Stefan Häusl

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Stefan Häusl Ski Alpin
Nation OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag 19. Juni 1976 (43 Jahre)
Geburtsort Salzburg, Österreich
Beruf Coach, Skiführer und Skilehrer
Karriere
Disziplin Freeride Ski
Verein Ski-Club Arlberg
Karriereende März 2018
Medaillenspiegel
Freeride World Tour Events 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Freeride World TourVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
0Gold0 Freeride World Tour Fieberbrunn 2011 Ski
0Bronze0 Freeride World Tour Sochi 2011 Ski
 

Stefan Häusl (* 19. Juni 1976 in Salzburg) ist ein österreichischer Freeride-Sportler und gilt als Österreichs erfolgreichster männlicher Skifahrer der Freeride World Tour.[1] Der staatlich geprüfte Skilehrer, Skiführer und Trainer fuhr 9 Jahre auf der Freeride World Tour und konnte zahlreiche Podestplätze gewinnen. Darüber hinaus ist er in Dokumentar- und Skifilmen zu sehen.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefan Häusl wurde in Salzburg geboren und wuchs in Saalfelden auf. Das Skifahren begann er mit drei Jahren. Er war Nachwuchs-Skirennfahrer bis er die Karriere verletzungsbedingt beendete. Mit 17 Jahren begann er seine Skilehrer-Ausbildung und wurde mit 21 Jahren staatlich geprüfter Skilehrer. Nach absolvierter Ausbildung zum Skiführer wurde er anschließend zum Ausbilder in der staatlichen Skilehrer-Ausbildung Österreich. Die Sommermonate verbrachte Häusl in Australien, wo er vier Jahre beim Race Department Mt. Buller in Australien arbeitete. Im Winter war er für sieben Jahr in der vom ÖSV betriebenen Skiakademie St. Christoph tätig.

Wettkampfkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seinen ersten Freeride-Wettkampf fuhr Häusl im Jahr 1999 in Kanada. Beim Powder 8 wurde er gemeinsam mit Thomas Dietrich Weltmeister[2]. Im folgenden Jahr belegten sie Rang 3. Er entschloss sich dem Freeride-Sport professionell zu widmen. Bei seinem ersten europäischen Wettbewerb in Verbier, dem Verbier Ride, erreichte er den 7. Platz und verbesserte sich bei seinem zweiten Wettbewerb in Riksgränsen auf den 4. Platz.

Im Jahr 2009 gewann Häusl die Freeride World Qualifier Tour und hatte sich somit für die Freeride World Tour 2010 qualifiziert, die er anschließend mit dem 7. Rang in der Gesamtwertung bestritt. Seinen ersten Sieg auf der Freeride World Tour konnte er im Jahr 2011 auf österreichischem Boden in Fieberbrunn feiern. Im selben Jahr trat er als Führender in der Gesamtbewertung beim letzten Wettkampf der Tour in Verbier an. Er stürzte allerdings und fiel somit auf den 4. Platz der Gesamtwertung.

Im März 2018 gab er seinen Rücktritt aus dem Wettkampfgeschehen bekannt.[3] Nach Anzahl der Platzierungen auf der Freeride World Tour ist er der erfolgreichste männliche Freeride-Skifahrer Österreichs aller Zeiten[1].

Filmkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Teilnahem an Freeride-Wettkämpfen begann er darüber hinaus bei Skifilm-Produktionen mitzuwirken. 2004 erschien sein erster Skifilm Spirit of Ski. Es folgten 9 weitere Filmproduktionen wie die preisgekrönten Filme Dasein und Schneewallfahrt, produziert von Hanno Mackowitz.

Nach der Beendigung seiner aktiven Wettkampfkarriere hat sich Häusl auf das Skifahren vor der Kamera konzentriert. Seine Ziele sind von nun an große und alpine Linien. Als staatlich geprüfter Trainer unterrichtet er den Freeride-Nachwuchs. Er betreut das Freeride Team des Skiclub Arlbergs.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 4. Rang in der Gesamtbewertung der Freeride World Tour 2011
  • 1. Platz beim Freeride World Tour Wettkampf in Fieberbrunn 2011
  • 9 Top-5 Ergebnisse als Athlet der Freeride World Tour
  • 1. Rang der Freeride World Qualifying Tour 2009
  • 1. Rang Engadin Snow 2008
  • 1. Rang Powder 8 Weltmeisterschaft in Blue River, Kanada 1999
  • 1. Rang Weißer Rausch St. Anton am Arlberg 2006
Einzelergebnisse der Freeride World Tour 2010 - 2018
Jahr 1 2 3 4 5 6 WM-Rang
2010 RusslandRussland
20.
FrankreichFrankreich
6.
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
14.
SchweizSchweiz
11.
7.
2011 FrankreichFrankreich
10.
SchweizSchweiz
8.
RusslandRussland
3.
OsterreichÖsterreich
1.
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
5.
SchweizSchweiz
11.
4.
2012 KanadaKanada
18.
FrankreichFrankreich
9.
ItalienItalien
4.
NorwegenNorwegen
12.
OsterreichÖsterreich
5.
SchweizSchweiz
12.
12.
2013 KanadaKanada
28.
ItalienItalien
11.
FrankreichFrankreich
11.
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
28.
OsterreichÖsterreich
4.
SchweizSchweiz
14.
13.
2014 ItalienItalien
4.
FrankreichFrankreich
35.
OsterreichÖsterreich
6.
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
22.
SchweizSchweiz
14.
10.
2015 FrankreichFrankreich
15.
OsterreichÖsterreich
7.
AndorraAndorra
20.
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
10.
15.
2016 AndorraAndorra
8.
FrankreichFrankreich
5.
OsterreichÖsterreich
7.
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
8.
8.
2017 AndorraAndorra
25. DNF
- - - - - -
2018 JapanJapan
19.
KanadaKanada
21.
AndorraAndorra
17.
OsterreichÖsterreich
11.
22.

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie einige Freeride World Tour Mitstreiter wirkt Stefan Häusl in zahlreichen Filmproduktionen mit, wovon zwei Produktionen ausgezeichnet wurden:

  • 2014: Schneewallfahrt - Jurypreis - Filmfest St. Anton[4]
  • 2014: Dasein - Best Movie Award - Adventure Outdoor Fest Innichen[5]

Filmografie[6][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004: Spirit of Ski
  • 2005: Elements
  • 2006: Spirit of Ski 3
  • 2007: Hike2Ride
  • 2008: Hike 3
  • 2012: Lost and Found
  • 2013: DASEIN
  • 2015: SCHNEEWALLFAHRT
  • 2016: SPURTREU
  • 2019: Servus TV Bergwelten „Nadine Wallner“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Angst und Euphorie - fm4.ORF.at. Abgerufen am 4. September 2019.
  2. Powder 8 Weltmeisterschaften 2004. Abgerufen am 4. September 2019 (deutsch).
  3. "Thank you, Stefan". In: Rundschau | Oberländer Wochenzeitung. 13. März 2018, abgerufen am 4. September 2019 (deutsch).
  4. 20. St. Antoner Filmfest mit Highlights. Abgerufen am 4. September 2019.
  5. BEST MOVIE AWARD! – Stefan Häusl. Abgerufen am 4. September 2019 (deutsch).
  6. [http://www.stefanhausl.com/ Stefan H�usl.] Abgerufen am 4. September 2019.