Talib Kweli

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Talib „Kweli“ Greene (* 3. Oktober 1975 in Brooklyn, New York) ist ein US-amerikanischer Rapper, der zu den Vertretern des Conscious Rap gezählt wird.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Talib Kweli wurde 1975 in Flatbush im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren. Seine Familie legte Wert auf ihre afrikanischen kulturellen Wurzeln. Der Name Talib kommt aus dem Arabischen und bedeutet „Student“, Kweli ist das Kiswahili-Wort für „wahr“, „wirklich“ oder „echt“.

Schon früh in der Schule begann sein Interesse für Sprache und deren Ausdrucksformen: Er las viel und schrieb Kurzgeschichten. Später studierte er experimentelles Theater an der New York University. Dort traf er auf einen Geistesverwandten namens Dante Smith, später bekannt als Mos Def. Mit ihm verband ihn die Liebe zum Hip-Hop. Zusammen übernahmen sie außerdem Nkiru, einen der ältesten afro-amerikanischen Buchläden in Brooklyn und wandelten ihn in das Nkiru Center for Education and Culture um.[1] Kweli ist Vater von zwei Kindern. Kweli ist Anhänger der religiösen Bewegung The Nation of Gods and Earths.

Musikalische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine ersten Auftritte auf veröffentlichten Tonträgern hatte Talib Kweli 1997 auf dem Album Doom der Hip-Hop-Crew Mood, produziert von Hi-Tek.

1998 veröffentlichten Mos Def und Kweli ein Album als Black Star. Der Name, den sie dem Album und sich als Duo gaben, bezieht sich auf die erste Schifffahrtslinie von den Vereinigten Staaten nach Afrika, die einem Schwarzen gehörte. Das Album wurde über Rawkus veröffentlicht und war für den Aufstieg und guten Ruf des damals jungen Independent-Labels mitverantwortlich.

on fire escape behind Rawkus Records NYC 1999

Es folgte das Album Train of Thought, auf dem Talib Kweli mit Hi-Tek unter dem Pseudonym Reflection Eternal kollaborierte. Danach veröffentlichte Kweli mehrere Soloalben, auf denen er mit unterschiedlichen Produzenten zusammenarbeitete. Namentlich bisher die LPs Quality, Beautiful Struggle und Eardrum.

Von Beautiful Struggle kursierte einige Monate vor der offiziellen Veröffentlichung ein Bootleg im Internet, auf dem unfertige Versionen vieler ursprünglich für das geplante Album vorgesehen Songs zu finden waren. Daraufhin sah sich Kweli gezwungen, einige neue Lieder für die LP aufzunehmen und die Veröffentlichung zu verschieben.[2] Manche der auf dem Bootleg enthaltenen Stücke, die es nicht auf das endgültige Album geschafft haben, wurden auf den Mixtapes The Beautiful Mixtape und Right About Now veröffentlicht.

Beautiful Struggle markierte Kwelis letzte Zusammenarbeit mit Rawkus. Daraufhin arbeitete er mit der Plattenfirma Geffen Records zusammen. Seit 2006 veröffentlicht der Rapper über sein eigenes Label Blacksmith Records, das mit dem Majorlabel Warner Bros. kooperiert.[3]

Talib Kweli beim Out4Fame-Festival 2015

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
CH UK US
2000 Reflection Eternal
(Talib Kweli & Hi-Tek)
17
(21 Wo.)
2002 Quality 21
(29 Wo.)
2004 The Beautiful Struggle
(Talib Kweli & Hi-Tek)
75
(2 Wo.)
14
(10 Wo.)
2005 Right About Now: The Official Sucka Free Mix CD 113
(1 Wo.)
Mixtape
2007 Eardrum 34
(3 Wo.)
82
(1 Wo.)
2
(10 Wo.)
2010 Revolutions per Minute
(mit Hi-Tek als Reflection Eternal)
18
(1 Wo.)
2011 Gutter Rainbows 86
(1 Wo.)
29
(1 Wo.)
2014 Gravitas 114
(1 Wo.)
2017 The Seven
(Talib Kweli & Styles P)
195
(1 Wo.)
EP

Weitere Alben

Weitere Mixtapes

  • 2002: Top Kwelity Classics Vol. 1
  • 2004: The Beautiful Mix CD
  • 2005: The Beautiful Mixtape Vol. 2: The Struggle Continues
  • 2006: Brooklyn, Tennessee
  • 2006: Kweli: Confidential
  • 2006: Blacksmith: The Movement
  • 2007: Get Familiar (mit Clinton Sparks)
  • 2007: Focus
  • 2008: The MCEO Mixtape
  • 2008: Reflections of the Coolest (mit Lupe Fiasco)
  • 2010: The RE:Union (mit Hi-Tek als Reflection Eternal & Statik Selektah)
  • 2012: We Run This Vol. 7 (mit Mr. E of RPS Fam)
  • 2015: Fuck the Money

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
CH UK US
1998 Definition
(Mos Def & Talib Kweli Are Black Star)
60
(10 Wo.)
2003 Get By 77
(10 Wo.)
2004 I Try
(feat. Mary J. Blige)
59
(2 Wo.)
2006 Old School
(Dangerdoom feat. Talib Kweli)
84
(1 Wo.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Talib Kweli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.nyc.gov/html/hpd/html/buyers/nychome-neighborhoods-brooklyn-prospectheights.shtml
  2. http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/k/kweli_talib/the_beautiful_struggle/index.htm
  3. http://www.pooltrax.com/cdtipp/2007/08/talib_kweli_eardrum.html
  4. a b Chartquellen: CH UK US