Stefan Koldehoff

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Stefan Koldehoff (* 27. Oktober 1967 in Wuppertal) ist ein deutscher Journalist, Kunstmarktexperte und Sachbuch-Autor. Bekannt wurde er durch zahlreiche Veröffentlichungen und seine Tätigkeit als Kulturredakteur des Deutschlandfunks.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stefan Koldehoff hat Kunstgeschichte, Germanistik und Politikwissenschaft studiert. Parallel arbeitete er zunächst freiberuflich als Journalist für die FAZ, taz und den WDR. Für drei Jahre ab 1998 war er Redakteur, dabei zuletzt stellvertretender Chefredakteur des Kunstmagazins „Art“ in Hamburg.

2001 wechselte er auf eine Redakteursstelle beim Deutschlandfunk. In den folgenden Jahren veröffentlichte er als Autor zahlreiche Sachbücher zum Themenfeld Kunstmarkt, Kunstfälschung und Kunstgeschichte. Seit März 2017 leitet er die Redaktion der werktäglichen medienjournalistischen Sendung @mediasres.[1] Gleichzeitig ging die Zuständigkeit für die Medienberichterstattung bei dem Sender vom Wirtschafts- auf das Kulturressort über.

Koldehoff ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Köln.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Einzelveröffentlichungen

  • Deserteure in Wuppertal. Dokumentation zu den Erschießungen 1944/45. (= Informationen aus dem Stadtarchiv 7). Stadtarchiv Wuppertal 1992.
  • Meier-Graefes van Gogh: wie Fiktionen zu Fakten werden. (= Schriften zur Kunstkritik, Band 9). Lindenau-Museum Altenburg. Steinmeier, Nördlingen 2002, ISBN 3-936363-05-6.
  • Vincent van Gogh. Rowohlt, Reinbek 2003, ISBN 3-499-50620-3.
  • Vincent van Gogh – Mythos und Wirklichkeit. DuMont, Köln 2003, ISBN 3-8321-7267-X.
  • Aktenzeichen Kunst – Die spektakulärsten Kunstdiebstähle der Welt. (Gemeinsam mit Nora Koldehoff.) DuMont, Köln 2004, ISBN 3-8321-7435-4.
  • Wem hat van Gogh sein Ohr geschenkt? Alles, was Sie über Kunst nicht wissen. (Gemeinsam mit Nora Koldehoff). Eichborn, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-8218-5804-3.
  • Die Bilder sind unter uns. Das Geschäft mit der NS-Raubkunst.. Eichborn, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-8218-5844-9.
    • Die Bilder sind unter uns. Das Geschäft mit der NS-Raubkunst und der Fall Gurlitt. Galiani, Berlin 2014, ISBN 978-3-86971-093-8. Neuauflage mit einem 28-seitigen Kapitel zum aktuellen (2014) Stand des Falls Gurlitt und einem geänderten Untertitel.[7]
  • Frieder Burda: Sammler aus Leidenschaft. DuMont, Köln 2011, ISBN 978-3-8321-9361-4.
  • Falsche Bilder, Echtes Geld. (Gemeinsam mit Tobias Timm.) Galiani, Berlin 2012, ISBN 978-3-86971-057-0.
  • Ich und van Gogh. Bilder, Sammler und ihre abenteuerlichen Geschichten. Galiani, Berlin 2015, ISBN 978-3-86971-102-7

