Terry Hall

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Terry Hall

Terry Hall (* 19. März 1959 in Coventry, England) ist ein britischer Pop-Sänger. Bekannt wurde Hall als Frontmann der englischen Ska-Band The Specials. Nach Auflösung der Specials 1981, war er Sänger weiterer von ihm gegründeter Bands Fun Boy Three, The Colourfield und Vegas. Außerdem war er als Solokünstler aktiv. Darüber hinaus musizierte er unter anderem mit den Lightning Seeds, Gorillaz, Tricky und den Ordinary Boys. Auch war er als Bandmitglied der Dub Pistols und auf der Platte Speakers And Tweaters zu hören. 2019 veröffentlichte er mit der wiedervereinigten Specials Kerngruppe das Album Encore und ging auf Welttournee.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Sänger der Specials prägte Hall die englische Jugendkultur der späten 1970er und frühen 1980er Jahre mit. Gemeinsam mit dem Specials-Organisten Jerry Dammers schrieb Hall hymnenhafte Songs, in denen sich Punk und Ska vereinten, u. a. Little Bitch, Nite Klub, Concrete Jungle, and Gangsters. Er war einer der führenden Köpfe der antirassistischen Two-Tone-Bewegung, die in den 1980er-Jahren auch in Westdeutschland populär wurde. Hall gehörte den Specials bis 1981 an.

Danach gründete er mit zwei weiteren Ex-Specials, Lynval Golding und Neville Staples die Fun Boy Three, die 1982 durch die Zusammenarbeit mit Bananarama bei dem Song It ain’t what you do (it’s the way that you do it) und den Top-Ten-Singles The Tunnel of Love und Our Lips Are Sealed im darauffolgenden Jahr Aufsehen erregten. Letzteren Song komponierte Hall gemeinsam mit Jane Wiedlin von den Go-Go’s, die ihn 1981 ebenfalls interpretiert hatten.

Von 1984 bis 1987 wirkte Hall in dem Projekt The Colourfield mit, das er mit zwei ehemaligen Mitgliedern der Swinging Cats gegründet hatte. Im Jahr 1995 veröffentlichte Terry Hall sein erstes Solo-Album. Außerdem sind mehrere Best-Of-Alben erschienen.

Zum 30-jährigen Bandjubiläum 2009 gab es eine Wiedervereinigung der Specials, allerdings ohne Jerry Dammers. Die Band gab zahlreiche Konzerte in England und spielte europaweit auf Festivals. 2011 folgte eine ausgedehnte Europatournee.

Eigene Modelinie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das englische Label Fred Perry würdigt im September 2008 Terry Hall mit einer eigens mit ihm entworfenen Serie von Kleidungsstücken.

Diskografie (Solo)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH  UK  US
1994 Home UK95
(1 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 12. September 1994
1995 Rainbows EP UK62
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Oktober 1995
EP
1997 Laugh UK50
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 6. Oktober 1997

Weitere Alben

  • 1993: The Collection
  • 2001: The Complete
  • 2001: Through The Years
  • 2003: Hour of Two Lights (mit Mushtaq)
  • 2007: Speakers & Tweaters (mit Dub Pistols)
  • 2012: The Best Of 1981/1997

Singles (Charterfolge)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH  UK  US
1994 Forever J
Home
DE90
(2 Wo.)DE
UK67
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: August 1994
Sense
Home
DE53
(10 Wo.)DE
UK54
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Oktober 1994
1997 Ballad of a Landlord
Laugh
UK50
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Juni 1997
2003 Problem Is
Six Million Ways to Live
UK66
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Oktober 2003
mit Dub Pistols

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: DE UK