Studentische Tagung Sprachwissenschaft

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Logo der StuTS

Die StuTS (für "Studentische Tagung Sprachwissenschaft"; im Logo auch [ʃtʊTS] geschrieben) ist eine unabhängig organisierte Konferenz von vorwiegend deutschsprachigen Studenten sprachwissenschaftlicher Fachrichtungen wie Linguistik, Germanistik, Indogermanistik, Afrikanistik, Romanistik, Phonetik oder Computerlinguistik, die jedes Semester einmal stattfindet. Parallel zur StuTS findet die Bundesfachschaftentagung der Sprachwissenschaften statt. Aus der StuTS gingen als Ableger die Tagung der Computerlinguistik-Studenten (TaCoS), das Linguistik Meetup Berlin-Brandenburg, sowie die Sprachwissenschaftliche Tagung für Promotionsstudierende (STaPs) hervor.

Die StuTS findet jedes Semester an einer anderen Universität statt und wird ausschließlich von den dortigen Studenten, oft – aber nicht immer – von Fachschaftlern, organisiert. Jede StuTS beginnt an einem Mittwochabend und endet am Sonntag mit dem Abschiedsbrunch. Die traditionellen Termine gelten weiterhin: im Sommersemester das lange Wochenende mit dem variablen Feiertag Christi Himmelfahrt (Anfang bis Ende Mai), im Wintersemester das ehemals lange Wochenende mit dem Feiertag Buß- und Bettag (Mitte bis Ende November) — auch wenn dieser Feiertag in Deutschland seit 1995 nur noch in Sachsen ein gesetzlicher Feiertag ist.

Die Universität stellt meist die Räumlichkeiten. Die Teilnehmer aus anderen Städten und Ländern finanzieren ihre Anreise selbst — teilweise wird die Fahrt vom jeweiligen AStA bzw. StuRa unterstützt. Dafür ist die Unterkunft praktisch immer kostenlos, meist bei Studenten der Gastgeberuni, aber auch in Pfarrheimen, Turnhallen oder Jugendherbergen. Außerdem umfasst der Tagungsbeitrag das Frühstück am Donnerstag bis Samstag.

Für Studenten ist die StuTS eine wichtige Gelegenheit, ohne den Druck, den Peer-Review und Anwesenheit von Koryphäen bei „echten“ wissenschaftlichen Konferenzen ausüben, eigene linguistische Theorien und Untersuchungen außerhalb von Seminaren einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Neben dem wissenschaftlichen Aspekt sind aber auch das gegenseitige Kennenlernen, Spaß und der Besuch einer anderen Stadt (Tourismus) Gründe, warum die Tagung seit über 30 Jahren regelmäßig stattfindet.

Im Jahr 2004 fand im Rahmen der DGfS-Jahrestagung die Gründung eines Fördervereins statt, der beim Erhalt der Infrastruktur und Finanzierung der Tagungen mithalf. Der Förderverein wurde 2015 aufgelöst. Inzwischen gibt es einen etwas allgemeiner orientierten Förderverein "Junge Sprachwissenschaft".

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste StuTS fand 1987 an der Universität Hamburg statt. Ausgerechnet dort wurde nur fünf Jahre später das Linguistik-Studium abgeschafft: Nach der Emeritierung der bis dato Institutsleiterin Els Oksaar wurde das Institut für Allgemeine Sprachwissenschaft und Indogermanistik geschlossen, die Studiengänge „Allgemeine Sprachwissenschaft“ und „Indogermanistik“ wurden in das bisherige Institut für Phonetik eingegliedert und waren nur noch als Nebenfach wählbar.

Die StuTS fand bisher fünfmal außerhalb Deutschlands statt: 1992 in Graz (Österreich), im Frühjahr 2006 in Bern (Schweiz) und im Frühjahr 2008 erstmals außerhalb des deutschsprachigen Raumes, in Amsterdam (Niederlande), und zwar erstmals nicht in der Himmelfahrtswoche, sondern in der darauf folgenden Woche. 2017 fand sie in Zürich (Schweiz) und Nimwegen (Niederlande) statt.

Die 67. StuTS wurde im Zuge der COVID-19-Pandemie erstmals online ausgerichtet. Die Tagung wurde von den Organisatoren aus Bayreuth, das ursprünglich als Tagungsort vorgesehen war, ausgerichtet. Die Tagung war für alle Teilnehmer kostenlos. Vorträge und kulturelles Rahmenprogramm wurden entweder per Videokonferenz gehalten oder direkt als Video zur Verfügung gestellt, so zum Beispiel eine digitale Stadtführung durch Bayreuth. Die folgende StuTS in Berlin soll ebenfalls online stattfinden.

Gastgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • DeutschlandDeutschland I. StuTS 1987, Philipps-Universität Hamburg,
  • DeutschlandDeutschland II. StuTS 1987, Ludwig-Maximilians-Universität München,
  • DeutschlandDeutschland III. StuTS 1988, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel,
  • DeutschlandDeutschland IV. StuTS 1988, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf,
  • DeutschlandDeutschland V. StuTS 1989, Universität Konstanz,
  • DeutschlandDeutschland VI. StuTS 1989 Universität Bonn,
  • DeutschlandDeutschland VII. StuTS 1990 Eberhard-Karls-Universität Tübingen,
  • DeutschlandDeutschland VIII. StuTS 1990 Philipps-Universität Hamburg,
  • OsterreichÖsterreich IX. StuTS 1991 Karl-Franzens-Universität Graz,
  • DeutschlandDeutschland X. StuTS 1991 Universität Trier,
  • DeutschlandDeutschland XI. StuTS 1992 Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf,
  • DeutschlandDeutschland XII. StuTS 1992 Bergische Universität Wuppertal,
  • DeutschlandDeutschland XIII. StuTS 1993 Christian-Albrechts-Universität zu Kiel,
  • DeutschlandDeutschland XIV. StuTS 1993 Universität Osnabrück,
  • DeutschlandDeutschland XV. StuTS 1994 Philipps-Universität Hamburg,
  • DeutschlandDeutschland XVI. StuTS 1994 Ludwig-Maximilians-Universität München,
  • DeutschlandDeutschland XVII. StuTS 1995 Universität des Saarlandes, Saarbrücken,
  • DeutschlandDeutschland XVIII. StuTS 1995 Technische Universität Berlin,
  • DeutschlandDeutschland XIX. StuTS 1996 Technische Universität Dresden,
  • DeutschlandDeutschland XX. StuTS 1996 Eberhard-Karls-Universität Tübingen,
  • DeutschlandDeutschland XXI. StuTS 1997 Westfälische Wilhelms-Universität Münster,
  • DeutschlandDeutschland XXII. StuTS 1997 Christian-Albrechts-Universität zu Kiel,
  • DeutschlandDeutschland XXIII. StuTS 1998 Universität Leipzig,
  • DeutschlandDeutschland XXIV. StuTS 1998 Universität zu Köln,
  • DeutschlandDeutschland XXV. StuTS 1999 Universität Potsdam,
  • DeutschlandDeutschland XXVI. StuTS 1999 Universität Bielefeld,
  • DeutschlandDeutschland XXVII. StuTS 2000 Ruhr-Universität Bochum,
  • DeutschlandDeutschland XXVIII. StuTS 2000 Westfälische Wilhelms-Universität Münster,
  • DeutschlandDeutschland XXIX. StuTS 2001 Universität des Saarlandes, Saarbrücken,
  • DeutschlandDeutschland XXX. StuTS 2001 Ludwig-Maximilians-Universität München,
  • DeutschlandDeutschland XXXI. StuTS 2002 Christian-Albrechts-Universität zu Kiel,
  • DeutschlandDeutschland XXXII. StuTS 2002 Georg-August-Universität Göttingen,
  • DeutschlandDeutschland XXXIII. StuTS 2003 Philipps-Universität Marburg,
  • DeutschlandDeutschland XXXIV. StuTS 2003 Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf,
  • DeutschlandDeutschland XXXV. StuTS 2004 Universität Leipzig,
  • DeutschlandDeutschland XXXVI. StuTS 2004 Johannes-Gutenberg-Universität Mainz,
  • DeutschlandDeutschland XXXVII. StuTS 2005 Universität des Saarlandes, Saarbrücken,
  • DeutschlandDeutschland XXXVIII. StuTS 2005 Universität Bremen,
  • SchweizSchweiz XXXIX. StuTS 2006 Universität Bern,
  • DeutschlandDeutschland XL. StuTS 2006 Georg-August-Universität Göttingen,
  • DeutschlandDeutschland XLI. StuTS 2007 Universität Bielefeld,
  • DeutschlandDeutschland XLII. StuTS 2007 Christian-Albrechts-Universität zu Kiel,
  • NiederlandeNiederlande XLIII. StuTS 2008 Universiteit van Amsterdam,
  • DeutschlandDeutschland XLIV. StuTS 2008 Westfälische Wilhelms-Universität Münster,
  • DeutschlandDeutschland XLV. StuTS 2009 Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf,
  • DeutschlandDeutschland XLVI. StuTS 2009 Ruhr-Universität Bochum,
  • DeutschlandDeutschland XLVII. StuTS 2010 Johannes-Gutenberg-Universität Mainz,
  • DeutschlandDeutschland XLVIII. StuTS 2010 Universität Potsdam,
  • DeutschlandDeutschland XLIX. StuTS 2011 Universität Leipzig,
  • DeutschlandDeutschland L. StuTS 2011 Georg-August-Universität Göttingen,
  • DeutschlandDeutschland LI. StuTS 2012 Universität Stuttgart,
  • DeutschlandDeutschland LII. StuTS 2012 Technische Universität Berlin & Freie Universität Berlin
  • DeutschlandDeutschland LIII. StuTS 2013 Ludwig-Maximilians-Universität München,
  • DeutschlandDeutschland LIV. StuTS 2013 Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf,
  • DeutschlandDeutschland LV. StuTS 2014 Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald,
  • DeutschlandDeutschland LVI. StuTS 2014 Philipps-Universität Hamburg,
  • DeutschlandDeutschland LVII. StuTS 2015 Philipps-Universität Marburg,
  • DeutschlandDeutschland LVIII. StuTS 2015 Goethe-Universität Frankfurt am Main,
  • DeutschlandDeutschland LIX. StuTS 2016 Universität Leipzig,
  • DeutschlandDeutschland LX. StuTS 2016 Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg,
  • SchweizSchweiz LXI. StuTS 2017 Universität Zürich,
  • NiederlandeNiederlande LXII. StuTS 2017 Radboud University, Nijmegen,
  • DeutschlandDeutschland LXIII. StuTS 2018 Christian-Albrechts-Universität zu Kiel,
  • DeutschlandDeutschland LXIV. StuTS 2018 Georg-August-Universität Göttingen,
  • DeutschlandDeutschland LXV. StuTS 2019 Universität zu Köln,
  • DeutschlandDeutschland LXVI. StuTS 2019 Universität München,
  • WeltErde LXVII. StuTS 2020 Universität Bayreuth (online),
  • WeltErde LXVIII. StuTS 2020 Humboldt-Universität Berlin (online),
  • DeutschlandDeutschland LXIX. StuTS 2021 Universität Leipzig

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]