To Rome With Love

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Filmdaten
Deutscher Titel To Rome With Love
Originaltitel To Rome With Love
To Rome with Love.png
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch, Italienisch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 112 Minuten
Altersfreigabe FSK 0[1]
JMK 0[2]
Stab
Regie Woody Allen
Drehbuch Woody Allen
Produktion Letty Aronson,
Stephen Tenenbaum,
Giampaolo Letta,
Faruk Alatan
Musik Goffredo Gibellini
Kamera Darius Khondji
Schnitt Alisa Lepselter
Besetzung

To Rome With Love ist ein US-amerikanischer Film des Regisseurs Woody Allen aus dem Jahr 2012. Der Film feierte am 13. April 2012 seine Premiere in Italien und kam am 30. August im Verleih von Tobis Film in die deutschen Kinos.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einleitung übernimmt ein römischer Verkehrspolizist, den abschließenden Kommentar ein einfacher Bürger. Der Film besteht aus vier, nicht miteinander zusammenhängenden Episoden, die im steten Wechsel erzählt werden. Nachfolgend die Inhalte, in der Reihenfolge, in welcher die Charaktere zuerst erscheinen. Die Episode von Antonio und Milly beschränkt sich auf einen Tag, alle anderen erstrecken sich über längere, nicht näher definierte Zeiträume.

Die Touristin Hayley (Alison Pill) lernt den Römer Michelangelo (Flavio Parenti) kennen und verlobt sich mit ihm. Um den Schwiegersohn und seine Familie kennenzulernen, reisen ihre Eltern an, die Psychiaterin Phyllis (Judy Davis) und der gescheiterte Opernregisseur im Ruhestand Jerry (Woody Allen). Michelangelos Vater Giancarlo (Fabio Armiliato), ein Bestattungsunternehmer, verfügt über eine hervorragende Gesangsstimme, die allerdings nur beim Duschen zur Entfaltung kommt. Jerry arrangiert eine Opernaufführung, die das neu entdeckte Talent in einer Duschkabine bestreitet. Während Giancarlo für seinen Gesang triumphale Kritiken erntet, wird die von Jerry verantwortete Inszenierung verrissen.

Antonio (Alessandro Tiberi) und Milly (Alessandra Mastronardi) sind Flitterwöchner aus der Provinz und wollen seine Verwandten treffen, die ihm zu einer Karriere in Rom verhelfen könnten. Während Milly sich auf der Suche nach einem Friseur in der Stadt verirrt hat, dringt die Prostituierte Anna (Penélope Cruz) versehentlich in das Hotelzimmer der beiden ein und bringt Antonio in eine kompromittierende Situation. In der Folge gibt er Anna deshalb gegenüber den Verwandten als seine Frau aus. Milly hat in der Zwischenzeit die Schauspielerin Pia Fusari (Ornella Muti) und den Schauspieler Luca Salta (Antonio Albanese) bei Dreharbeiten getroffen. Salta führt sie zum Essen aus. Antonio besucht mit Anna und den Verwandten das gleiche Restaurant, gibt sich aber nicht zu erkennen. Nachdem Anna die Tugendhaftigkeit von Milly in Zweifel gezogen hat, verführt sie Antonio. Milly hingegen ist Luca auf sein Hotelzimmer gefolgt und will seinem Werben nachgeben, als die beiden gestört werden. Zunächst bedroht sie ein Einbrecher, dann steht Lucas Ehefrau mit Alimentenforderungen vor der Tür. Luca versteckt sich, während Milly und der Dieb als Paar posieren, um die Ehefrau abzuwimmeln. Nachdem Luca dadurch unentdeckt entkommen kann, gibt sich Milly dem Einbrecher hin. Als sie zu Antonio zurückkehrt, verwirft er die Umzugspläne und votiert für den Verbleib in der Provinz, dem sie widerstrebend zustimmt.

John Foy (Alec Baldwin) besucht mit Frau und Freunden zum Abschluss eines Urlaubs noch einmal Rom, in dem er als junger Mann gelebt hat und lässt seine Erinnerungen Revue passieren. Die Rückschau verlegt er in die Gegenwart und gibt sich selbst die Rolle eines Beobachters, der seinem jugendlichen Alter Ego in der Rolle von Jack (Jesse Eisenberg) begegnet. Dieser lebt mit Sally (Greta Gerwig) zusammen, die Besuch von ihrer Freundin Monica (Ellen Page) erhält, einer glücklosen Schauspielerin mit Hang zur Selbstdarstellung und amourösen Abenteuern. Trotz ihrer offensichtlichen Manipulationen beginnt Jack eine Affäre mit ihr und plant eine gemeinsame Zukunft. Kurz bevor er sich von Sally trennen will, bekommt Monica eine Filmrolle angeboten und verlässt ihn.

Leopoldo Pisanello (Roberto Benigni) ist ein einfacher Angestellter, der von seiner Umwelt nicht beachtet wird. Über Nacht wird er ohne Grund zur Berühmtheit, erfährt eine bevorzugte Behandlung, wird von Paparazzi belagert und ständig interviewt und ist Thema ausführlicher Berichterstattung im Fernsehen und in der Presse, zudem hat er Affären mit mehreren Frauen. Nach kurzer Zeit jedoch belastet ihn die Popularität und er ist hocherfreut, als sich die Aufmerksamkeit eines Tages schlagartig wieder von ihm abwendet. Wenig später erleidet er allerdings einen Zusammenbruch und versucht sich auf der Straße bei seinen Mitbürgern in Erinnerung zu bringen. Erst als eine Passantin ihn erkennt, beruhigt er sich wieder.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ein Reigen voller Irrungen und Wirrungen sowie mit originellen, witzigen Szenen, wobei sich die Figuren und Episoden angesichts ihrer Vielzahl freilich nicht richtig entfalten können. So bleibt der Film trotz schöner Details ein etwas lauer Spaziergang durch die italienische Metropole.“

Lexikon des internationalen Films[3]

„Anders als Woody Allens Paris wird Rom jedoch nicht zum mythischen Ort. Auch die altersweisen Erkenntnisse – über die Schattenseiten der Prominenz oder das Ausmaß an Selbsttäuschung bei jungen Liebenden – sind eher trivial. So hat Allen von seinem jüngsten Europatrip nur eine halbwegs vergnügliche Sammlung von Kurzgeschichten mitgebracht.“

Der Tagesspiegel[4]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals seit Scoop stand Woody Allen auch wieder selbst vor der Kamera. Und erstmals seit langem wird Allen nicht mehr von Wolfgang Draeger synchronisiert.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einer Großaufnahme des Kolosseums sieht man hinter den Arkadenbögen des zweiten Geschosses den Schriftzug „NERONE“. Dabei handelt es sich um die Schautafeln der Wechselausstellung vom 1. April bis 18. September 2011, die dem römischen Kaiser Nero (37–68 n. Chr.), ital. Nerone, gewidmet war.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für To Rome With Love. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, August 2012 (PDF; Prüf­nummer: 134 258 K).
  2. Alterskennzeichnung für To Rome With Love. Jugendmedien­kommission.
  3. To Rome With Love im Lexikon des internationalen Films
  4. Italienische Verhältnisse, tagesspiegel.de