Thorsten Smidt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Thorsten Smidt, Ausstellungsdirektor der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Thorsten Smidt (* 20. Juni 1971 in Lemgo, Kreis Lippe) ist ein deutscher Kunsthistoriker und seit 2016 Ausstellungsdirektor der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Smidt studierte Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literatur, Philosophie und Polonistik an der Universität zu Köln, der Universität Wien und der Universität Hamburg. In seiner vom Deutschen Historischen Institut in Warschau geförderten Doktorarbeit untersuchte er das Verhältnis von Kunst und Politik in der Volksrepublik Polen. Nach der Promotion zum Dr. phil. trat er 2002 ein wissenschaftliches Volontariat bei den Staatlichen Museen Kassel (heute: Museumslandschaft Hessen Kassel) an. Dort war er Kurator der Ausstellung Johannes Vermeer: Der Geograph. Die Wissenschaft der Malerei. 2004 wechselte Smidt als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Städelsche Kunstinstitut (heute: Städel Museum). Ab 2005 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Museumslandschaft Hessen Kassel Projektleiter und Kurator der Hessischen Landesausstellung 2008 König Lustik!? Jérôme Bonaparte und der Modellstaat Königreich Westphalen. Anschließend leitete er den Geschäftsbereich Ausstellungskonzeption und -gestaltung der projekt2508 GmbH[1] in Bonn. In dieser Funktion war er Kurator kulturhistorischer und technikgeschichtlicher Ausstellungen wie der Hessischen Landesausstellung 2013 Expedition Grimm[2], der Niedersächsischen Landesausstellung 2014 Als die Royals aus Hannover kamen[3], der Dauerausstellungen von Schloss Drachenburg in Königswinter[4], des Spohr Museums in Kassel[5], des Hammermuseums in Hasloch[6], des Erlebnisaufzugs Altena[7], des dezentralen Heimatmuseums MonChronik in Monheim am Rhein[8]. Seit 2016 ist er Ausstellungsdirektor der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland[9]. In dieser Funktion ist er verantwortlich für die Dauer- und Wechselausstellungen an allen vier Standorten der Stiftung, das Leih-Ausstellungsprogramm sowie Grundsatzfragen zu Ausstellungskonzeption und -gestaltung.[9]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Staatliche Museen Kassel. Ein Rundgang. Deutscher Kunstverlag, München 2004, ISBN 978-3-422-06540-6.
  • Johannes Vermeer: Der Geograph. Die Wissenschaft der Malerei (=Monographische Reihe, Band 10). Staatliche Museen Kassel, Kassel 2003, ISBN 978-3-931787-23-3.
  • Kunst neben dem Kriegsrecht. Die Gruppe „Gruppa“ im Warschau der 1980er Jahre, Berlin 2003, ISBN 978-3-89825-740-4.

Als Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Expedition Grimm. Hessische Landesausstellung 2013 (Ausst.-Kat. documenta-Halle, Kassel 2013). Sandstein Verlag, Dresden 2013, ISBN 978-3-95498-029-1.

Aufsätze (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Von Zeitzeugen und Service-Robotern. Die erneuerte Dauerausstellung im Bonner Haus der Geschichte. In: Gregor Isenbort (Hrsg.): Postref Preref. Zukunft ausstellen. Szenografie-Kolloquien. (2018), S. 60–79
  • Die Künste im Dienst der neuen Herrschaft. Der Style Empire als „Corporate Design“ des Königreichs Westphalen. In: Andreas Hedwig (Hrsg.): Napoleon und das Königreich Westphalen. Herrschaftssystem und Modellstaatspolitik. Elwert Verlag, Marburg 2008, S. 211–222, ISBN 978-3-7708-1324-7.
  • Le style Empire. Les formes mobilisées au service du nouveau royaume. In: Jérôme Napoléon. Roi de Westphalie (Ausst.-Kat. Musée national du château de Fontainebleau 2008). Paris 2008, S. 77–84, ISBN 978-2-71185-463-9.
