Thalwenden

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Thalwenden
Thalwenden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Thalwenden hervorgehoben
Koordinaten: 51° 21′ N, 10° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Eichsfeld
Verwaltungs­gemeinschaft: Uder
Höhe: 320 m ü. NHN
Fläche: 3,36 km2
Einwohner: 364 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 108 Einwohner je km2
Postleitzahl: 37318
Vorwahl: 036083
Kfz-Kennzeichen: EIC, HIG, WBS
Gemeindeschlüssel: 16 0 61 096
Adresse der Verbandsverwaltung: Siedlung 14
37318 Uder
Webpräsenz: www.gemeinde-thalwenden.de
Bürgermeister: Rainer Wehr
Lage der Gemeinde Thalwenden im Landkreis Eichsfeld
Niedersachsen Hessen Kyffhäuserkreis Landkreis Nordhausen Unstrut-Hainich-Kreis Am Ohmberg Am Ohmberg Am Ohmberg Arenshausen Asbach-Sickenberg Berlingerode Bernterode (bei Heilbad Heiligenstadt) Birkenfelde Bodenrode-Westhausen Bornhagen Brehme Breitenworbis Büttstedt Buhla Burgwalde Deuna Dieterode Dietzenrode/Vatterode Dingelstädt Ecklingerode Effelder Eichstruth Ferna Freienhagen (Eichsfeld) Fretterode Geisleden Geismar Gerbershausen Gernrode (Eichsfeld) Gerterode Glasehausen Großbartloff Hausen (Eichsfeld) Haynrode Heilbad Heiligenstadt Helmsdorf (Eichsfeld) Heuthen Hohengandern Hohes Kreuz Hundeshagen Kallmerode Kefferhausen Kella Kella Kirchgandern Kirchworbis Kleinbartloff Kreuzebra Krombach (Eichsfeld) Küllstedt Leinefelde-Worbis Lenterode Lindewerra Lutter (Eichsfeld) Mackenrode (Landkreis Eichsfeld) Marth Niederorschel Pfaffschwende Reinholterode Röhrig Rohrberg (Eichsfeld) Rustenfelde Schachtebich Schimberg Schönhagen (Eichsfeld) Schwobfeld Silberhausen Steinbach (Eichsfeld) Sonnenstein (Gemeinde) Steinheuterode Tastungen Teistungen Thalwenden Uder Volkerode Deuna Wachstedt Wahlhausen Wehnde Wiesenfeld (Eichsfeld) Wingerode WüstheuterodeKarte
Über dieses Bild
Thalwenden am Fuße des Höheberges

Thalwenden ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Uder im thüringischen Landkreis Eichsfeld.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thalwenden liegt westlich des Ortes Uder an der Kreisstraße 110 in kupierten Gelände des Eichsfeldes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wird 1055 als Dalewinthun erstmals urkundlich erwähnt. Nordwestlich von Thalwenden liegt auf einem Bergsporn die Burgstelle Winzenburg, ein mittelalterlicher Herrensitz. Im Gelände sind Reste der Befestigung noch erkennbar.[2]

Die heutige Schreibweise des Ortes ist seit Anfang des 14. Jahrhunderts geläufig. Der Name bezeichnet eine Ansiedlung der Wenden im Tal. Das Dorf war bis 1802 im Besitz des Erzstifts Kurmainz. 1802 bis 1807 wurde der Ort preußisch und kam dann zum Königreich Westphalen. 1815 bis 1945 war er Teil der preußischen Provinz Sachsen. 1945 bis 1949 war der Ort Teil der sowjetischen Besatzungszone und ab 1949 Teil der DDR. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 wurde Thalwenden von der Sperrung der nahen innerdeutschen Grenze beeinträchtigt.

1982 starb der in Thalwenden wohnhafte Arbeiter Heinz-Josef Große bei einem Fluchtversuch an der innerdeutschen Grenze bei Schifflersgrund, wo er von DDR-Grenzsoldaten erschossen wurde.

Seit 1990 gehört der Ort zum wieder gegründeten Land Thüringen, zu dem es ab 1945 bereits einige Jahre gehört hatte.

1998 wurde das Gebäude der ehemaligen Schule in ein Dorfgemeinschaftshaus umgewandelt. Im Sommer 2008 erfolgte dann eine umfassende Sanierung der Thalwender Sportanlage des FSV Thalwenden, sowie eine aufwendige Erneuerung des Jugendclubs.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten von Silber und Grün; vorn ein von einer Hand gehaltenes, fallendes rotes Tuch, das von einem mit einer anderen Hand schräglinks gehaltenen goldenen Schwert zerteilt wird, hinten einen silbern bekleideten, sich mit einem goldenen Stab in der Linken stützenden, schreitenden Mann mit Schirmmütze, auf dem Rücken ein goldenes Tragegestell (Reff) mit vier übereinandergestellten silbernen rechteckigen Behältern.“

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 347
  • 1995: 350
  • 1996: 358
  • 1997: 368
  • 1998: 364
  • 1999: 377
  • 2000: 388
  • 2001: 386
  • 2002: 382
  • 2003: 381
  • 2004: 374
  • 2005: 372
  • 2006: 365
  • 2007: 376
  • 2008: 367
  • 2009: 382
  • 2010: 383
  • 2011: 394
  • 2012: 390
  • 2013: 389
  • 2014: 371
  • 2015: 364
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der Gemeinderat von Thalwenden setzt sich aus sechs Gemeinderatsmitgliedern zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 7. Juni 2009)[3]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Rainer Wehr (FWG Thalwenden) wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfzentrum mit Martinuskirche

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sportverein FSV Thalwenden 1921 e. V.
  • Männerkirmesverein Thalwenden 1962 e. V.
  • Freiwillige Feuerwehr Thalwenden
  • Frauenverein Power Women

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Thalwenden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag, 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 277.
  3. Kommunalwahlen in Thüringen am 7. Juni 2009. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 10. März 2010 (PDF; 1,9 MB).
  4. Kommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.