Die Rodewischer Denkmale. Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 231 ff.
  50. Manja Reinhardt: Das Ehrenmal in Rodewisch. In: VOGTLAND-ZAUBER | REISE BLOG. 16. November 2018, abgerufen am 9. Juni 2022 (deutsch).
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  58. Freie Presse vom 14. Juni 2022. "Auerbacher Zeitung" S. 11. Autor: Nicole Jähn. Titel: Wahlniederlage: Vize-Landrat Uwe Drechsel zieht zurück
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  69. „Rodewisch wird Schöniger“. In: Vogtland-Anzeiger. 6. März 2012, abgerufen am 13. November 2018.
  70. Susanne Kiwitter: freiepresse.de Rodewisch: Schöniger im Amt bestätigt. Meldung der Freien Presse vom 27. Mai 2019
  71. Stadt Rodewisch - Vorläufiges Ergebnis der Bürgermeisterwahl ermittelt. Abgerufen am 22. April 2022.
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  81. Gästewohnungen. In: Rowo. Abgerufen am 28. April 2022 (deutsch).
  82. Sächsische Informatik Dienste Niederlassung Kamenz: Regionaldaten Gemeindestatistik Sachsen. Abgerufen am 25. Mai 2022.
  83. Heinz Göschel (Hrsg.): Lexikon Städte und Wappen der DDR. 2., neubearbeitete Auflage. VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1984, Lizenznummer 433-130/98/84, S. 381.
  84. Rodewisch.de Beschluss und Abbildung des Wappens, Abruf am 21. September 2020.
  85. Rodewischs neues Stadtwappen steht | Freie Presse - Auerbach. Abgerufen am 20. Oktober 2021.
  86. Beschlussvorlage 20/34/2018 des Rodewischer Stadtrates vom 5. September 2018
  87. Beschlussvorlage 20/44/2018 des Rodewischer Stadtrates vom 14. November 2018
  88. Stadt Rodewisch - Stadtrat. Abgerufen am 18. Mai 2022.
  89. Stadt Rodewisch - Stadtrat. Abgerufen am 18. Mai 2022.
  90. Freundschaftsvertrag mit Langenhagen. Abgerufen am 27. April 2022.
  91. Freundschaftsvertrag mit Gerolzhofen. Abgerufen am 27. April 2022.
  92. Stadt Rodewisch - Partnerstädte. Abgerufen am 27. April 2022.
  93. MZSV Göltzschtal: Mittelzentraler Städteverbund Göltzschtal. Abgerufen am 31. Januar 2022.
  94. Göltzschtalstadt: Alte Idee wird neu belebt | Freie Presse - Auerbach. Abgerufen am 21. April 2022.
  95. Ellefelder und das Thema "Göltzschtalstadt". Abgerufen am 21. April 2022.
  96. Ellefeld bezweifelt Nutzen von Fusion zur Göltzschtalstadt | Freie Presse - Auerbach. Abgerufen am 21. April 2022.
  97. Falkenstein positioniert sich zur Göltzschtalstadt-Fusion: Wenn überhaupt, dann erst später | Freie Presse - Auerbach. Abgerufen am 21. April 2022.
  98. Verkehrsknoten: Busbahnhof Rodewisch wird modernisiert. 10. März 2022, abgerufen am 16. März 2022.
  99. Stadt Rodewisch - Kitas. Abgerufen am 23. April 2022.
  100. Stadt Rodewisch - Spielplätze. Abgerufen am 23. April 2022.
  101. Sächsische Informatik Dienste Niederlassung Kamenz: Regionaldaten Gemeindestatistik Sachsen. Abgerufen am 25. Mai 2022.
  102. Stadt Rodewisch - Vereinsverzeichnis. Abgerufen am 23. April 2022.
  103. Stadt Rodewisch - Dialysepraxis Rodewisch. Abgerufen am 28. April 2022.
  104. Stadt Rodewisch - Apotheken. Abgerufen am 28. April 2022.
  105. Siegfried Walther: Rodewisch in Wandel der Zeit - Eine Chronik und ein wenig mehr... Kapitel 13: Die Rodewischer Landwirtschaft. Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 161–170.
  106. Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit - Eine Chronik und ein wenig mehr... Kapitel 10: Rodewisch der "Mühlenort". Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 127–129.
  107. Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit - Eine Chronik und ein wenig mehr... Kapitel 14: Wasser, Energie und Straßen für Rodewisch. Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 173.
  108. Siegfried Walther: Rodewisch im Wandel der Zeit - Eine Chronik und ein wenig mehr... Kapitel 14: Wasser, Energie und Straßen für Rodewisch. Hrsg.: Stadtverwaltung Rodewisch. Rodewisch 2011, ISBN 978-3-942267-16-8, S. 175–179.
  109. Sächsische Informatik Dienste Niederlassung Kamenz: Regionaldaten Gemeindestatistik Sachsen. Abgerufen am 25. Mai 2022.
  110. Straßen-, Tief- und Rohrleitungsbau - VSTR AG Rodewisch. Abgerufen am 23. April 2022.
  111. Sächsische Informatik Dienste Niederlassung Kamenz: Regionaldaten Gemeindestatistik Sachsen. Abgerufen am 25. Mai 2022.
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  113. Sächsische Informatik Dienste Niederlassung Kamenz: Regionaldaten Gemeindestatistik Sachsen. Abgerufen am 25. Mai 2022.
  114. Sächsische Informatik Dienste Niederlassung Kamenz: Regionaldaten Gemeindestatistik Sachsen. Abgerufen am 25. Mai 2022.
  115. Virtueller Kirchenrundgang, abgerufen am 11. März 2016.
  116. Sternwarte und Planetarium - Die Beobachtung von Sputnik 1. Abgerufen am 20. April 2022.
  117. Filmdetails: Die den Sputnik zuerst sahen (1960). Abgerufen am 20. April 2022.
  118. Stadt Rodewisch - Göltzschtalhalle. Abgerufen am 23. April 2022.
  119. Göltzschtalhalle, auf rodewisch.de
  120. Richtfest wird im Judo-Trainingszentrum in Rodewisch gefeiert | Freie Presse - Auerbach. Abgerufen am 16. Mai 2022.
  121. Rodewisch. Abgerufen am 23. April 2022.
  122. Stadt Rodewisch - Pumptrack. Abgerufen am 23. April 2022.
  123. Rodewisch weiht Wasserspielplatz ein | Freie Presse - Auerbach. Abgerufen am 16. Mai 2022.
  124. Stadt Rodewisch - Vereinsverzeichnis. Abgerufen am 23. April 2022.
  125. Fränkisches Weinfest in Rodewisch: Auch Gerolzhofens Partnerstadt kann zünftig feiern. In: Lokale Nachrichten aus Stadt und Landkreis Schweinfurt. 29. August 2017, abgerufen am 21. April 2022 (deutsch).