Tobias Roth

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Tobias Roth auf dem Lyrikmarkt in Berlin 2016

Tobias Roth (* 1985 in München) ist ein deutscher Lyriker, Übersetzer und Essayist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tobias Roth ist in München-Trudering aufgewachsen und zur Schule gegangen, wobei er zwischenzeitlich auch in Chartres lebte. Er studierte Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaften und Kunstgeschichte in Freiburg an der Albert-Ludwigs-Universität und Europäische Literaturen an der Humboldt-Universität zu Berlin[1]. Von 2013 bis 2016 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich 644 Transformation der Antike[2], 2017 wurde er mit einer Arbeit über die Sonette Giovanni Pico della Mirandolas an der HU promoviert.

Als Kulturjournalist war Tobias Roth von 2007 bis 2015 Mitarbeiter des Onlinefeuilletons klassik.com[3], zwischen 2009 und 2011 betreute er eine Seite zur zeitgenössischen Lyrik für Die Berliner Literaturkritik[4] und für das Onlineportal fixpoetry.com konzipierte und betreute er 2013 die monatliche Reihe In Augenschein[5] sowie 2014 die Reihe Dichtertotenbriefe[6]. Seit 2013 veröffentlicht er Rezensionen und Essays im Lyrikportal Signaturen.[7] Seit 2011 ist er Herausgeber der Berliner Renaissancemitteilungen.

Seit 2005 ist Tobias Roth Mitglied in der Mainzer Gesellschaft zur Förderung von Design, Kunst und Kommunikation e.V. und seit 2012 im Vorstand der Internationalen Wilhelm-Müller-Gesellschaft[8]. Tobias Roth hat mehrere wissenschaftlicher Schriften zu literaturhistorischen Themen veröffentlicht, tritt allerdings hauptsächlich als Lyriker, Übersetzer und Essayist in Erscheinung. Roths Texte wurden in einer ganzen Reihe bekannter Literaturzeitschriften (z.B. Macondo, Ostragehege, Literatur in Bayern, Außer.dem, Sterz, Sprache im technischen Zeitalter, Mütze, Gegenstrophe) und Anthologien abgedruckt.

Gemeinsam mit Sophia Pompéry realisierte Tobias Roth im Sommer 2016 die Textinstallation Häuserzeilen, die vom Bezirksamt Mitte von Berlin gefördert wurde[9][10]. Ein 1600 Meter langes Monostichon zog sich in fortlaufender Linie durch die Straßen von Moabit, gemalt mit Schlämmkreide.

Bibliographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aus Waben. Gedichte. Verlagshaus Berlin, Berlin 2013, ISBN 978-3-940249-68-5.
  • Tradition. Gänge um das Füllhorn. Verlagshaus Berlin, Berlin 2013, ISBN 978-3-940249-70-8.
  • Gemeinsam mit Julius Walther: Bayerische Biergartenordnung. Literarische Tischdecke 250×75 cm. Homunculus Verlag, Erlangen 2016, ISBN 978-3-946120-99-5.
  • Gemeinsam mit Asmus Trautsch und Melanie Möller: Ovid, Liebeskunst. In der Übersetzung von Hertzberg/Burger, überarbeitet und reich kommentiert. Galiani Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-86971-153-9.
  • Vorratsdatenruinen. 4 Schneisen, 1 Sonett, 1 Bild. SuKuLTuR, Berlin 2017, ISBN 978-3-95566-069-7.

Übersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bartolomeo Scappi: Ein Mittagessen im Vatikan am 17. Januar 1567. Übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Tobias Roth. SuKuLTuR, Berlin 2015, ISBN 978-3-95566-049-9.
  • Giovanni Gioviano Pontano: Baiae. Zwei Bücher Elfsilber. Hrsg.: Lat./Dt. Übersetzt, kommentiert und mit einem Nachwort versehen von Tobias Roth. Verlagshaus Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-945832-23-3.
  • Angelo Poliziano: Sylva in scabiem – Wald aus Krätze. Hrsg.: Lat./Dt. Übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Tobias Roth. hochroth Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-902871-76-3.
  • Voltaire: Der Fanatismus oder Mohammed. Tragödie, nebst Essais und Briefen Voltaires. Hrsg.: Übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Tobias Roth. Das Kulturelle Gedächtnis, Berlin 2017, ISBN 978-3-946990-02-4.

Herausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marco Hillemann/Tobias Roth (Hrsg.): Wilhelm Müller und der Philhellenismus. (= Schriften der Internationalen Wilhelm-Müller-Gesellschaft 5). Frank & Timme, Berlin 2015, ISBN 978-3-7329-0177-7.
  • Tobias Roth (Hrsg.): Lob der mechanischen Ente. Mit einem Nachwort von Annette Lubkowitz und einer Titelillustration von Andrea Schmidt. SuKuLTuR, Berlin 2017, ISBN 978-3-95566-062-8.
  • Helmut Pfeiffer/Irene Fantappiè/Tobias Roth (Hrsg.): Renaissance Rewritings. (= Transformationen der Antike 50). De Gruyter, Berlin/Boston 2017, ISBN 978-3-11-052230-3.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016 Aufenthaltsstipendium im International Writers' and Translators' House in Ventspils
  • 2015 Bayerischer Kunstförderpreis
  • 2013 Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis beim Literarischen März in Darmstadt
  • 2011 Preis des Buchhandels bei poet|bewegt in Chemnitz 2011
  • 2010, 2012 und 2014 Nachwuchsautor der Literaturstiftung Bayern
  • 2010 Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin
  • 2010 Stipendiat des Mannheimer Mozartsommers
  • 2007, 2009 und 2011 Auszeichnungen von Texten im internationalen Essay-Wettbewerb der Goethe-Gesellschaft Weimar

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tobias Roth. Literaturport; abgerufen am 22. Juni 2014.
  2. SFB Transformationen der Antike. sfb-antike.de; abgerufen am 7. Februar 2016.
  3. Tobias Roth:Steckbrief. Klassik.com; abgerufen am 22. Juni 2014.
  4. Tobias Roth: Frenetische Stille.Gedichte. Berliner Literaturkritik; abgerufen am 22. Juni 2014.
  5. Feuilleton Archiv. fixpoetry; abgerufen am 22. Juni 2014.
  6. Feuilleton Archiv. Fixpoetry; abgerufen am 22. Juni 2014.
  7. Münchner Anthologie. Signaturen; abgerufen am 22. Juni 2014.
  8. Impressum. Internationale Wilhelm-Müller-Gesellschaft e.V.; abgerufen am 22. Juni 2014.
  9. Pressemitteilung miKrOPROJEKT 2016. berlin.de; abgerufen am 13. September 2016.
  10. Bericht bei art in berlin. art-in-berlin.de; abgerufen am 13. September 2016.