The Judds

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The Judds waren in den 1980er Jahren eines der erfolgreichsten Duos der Country-Musik. Es bestand aus Mutter Naomi Judd (* 11. Januar 1946 als Dianna Ellen Judd; † 30. April 2022) und Tochter Wynonna Judd (* 30. Mai 1964 als Christina Ciminella in Ashland, Kentucky).

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Wynonna geboren wurde, war ihre Mutter 18 Jahre alt. Nach Geburt der zweiten Tochter Ashley und anschließender Ehescheidung zog Naomi mit ihren beiden Kindern nach Los Angeles. Dort arbeitete sie als Model und als Schreibkraft bei Filmproduktionen. 1976 kehrte sie nach Kentucky zurück, wo sie eine Ausbildung als Krankenschwester begann.

Tochter Wynonna ließ schon in jungen Jahren ein bemerkenswertes Gesangstalent erkennen. Naomi zog in der Hoffnung auf eine Karriere mit ihrer Familie nach Nashville, in das Zentrum der Country-Musik. Hier fand sie eine Anstellung als Krankenschwester, während die Töchter die Schule besuchten.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Nashville nutzten Mutter und Tochter jede sich bietende Gelegenheit zu öffentlichen Auftritten. Allmählich wurde die Szene auf die beiden aufmerksam. Nachdem ein Demoband den Weg zum RCA-Label gefunden hatte, wurden die Judds zum Vorsingen eingeladen. Nach nur 30 Minuten entschied sich die Schallplattenfirma, Naomi und Wynonna unter Vertrag zu nehmen.

Ihre erste Single, Had A Dream (For The Heart) wurde Ende 1983 veröffentlicht und schaffte es auf Anhieb in die Top-20. Ein Jahr später gelangten Mama He’s Crazy und Why Not Me bis auf Platz Eins. Im selben Jahr wurden sie mit dem Grammy „Best Country Performance by a Duo or Group with Vocal“ und weiteren bedeutenden Preisen ausgezeichnet. Why Not Me wurde CMA „Single of the Year“. Neben der Qualität ihrer Songs war das vor allem Wynonnas tragender Stimme zu verdanken, die durch den Harmoniegesang ihrer Mutter perfekt ergänzt wurde.

Auch in den folgenden Jahren wurden zahlreiche Nummer-1-Hits produziert (insgesamt 14) und etliche Auszeichnungen gewonnen. Ihre Alben waren gleichermaßen erfolgreich und erreichten fast ausnahmslos Gold- bzw. Platinstatus. Ende des Jahrzehnts gelangten sie bei der von Billboard durchgeführten Wahl zum „Künstler des Jahrzehnts“ auf einen für Country-Sänger respektablen fünften Rang. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere erkrankte Naomi an chronischer Hepatitis. Nach einer triumphalen und dank umfassender Fernsehübertragungen äußerst lukrativen Abschiedstournee 1991 beendeten die Judds ihre Karriere. Wynonna setzte ihre Karriere solo fort, während Naomi eine Autobiografie schrieb. 1999 traten sie erstmals wieder gemeinsam auf. Ein Jahr später gingen sie auf Tournee, zu der das Album The Judds Reunion Live veröffentlicht wurde. 2011 folgte die Last Encore Tour.[1]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2][3]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 US  Coun­try
1984 Why Not Me US71
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(26 Wo.)US
Coun­try1
(195 Wo.)Coun­try
1985 Rockin’ With The Rhythm US66
Platin
Platin

(57 Wo.)US
Coun­try1
(151 Wo.)Coun­try
1987 Heartland US52
Platin
Platin

(31 Wo.)US
Coun­try1
(109 Wo.)Coun­try
Christmas Time With The Judds US
Platin
Platin
US
Coun­try49
(5 Wo.)Coun­try
1989 River of Time US51
Gold
Gold

(20 Wo.)US
Coun­try2
(78 Wo.)Coun­try
1990 Love Can Build a Bridge US62
Platin
Platin

(53 Wo.)US
Coun­try5
(88 Wo.)Coun­try

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 US  Coun­try
2000 The Judds Reunion Live US107
(2 Wo.)US
Coun­try16
(15 Wo.)Coun­try

Weitere Livealben

  • 1995: The Judds in Concert

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2][3]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 US  Coun­try
1988 Greatest Hits US76
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(97 Wo.)US
Coun­try1
(247 Wo.)Coun­try
1991 Greatest Hits Volume 2 US54
Gold
Gold

(32 Wo.)US
Coun­try7
(60 Wo.)Coun­try
1994 Christmas with The Judds and Alabama Coun­try61
(3 Wo.)Coun­try
mit Alabama
Reflections Coun­try66
(1 Wo.)Coun­try
1995 Number One Hits US187
Gold
Gold

(1 Wo.)US
Coun­try39
(5 Wo.)Coun­try
2011 I Will Stand by You: The Essential Collection Coun­try34
(8 Wo.)Coun­try
2022 All-Time Greatest Hits US90
(1 Wo.)US
Coun­try11
(1 Wo.)Coun­try

Weitere Kompilationen

  • 1990: Collector’s Series (US: GoldGold)
  • 1991: Their Finest Collection
  • 1992: From the Heart: 15 Career Classics
  • 1993: Talk About Love
  • 1993: This Country’s Rockin’
  • 1994: Live Studio Sessions
  • 1995: The Essential Judds
  • 1996: Spiritual Reflections
  • 2008: Greatest Hits: Limited Edition
  • 2017: All-Time Greatest Hits
  • 2018: The Biggest Hits of The Judds

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[2][3]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 US  Coun­try
1988 Wynonna & Naomi US153
Gold
Gold

(15 Wo.)US
Coun­try8
(61 Wo.)Coun­try

Weitere EPs

  • 2000: Big Bang Boogie

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[2]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 Coun­try
1983 Had a Dream (For the Heart)
Wynonna & Naomi
Coun­try17
(18 Wo.)Coun­try
1984 Mama He’s Crazy
Wynonna & Naomi
Coun­try1
(23 Wo.)Coun­try
Why Not Me
Why Not Me
Coun­try1
(22 Wo.)Coun­try
1985 Girls’ Night Out
Why Not Me
Coun­try1
(22 Wo.)Coun­try
Love Is Alive
Why Not Me
Coun­try1
(21 Wo.)Coun­try
Have Mercy
Rockin’ with the Rhythm
Coun­try1
(22 Wo.)Coun­try
1986 Grandpa (Tell Me ’Bout the Good Old Days)
Rockin’ with the Rhythm
Coun­try1
(20 Wo.)Coun­try
Rockin’ with the Rhythm of the Rain
Rockin’ with the Rhythm
Coun­try1
(18 Wo.)Coun­try
Cry Myself to Sleep
Rockin’ with the Rhythm
Coun­try1
(20 Wo.)Coun­try
1987 Don’t Be Cruel
Heartland
Coun­try10
(13 Wo.)Coun­try
I Know Where I’m Going
Heartland
Coun­try1
(19 Wo.)Coun­try
Maybe Your Baby’s Got the Blues
Heartland
Coun­try1
(22 Wo.)Coun­try
1988 Turn It Loose
Heartland
Coun­try1
(17 Wo.)Coun­try
Give a Little Love
Greatest Hits
Coun­try2
(17 Wo.)Coun­try
Change of Heart
Greatest Hits
Coun­try1
(20 Wo.)Coun­try
1989 Young Love (Strong Love)
River of Time
Coun­try1
(21 Wo.)Coun­try
Let Me Tell You About Love
River of Time
Coun­try1
(21 Wo.)Coun­try
One Man Woman
River of Time
Coun­try8
(26 Wo.)Coun­try
1990 Guardian Angels
River of Time
Coun­try16
(21 Wo.)Coun­try
Born to Be Blue
Love Can Build a Bridge
Coun­try5
(21 Wo.)Coun­try
Love Can Build a Bridge
Love Can Build a Bridge
Coun­try5
(20 Wo.)Coun­try
1991 One Hundred and Two
Love Can Build a Bridge
Coun­try6
(20 Wo.)Coun­try
John Deere Tractor
Love Can Build a Bridge
Coun­try29
(16 Wo.)Coun­try
2000 Stuck in Love
Big Bang Boogie
Coun­try26
(18 Wo.)Coun­try
Folgende Lieder erschienen nicht als Single, wurden aber durch das Album zu Download und Streaming bereitgestellt und konnten somit eine Platzierung erlangen:
1987 Silver Bells
Christmas Time with The Judds
Coun­try68
(1 Wo.)Coun­try
Charteinstieg in US-Country erst 1998

Weitere Singles

  • 1984: Light of the Stable
  • 1989: Water of Love
  • 2010: I Will Stand by You

Boxsets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1992: The Judds Collection: 1983—1990

Videoalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1989: Heartland (US: GoldGold)
  • 1990: Great Video Hits (US: GoldGold)
  • 1990: Love Can Build A Bridge (US: PlatinPlatin)
  • 1992: Their Final Concert (US: PlatinPlatin)
  • 1993: Wynonna & Naomi – The Farewell Tour (US: GoldGold)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://thejuddstour2011.com/
  2. a b c d e Chartquellen: US
  3. a b c Auszeichnungen: US