Margarita Tsomou

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Myropi-Margarita[1] Tsomou (* 2. Juli 1977 in Thessaloniki[1]) ist eine deutsch-griechische Kulturwissenschaftlerin, Dramaturgin, Kuratorin, Aktivistin, Performancekünstlerin und Journalistin. Sie gehört zu den Herausgeberinnen des pop-feministischen Missy Magazine.

Leben und Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2018 wurde Tsomou an der HafenCity Universität Hamburg innerhalb des künstlerisch-wissenschaftlichen Graduiertenkollegs „Versammlung und Teilhabe: Urbane Öffentlichkeiten und performative Künste“ zur Dr. phil. promoviert.[1] Sie untersuchte dabei die Protestpraktiken, Versammlungs- und Widerstandsformen der griechischen Protestbewegung der Empörten, Aganaktismenoi, auf dem Syntagma-Platz 2011 in Athen.

Sie nimmt regelmäßig als Sprecherin und Moderatorin an politischen und künstlerischen Podiumsdiskussionen teil.[2] Im Oktober 2018 veranstaltete sie das Bühnenprogramm der Demonstration Unteilbar in Berlin. Sie ist Teil der künstlerisch-aktivistischen Gruppe Schwabinggrad Ballett.[2] Im Rahmen ihrer Tätigkeiten hat sie schon mit kulturellen Institutionen wie Hebbel am Ufer, Maxim-Gorki-Theater, Kampnagel Hamburg, Volksbühne Berlin, Haus der Kulturen der Welt, Berliner Festspiele, Heinrich-Böll-Stiftung, Goethe-Institut Athen, Münchener Kammerspiele und der Onassis Cultural Foundation Athen zusammengearbeitet. 2017 nahm sie als Künstlerin an den Freiheitsübungen "Voices of Trans and Queer Politics in the Mediterranean" an der documenta 14 in Athen und Kassel teil.[3]

Tsomou forscht und arbeitet vor allem zu Queer-Feminismus und Sexualität, politischer Kunst, Protestpraktiken und Performance-Theorie.[4] Als Journalistin publizierte sie Beiträge u. a. für die Zeit, taz, Spex, Frankfurter Rundschau, WDR und SWR.[2]

Sie lebt und arbeitet in Berlin und Athen.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (2016): „Drei Bilder zu post-repräsentativen Politiken der „Aganaktismenoi“ auf der Besetzung des Athener Parlamentsplatzes 2011“, in: Agridopoulos, Aristotelis/Papagiannopoulos, Ilias (Hg.): Griechenland im europäischen Kontext. Krise und Krisendiskurse, Wiesbaden: Springer VS, S. 319–330.
  • (2016): „In Kolonien braucht es keinen Staatsstreich. Zur Frage des Neokolonialen im Kontext der griechischen Krise“, online unter http://demokratieplus.de/margarita-tsomou-in-kolonien-braucht-es-keinen-staatsstreich/, (zuletzt aufgerufen 4. August 2019).
  • mit Tsianos, Vassilis (2015): „The Art of Being Many“, in: Malzacher, Florian (Hg.), Not Just a Mirror. Looking for the political theatre of today, Berlin: Alexander Verlag, S. 92–103.
  • (2014): „Der besetzte Syntagmaplatz 2011: Körper und Performativität im politischen Alphabet der Empörten“, in: Burri, Regula Valérie/Evert, Kerstin/Sibylle, Peters/Pilkington, Esther/Ziemer, Gesa (Hg.): Versammlung und Teilhabe. Urbane Öffentlichkeiten und performative Künste, Bielefeld: transcript, S. 113–141.
  • (2014): „Last Exit. Zum Aufschwung solidarischer Ökonomien im Griechenland der Krise“, in: WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung 11, Frankfurt a. M.: Campus, S. 79–92.
  • mit Tsianos, Vassilis/Papadopoulos, Dimitris (2011): „Athen: Metropolitane Blockade – Real Democracy“, online unter http://eipcp.net/transversal/1011/ptt/en.html, (zuletzt aufgerufen 16. August 2019).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Myropi-Margarita Tsomou: Zwischen Repräsentationskritik, Selbstrepräsentation und nicht-repräsentativen Politiken: die Aktionsformen der Aganaktismenoi auf dem Syntagma-Platz, Athen 2011. 2018 (Online [abgerufen am 4. August 2019]).
  2. a b c Berliner Festspiele: Margarita Tsomou - Berliner Festspiele. Abgerufen am 4. August 2019 (englisch).
  3. https://www.documenta14.de/de/calendar/1022/-31-voices-of-trans-and-queer-politics-in-the-mediterranean
  4. Über uns | Missy Magazine. Abgerufen am 4. August 2019 (deutsch).