Suzuki Alto

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Suzuki Alto
Produktionszeitraum: seit 1979
Klasse: Kleinstwagen
Karosserieversionen: Kombilimousine
Vorgängermodell: Suzuki Fronte
Nachfolgemodell: keines

Der Suzuki Alto ist ein Pkw-Modell des japanischen Automobilherstellers Suzuki. Der Wagen gilt in Europa als Kleinstwagen, in Japan wird er als Kei-Car besteuert.

Geschichte[Bearbeiten]

In Japan selbst wird der Alto seit 1979 angeboten. Das Modell hatte zeitweise alle zwei Jahre einen Modellwechsel, wobei die Grenzen zwischen einem Facelift und einem wirklich neuen Modell oftmals nur schwer zu ziehen sind.

Darüber hinaus werden von dem zu Suzuki gehörigen indischen Hersteller Maruti unter wechselnden Namen auf dem Alto basierende Fahrzeuge angeboten, die sich aber im Laufe der Zeit immer weiter von dem japanischen Modell entfernt haben; insbesondere sind sie größer und zum Teil stärker motorisiert. Diese Fahrzeuge werden auch nach Europa exportiert, wobei wiederum meist der Name Suzuki Alto verwendet wird.

Generationen[Bearbeiten]

Wie schon zuvor angedeutet, ist es kaum möglich, eine sinnvolle Trennung nach "Generationen" des Alto vorzunehmen. Im Folgenden daher eine Orientierung an den internen Typcodes. Mit einem komplett neuen Typcode geht beim Alto auch jeweils eine kurze Phase einher, in der in Japan, Indien und Europa ein insbesondere optisch nahezu identisches Modell angeboten wird.

Alto SS (1979–1986)[Bearbeiten]

Suzuki Alto (1979–1984)

Der erste Alto von 1979 teilte sich die Plattform noch mit den Schwestermodellen Suzuki Cervo und Suzuki Fronte. Dieser wurde von einem Dreizylinder-Viertakt-Motor mit 29 kW (40 PS) angetrieben. Auf diesem Fahrzeug basierte auch die bis 1986 gebaute erste Generation des Maruti 800.

Alto C (1984–1994)[Bearbeiten]

Suzuki Alto (Europa, 1986–1994)

Im Jahre 1984 folgte ein Modellwechsel, intern zunächst CA71 und CC71 (zweiter Code jeweils Allrad-Version).

Nach ersten Facelift 1986 dann CA/CC72. Der CA71 bildete ab 1986 die zweite Generation des Maruti 800, als welcher er bis heute gefertigt wird. Zwar ebenfalls in Indien gebaut, aber auf dem Stand des CA72 sind die Modelle für Europa.

In Japan gibt es dagegen 1988 erneut ein neues Fahrzeug mit auffällig großen Seitenscheiben (Modelle CL11 und CM11). Dieser wird später auch von Daewoo als Daewoo Tico in Lizenz gebaut. Die viertürige Version, bisher Suzuki Fronte genannt, gehört zudem ab Ende 1989 als CN11 und CP11 zum Alto.

Mit der Änderung der K-Car-Regeln 1990 wird der Wagen 10 cm länger. Die internen Bezeichnungen sind jetzt CL/CM/CN/CP21. 1991 werden die dreitürigen Versionen aufgrund von schärferen Sicherheitsvorschriften für einen Seitenaufprallschutz überarbeitet. Namen sind hier nun CL/CM22. Gleiches gilt für die inzwischen eingeführten Nutzfahrzeug-Versionen mit einer Blechplatte statt der hinteren Seitenscheibe (CR/CS22).

Als Suzuki Alto Hustle gibt es dazu einen Hochdachkombi mit dem internen Code CR22S.

Alto HA (1994–2006)[Bearbeiten]

Suzuki Alto HA (Europa-Version)
Suzuki Alto (Europa, 1994–1999)

Suzuki Alto (Europa, 1994–1999)

Produktionszeitraum: 1994–2006
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren:
0,9–1,1 Liter
(40–46 kW)
Länge: 3495 mm
Breite: 1475 mm
Höhe: 1455 mm
Radstand: 2360 mm
Leergewicht: 805–875 kg

Die HA-Modelle des Alto werden in Japan und Indien parallel 1994 eingeführt. Dabei ist die japanische Version, die nahezu alle zwei Jahre einen Facelift bekommt 10 cm kürzer als der indische Maruti Zen, der wiederum bis 1999 die Basis für den europäischen Alto bildet. So gibt es in Japan 1994 HA11 und HA21 (erste Version jeweils drei- und zweite fünftürig). 1998 den HA12 und HA22, 2000 den HA23 (nur dreitürig) und 2004 den nur fünftürigen HA24.

