Thomas R. P. Mielke

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Thomas R.P. Mielke in Südfrankreich bei den Recherchen zur Avignon-Trilogie

Thomas Rudolf Peter Mielke (* 12. März 1940 in Detmold) ist ein deutscher Schriftsteller auf dem Gebiet der Science-Fiction und des historischen Romans.

Leben und Schaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mielke war hauptberuflich Texter, Konzeptioner und drei Jahrzehnte lang Kreativdirektor in internationalen Werbeagenturen. Er war für Slogans wie „Berlin tut gut“ oder „Mach's mit“ der ersten Anti-AIDS-Kampagne zuständig und gilt aus seinen Jahren in der Generaldirektion von Ferrero in Pino Torinese/Italien als Miterfinder des Kinder-Überraschungseis.

Als Ausgleich zu seinem Job als Werbemanager schrieb er nebenbei Krimis, Science Fiction und historische Romane. Sein erster SF-Roman Unternehmen Dämmerung erschien 1960 unter dem Pseudonym Mike Parnell. Es folgten einige Dutzend weitere unter den Pseudonymen Michael C. Chester, Bert Floorman, Henry Ghost, Roy Marcus, Marc McMan, Marcus T. Orban, John Taylor u.a.

Zusammen mit Rolf W. Liersch entwickelte Mielke Mitte der 1970er Jahre das Konzept der alternativen Science-Fiction-Serie Die Terranauten.

1985 erhielt er den Literaturpreis des Science Fiction Club Deutschland e.V. für die Politvision Der Tag an dem die Mauer brach über einen unerwarteten friedlichen Mauerfall und die Wiedervereinigung. Der Stern schrieb dem Autor dazu: „Die Berliner Mauer ist kein Thema – und wird es in den nächsten 25 Jahren auch nicht werden.“

2010 erschien sein vom Goethe-Institut-Preisträger Dr. Nabil Haffar, ins Arabische übersetzter Roman Gilgamesch, König von Uruk in Syrien und anderen arabischen Ländern und kehrte damit zu seinem Ursprung zurück.

Die Initialen seines 2. und 3. Vornamens R. P. stehen der Legende nach (und ausdrücklich ohne Leerstelle dazwischen) für Reine Phantasie. Der Autor lebt nach jeweils mehrjährigen Stationen in Husum, Hamburg und Turin seit Jahrzehnten in Berlin. Er ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder.[1]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Science Fiction Romane
Historische Romane
Anderes

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1983: Robert Sheckley-Award für die Kurzgeschichte Lizenzverlängerung.
  • 1984: Kurd-Laßwitz-Preis für Das Sakriversum als bester deutscher Science Fiction-Roman des Jahres 1983.
  • 1984: Literaturpreis des Science Fiction Club Deutschland e.V. für die Kurzgeschichte Ein Mord im Weltall.
  • 1985: Literaturpreis des Science Fiction Club Deutschland e.V. für den Roman Der Tag, an dem die Mauer brach.
  • 1985: Penthouse Creative Cup für die Kurzgeschichte Verschmähte Göttin.
  • 2016: Deutscher Fantasy Preis - mit Astrid Ann Jabusch - für die deutsche Prosaversion vom Orlando furioso.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Joachim Alpers und Thomas M. Loock: Interview mit Thomas R.P. Mielke. In: Lesebuch der deutschen Science Fiction 1984. herausgegeben von Hans Joachim Alpers und Thomas M. Loock (Edition Futurum Band 4), Corian Verlag, Meitingen 1983, ISBN 3-89048-204-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Autobiografisches von ihm selbst