  • Der Kunstraub in Kassel. Kehrseite und Konsequenz des napoleonischen Modernisierungsprojekts. In: Maike Bartsch (Hrsg.): König Lustik!? Jérôme Bonaparte und der Modellstaat Königreich Westphalen (Ausst.-Kat. Museumslandschaft Hessen Kassel 2008). Hirmer Verlag, München 2008, S. 38–45, ISBN 978-3-7774-3955-6.
  • Kunst und Kartographie. Vermeers „Geograph“ als Paradigma. In: Lutz Hieber (Hrsg.): Der kartographische Blick (=Kultur. Forschung und Wissenschaft, Band 6). LIT Verlag, Hamburg 2006, S. 86–112, ISBN 978-3-8258-9879-3.
  • „Krakau - das Mönchengladbach des Ostens“. „Neue Wilde“ in Polen und in Deutschland. In: Małgorzata Omilanowska (Hrsg.): Wanderungen: Künstler – Kunstwerk – Motiv – Stifter, Warschau 2005, S. 149–161, [1].
  • Bildende Kunst in Hessen. In: Hessische Staatskanzlei (Hrsg.): Hessen. Land der Mitte. Gauweiler Verlags GmbH, Heidelberg 2004, S. 106–113, ISBN 978-3-933600-11-0.
  • Vergänglichkeit und Ewigkeitssehnsucht. Das Alter in der (Selbst)sicht der Künstler. In: Thomas Richter (Hrsg.): Alterskultur!? Reflexionen, Zerrbilder, Visionen (Ausst.-Kat. Franckesche Stiftungen Halle). Franckesche Stiftungen, Halle 2003, S. 131–136, ISBN 978-3-447-06329-6.
  • Übermalte Wände. Kulturelle Selbstbehauptung als Form des Widerstands unter dem polnischen Kriegsrecht. In: Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung 51, Herder-Institut, Marburg 2002, S. 75–90, [2].
  • Über die Geschichte eines Bildmotivs. Der polnische Arbeitsheld im Spiegel der Kunst. In: Rainer Gries, Silke Satjukow (Hrsg.): Sozialistische Helden. Eine Kulturgeschichte von Propagandafiguren in Osteuropa und der DDR. Ch. Links Verlag, Berlin 2002, S. 183–192, ISBN 978-3-86153-271-2.
  • Hans Holleins Museum Abteiberg. Ein Museumskonzept aus Stadtmodell und Bergwerk. In: Wallraf-Richartz-Museum (Hrsg.): Wallraf-Richartz-Jahrbuch 62, DuMont, Köln 2001, S. 293–308.
  • Hans Hollein. In: Andreas Beyer, Bénédicte Savoy, Wolf Tegethoff (Hrsg.): Allgemeines Künstlerlexikon – Internationale Künstlerdatenbank, De Gruyter Saur, o. J.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.projekt2508.de/expo2508/
  2. Expedition Grimm: Das Recht in die Hand nehmen. In: Hessische/Niedersächsische Allgemeine. 25. Juli 2013 (hna.de [abgerufen am 14. Juni 2018]).
  3. WELT: Ausstellung: Britische Kronjuwelen kommen nach Hannover. In: DIE WELT. 16. Mai 2013 (welt.de [abgerufen am 11. Juni 2018]).
  4. Ausstellungen. Abgerufen am 11. Juni 2018 (deutsch).
  5. Spohr -  Spohr-Museum. Abgerufen am 11. Juni 2018 (englisch).
  6. PresseBox (c) 2002–2018: Kurtz Ersa eröffnet Hammermuseum in Hasloch. Abgerufen am 11. Juni 2018 (deutsch).
  7. Der neue Erlebnisaufzug zur Burg Altena - Märkischer Kreis. Abgerufen am 11. Juni 2018.
  8. RP ONLINE: Monheim: Im Gänsemarsch durch die Geschichte. Abgerufen am 11. Juni 2018.
  9. a b Ansprechpartner der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Abgerufen am 11. Juni 2018.