Stefan Koldehoff

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Stefan Koldehoff (* 27. Oktober 1967 in Wuppertal) ist ein deutscher Journalist, Kunstmarktexperte und Sachbuch-Autor. Bekannt wurde er durch zahlreiche Veröffentlichungen und seine Tätigkeit als Kulturredakteur des Deutschlandfunks.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefan Koldehoff studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Politikwissenschaft. Parallel arbeitete er zunächst freiberuflich als Journalist für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Tageszeitung (taz) und den Westdeutschen Rundfunk Köln (WDR). Ab 1998 war er drei Jahre Redakteur, dabei zuletzt stellvertretender Chefredakteur des Kunstmagazins „Art“ in Hamburg.

2001 wechselte er auf eine Redakteursstelle beim Deutschlandfunk. In den folgenden Jahren veröffentlichte er als Autor zahlreiche Sachbücher zum Themenfeld Kunstmarkt, Kunstfälschung und Kunstgeschichte und speziell zu Vincent van Gogh. Zwischen November 2016 und November 2018 leitete er die Redaktion der werktäglichen medienjournalistischen Sendung @mediasres, die am 20. März 2017 zum ersten Mal online und on air ging. Am 1. Dezember 2018 kehrte Koldehoff zurück in die Redaktion des täglichen Kulturmagazins „Kultur heute“. Er arbeitet auch weiterhin für die anderen Kultursendungen des Deutschlandradios.[1]

Koldehoff ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Köln.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen (Ausschnitt)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Einzelveröffentlichungen

  • Deserteure in Wuppertal. Dokumentation zu den Erschießungen 1944/45. (= Informationen aus dem Stadtarchiv, 7). Stadtarchiv Wuppertal 1992.
  • Meier-Graefes van Gogh: wie Fiktionen zu Fakten werden. (= Schriften zur Kunstkritik, Band 9). Lindenau-Museum Altenburg. Steinmeier, Nördlingen 2002, ISBN 3-936363-05-6.
  • Vincent van Gogh. Rowohlt, Reinbek 2003, ISBN 3-499-50620-3.
  • Aktenzeichen Kunst – Die spektakulärsten Kunstdiebstähle der Welt. (Gemeinsam mit Nora Koldehoff.) DuMont, Köln 2004, ISBN 3-8321-7435-4.
  • Wem hat van Gogh sein Ohr geschenkt? Alles, was Sie über Kunst nicht wissen. (Gemeinsam mit Nora Koldehoff). Eichborn, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-8218-5804-3.
  • mit Tobias Timm: Falsche Bilder, Echtes Geld. Galiani, Berlin 2012, ISBN 978-3-86971-057-0.
  • Die Bilder sind unter uns. Das Geschäft mit der NS-Raubkunst und der Fall Gurlitt. Galiani, Berlin 2014, ISBN 978-3-86971-093-8. Neuauflage mit einem 28-seitigen Kapitel zum aktuellen (2014) Stand des Falls Gurlitt.[7]
  • Frieder Burda: Sammler aus Leidenschaft. DuMont, Köln 2011, ISBN 978-3-8321-9361-4.
  • Ich und van Gogh. Bilder, Sammler und ihre abenteuerlichen Geschichten. Galiani, Berlin 2015, ISBN 978-3-86971-102-7
  • Der Van Gogh-Coup. Otto Wackers Aufstieg und Fall. (Gemeinsam mit Nora Koldehoff). Nimbus, Wädenswil 2019, ISBN 978-3-03850-064-3
  • mit Tobias Timm: Kunst und Verbrechen. Galiani Verlag, Berlin 2020, ISBN 3-86971-176-0.

in Sammelpublikationen

  • When myth seems stronger than scholarship: Van Gogh and the problem of authenticity. In: Van Gogh Museum Journal. Van Gogh Museum, Amsterdam 2002, S. 8–25. online
  • Kunst-Transfers – Thesen und Visionen zur Restitution von Kunstwerken. Eine Einführung. In: Stefan Koldehoff, Gilbert Lupfer, Martin Roth (Hrsg.): Kunst-Transfers. Deutscher Kunstverlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-422-06886-5, S. 23–29.
  • Ob die Kunst in die neue Zeit passt – 1938, die Französische Moderne und die „Entartete Kunst“. In: Eva Atlan, Raphael Gross, Julia Voss (Hrsg.): 1938. Kunst – Künstler – Politik. Wallstein, Göttingen 2013, ISBN 978-3-8353-1412-2, S. 275–300.
  • Stefan Koldehoff, Ralf Oehmke, Raimund Stecker: Der Fall Gurlitt. Ein Gespräch. Nicolai, Berlin 2014, ISBN 978-3-89479-863-5.
  • Der Fall Gurlitt und seine Folgen – eine Bestandsaufnahme. In: Julius H. Schoeps, Anna-Dorothea Ludewig (Hrsg.): Eine Debatte ohne Ende? Raubkunst und Restitution im deutschsprachigen Raum. Hentrich & Hentrich, Berlin 2014, ISBN 978-3-95565-057-5, S. 206–222.
  • Ausreden, Ignoranz und fehlendes Einfühlungsvermögen – der Umgang mit NS-Opfern und der „Fall Gurlitt“. In: Kunstmuseum Bern; Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.): Bestandsaufnahme Gurlitt. Hirmer Verlag, München 2017, ISBN 978-3-7774-2962-5, S. 69–75
  • "Hauptsächlich malt er Blumen" – Van Goghs Pariser Blumenstillleben. In: Ortrud Westheider, Michael Philipp (Hrsg.): Van Gogh – Stillleben. Prestel Verlag, München 2019, ISBN 978-3-7913-5871-0, S. 66–85

als Herausgeber

  • O-Ton Pina Bausch – Interviews und Reden. Nimbus, Wädenswil 2016, ISBN 978-3-03850-021-6.
  • The Thannhauser Gallery – Marketing Van Gogh. (Herausgegeben mit Chris Stolwijk). Mercatorfonds, Brüssel/Yale University Press, New Haven 2017, ISBN 978-94-6230-166-5.
    • Deutsche Ausgabe: Die Galerie Thannhauser – Van Gogh wird zur Marke. Belser Verlag, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-7630-2774-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andreas Stopp: Nach 24 Jahren und mehr als 1.200 Sendungen: Markt und Medien – die Letzte! In: Deutschlandfunk. 16. März 2017, abgerufen am 17. März 2017.
  2. Profil beim Mare-Verlag
  3. Stefan Koldehoff erhält den Journalistenpreis des Deutschen Kulturrates. In: Deutschlandradio. 5. Februar 2009, abgerufen am 29. Juni 2020.
  4. Prix Annette Giacometti für Journalisten Koldehoff und Timm. In: monopol-magazin.de. 4. Mai 2012, archiviert vom Original am 30. Mai 2012; abgerufen am 29. Juni 2020.
  5. a b Falsche Bilder – Echtes Geld: Der Fälschercoup des Jahrhunderts – und wer alles daran verdiente. In: galiani.de. Abgerufen am 29. Juni 2020.
  6. Die „Journalisten des Jahres 2014“ von A–Z. In: mediummagazin.de. Abgerufen am 24. Januar 2015.
  7. Michael Sontheimer: Erhebliche Fehlerdichte. Rezension, in: taz, 8. März 2014, S. 31.