Steve McCurry

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Steve McCurry, 2009

Steve McCurry (* 24. April 1950[1] in Philadelphia, Pennsylvania, USA) ist ein US-amerikanischer Fotograf und Fotojournalist.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium von Film und Geschichte an der Pennsylvania State University, das er mit dem Titel des Bachelor of Arts abschloss, arbeitete er zunächst zwei Jahre lang für eine lokale Zeitung, bevor er als freiberuflicher Fotograf nach Indien ging.

Internationale Bekanntheit erlangte er durch seine Dokumentation der sowjetischen Intervention in Afghanistan. Für diese Reportage wurde er 1980 mit der Robert Capa Gold Medal ausgezeichnet.

McCurry berichtete aus zahlreichen Krisenherden weltweit, unter anderem über den Iran-Irak-Krieg, den Zerfall des früheren Jugoslawiens, aus Beirut, Kambodscha, Tibet, dem Jemen, den Philippinen und dem Golfkrieg. Immer wieder kehrt er nach Afghanistan zurück.[2] Aber auch in Indien und Peru hat er fotografiert.[3]

Seit 1986 ist er Mitglied der Fotografenagentur Magnum.

Nachdem McCurry jahrelang Kodachrome Film verwendete – laut eigener Aussage verfügt er über eine Sammlung von 800.000 Kodachrome-Dias – wurde ihm 2010 die allerletzte Rolle Kodachrome 64 zur Verfügung gestellt.[4]

McCurrys bekanntestes Foto ist das des “Afghanischen Mädchens”. In dem Flüchtlingslager Nasir Bagh gelang ihm 1984 das Portrait eines jungen Mädchens mit intensiv grünen Augen. Die plakative Wirkung dieses Fotos ist so enorm, dass es im Juni 1985 auf den Titel des National Geographic kam und seitdem unzählige Male gedruckt wurde. Im Jahr 2002 konnte die Identität des Mädchens ermittelt werden. Der National Geographic hatte eine Expedition unter Teilnahme McCurrys organisiert, der es gelang Sharbat Gula zu finden.

Er errang zahlreiche Auszeichnungen. Bei der Wahl zum Pressefoto des Jahres gewann er 1985 vier erste Preise in vier Disziplinen und 1992 zwei erste Preise. Er wurde mehrmals zum Photographer of the Year gewählt und ist seit 2005 Ehrenmitglied der Royal Photographic Society of Great Britain.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. McCurry’s ‘Afghan Girl’ exhibited at St James. In: Malta Independent. 13. Juni 2012, abgerufen am 12. Dezember 2018.
  2. Stephan Orth: Fotograf Steve McCurry: Der Gesichtersammler. In: Spiegel Online. 14. Juli 2009, abgerufen am 10. Juni 2018.
  3. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 22. November 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stern.de
  4. Last Kodachrome roll processed in Parsons. In: kansas. Abgerufen am 19. Februar 2016.
  5. Kriegsfotografie: Menschen an den Rändern des Kriegs. (Nicht mehr online verfügbar.) Zeit Online, archiviert vom Original am 1. Juli 2013; abgerufen am 1. Juli 2013. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zeit.de
  6. http://www.sensationalumbria.eu/en/
  7. Website des Museum für Gestaltung Zürich. Abgerufen am 22. August 2015.
  8. Amerika Haus On Reading - Photography by Steve McCurry. (Nicht mehr online verfügbar.) In: amerikahaus.de. 21. Mai 2012, archiviert vom Original am 25. November 2016; abgerufen am 25. November 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.amerikahaus.de