Stern-Flockenblume

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Stern-Flockenblume
Centaurea calcitrapa 01.JPG

Stern-Flockenblume (Centaurea calcitrapa)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Carduoideae
Tribus: Cynareae
Gattung: Flockenblumen (Centaurea)
Art: Stern-Flockenblume
Wissenschaftlicher Name
Centaurea calcitrapa
L.

Die Stern-Flockenblume (Centaurea calcitrapa), auch Fußangel-Flockenblume genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Flockenblumen (Centaurea) in der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Stern-Flockenblume ist eine kriechend-aufsteigende, zweijährige hapaxanthe Pflanze, die eine Wuchshöhe von 10 bis 100 cm erreicht. Sie ist spinnwebenartig behaart und oben kahl. Der Stängel wächst aufrecht oder aufsteigend und verzweigt vom Grund an wiederholt sparrig, so dass zickzackartig gebogene Äste entstehen. Die Laubblätter sind grün gefärbt. Die unteren Blätter sind bis zu 8 Zentimeter lang und fiederschnittig geteilt, die bis zu 2,5 Zentimeter langen Abschnitte sind gezähnelt und fast stechend.

Die Blüten bilden zusammen blütenähnliche Köpfchen. Diese sind sehr zahlreich, sitzend, blattachsel- oder endständig und purpur gefärbt. Die Hülle ist birnenförmig und bis zu 1 Zentimeter breit. Die Hüllschuppen sind dachig und haben einen bis zu 2,5 Zentimeter langen, sehr kräftigen, endständigen, abgeknickten Stachel und an der Seite wenige kleine Zähne. Alle Blüten sind röhrenförmig, fünfzipflig und fahlpurpurn gefärbt. Die äußeren Blüten sind steril und vergrößert. Die Frucht ist eine bis zu 3 Millimeter lange Achäne mit einem Haarkranz, ein Pappus fehlt.

Blütezeit ist von Juni bis Oktober.

Vorkommen[Bearbeiten]

Die Art kommt in Süd- und Südost-Europa und Westasien vor, wurde aber weltweit verschleppt und gilt als Unkraut. In Deutschland ist sie oftmals nur als eingeschleppte Pflanze verbreitet. Sie wächst an sonnig-warmen Hängen, an Wegesrändern und Ruderalstellen.

Trivialnamen[Bearbeiten]

Für die Stern-Flockenblume bestehen bzw bestanden auch die weiteren deutschsprachigen Trivialnamen: Caudetrape (mittelhochdeutsch), Chaussetrappe (mittelhochdeutsch), Sterndistel, Sterredistel (mittelniederdeutsch), Wegdistel, Wollendistel, Zeisala (althochdeutsch), Zeisela (mittelhochdeutsch), Zeisele (mittelhochdeutsch) und Zeselswrze (mittelhochdeutsch).[1]

Belege[Bearbeiten]

  •  Siegmund Seybold: Flora von Deutschland und angrenzender Länder. Ein Buch zum Bestimmen der wild wachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen. Begründet von Otto Schmeil, Jost Fitschen. 93. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2006, ISBN 3-494-01413-2.
  •  Hans-Joachim Zündorf, Karl-Friedrich Günther, Heiko Korsch, Werner Westhus (Hrsg.): Flora von Thüringen. Die wildwachsenden Farn- und Blütenpflanzen Thüringens. Weissdorn, Jena 2006, ISBN 3-936055-09-2.
  • Ehrentraud Bayer, Karl-Peter Buttler, Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Pflanzen des Mittelmeerraums (= Die farbigen Naturführer). Mosaik, München 1986.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 86. (online).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stern-Flockenblume – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien