3121 (Album)

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3121
Studioalbum von Prince
Veröffentlichung 21. März 2006
Aufnahme November 2004 – Ende 2005
Label Universal Records / NPG Records
Format DoLP, CD
Genre R&B, Funk, Soul, Popmusik, Rockmusik
Anzahl der Titel 12
Laufzeit 53:44

Besetzung

Alle Songs wurden von Prince produziert, arrangiert, komponiert und vorgetragen. Seine Bandmitglieder ergänzten die Aufnahmen folgendermaßen:

  • Michael Bland – Schlagzeug in 3121
  • Sonny Thompson – E-Bass in 3121
  • Maceo Parker und Candy DulferSaxophon in 3121, Te Amo Corazón, Satisfied, Get On the Boat
  • Greg Boyer – Posaune in Te Amo Corazón, Satisfied, Get On the Boat
  • Ray Montiero – Trompete in 3121, Te Amo Corazón, Satisfied, Get On the Boat
  • Joshua Dunham – Bass in Te Amo Corazón, Get On the Boat
  • Cora Coleman Dunham – Schlagzeug in Te Amo Corazón, Get On the Boat
  • Ricky Salas – Timbales, Bongos und Perkussion in Te Amo Corazón
  • Herbert Urena – Congas, Bongos und Perkussion in Te Amo Corazón
  • Clare FischerArrangement des Streichorchesters in Te Amo Corazón
  • The New Power Generation – Zwischenrufe in Lolita
  • Támar Davis – Zusätzlicher Gesang in Incense and Candles, Love, Satisfied, Beautiful Loved and Blessed, Get On the Boat
  • Sheila E. – Perkussion in Get On the Boat
  • Ian Boxill und L. Stu Young – Toningenieur
  • Lisa Chamblee Hampton – Toningenieur-Assistenz
  • Bernie Grundman – Mastering
  • Afshin Shahidi – Fotoaufnahmen
  • Sam Jennings – Covergestaltung
Produktion Prince
Studio Paisley Park Studio (Chanhassen)
3121 (Mulholland) (West Hollywood)
Insomnio Studios (Panama-Stadt)
Chronologie
Musicology
(2004)
3121 Planet Earth
(2007)
Singleauskopplungen
20. Dezember 2005 Te Amo Corazón
27. März 2006 Black Sweat
22. Mai 2006 Fury

3121 (sprich: „thirty-one, twenty-one“) ist das 31. Studioalbum des US-amerikanischen Musikers Prince. Es erschien am 21. März 2006 bei dem Label Universal Records / NPG Records. Die Musik des Albums zählt zu den Genres R&B, Funk, Soul, Pop und Rock. Als Gastmusiker wirken unter anderem Candy Dulfer, Clare Fischer, Maceo Parker, Sheila E. und Támar Davis mit.

3121 ist Prince’ viertes Nummer-eins-Album in den USA, womit er erstmals nach 17 Jahren wieder die Spitzenposition der US-Albumhitparade erreichte. Musikkritiker bewerteten 3121 überwiegend positiv. Die Tournee zum Album fand ausschließlich in Las Vegas (US-Bundesstaat Nevada) im Rio All-Suite Hotel and Casino statt, wo Prince eine Konzertreihe von 40 Auftritten absolvierte.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aufnahmen zum Album 3121 begann Prince im November 2004. Damals machten Schlagzeuger Michael Bland und Bassist Sonny Thompson einen Soundcheck in Saint Paul (Minnesota) im O’Shaughnessy Theater für den am Abend bevorstehenden Auftritt von Michel Portal, als Bland einen Anruf von einem Prince’ Gitarrentechniker mit der Bitte erhielt, bei dem Musiker spontan vorbeizukommen. Nach Beendigung des Konzerts verließen Bland und Thompson das O’Shaughnessy Theater und fuhren gegen 23:30 Uhr nach Chanhassen in Prince’ Paisley Park Studio (Entfernung beträgt ungefähr 38 Kilometer). Dort hatte Prince die Ausrüstung für die Aufnahmen einiger Songs bereitgestellt und innerhalb von dreieinhalb Stunden nahmen die drei Musiker elf Songs auf.[1]

Weitere Aufnahmen für das Album 3121 tätigte Prince in West Hollywood (US-Bundesstaat Kalifornien) in seiner damaligen Villa mit der Hausnummer „3121“. Zudem war er Ende Juni 2005 in Panama-Stadt, wo er in den Insomnio Studios Perkussion Overdubs für den Song Te Amo Corazón vornahm. Ferner arbeitete Prince auf dem Album das erste Mal mit Schlagzeugerin Cora Coleman Dunham und ihrem Ehemann Joshua zusammen, der bei zwei Songs Bass spielt. Eine erste Version des Albums 3121 enthielt noch nicht die Songs Beautiful, Loved and Blessed und Fury; stattdessen war folgende Tracklist vorhanden:[2]

3121 (Ende 2005)
  1. 3121
  2. Lolita
  3. Streets of Panama
    (bis heute (2018) unveröffentlicht)
  4. Te Amo Corazón
  5. Incense and Candles
  6. Black Sweat
  7. The Morning After
    (2009 auf der Download-Version von Lotusflow3r erschien)
  8. Love
  9. Satisfied
  10. The Word
  11. The Dance
  12. Get On the Boat
Autor aller Songs ist Prince

Am 9. Dezember 2005 berichtete das Magazine Billboard, Prince habe einen Vertrag mit dem Label Universal Music Group abgeschlossen. Vier Tage später, am 13. Dezember (im englischen 12.13.) – dieser Termin wurde bewusst ausgewählt, da dieser als Spiegelbild zum Albumtitel 3121 steht – hielt Prince eine Pressekonferenz und bestätigte offiziell die Billboard-Information. „Universal betrachte ich nicht als Sklavenschiff“,[3] entgegnete Prince auf übliche Journalisten-Fragen, warum er erneut mit einem Major-Label zusammenarbeiten wolle. „Ich habe meinen eigenen Vertrag – ohne Hilfe eines Rechtsanwalts – und habe exakt das erreicht, was ich wollte“ (“I did my own agreement without the help of a lawyer and sat down and got exactly what I wanted to accomplish … I got a chance to structure an agreement the way I saw fit instead of the other way around.”), fügte er hinzu.[3] Ferner präsentierte Prince den Song Te Amo Corazón als erste Singleauskopplung des Albums 3121.

Gestaltung des Covers[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Frontcover des Digipak ist Prince mit dem Rücken zur Kamera abgebildet, seinen Kopf hat er seitlich nach links gedreht. Er trägt eine Art schwarzes Hockey-Jersey mit der Rückennummer „3121“, die in der Farbe Weiß gehalten ist. Der Name „Prince“ ist auf der Vorderseite nirgends zu lesen. Wird das Digipak aufgeklappt kann Prince’ damalige Villa in West Hollywood (US-Bundesstaat Kalifornien) angesehen werden. Auf der Rückseite des Digipak ist die Tracklist von 3121 abgedruckt.

Das 14-seitige Booklet enthält die Liedtexte der einzelnen Albumsongs, zudem sind Fotos von der Inneneinrichtung der Villa zu sehen.[4] Auf der Compact Disc ist „3121 The Music“ zu lesen.

Artdirector Sam Jennings sagte nach Prince’ Tod im Jahr 2016: „Das ursprüngliche Albumcover zeigte das Haus Nummer 3121. Man musste das Tor aufklappen. Eine CD war 3121 The Music, die andere 3121 The Movie. Es gibt eine finale Version des Films, aber veröffentlicht wurde nur das Album.“[5]

Támar Davis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2006 war Prince’ Protegée Támar Davis, die auf dem Album 3121 an fünf Songs beteiligt ist. Sie wurde am 31. März 1980 als Ashley Támar Davis in Houston (US-Bundesstaat Texas) geboren und tritt unter dem Künstlernamen Támar Davis auf. Als Zwölfjährige war sie – unter anderem mit Beyoncé (damals zehn Jahre alt), Kelly Rowland (elf) und LaTavia Roberson (zehn) – Mitglied der Girlgroup Girl’s Tyme. Die Mädchenband nahm bei der US-Castingshow Star Search teil und erreichte das Finale, konnte dieses jedoch nicht gewinnen. Davis verließ Girl’s Tyme und schickte im Jahr 1997 Demoaufnahmen von Songs zu Prince nach Minneapolis. „Er [Prince] ließ mich und meine Mutter nach Paisley Park einfliegen, wo ich Somewhere over the Rainbow aufnahm“, erinnerte sich Davis. Ein Treffen zwischen ihr und Prince kam damals aber noch nicht zustande. In der Zeit ab 1997 studierte Davis Musikwissenschaft an der University of Southern California, schloss sich der Jazzfunk Girlgroup Angaza an und nahm mit der Band das Album Light auf.[1][6]

Im Jahr 2005 stellte Choreografin Fatima Robinson den Kontakt zwischen Támar Davis und Prince wieder her. Robinson und Davis sind miteinander befreundet und Robinson lud Davis zum Set ein, als sie mit Dreharbeiten zum Musikvideo Black Sweat beschäftigt war. Davis sagte: „Wir [Davis und Prince] sind dann einfach ins Tonstudio gegangen, fingen zu Singen an und am Ende schrieben wir Beautiful, Loved and Blessed.“ („So we went in the studio and started singing and ended up writing Beautiful, Loved and Blessed“).[7]

Ursprünglich sollte am 21. März 2006 das Album Milk & Honey von Támar Davis bei dem Major-Label Universal veröffentlicht werden, also am selben Tag wie das Album 3121. Aber aus „verschiedenen Gründen“, wie Davis im April 2006 als offizielle Erklärung angab, wurde Milk & Honey bis heute (Stand: 2018) nicht veröffentlicht. In Japan wurde das Album erst kurz vor der geplanten Veröffentlichung zurückgezogen, sodass einige bereits gepresste Exemplare anschließend bei eBay für teilweise 800 US-Dollar angeboten wurden.[8] Erst im Jahr 2011 brachte Davis ihr Debütalbum My Name Is Támar bei dem Independent-Label Syren Music Group heraus.

Obwohl das Album Milk & Honey letztendlich nicht veröffentlicht wurde, ging Támar Davis von Januar bis März 2006 in den USA auf Tournee, um Werbung für das Album zu veranstalten. Prince begleitete Davis auf dieser Tournee und war als Gitarrist und Keyboarder Mitglied ihrer Band. Die Konzerttermine wurden immer erst wenige Tage vor dem Auftrittsdatum bekannt gegeben und die Konzerte fanden in Musikclubs nach Mitternacht statt. Die Spieldauer betrug üblicherweise 60–70 Minuten. Die überregionale Tageszeitung Star Tribune fragte skeptisch: „Wer zum Teufel ist Támar, und warum ist sie am Samstag für das Kurzkonzert im Orpheum [Orpheum Theatre in Minneapolis] höher als Prince angepriesen?“ („Who the bleep is Támar, and why is she getting top billing over Prince for Saturday’s quickie concert at the Orpheum?“)[8]

Im Jahr 2016 nahm Davis an der 10. Staffel von The Voice (Vereinigte Staaten) teil, schied aber am 11. April in der ersten Liveshow aus.[9]

Titelliste und Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titelliste
  1. 3121 – 4:31
  2. Lolita – 4:06
  3. Te Amo Corazón – 3:34
  4. Black Sweat – 3:11
  5. Incense and Candles – 4:04
    (featuring Támar Davis)
  6. Love – 5:45
    (featuring Támar Davis)
  7. Satisfied – 2:50
    (featuring Támar Davis)
  8. Fury – 4:01
  9. The Word – 4:11
  10. Beautiful, Loved and Blessed – 5:43
    (Koautor: Támar Davis)
  11. The Dance – 5:20
  12. Get On the Boat – 6:20
    (featuring Támar Davis)
Autor aller Songs ist Prince, sofern nicht anders angegeben

Purple Tickets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ähnlich wie der Hauptdarsteller Willy Wonka aus dem Buch Charlie und die Schokoladenfabrik von 1964 ließ Prince in sieben US-Ausgaben des Albums 3121 sogenannte Purple Tickets verstecken. In Japan und den Niederlanden wurden Alben mit einem Gewinncode ausgestattet, die online eingelöst werden konnten. iTunes, ein britischer Radio- und ein australischer Fernsehsender, veranstalteten Gewinnspiele und verlosten ebenfalls Purple Tickets. Die insgesamt weltweit 25 Gewinner der Purple Tickets stammten aus den USA, Mexiko sowie aus den Niederlanden und wurden am 6. Mai 2006 zu einem An Evening with Prince-Konzert in seiner damaligen angemieteten Villa in West Hollywood (US-Bundesstaat Kalifornien) eingeladen. Zudem erhielten die Gewinner ein Taschengeld von 250 US-Dollar. Alle Gewinner konnten einen Gast mitbringen und sämtliche Kosten wurden dabei übernommen. Die insgesamt zirka 50 Personen wurden 20:00h in Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) vom Hotel zum Konzert gebracht. Zwei Filmteams waren vor Ort und führten mit den Gewinnern Interviews. Gegen 23:00h erschienen weitere Gäste aus der Musik- und Schauspielbranche, wie beispielsweise Angela Bassett, Bruce Willis, Cicely Tyson, David Duchovny, Forest Whitaker, Jada Pinkett Smith, Jessica Alba, Jude Law, Mitglieder der Band Maroon 5, Mekhi Phifer, Natalie Cole, Sharon Stone, Thandie Newton und Trisha Yearwood. 23:30h begann das Konzert und Támar Davis sang für ungefähr 60 Minuten als Vorgruppe. Anschließend spielte Prince für zirka 65 Minuten und beendete damit den Abend. Als Gastmusiker unterstützte ihn Larry Graham.[2][10]

Als am 1. Oktober 2008 das Prince-Buch 21 Nights im Luxushotel The Dorchester in London vorgestellt wurde, waren auch Gewinner des Purple Tickets eingeladen. Prince besuchte die damalige Veranstaltung jedoch nicht.[11] Am 1. Februar 2009 wurden drei Purple Tickets-Gewinner in Prince’ Villa in Beverly Hills zu „einer Reise durch die Galaxie“ („journey though [sic] the galaxy“) eingeladen, wo er als Gastgeber seine damals neue Homepage Lotusflow3r.com präsentierte.[12]

Singleauskopplungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Album 3121 wurden drei Singles ausgekoppelt; am 13. Dezember 2005 konnten Mitglieder des NPG Music Club – damalige Homepage von Prince – den Song Te Amo Corazón downloaden. Am 20. Dezember 2005 erschien der Song als 1-Track-CD-Single, die aber nicht weltweit ausgekoppelt wurde.[13] Am 14. Februar 2006 erschien eine CD-Single in limitierte Auflage, auf der auch das Musikvideo von Te Amo Corazón zu sehen ist.

Black Sweat wurde als Download-Single am 21. Februar über Prince’ damaliger Homepage zur Verfügung gestellt – die CD-Single erschien in den USA am 27. März 2006, B-Seite ist der Song Beautiful, Loved and Blessed. Am 22. Mai 2006 wurde Fury als letzte Single ausgekoppelt, die jedoch nur in Europa veröffentlicht wurde. Auf der B-Seite ist der Live-Auftritt von Prince am 15. Februar 2006 bei den BRIT Awards vorhanden, wobei aber nur die Live-Versionen von Fury und Te Amo Corazón zu hören sind. Die von Prince damals ebenfalls gespielten Songs Purple Rain und Let’s Go Crazy sind auf der B-Seite nicht zu finden. Alle Singleversionen sind mit der jeweiligen Albumversion von 3121 identisch und Black Sweat und Fury erschienen auch als Vinyl-Maxisingle Picture Disc.

Musikvideos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den drei Singleauskopplungen Te Amo Corazón, Black Sweat und Fury wurden Musikvideos gedreht. Im Musikvideo von Te Amo Corazón ist unter anderem die Schauspielerin Mía Maestro zu sehen und Regisseurin des Videos war Salma Hayek.[14] Bei den Musikvideos von Black Sweat und Fury führte erneut Sanaa Hamri (* 1974) Regie, die bereits im Jahr 2004 diese Tätigkeit für die Prince-Musikvideos Musicology, Call My Name und A Million Days vom Album Musicology übernahm.[15]

Coverversion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lediglich eine Coverversion ist vom Album 3121 bekannt; im September 2006 veröffentlichte die schwedische Sängerin Viktoria Tolstoy eine Jazzversion von dem Song Te Amo Corazón.[16]

Tournee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tournee zum Album nannte Prince „Per4ming Live 3121“ und fand vom 11. November 2006 bis zum 29. April 2007 in ausschließlich Las Vegas (US-Bundesstaat Nevada) im Rio All-Suite Hotel and Casino statt.[17] Dort gab er eine Konzertreihe von 40 Konzerten und gestaltete jedes Konzert durch eine andere Songauswahl individuell, wodurch die Konzertlänge zwischen 90 und 140 Minuten variierte. Konzertbeginn war üblicherweise erst nach Mitternacht und die Zuschauerkapazität betrug 1.100 Plätze.

Prince’ Begleitband bestand während dieser Konzertreihe aus den folgenden elf Mitgliedern:[17]

  • Cora Coleman-Dunham – Schlagzeug
  • Josh Dunham – E-Bass
  • Morris Hayes – Keyboard
  • Renato Neto – Keyboard
  • Greg Boyer – Posaune
  • Mike Phillips – Saxophon und Vocoder
  • Maya McClean und Nandy McClean – Tänzerinnen und Backing Vocals
  • ab dem 30. Dezember 2006: Shelby J. – Backing Vocals
  • ab dem 20. Januar 2007: Lee Hogans – Trompete
  • vom 25. November 2006 bis zum 14. Januar 2007, vom 17. Februar bis zum 19. Februar und vom 21. April bis zum 29. April 2007: Maceo Parker – Saxophon

Schlagzeugerin Cora Coleman-Dunham (* 4. September 1980 in Houston, Texas) ist mit Bassist Josh Dunham verheiratet und tritt auch unter dem Pseudonym C. C. Dunham auf.[18] Die Tänzerinnen Maya und Nandy McClean (* 18. April 1982 in Sydney, Australien) sind Zwillinge.[19]

Aftershows[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab dem Jahr 1986 spielte Prince nach dem Hauptkonzert gelegentlich eine Aftershow, also ein weiteres Konzert nach Mitternacht. Seine Aftershows fanden in kleineren Musikclubs vor meist 300 bis 1.500 Zuschauern statt und Prince verzichtete auf die aufwendigen Bühnenshows, Choreografien und Lightshows seiner Hauptkonzerte. Zudem gestaltete er die Songauswahl anders und verzichtete oftmals auf seine Top-Ten-Hits. Höhepunkte mancher Aftershows waren Gastauftritte bekannter Musiker.

Bei 25 der 40 Konzerte in Las Vegas spielte Prince eine Aftershow, die üblicherweise erst ab 03:00 Uhr nachts begonnen und – wie die Hauptkonzerte – alle im Rio All-Suite Hotel and Casino statt gefunden haben. Bei einiger dieser Aftershows traten verschiedene Gastmusiker auf, wie beispielsweise: Sheila E. am 10. Februar 2007,[20] Will.i.am am 17. Februar,[21] Doug E. Fresh, Talib Kweli und abermals Will.i.am am 18. Februar,[22] Christian Scott und Esperanza Spalding am 24. Februar,[23] sowie Larry Graham, Susannah Melvoin und ihre Zwillingsschwester Wendy Melvoin am 24. März 2007.[24] Sheila E. wirkte außerdem am 31. März, am 1. April und bei der letzten Aftershow am 29. April 2007 als Gastmusikerin mit.[25]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Presse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kritiken zum Album fielen überwiegend positiv aus. Der US-Musikjournalist Robert Christgau vom US-Musikmagazin Rolling Stone vergab vier von fünf möglichen Sternen und betitelte seinen Bericht über das Album 3121 mit der Überschrift: „Prince’ neueste Sensation“.[26] Das US-Magazin Billboard mutmaßte, 3121 „könnte ihn [Prince] wieder gut an die Spitze der Hitparaden bringen“. Über Prince schrieb das Magazin, er sei „einer von diesen seltenen Künstlern, die, ohne seinen exzentrischen Stil aufs Spiel zu setzen, von Bedeutung bleiben“.[27] Die überregional erscheinende US-Tageszeitung Los Angeles Times stellte fest, dass 3121 zwar „ungerade“ („Uneven? No question.“), aber Unterhaltung sei.[28] The New York Times beschrieb 3121 als „ein freundliches, glückliches und prägnantes Album“.[29] Die US-Musikzeitschrift Blender war der Meinung, dass „die darunter minimalistischen Songs“ des Albums „zu seinen besten zählen.“[30]

Das US-Magazin Entertainment Weekly verhielt sich mit Lob zurückhaltender; Man höre auf 3121 „seine soundsovielte Enttäuschung“ und Prince habe nicht herausgefunden, „wie er in seine 1980er Jahre Trickkiste zurückgreifen und etwas kreieren kann, das zeitgemäß klingt.“[31] Seine „Schüler“ wie OutKast und The Neptunes hätten dieses jedoch geschafft.[32] Der britische Musikkritiker Barney Hoskyns bemerkte, 3121 sei „dem Mainstream angepasst“ und einige Songs klängen, als habe „Prince mit Autopilot“ aufgenommen. Dennoch würden Momente auf dem Album beweisen, dass „immer noch Feuer im Bauch des Typen [Prince]“ vorhanden sei.[33]

Dietmar Dath von der FAZ vertrat folgende Meinung: „Sein neues Album 3121 erinnert ohne Nostalgie an beste Zeiten.“[34] Jonathan Fischer von Spiegel Online schrieb: „Auch wenn 3121 nicht an die Klassiker heranreicht: Die Popwelt braucht Prince. Gerade in Zeiten, in denen R’nB-Sänger [sic] wie austauschbare Fließbandware wirken, und ein halbes Dutzend Hit-Produzenten die Charts unter sich aufteilen, wirkt ein Prince-Album wie eine Mahnung an all die brachliegenden Möglichkeiten schwarzer Musik. Te Amo Corazón hin oder her: Synthie-getriebene Funk-Minimalismen wie Black Sweat können immer noch mit jedem Neptunes-Beat konkurrieren. Und: Prince Referenzen reichen weit über das MTV-Universum hinaus: Von der Bläser- und Latin-Rhythmen-befeuerten Jam Get On The Boat bis zur Old-School Soulballade Satisfied.“[35] Das Wochenmagazin Stern lobte: „Mit dem abwechslungsreichen Longplayer 3121 kehrt er [Prince] zu alten Tugenden zurück – und erreicht eine neue Höchstform.“ Der Stern schrieb weiter, „Love spiegelt die klassische Prince-Schule wider und gibt den Bässen reichlich Arbeit. In Fury kreischen die Gitarren, als hätte Jimi Hendrix persönlich noch einmal sein Wah-Wah ausgepackt. Und beim Rausschmeißer The Dance greift Prince noch mal ganz melancholisch in die Tasten. So ist der Albumtitel 3121 vielleicht doch nicht nur eine launische Wahl. Er könnte auch die Rückkehr zu den Wurzeln andeuten: Die 82er LP 1999 lädt im gleichnamigen Titelsong schließlich auch zur Party ein.“[36]

Ralph Geisenhanslüke von Zeit Online hob die Songs Te Amo Corazón, Black Sweat, Fury und Get On the Boat lobend hervor, meinte aber: „Die restlichen acht Songs, das mag das Hosianna etwas dämpfen, wirken solide gebaut, erinnern aber in ihrer überzuckerten Zickigkeit daran, wie lang die achtziger Jahre schon vorbei sind. Trotzdem: […] Er [Prince] ist endlich wieder von dieser Welt. Willkommen zurück!“[37]

Nach Prince’ Tod im April 2016 rezensierten die Musikjournalisten Albert Koch und Thomas Weiland von der deutschen Musikzeitschrift Musikexpress das Album 3121 und gaben viereinhalb von sechs möglichen Sternen. Sie schrieben unter anderem, Prince komme es darauf an, „seinen eigenen Funk in Lolita oder Black Sweat für das 21. Jahrhundert zu renovieren. Das gelingt. Die Magie ist wieder da, geboren aus der Lust und Laune eines Bonvivants“.[38]

Charts und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen [39][40]
DE AT CH UK US
2006 3121 4
(11 Wo.)
15
(8 Wo.)
1(1)
(13 Wo.)
9
(4 Wo.)
1(1)
(15 Wo.)

In den USA debütierte 3121 als erstes und bisher einziges Prince-Album direkt auf Platz eins und war dort nach 17 Jahren Prince’ insgesamt viertes Nummer-eins-Album seit Batman im Jahr 1989.[41] Weltweit wurde 3121 ungefähr zwei Millionen mal verkauft und international mit Gold- und Platinstatus ausgezeichnet:

  • CH: 1× Gold für 15.000 verkaufte Exemplare im Jahr 2006[42]
  • US: 1× Gold für 500.000 verkaufte Exemplare am 26. Juni 2006[43]
  • UK: 1× Silber für 60.000 verkaufte Exemplare am 22. Juli 2013[44]
Jahr Titel Chartpositionen [39][40]
DE AT CH UK US
2005 Te Amo Corazón
nicht weltweit ausgekoppelt
58
(8 Wo.)
61
(3 Wo.)
24
(15 Wo.)
n.v.
2006 Black Sweat 80
(4 Wo.)
52
(6 Wo.)
43
(2 Wo.)
60
(1 Wo.)
Fury
nur in Europa ausgekoppelt
92
(1 Wo.)
60
(1 Wo.)
n.v.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Ro (2011), S. 340.
  2. a b 3121. In: Princevault.com. 7. Januar 2017, abgerufen am 11. April 2017 (englisch).
  3. a b Draper (2016), S. 171.
  4. Begleitheft der CD 3121 von Prince, Universal Records / NPG Records, 2006
  5. Azhar (2016), S. 118
  6. Cheryl Laird Staff: Girls Tyme / Ok guys, step aside. Six Houston preteens figure it’s their turn for success in the music business. In: web.archive.org. 18. August 1992, archiviert vom Original am 22. Oktober 2012; abgerufen am 11. April 2017 (englisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.chron.com
  7. Ro (2011), S. 341.
  8. a b Draper (2016), S. 174.
  9. Lee Bailey: Tamar Davis and Joe Maye reflect on ‘The Voice’, Life beyond the Show. In: euroweb.com. 28. April 2016, abgerufen am 20. September 2017 (englisch).
  10. One-Off Performance. In: Princevault.com. 21. Dezember 2016, abgerufen am 11. April 2017 (englisch).
  11. Draper (2011), S. 257.
  12. Draper (2011), S. 258.
  13. Te Amo Corazón. In: Princevault.com. 28. Februar 2016, abgerufen am 11. April 2017 (englisch).
  14. Ro (2011), S. 342.
  15. K. Nicole Mills: Sanaa Hamri: The Director Behind Some of Prince’s Most Prolific Music Videos. In: Hollywoodsblackrenaissance.com. 22. April 2016, abgerufen am 12. April 2017 (englisch).
  16. Coverversion „Te amo corazón“ von Viktoria Tolstoy auf Coverinfo.de
  17. a b Prince Per4ming Live 3121 Tour Map. In: Princevault.com. 29. Dezember 2016, abgerufen am 19. April 2018 (englisch).
  18. Cora Cole-Dunham. In: Princevault.com. 25. Juni 2016, abgerufen am 20. April 2018 (englisch).
  19. Maya McClean. In: Princevault.com. 27. Februar 2016, abgerufen am 20. April 2018 (englisch).
  20. One-Off Performance 10 February 2007 (a.m.). In: Princevault.com. 21. Dezember 2016, abgerufen am 20. April 2018 (englisch).
  21. One-Off Performance 17 February 2007 (a.m.). In: Princevault.com. 21. Dezember 2016, abgerufen am 20. April 2018 (englisch).
  22. One-Off Performance 18 February 2007 (a.m.). In: Princevault.com. 21. Dezember 2016, abgerufen am 20. April 2018 (englisch).
  23. One-Off Performance 24 February 2007 (a.m.). In: Princevault.com. 21. Dezember 2016, abgerufen am 20. April 2018 (englisch).
  24. One-Off Performance 24 March 2007 (a.m.). In: Princevault.com. 21. Dezember 2016, abgerufen am 20. April 2018 (englisch).
  25. One-Off Performance 29 April 2007 (a.m.). In: Princevault.com. 21. Dezember 2016, abgerufen am 20. April 2018 (englisch).
  26. Robert Christgau: Prince’s New Sensation. In: RobertChristgau.com. 6. April 2006, abgerufen am 11. April 2017 (englisch).
  27. Draper (2016), S. 173., „could well return him to the top of the charts“, „one of those rare artists who can remain relevant without compromising his eccentric style.“
  28. Ro (2011), S. 346.
  29. Ro (2011), S. 346., „a friendly, happy, concise album.“
  30. Ro (2011), S. 346., „The minimalist tracks rate among his best.“
  31. Ro (2011), S. 346., „his umpteenth disappointment“
  32. Draper (2016), S. 173., „hasn’t figured out how to reach back into his 80s bag of tricks and create something that feels contemporary.“
  33. Ro (2011), S. 343., „pitched at the mainstream.“, „Prince on autopilot.“, „there’s still fire in the guy’s belly.“
  34. Dietmar Dath: Fummle weiter, vollreifer Verführer! In: FAZ.net. 27. März 2006, abgerufen am 11. April 2017.
  35. Jonathan Fischer: Prince-Album 3121 – Funk und Weihrauch. In: Spiegel.de. 24. März 2006, abgerufen am 11. April 2017.
  36. Sven Appel: 3121 – Ein echter Prince. In: Stern.de. 25. März 2006, abgerufen am 11. April 2017.
  37. Ralph Geisenhanslüke: Sexy Motherfunker. In: Zeit.de. 16. März 2006, abgerufen am 11. April 2017.
  38. ME-Redaktion: Aus dem grossen Prince-Special – Alle Alben im Überblick. In: Musikexpress.de. 22. Mai 2016, abgerufen am 11. April 2017.
  39. a b Chartquellen: DE AT CH US
  40. a b Prince in den Official UK Charts (englisch)
  41. Brown (2010), S. 216.
  42. Edelmetall 2006. In: Hitparade.ch. 2017, abgerufen am 11. April 2017.
  43. Gold & Platinum. In: riaa.com. 2016, abgerufen am 11. April 2017 (englisch).
  44. BPI – Certified Awards Search. In: BPI.co.uk. 2017, abgerufen am 11. April 2017 (englisch).