in Sammelpublikationen

  • When myth seems stronger than scholarship: Van Gogh and the problem of authenticity. In: Van Gogh Museum Journal. Van Gogh Museum, Amsterdam 2002, S. 8–25. online
  • The Wacker forgeries: a catalogue. In: Van Gogh Museum Journal. Van Gogh Museum, Amsterdam 2002, S. 138–149. online
  • Van Gogh in Public and Private Collections. His Introduction to Germany. In: Jill Lloyd, Michael Peppiatt (Hrsg.): Van Gogh and Expressionism. Neue Galerie, New York / Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2007, ISBN 978-3-7757-1916-2, S. 37–50.
  • Van Gogh in Germany until 1918. Catalogue of Collections and Exhibitions. In: Jill Lloyd, Michael Peppiatt (Hrsg.): Van Gogh and Expressionism. Neue Galerie, New York / Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2007, ISBN 978-3-7757-1916-2, S. 168–179.
  • Kunst-Transfers – Thesen und Visionen zur Restitution von Kunstwerken. Eine Einführung. In: Stefan Koldehoff, Gilbert Lupfer, Martin Roth (Hrsg.): Kunst-Transfers. Deutscher Kunstverlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-422-06886-5, S. 23–29.
  • Sammlerporträt: Carl Neumann. In: Gerhard Finckh, Antje Birthälmer (Hrsg.): Der expressionistische Impuls. Meisterwerke aus Wuppertals großen Privatsammlungen. Von der Heydt-Museum, Wuppertal 2008, ISBN 978-3-89202-070-7, S. 104–113.
  • „Er war ein Kind der Sterne“ – Von den Folgen des Künstlermythos in der Moderne. In: Christoph Vitali (Hrsg.): Amedeo Modigliani. DuMont, Köln 2009, ISBN 978-3-8321-9191-7, S. 63–112.
  • „Eben doch nur ein Künstler kleineren Stils“ – Vincent van Gogh und der Kampf um die Moderne in Deutschland. In: Barbara Schaefer (Hrsg.): 1912 – Mission Moderne. Die Jahrhundertschau des Sonderbundes. Wienand, Köln 2012, ISBN 978-3-86832-111-1, S. 70–87.
  • Ob die Kunst in die neue Zeit passt – 1938, die Französische Moderne und die „Entartete Kunst“. In: Eva Atlan, Raphael Gross, Julia Voss (Hrsg.): 1938. Kunst – Künstler – Politik. Wallstein, Göttingen 2013, ISBN 978-3-8353-1412-2, S. 275–300.
  • Stefan Koldehoff, Ralf Oehmke, Raimund Stecker: Der Fall Gurlitt. Ein Gespräch. Nicolai, Berlin 2014, ISBN 978-3-89479-863-5.
  • „Dieser Mensch wird entweder verrückt, oder er lässt uns alle weit hinter sich“ – Camille Pissarro und Vincent van Gogh. In: Gerhard Finckh (Hrsg.): Camille Pissarro – Der Vater des Impressionismus. Von der Heydt-Museum, Wuppertal 2014, ISBN 978-3-89202-091-2, S. 104–113.
  • Der Fall Gurlitt und seine Folgen – eine Bestandsaufnahme. In: Julius H. Schoeps, Anna-Dorothea Ludewig (Hrsg.): Eine Debatte ohne Ende? Raubkunst und Restitution im deutschsprachigen Raum. Hentrich & Hentrich, Berlin 2014, ISBN 978-3-95565-057-5, S. 206–222.
  • Auf dem Weg zu den „Kartoffelessern“ – Über die Bedeutung der Brabanter Portraits für Vincent van Goghs Gesamtwerk. In: Van Gogh bis Twombly – Ausgewählte Werke. Villa Grisebach, Berlin 2015 (Katalog zur Auktion am 4. Juni 2015), S. 1–-21.
  • Kindheit/Nächtliches Gelage. In: Rolf Jessewitsch, Jürgen Kaumkötter (Hrsg.): Joachim Ringelnatz - Der Maler kehrt zurück. Zentrum für verfolgte Künste, Solingen 2016
  • Evolution statt Revolution – Die frühen Landschaften des Impressionismus als Zeugnisse der Industrialisierung. In: Ortrud Westheider, Michael Philipp (Hrsg.): Impressionismus – Die Kunst der Landschaft. Prestel Verlag, München/London/New York, 2017, ISBN 978-3-7913-6741-5 (engl. Ausgabe ISBN 978-3-7913-5629-7), S. 62-73
  • Das Bernsteinzimmer der klassischen Moderne - Wie der Turm der Blauen Pferde zum Mythenbild der Deutschen wurde. In: Katja Blomberg, Michael Hering (Hrsg.): VERMISST - Der Turm der blauen Pferde von Franz Marc. Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln, 2017, ISBN 978-3-96098-095-7, S. 18-24

als Herausgeber

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andreas Stopp: Nach 24 Jahren und mehr als 1.200 Sendungen: Markt und Medien – die Letzte! In: Deutschlandfunk. 16. März 2017 (deutschlandfunk.de [abgerufen am 17. März 2017]).
  2. Profil beim Mare-Verlag
  3. Meldung über die Verleihung des puk-Journalistenpreises 2008 an Koldehoff
  4. Prix Annette Giacometti für Journalisten Koldehoff und Timm, monopol-magazin.de, abgerufen am 18. Juni 2012.
  5. a b Darstellung des Verlages
  6. mediummagazin.de, abgerufen am 24. Januar 2015.
  7. Michael Sontheimer: Erhebliche Fehlerdichte. Rezension, in: taz, 8. März 2014, S. 31