TRIM

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Freeware-Computerprogramm siehe TRIM (Software).

TRIM ist ein Befehl zur Markierung ungenutzter oder ungültiger Datenblöcke auf Speichermedien zum Zweck der späteren Wiederbeschreibung.[1]

Der TRIM-Befehl ermöglicht es einem Betriebssystem, dem Speichermedium Solid-State-Drive (SSD) mitzuteilen, dass gelöschte oder anderweitig freigewordene Blöcke nicht mehr benutzt werden. Im Normalfall vermerkt das Betriebssystem nur in den Verwaltungsstrukturen des Dateisystems, dass die entsprechenden Bereiche wieder für neue Daten zur Verfügung stehen; der Controller des Solid-State-Laufwerks erhält diese Informationen in der Regel jedoch nicht.

Durch den ATA-Befehl TRIM[2] wird dem Laufwerk beim Löschen von Dateien mitgeteilt, dass es die davon betroffenen Blöcke als ungültig markieren kann, anstelle deren Daten weiter vorzuhalten. Die Inhalte werden nicht mehr weiter mitgeschrieben, wodurch die Schreibzugriffe auf das Laufwerk beschleunigt und zudem die Abnutzungseffekte verringert werden. Die ungültig markierten Blöcke werden dann beim nächsten Löschen ihres Erasable Blocks frei. TRIM wurde für das Betriebssystem Linux ab Kernelversion 2.6.33[3] eingeführt, Windows 7[4] verfügt ebenfalls über entsprechende Befehle. Für Mac OS X steht seit Version 10.6.8 ebenfalls eine Implementierung dieses intelligenten Speichermanagements zur allgemeinen Verfügung, allerdings nur für SSDs, die von Apple vorinstalliert geliefert wurden. Es existieren allerdings Lösungen, mit der TRIM auch für nachträglich installierte SSDs aktiviert werden kann.[5][6]

Diese Funktion kann auch dann genutzt werden, wenn keine echte Hardware im Spiel ist: Unter Linux kann der Device Mapper diese Löschinformation des Dateisystems ebenfalls verwerten. Dort geht es darum, (typischerweise überbelegten) Speicherplatz zu sparen.

Betriebssystem Unterstützt seit Quelle
Windows 7 Finale Veröffentlichung - Oktober 2009 [7]
Windows Server 2008 R2 Finale Veröffentlichung - Oktober 2009 [8][9]
Linux 2.6.33 Februar 2010 [10]
OpenSolaris Juli 2010 [11]
FreeBSD 8.1 (Nur für Low-Level Löschen)

FreeBSD 8.2 (Volle Unterstützung in UFS)

Juli 2010

29. Januar 2011

[12][13]

[14]

Mac OS X 10.6.8 Veröffentlichung - 24. Juni 2011 [15]
Android 4.3 Veröffentlichung - Juli 2013 [16]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. From write() down to the flash chips. Louis Gerbarg. 4. September 2009. Abgerufen am 21. November 2009.
  2. T13 documents referring to TRIM. T13. 20. August 2007. Abgerufen am 21. November 2009.
  3. heise open - Die Neuerungen von Linux 2.6.33. heise.de. 24. Februar 2010. Abgerufen am 24. Februar 2010.
  4. Neues in NTFS. Microsoft TechNet. 1. Februar 2010. Abgerufen am 2. Februar 2011.
  5. TRIM Enabler for Mac. groths.org. 3. September 2013. Abgerufen am 14. September 2013.
  6. TRIM Enabler for OS X Lion, Mountain Lion, Mavericks von Grant Pannell. digitaldj.net. 17. November 2011. Abgerufen am 14. September 2013.
  7. Support and Q&A for Solid-State Drives. MSDN. 9. Mai 2009. Abgerufen am 12. August 2010.
  8. Windows 7 Enhancements for Solid-State Drives. In: Microsoft downloads. Microsoft Corporation. 12. November 2008. Abgerufen am 8. Juli 2009.
  9. Q. What is the TRIM function for solid state disks (SSDs) and why is it important?. Windows IT Pro. Abgerufen am 1. September 2010.
  10. Trim on Linux. Kernel Newbies. Abgerufen am 1. September 2010.
  11. SATA TRIM support in OpenSolaris. 29. Juli 2010. Abgerufen am 27. Februar 2011.
  12. FreeBSD 8.1-RELEASE Release Notes: Disks and Storage. Abgerufen am 1. September 2010.
  13. FreeBSD 9 Brainstorming / Wishlist. Abgerufen am 1. September 2010.
  14. Add kernel side support for BIO_DELETE/TRIM on UFS. Abgerufen am 1. Februar 2011.
  15. TRIM SSD Support Enabled in Mac OS X 10.6.8 Update. Abgerufen am 27. Juni 2011.
  16. Android 4.3 bringt TRIM für alle Nexus-Geräte. GIGA. 30. Juli 2013. Abgerufen am 30. Juli 2013.