In Europa erscheint 2002 ein neuer Alto auf dem optischen Stand des HA23. Diese Version besitzt einen neu entwickelten Reihenvierzylinder-Ottomotor mit 1,1 Litern Hubraum, 16 Ventilen und 46 kW. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 155 km/h, wobei sich der Verbrauch auf circa 4,9 Liter pro 100 Kilometer und 119 g/km CO2 beläuft.

Suzuki Alto (Europa, 2002–2006)
Heckansicht

Optisch wurde der Alto rundlicher gestaltet als das 1999 in Deutschland eingestellte Vorgängermodell (auf Basis des HA11). Das Kofferraumvolumen beträgt zwischen 175 und 725 Liter und die Anhängelast erreicht mit 750 Kilogramm fast das Leergewicht des Wagens von 805 Kilogramm. Für einen Basispreis von 7950 Euro umfasst die serienmäßige Ausstattung neben einer Servolenkung, zwei Frontairbags auch eine Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber vorne. Optional wird ein ABS, eine Klimaanlage und ein Vierstufen-Automatikgetriebe angeboten.[1]

Modell Typ Hubraum Leistung Drehmoment Verbrauch Bauzeit
0.9 Ottomotor:
R4, 8V, OHC
993 cm³ 40 kW (54 PS) bei 5500 min-1 77 Nm bei 4500 min-1 5,7 l Super/100 km 1994–2002
1.1 Ottomotor:
R4, 16V, OHC
1061 cm³ 46 kW (63 PS) bei 6000 min-1 85 Nm bei 3200 min-1 4,9 l Super/100 km 2002–2006


Alto (seit 2009)[Bearbeiten]

7. Generation
Suzuki Alto (seit 2009)

Suzuki Alto (seit 2009)

Produktionszeitraum: seit 2009
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Ottomotor:
1,0 Liter (50 kW)
Länge: 3655 mm
Breite: 1630 mm
Höhe: 1470 mm
Radstand: 2360 mm
Leergewicht: 930–955 kg

Eine komplett neue Generation des Suzuki Alto wurde im Oktober 2008 auf der Mondial de l'Automobile präsentiert. Das Fahrzeug soll jetzt – wie zuletzt 1994 der HA11 – weltweit optisch in der gleichen Form angeboten werden. Nur die Motoren unterscheiden sich und die japanische Version hat etwas andere Maße.

Das neu entwickelte Modell für den Weltmarkt, das auch als Nissan Pixo angeboten wird,[2] orientiert sich an dem Konzeptfahrzeug Suzuki A-Star, das erstmals auf der Auto Expo 2008 in Neu-Delhi vorgestellt wurde. Dabei wurde das Design gegenüber der Studie rundlicher gestaltet, die Scheinwerfer fallen größer aus und der Kühlergrill ähnelt den Single-Frame-Varianten von Audi, wobei ein großer Lufteinlass durch die Kennzeichenhalterung geteilt wird.[3] Das Modell für Europa wird komplett bei Maruti Suzuki in Indien produziert, wo es auch als Maruti Suzuki A-Star erhältlich ist.

Heck des Alto
Sterne im Euro-NCAP-Crashtest[4] Crashtest-Stern 3.svg

Als Antrieb kommt der 1,0-Liter-Ottomotor mit drei Zylindern in Reihenbauart, 50 kW bei 6000 min-1und einem maximalen Drehmoment von 90 Nm bei 3400 min-1 zum Einsatz, der auch im Suzuki Splash Verwendung findet. Der Viersitzer verbraucht 4,4 Liter auf 100 Kilometer und hat einen CO2-Ausstoß von 103 g/km. Der Alto wird in drei Ausstattungslinien verkauft; der Grundpreis beträgt 8900 Euro.

Technische Daten[Bearbeiten]

Modell 1.0
Motor Otto,DOHC
Zylinderzahl R3 (12V)
Hubraum (cm³) 996 cm³
Max. Leistung (kW/PS) 50/68 bei 6000
Max. Drehmoment (Nm) 90 Nm bei 3400
Höchstgeschwindigkeit (km/h) 155 km/h (AT=150 km/h)
Getriebe (Serienmäßig) 5 Gang-Schaltgetriebe oder 4 Stufen-Automatik
Beschleunigung (0–100 km/h) 14,0 s (AT=17,0 s)
Verbrauch kombiniert (l/100 km) 4,3 S (AT=5,1 S)
Kohlenstoffdioxid-Emissionen 99 g/km (AT=118 g/km)
Tankinhalt 35 l

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Auto News Online-Ausgabe vom 28. März 2002: „Suzuki Liana und Alto: Premiere für zwei Asiaten
  2. http://www.alle-autos-in.de/nissan/nissan_pixo_10_a28086.shtml
  3. Auto News Online-Ausgabe vom 7. August 2008: „Neuer Suzuki Alto feiert Weltpremiere in Paris 2008
  4. http://www.euroncap.com/de/results/suzuki/alto/362.aspx

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Suzuki Alto – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien