Stephan Bundi

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Stephan Bundi (* 1950 in Trun GR) ist ein Schweizer Plakatgestalter und Grafikdesigner.[1]

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stephan Bundi studierte von 1966 bis 1971 an der Kunstgewerbeschule Bern (heute Hochschule der Künste Bern) und arbeitete anschliessend als Grafiker in einer Berner Werbeagentur.[2] 1973 nahm er sein Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart auf und studierte dort u. a. unter Kurt Weidemann. Nach Abschluss des Studiums gründete er 1975 sein eigenes Büro in Bern. Ab 1980 unterrichtete er an den Schulen für Gestaltung in Bern und Biel. 1999 nahm er eine Dozentenstelle an der Hochschule für Gestaltung Bern an. Seit 2008 ist er Gastprofessor am Design College, Arts Institute Nanjing, China. In die renommierte Alliance Graphique Internationale wurde er 2001 aufgenommen, seit 2010 präsidiert er die Schweizer Gruppe. [3] Stephan Bundi lebt in Boll bei Bern, wohin er sein Büro 2003 verlegt hat.[4]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundi ist mit seinen Postern auf vielen Plakatbiennalen und -triennalen vertreten, gewann 1989 Gold auf der Internationalen Poster Triennale in Mons[5] und wurde bei der 20. Internationalen Posterbiennale in Warschau 2006 mit dem Icograda Excellence Award ausgezeichnet. 2010 gewann er Gold an der 11th International Poster Biennial of Mexico und Gold beim Joseph Binder Award, Design Austria. 2011 gewann er erneut Gold an der 2nd Chicago International Poster Biennial. 2013 wurde ihm der Grand Prix (Golden Poster) an der 7th International Triennial of Stage Poster Sofia zugesprochen. Für den Swiss Poster Award wurde er mehrmals nominiert, zweimal erhielt er Gold, fünfmal Silber und zweimal Bronze. Der Red Dot Award Communication Design wurde ihm bisher 21-mal verliehen. Weitere Auszeichnungen erhielt er vom Art Directors Club New York, vom Type Directors Club New York sowie vom Wettbewerb 100 beste Plakate Deutschland Österreich Schweiz. Graphis Poster Annual (New York) zeichnete seine Plakate mit 8 Platin und 42 Gold Awards aus. Seine Plakate sind in den wichtigsten internationalen Designsammlungen vertreten, so im Museum of Modern Art in New York, im Museum of Modern Art in Toyama (Japan), im Deutschen Plakatmuseum in Essen und in der Bibliothèque nationale de France Muzeum Plakatu w Wilanowie, Warszawa, The Hermitage Museum, 21 Century Foundation, St. Petersburg.[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ken Cato (Hrsg.): First Choice, The Image Publishing Group Pty Ltd, Victoria (Australia) 2015, S. 54–55
  • B. Martin Pedersen (Hrsg.): Graphis Typography 3, Graphis, New York 2015, S. 120–127
  • Universidad Nacional de Colombia (Hrsg.): Carteles de Stephan Bundi Exposición Retrospectiva', Bogotá 2015
  • Stephan Bundi: Plakate für das Theater Biel Solothurn/Affiches pour le Théâtre Bienne Soleure, (Hrsg.) Theater Biel Solothurn und Centre PasquArt, Biel/Bienne 2013
  • Steven Heller and Véronique Vienne (Hrsg.): 100 Ideas that Changed Graphic Design, Laurence King Publishing, London 2012, S.28,29
  • Jiangping He (Hrsg.): One by One, Hesign (Publishing and Design), China/Germany 2011, S. 515,516 und 522
  • B. Martin Pedersen (Hrsg.): Graphis Poster Annual 2011, Q&A with Stephan Bundi, Graphis, New York 2011, S. 6–7, 89, 91, 116, 151, 152, 189–191, 194, 197
  • Jiangping He (Hrsg.): All Men are Brothers, Hesign (Publishing and Design), China/Germany 2005, S. 106–111
  • Stephan Bundi/Claude Kuhn: Plakate: Stephan Bundi/Claude Kuhn, Bern 2001

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Melchior Imboden/Jiangping He (Hrsg.): Designer Portraits, Sulgen 2007, S. 104
  2. Stephan Bundi/Claude Kuhn: Plakate: Stephan Bundi/Claude Kuhn, Bern 2001, S. 94
  3. AGI-Webseite, Neuaufnahmen 2001
  4. Stephan Bundi/Claude Kuhn: Plakate: Stephan Bundi/Claude Kuhn, Bern 2001, S. 9
  5. Stephan Bundi/Claude Kuhn: Plakate: Stephan Bundi/Claude Kuhn, Bern 2001, S. 95
  6. Gewinnerübersicht auf Rene Wanner's Poster Page

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]