The Trip

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Film
Deutscher Titel The Trip (alternativ: Der Trip)
Originaltitel The Trip. A Lovely Sort of Death.
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1967
Länge Original 85 Minuten
Deutsche Fassung 78 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Roger Corman
Drehbuch Jack Nicholson
Produktion Roger Corman, Ronald Sinclair, American International Pictures
Musik Michael Bloomfield, The American Music Band
Kamera Archie R. Dalzell
Schnitt Ronald Sinclair
Besetzung

The Trip ist ein Film von Roger Corman aus dem Jahr 1967. Es werden die Themen Selbstwahrnehmung und Halluzination infolge von LSD-Konsum aufgegriffen und verarbeitet. Der Kinofilm wurde von American International Pictures hergestellt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul Groves ist Regisseur von Werbespots und befindet sich in einer persönlichen Krise, da seine Frau Sally sich von ihm getrennt hat und sich scheiden lassen will. Aus dieser Lage heraus will Paul etwas über sich herausfinden und mit sich selbst "ins Reine kommen" – Unter Anleitung seines Freundes John geht er auf seinen ersten LSD-Trip.

Im weiteren Verlauf werden die Wahrnehmungen und Halluzinationen sowie die Handlungen von Paul während seines Trips geschildert. Psychedelische Bilder, sexuelle Vorstellungen, Ängste und Träume werden gezeigt. Während er zum Anfang euphorische Empfindungen hat, sieht er sich zwischenzeitlich selbst sterben. Paul läuft durch verschiedene wiederkehrende Szenen – teilweise kann man nur anhand der Kostüme erkennen, ob es in seiner Vorstellung oder in der Wirklichkeit geschieht. Seine Handlungen sind nicht immer logisch nachvollziehbar.

Paul verlässt das Haus von John, als dieser nicht aufpasst. Er zieht umher, noch immer unter Einfluss des LSD, und trifft seine Bekannte Glenn, die eine Vorliebe für Männer hat, die LSD nehmen. Sie verlieben sich. Glenn fragt ihn, ob er die Erkenntnis gefunden hat, die er gesucht hat. Paul meint, er werde morgen darüber nachdenken. In diesem Augenblick bleibt das Bild mit Pauls Gesicht stehen und zerbricht wie Glas, womit der Film endet.

Soundtrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der gleichnamige Soundtrack mit klanglichen Anleihen aus Rock und Jazz war das Debütalbum der psychedelischen Rockband The Electric Flag. Auf Plakaten und der DVD wurde Electric Flag mit dem Zusatz „an American Music Band“ angekündigt. Der Track Peter's Trip ist auch die Erkennungsmelodie des Films.

Die Titelliste:

  1. Peter's Trip
  2. Joint Passing
  3. Psyche Soap
  4. M-23
  5. Synesthesia
  6. A Little Head
  7. Hobbit
  8. Inner Pocket
  9. Fewghh
  10. Green and Gold
  11. The Other Ed Norton
  12. Flash, Bam, Pow
  13. Home Room
  14. Peter Gets Off
  15. Practise Music
  16. Fine Jung Thing
  17. Senior Citizen
  18. Gettin' Hard

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lexikon des Internationalen Films: Aus heutiger Sicht ein "zeitgeistlich" bemerkenswerter Film, weil er versucht, mit Mitteln der filmischen Ästhetik (bis zu den "psychedelic colors") einem damals gesellschaftlich relevanten Thema beizukommen. Interessant ist ebenso, wie er dabei scheitert: Der Film besitzt und vermittelt kein Gefühl dafür, wo das Tragische seiner Geschichte aufhört und das Absurde beginnt.
  • Cinema: Die psychedelischen Szenen verwandeln die Huldigung des in den späten 60ern populären Halluzinogens LSD zum schön verrückten Zeitbild. Fazit: Durchgeknallter Trip in eine zugedröhnte Ära.
  • Evangelischer Filmbeobachter: Der an sich vielversprechende Versuch, die Visionen eines jungen Amerikaners im LSD-Rausch in phantastische Bilder umzusetzen, blieb in kameratechnischem Kunstgewerbe stecken. Da der Film aber LSD nicht propagiert, sondern vorsichtige bis warnende Distanz hält, ist er für Erwachsene gleichwohl möglich. (Kritik Nr. 66/1969)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wayne Glausser: Cultural encyclopedia of LSD. McFarland & Company, Jefferson NC 2011.
  • Robert Zion: Roger Corman. Die Rebellion des Unmittelbaren. 320 S., Norderstedt 2018, ISBN 978-3-7481-0101-7. S. 229–238.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht nur durch seine Besetzung, sondern auch durch das Thema der Sinnsuche wurde „The Trip“ zum unmittelbaren cineastischen Vorbild für den Kultfilm Easy Rider von 1969.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musikbeispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]