Strosek Design

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Strosek Design GmbH & Co. KG
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1971
Sitz Utting, Deutschland
Leitung Stefan Schneider, Geschäftsführer
Website www.strosek.de

Die Firma Strosek Design GmbH & Co. KG war ein deutscher Fahrzeugtuner mit Sitz in Utting. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts war Strosek der Tuner mit dem umfangreichsten Angebot an Porsche-Umbauten in Europa.[1]

Nachdem zum Jahreswechsel 2011/2012 die Produktionshalle des Zulieferers Polytech[2] einem Brand zum Opfer fiel,[3] bei dem die meisten Formen für die Tuning-Teile vernichtet wurden, ist Vittorio Strosek wieder als freier Automobildesigner u. a. für Arden, RUF und Abt tätig.

Sitz der nachfolgenden Firma ist nunmehr Stegen am Ammersee, die Programme für den Nissan 370Z und den Porsche Cayman werden jedoch noch angeboten.[2]

Tuning[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strosek war ursprünglich auf Tuning von Fahrzeugen von Porsche spezialisiert, hat sich im Laufe der Jahre aber auch anderen Modellen gewidmet. Es wurde 1971 von Vittorio Strosek gegründet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vittorio Strosek machte sich 1971 nach einjähriger freier Mitarbeit bei Luigi Colani selbständig. Studio Auto Mobil Design benannte er seine erste Firma und war zunächst mit Entwicklungsaufträge verschiedener namhafter Unternehmen befasst.[4]

1982 gründete er die Firma Strosek Auto Design und widmete sich dem Hersteller Porsche. Eines der ersten Modelle war der Porsche 928. Ihm folgten u. a. der Strosek 944 Turbo und nicht zuletzt das 911er Modell als „Flatnose“ mit Projektionsscheinwerfern.[4]

Aerodynamik war ein Schwerpunkt der Arbeiten. So wurde z. B. im Jahre 1983 die Studie BIWING vorgestellt, die mit einem Luftwiderstandsbeiwert (cw-Wert) von 0,21 aufwarten konnte.

Schließlich widmete man sich auch anderen Fahrzeugherstellern, wie z. B. Ferrari. Im Auftrag der Firma König Specials wurden seinerzeit verschiedene Modelle von Ferrari im Rahmen eines Sportprogramms entwickelt.[4]

Auf dem Genfer Autosalon 1992 zeigte Strosek Design verschiedene Porsche-Modelle mit Flügeltüren, deren Art der Anlenkung später beim Mercedes SLR wieder zu finden waren.

Es folgte ein Engagement im Rennsport (Porsche Super Cup, ADAC GT Cup) mit Porsche 928 und 911.[4]

1993 designte Vittorio Strosek im Auftrag für Nissan den 300ZX TwinTurbo als Breitversion. Der von der Firma Strosek dann übernommene und angebotenen Umbau Kit als Breitversion "Strosek Nissan 300ZX TwinTurbo" wurde einer der erfolgreichsten Modelle die Strosek angeboten hat.

1994 wurde Strosek neben so renommierten Tunern wie Pininfarina, Bertone, Giugiaro und Gandini von Lamborghini zum Projekt „Next Generation Diablo“ eingeladen.

In den Folgejahren bearbeitete Strosek auch Modelle von Volkswagen (Sharan mit Porsche-Technik, Polo, Bora, New Beetle), projektzwo (VW-Bus T4, Beetle, Golf IV, Audi A3, Audi A4) Bitter (Berlina) und Honda (Designstudie ‚Logo’).[4]

1999 präsentierte Strosek schließlich 16 Fahrzeuge auf der IAA in Frankfurt.

2001 widmete man sich Honda: Auf der IAA in Frankfurt wurden die Studie Honda Stream und ein Facelift des Honda HR-V vorgestellt, dem 2002 in Genf ein Honda CR-V mit einem außergewöhnlichen Lamellendach der Firma Webasto folgte.

2002 Designstudie/Facelift Honda S 2000 (siehe WWW.strosek jp/history)

2004 folgte jedoch die Insolvenz. Vittorio Strosek konnte die bereits anberaumte Versteigerung am Amtsgericht Landsberg durch Verkauf der Firma und seiner privaten Villa an den jetzigen Besitzer und Geschäftsführer Stefan Schneider vermeiden (siehe Auszug Handelsregister).

2006 schied Herr Vittorio Strosek aus der Firma aus und ist nun mit seiner jetzigen Firma V-Tec Design GmbH ansässig in Riederau/Ammersee als freier Designer u. a. für Firmen wie Arden, ABT, Ruf, FAB Design (Schweiz) tätig.(siehe Auszug Handelsregister)

2006 wurde der (Zitat) 'legitime Nachfolger des 904' in Form eines Sportprogramms des Porsche Cayman S entwickelt.

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auto Kataloge Nr. 38 (1994/95), Nr. 42 (1998/99) und Nr. 43 (1999/2000) mit eingehenden Beschreibungen der jeweils aktuellen Modelle.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auto Katalog Nr. 43 (1999/2000), S. 290.
  2. a b Polytech – Internetseite: Verkleidungen Aerodynamik. Auf: www.polytech-mering.de, abgerufen am 12. April 2013.
  3. Augsburger-Allgemeine – Internetseite: Großbrand in Mering zerstört Produktionshalle. Auf: www.augsburger-allgemeine.de, abgerufen am 12. April 2013.
  4. a b c d e Strosek – Internetseite: Firmenhistorie. (Nicht mehr online verfügbar.) Auf: www.strosek.de, archiviert vom Original am 20. März 2013; abgerufen am 5. April 2013.