Sue Grafton

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Sue Grafton hat kurzes helles und gewelltes Haar.
Sue Grafton (2009)

Sue Taylor Grafton (* 24. April 1940 in Louisville, Kentucky; † 28. Dezember 2017 in Santa Barbara, Kalifornien[1]) war eine US-amerikanische Krimi-Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sue Grafton war die Tochter des Rechtsanwalts und Krimi-Autors Cornelius Warren Grafton und Vivian Harnsberger. Sie machte einen Bachelorabschluss in Englischer Literatur an der University of Louisville und während sie in einem Krankenhaus arbeitete, schrieb sie Fernsehdrehbücher. 1967 erschien ihr erster Roman Keziah Dane und ihr zweiter Roman 1969 The Lolly-Madonna War, beide wurden nicht ins deutsche übersetzt aber der Zweite wurde unter dem Titel Lolly-Madonny XXX 1973 verfilmt. Erst ab 1982 begann die Krimiserie, für welche sie berühmt wurde.

Seitdem löste ihre Privatdetektivin Kinsey Millhone ihre Fälle in alphabetischer Reihenfolge von A is for Alibi bis zum letzten Fall Y is for Yesterday. In den Übersetzungen ins Deutsche wurden die Alphabettitel nicht durchgängig und nur als Untertitel verwendet. Nach Aussage von Graftons Tochter Jamie Clark wird es den Z-Fall nicht mehr geben, weil ihre Mutter „es keinem Ghostwriter erlaubt hätte, in ihrem Namen zu schreiben. […] Für uns, ihre Angehörigen, endet das Alphabet jetzt bei Y.“[2] Der letzte Band sollte Z Is for Zero heißen und war zur Veröffentlichung für 2019 vorgesehen.[3] Kürzlich gaben A + E Studios bekannt, dass sie die Filmrechte an der Alphabet Serie erworben haben. Sue Graftons Ehemann Steve Humphrey wird als ausführender Produzent die Entstehung der Verfilmung begleiten.[4]

Kinsey Millhone, zweifach geschieden, kurzzeitig Polizistin, ist Privatdetektivin in der – fiktiven – kalifornischen Kleinstadt Santa Teresa, welche auf der realexistierenden Stadt Santa Barbara in Kalifornien basiert. Grafton benutzte die Ortsbezeichnung Santa Teresa als Huldigung für den Krimi-Autor Ross MacDonald, der die Stadt Santa Barbara in seinen Romanen so bezeichnete.

Sue Grafton war Präsidentin der Mystery Writers of America und lebte im kalifornischen Santa Barbara. Sie war zwei Mal verheiratet, hatte drei Kinder und mehrere Enkel. Sue Grafton starb Ende Dezember 2017 im Alter von 77 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinsey-Millhone-Reihe (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Scott Christianson: Talkin’ trash and kickin’ butt: Sue Grafton’s hard-boiled feminism. In: Glenwood Irons (Hrsg.): Feminism in women’s detective fiction. University of Toronto Press 1995, ISBN 978-0-80206-954-2. S. 127–147.
  • Priscilla L. Walton: “E” is for en/gendering readings: Sue Grafton’s Kinsey Millhone. In: Kathleen Gregory Klein (Hrsg.): Women times three. Writers, detectives, readers. Bowling Green State University Popular Press 1995, ISBN 978-0-87972-682-9. S. 101–116
  • Natalie Hevener Kaufman, Carol McGinnis Kay: “G” is for Grafton. The world of Kinsey Millhone. Holt, New York 2000, ISBN 978-0-80506-507-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sue Grafton – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marcus Green: Louisville mystery writer Sue Grafton dies of cancer at age 77. WDRB, 29. Dezember 2017, abgerufen am 30. Dezember 2017 (englisch).
  2. Neil Genzlinger: Sue Grafton, Whose Detective Novels Spanned the Alphabet, Dies at 77. New York Times, 29. Dezember 2017, abgerufen am 29. Dezember 2017 (englisch).
  3. Morde nach dem ABC. Der Tagesspiegel
  4. Sue Grafton’s Alphabet Novels to Be Adapted for Television. The Hollywood Reporter