Tim Stüttgen

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Tim Stüttgen (* 1977 in Solingen;[1]12. Mai 2013 in Berlin-Kreuzberg) war ein deutscher Autor, Performancekünstler, Kurator und Journalist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stüttgen studierte Filmwissenschaft an der Londoner Middlesex University und der Freien Universität Berlin und forschte später zu Gender Studies und Queer Theory als Postgraduate Researcher an der Jan van Eyck Academie in Maastricht.[2][3]

2006 organisierte Tim Stüttgen für die Jan van Eyck Academie das Symposium „Post Porn Politics“ in Berlin. Auf dem Symposium debattierten Theoretiker, Künstler und Szene-Aktivisten wie Bruce LaBruce, Beatriz Preciado, Michaela Wünsch, Terre Thaemlitz, Katja Diefenbach, Stephan Geene, Lee Edelman und Annie Sprinkle zur Frage, inwieweit Pornographie ein Medium der Emanzipation sein könnte.[4][5]

Unter seinem Alter Ego Timi Mei Monigatti trat Stüttgen als Drag Queen auf. Er schrieb das Theaterstück „Phone Sex Hotel“, für dessen Inszenierung er auch die Regie übernahm.[2] Gemeinsam mit Margarita Tsomou kuratierte er 2008 das Performance-Festival „Gender Pop Athen“ in Kooperation mit dem örtlichen Goethe-Institut.[6][4]

Als Journalist veröffentlichte er mehrere Beiträge in der taz und schrieb für Jungle World, Spex und De:Bug.[2]

Er schloss sich dem Kollektiv des Buchladens und Verlags b books an.

2012 schloss Stüttgen ein Masterstudium in Gender Studies an der Humboldt-Universität in Berlin ab. Zuletzt arbeitete er an einer Veröffentlichung seiner Masterarbeit zum Thema „Quare Zeiten, quare Orte: Die audio-visuellen Politiken des Blaxploitation-Kinos und Sun Ras Afrofuturismus“. Das Buch sollte Themen wie Post/Sklaverei, Queer-of-Color-Politik und künstlerische Techniken wie die Assemblage behandeln.[7][4]

Am 12. Mai 2013 beging Tim Stüttgen in Berlin Suizid.[8]

Nach seinem Tod erschien seine Masterarbeit unter dem Titel IN A QU*A*RE TIME AND PLACE bei b books, in Berlin (in Kooperation mit autonomedia, New York).

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nachruf auf Tim Stüttgen: Immer fordernd, immer rastlos. (Memento vom 26. Juni 2013 im Webarchiv archive.today) auf: taz.de, abgerufen am 24. Juni 2013.
  2. a b c Tim Stüttgen bei thing-hamburg.de, abgerufen am 24. Juni 2013.
  3. Biographische Daten@1@2Vorlage:Toter Link/www.studioxxberlin.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 29 kB) bei der Künstleragentur Studioxx, abgerufen am 3. Juli 2013.
  4. a b c Nachruf: Tim Stüttgen (1977–2013) (Memento vom 26. Juni 2013 im Webarchiv archive.today) bei: spex.de, abgerufen am 24. Juni 2013.
  5. Postpornpolitics auf b-books.de mit Beitragenden
  6. Sonja Eismann: Kein deutscher Exportschlager. (Memento vom 3. Juli 2013 im Webarchiv archive.today) taz.de vom 9. April 2008, abgerufen am 3. Juli 2013.
  7. Prof. Dr. Eveline Kilian für das ZtG: Nachruf Tim Stüttgen (Memento des Originals vom 18. Juni 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gender.hu-berlin.de
  8. Nachruf: Tim Stüttgen bei b-books.de, abgerufen am 24. Juni 2013.