Volta (Fluss)

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Volta
Schwarzer, Roter und Weißer Volta sowie der vereinigte Fluss. Gelb: die Grenzen von Burkina Faso (oben), Ghana und Togo.

Schwarzer, Roter und Weißer Volta sowie der vereinigte Fluss.
Gelb: die Grenzen von Burkina Faso (oben), Ghana und Togo.

Daten
Lage Ghana, Burkina Faso
Flusssystem Volta
Ursprung Zusammenfluss von Schwarzem und Weißem Volta
8° 38′ 55″ N, 0° 58′ 57″ W
Mündung Golf von Guinea (Atlantik)Koordinaten: 5° 46′ 16″ N, 0° 40′ 23″ O
5° 46′ 16″ N, 0° 40′ 23″ O
Mündungshöhe m
Länge 1500 km
Einzugsgebiet 398.390 km²[1]
Abfluss am Pegel Senchi[2] NNQ
MQ
HHQ
9 m³/s
1106 m³/s
12.490 m³/s
Durchflossene Stauseen Volta-See
Der Volta südlich des Akosombo-Staudamms. Adomi-Brücke

Der Volta südlich des Akosombo-Staudamms. Adomi-Brücke

Schwarzer Volta
Mouhoun; Oberlauf: Dienkoa
Lage Burkina Faso, Ghana, Grenze zur Elfenbeinküste
Flusssystem Volta
Abfluss über Volta → Golf von Guinea
Quelle als Dienkoa im Naturschutzgebiet Forêt classée de la Source du Mouhoun, Burkina Faso
10° 51′ 24″ N, 4° 51′ 39″ W
Zusammenfluss in Ghana mit dem Weißen Volta (Nakambé) zum Volta
8° 38′ 55″ N, 0° 58′ 57″ W
Länge 1352 km

Weißer Volta
Nakambé
Lage Burkina Faso, Ghana
Flusssystem Volta
Abfluss über Volta → Golf von Guinea
Quelle östlich von Ouahigouya, Burkina Faso
13° 57′ 6″ N, 2° 4′ 34″ W
Zusammenfluss in Ghana mit dem Schwarzen Volta (Mouhoun) zum Volta
8° 38′ 55″ N, 0° 58′ 57″ W
Durchflossene Stauseen Bagré-Stausee, Ziga-Stausee
Roter Volta
Nazinon
Lage Burkina Faso (Mündung in Ghana)
Flusssystem Volta
Abfluss über Volta → Golf von Guinea
Quellgebiet nahe Ouagadougou, Burkina Faso
12° 7′ 41″ N, 1° 59′ 9″ W
Mündung in Ghana in den Weißen Volta (Nakambé)
10° 33′ 32″ N, 0° 31′ 17″ W
Länge ca. 320 km

Der Volta ist ein Fluss in Westafrika. Zusammen mit dem Schwarzen Volta als Hauptquellfluss hat der Volta eine Länge von 1500 km.

Nach dem Fluss wurde die ehemalige französische Kolonie Obervolta benannt, das heutige Burkina Faso. Auch die Flagge Obervoltas bezog sich auf den Volta. Der Fluss selbst erhielt seinem Namen von portugiesischen Goldhändlern in Ghana, für die er den weit entferntesten Ort ihrer Erkundungen darstellte: volta ist Portugiesisch für „Umkehr“[3].

Quellflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Volta hat drei Quellflüsse, welche Schwarzer Volta (Mouhoun), Roter Volta (Nazinon) und Weißer Volta (Nakambé) genannt werden.

Schwarzer Volta[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schwarze Volta oder Mouhoun entspringt im Westen von Burkina Faso, im Naturschutzgebiet Forêt classée de la Source du Mouhoun zwischen Orodara und Banfora, und hat eine Länge von 1352 km. Ein Teil der Grenze zwischen Ghana und Elfenbeinküste sowie Ghana und Burkina Faso wird durch den Schwarzen Volta gebildet.

Nebenflüsse des Schwarzen Volta: Sourou, Grand Balé, Bougouriba, Poni

Weißer Volta[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weiße Volta oder Nakambé entspringt in Burkina Faso, östlich von Ouahigouya. Im Süden Burkina Fasos, nahe Zabré wird er zum Bagré-Stausee aufgestaut. Er mündet in Ghana in den Voltasee.

Nebenflüsse des Weißen Volta: Pendjari/Oti, Massili

Roter Volta[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rote Volta oder Nazinon hat seinen Ursprung in der Nähe von Ouagadougou und fließt in südlicher Richtung nach Ghana, wo er nach etwa 320 km von rechts in den Weißen Volta mündet.

Nebenfluss des Roten Volta: Sissili

Hauptfluss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der aus der Vereinigung seiner drei Quellflüsse nahe der großen Handelsstadt Salaga in Ghana entstandene Fluss wird am Akosombo-Staudamm zum Volta-See aufgestaut und fließt dann nach Südosten. Er mündet, rechts die Lagune von Ada bildend, links mit der Lagune von Keta verbunden, über eine große Barre mit starker Brandung (Kalema) in den Golf von Guinea.

Nach dieser Brandung nannten ihn die ersten Portugiesen Rio Volta, „springender Fluss“. Die enormen Brecher an den Untiefen seiner Mündung traten früher (d. h. vor der Erbauung des Akosombo-Staudamms in den 1960er Jahren) jahreszeitlich schwankend im Zusammenspiel mit Gezeitenströmungen und Winden auf. Die Gezeiten an der Meeresküste wirkten sich damals bis etwa auf die Höhe von Malfi aus, das ca. 36 km von der Mündung flussaufwärts gelegen ist.

Wie Nil und Niger, so hatte auch der Volta in der Vergangenheit sein alljährliches Überschwemmungsgebiet, wo er fruchtbaren Boden hinterließ. Besonders der Bereich des untersten Flusslaufs war früher vor allem auch ein Zentrum der Kochsalz-Produktion.

Nebenflüsse: Daka, Pru, Afram

Hydrometrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Durchflussmenge des Volta wurde über 43 Jahre (1936–1979) in Senchi etwa 110 Kilometer flussaufwärts von der Mündung gemessen (in m³/s).

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Volta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Weiterführende Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • I.B. Sutton, The Volta river salt trade: the survival of an indigenous industry, in: Journal of African History, 22 (1), 1981, S. 43–61

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. - Basin Authority (PDF; 4,5 MB)
  2. - Der Volta in Senchi
  3. Volta - etymology