Sue Grafton

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Sue Grafton (2009)

Sue Taylor Grafton (* 24. April 1940 in Louisville, Kentucky; † 28. Dezember 2017 in Santa Barbara, Kalifornien[1]) war eine US-amerikanische Krimi-Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sue Grafton war die Tochter des Rechtsanwalts und Krimi-Autors C. W. Grafton. Sie machte einen Abschluss in englischer Literatur an der University of Louisville und während sie in einem Krankenhaus arbeitete, schrieb sie Fernsehdrehbücher. 1967 erschien der erste von zwei frühen Romanen Graftons, aber erst ab 1982 begann die Krimiserie, für die sie berühmt wurde.

Seitdem löste ihre Privatdetektivin Kinsey Millhone ihre Fälle in alphabetischer Reihenfolge von A is for Alibi bis zum letzten Fall Y is for Yesterday. In den Übersetzungen ins Deutsche wurden die Alphabettitel nicht durchgängig und nur als Untertitel verwendet. Nach Aussage von Graftons Tochter Jamie Clark wird es den Z-Fall nicht mehr geben, weil ihre Mutter „es keinem Ghostwriter erlaubt hätte, in ihrem Namen zu schreiben. […] Für uns, ihre Angehörigen, endet das Alphabet jetzt bei Y.“[2]

Millhone, zweifach geschieden, kurzzeitig Polizistin, ist Privatdetektivin in der – fiktiven – kalifornischen Kleinstadt Santa Teresa. Grafton benutzte den Namen Santa Teresa als Huldigung für den Krimi-Autor Ross MacDonald, der die Stadt Santa Barbara in seinen Romanen so bezeichnete.

Grafton war Präsidentin der Mystery Writers of America und lebte im kalifornischen Santa Barbara. Sie war zwei Mal verheiratet, hatte drei Kinder und mehrere Enkel. Sue Grafton starb Ende Dezember 2017 im Alter von 77 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinsey-Millhone-Reihe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nichts zu verlieren. A wie Alibi (A Is for Alibi, 1982)
  • In aller Stille. B wie Bruch (B Is for Burglar, 1985)
  • Abgrundtief. C wie Callahan (C Is for Corpse, 1986)
  • Ruhelos. D wie Drohung (D Is for Deadbeat, 1987)
  • Kleine Geschenke. E wie Eigennutz (E Is for Evidence, 1988)
  • Sie kannte ihn flüchtig. F wie Fälschung (F Is for Fugitive, 1989)
  • Hoher Einsatz. G wie Galgenfrist (G Is for Gumshoe, 1990)
  • Dunkle Geschäfte. H wie Hass (H Is for Homicide, 1991)
  • Dringender Verdacht. I wie Intrige (I Is for Innocent, 1992)
  • Stille Wasser, J wie Jagd (J Is for Judgment, 1993)
  • Frau in der Nacht, K wie Killer (K Is for Killer, 1994)
  • Letzte Ehre. L wie Leichtsinn (L Is for Lawless, 1995)
  • Goldgrube. M wie Missgunst (M Is for Malice, 1997)
  • Kopf in der Schlinge. N wie Niedertracht (N Is for Noose, 1998)
  • Gefährliche Briefe. O wie Opfer (O Is for Outlaw, 1999)
  • Tödliche Gier. P wie Panik (P Is for Peril, 2001)
  • Totenstille. Q wie Quittung (Q Is for Quarry, 2002)
  • Ausgespielt. R wie Rache (R Is for Ricochet, 2004)
  • S Is for Silence, 12. Juni 2005
  • T is for Trespass, 4. Dezember 2007
  • U is for Undertow, 1. Dezember 2009
  • V is for Vengeance, 2011
  • W is for Wasted, 2013
  • X, 2015
  • Y is for Yesterday, 2017

Geschichten

  • Detektivin, Anfang 30, sucht Aufträge (Kinsey and Me, 1991)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Natalie Hevener Kaufman und Carol McGinnis Kay: “G” is for Grafton. The world of Kinsey Millhone. Holt, New York 2000, ISBN 0-8050-6507-5.
  • Scott Christianson: Talkin’ trash and kickin’ butt: Sue Grafton’s hard-boiled feminism. In: Glenwood Irons (Hrsg.): Feminism in women’s detective fiction. University of Toronto Press 1995, ISBN 0802005195, S. 127–147.
  • Priscilla L. Walton: “E” is for en/gendering readings: Sue Grafton’s Kinsey Millhone. In: Kathleen Gregory Klein (Hrsg.): Women times three. Writers, detectives, readers. Bowling Green State University Popular Press 1995, ISBN 0879726814, S. 101–116

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sue Grafton – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marcus Green: Louisville mystery writer Sue Grafton dies of cancer at age 77. WDRB, 29. Dezember 2017, abgerufen am 30. Dezember 2017 (englisch).
  2. Neil Genzlinger: Sue Grafton, Whose Detective Novels Spanned the Alphabet, Dies at 77. New York Times, 29.Dezember 2017, abgerufen am 29.  Dezember 2017 (englisch).