Storaxbäume

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Storaxbäume
Styrax platanifolius

Styrax platanifolius

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Storaxbaumgewächse (Styracaceae)
Gattung: Storaxbäume
Wissenschaftlicher Name
Styrax
L.

Die Storaxbäume (Styrax) sind eine Pflanzengattung, die 120 bis 150 Arten enthält und damit die artenreichtste Gattung der Familie der Storaxbaumgewächse (Styracaceae) ist.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration von Styrax glabratus
Illustration von Styrax wilsonii

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Styrax-Arten handelt es sich sowohl um sommergrüne als auch immergrüne kleine Bäume, manchmal auch Sträucher, die Wuchshöhen von 2 bis 20 Metern erreichen. Die sommergrünen Arten haben oft große Laubblätter, die bei einigen Arten bis zu 20 Zentimeter lang sind. Die einfachen, meist wechselständigen Laubblätter sind behaart oder selten kahl. Nebenblätter sind keine vorhanden.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blütenstände können traubig oder rispig oder zymös sein, selten stehen die Blüten in Büscheln oder einzeln. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind oft fünfzählig. Ihre reinweißen, manchmal auch etwas rötlichen Kronblätter neigen etwas zusammen, so dass die Blüten leicht glockenförmig sind. Es sind meist zehn (8 bis 13) Staubblätter vorhanden mit gelblichen Staubbeuteln. Der Fruchtknoten ist oberständig.

Die Früchte sind Steinfrüchte, deren Mesokarp sowohl fleischig wie ledrig-trocken sein kann. Die Früchte enthalten meist nur einen Samen. Es gibt Arten mit geflügelten Samen, die meisten Arten haben gerippte Samen und einige Arten haben glatte Samen.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Styrax-Arten kommen in allen Arealen der Familie vor: Die meisten Arten stammen aus Ostasien, viele auch aus dem tropischen Südamerika oder Mexiko. Eine Art, der Storaxbaum (Styrax officinalis), kommt auch in Kleinasien, im östlichen Mittelmeerraum, und mit einer anderen Unterart in Kalifornien vor. Einzelne Standorte kennt man auch aus Italien.

Blüten von Styrax argenteus
Blüten, Knospen und Blätter von Styrax dasyanthus
Früchte von Styrax dasyanthus
Japanischer Storaxbaum (Styrax japonicus)
Blüte des Storaxbaum (Styrax officinalis)

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gattung Styrax wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum 1, S. 444 aufgestellt.

In der Gattung Styrax gibt es 120 bis 150 Arten. Hier eine Artenauflistung (Auswahl):[1]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Folgende beschriebene Arten werden anderen Gattungen zugeordnet:

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benzoe-Harz

Einige der Arten besitzen wohlriechende Harze, die durch Einritzen der Rinde gewonnen werden. Die wichtigste darunter ist der Storaxbaum, der fast im gesamten Areal der Gattung vorkommt, und dessen Harz dann auch als Styrax oder Storaxharz bezeichnet wird. Dieses wurde als Räuchermittel vor allem bei religiösen Zeremonien verwendet, außerdem als Heilmittel und als Bestandteil von Parfums. Seit dem 18. Jahrhundert stammt das meiste zu diesen Zwecken verkaufte Storaxharz allerdings nicht mehr vom Storaxbaum, sondern vom geruchlich sehr ähnlichen, aber ertragreicheren Amberbaum (Liquidambar).

Andere wichtige Harzlieferanten sind der Benzoe-Storaxbaum und der Siam-Benzoeharzbaum, deren Harz Benzoe genannt wird, und einige brasilianische Arten.

Einige sommergrüne Arten, beispielsweise der Japanische Storaxbaum, der Obassia-Storaxbaum und wieder der Storaxbaum, werden aufgrund ihrer hübschen Blüten und Blätter, und weil sie nicht allzu groß werden, auch gerne in Gärten und Parks angepflanzt.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Styrax im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 15. Juli 2016.
  2. Shumei Huang, James W. Grimes: Styracaceae.: Styrax, S. 253 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 15: Myrsinaceae through Loganiaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1996, ISBN 0-915279-37-1.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • P. W. Fritsch: Phylogeny and biogeography of the flowering plant genus Styrax (Styracaceae) based on chloroplast DNA restriction sites and DNA sequences of the internal transcribed spacer region. In: Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 19, 2001, S. 387-408.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Storaxbäume (Styrax) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien