Tomás Saraceno

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In orbit, Installation in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, K21, Düsseldorf, 2013

Tomás Saraceno (* 1973 in San Miguel de Tucumán) ist ein argentinischer Performance- und Installationskünstler.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saraceno studierte von 1992 bis 1999 Kunst und Architektur an der Universidad de Buenos Aires (UBA). Von 1999 bis 2000 machte er ein Aufbaustudium an der Escuela Superior de bellas Artes Ernesto de la Carcova in Buenos Aires. Von 2001 bis 2003 schloss sich ein Postgraduiertenstudium der Kunst und Architektur an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule, Frankfurt am Main bei Thomas Bayrle und Ben van Berkel an. Von 2003 bis 2004 besuchte der den Kurs „Progettazione e Produzione delle Arti Visive“ an der Universität Venedig (UAV) bei den Professoren Hans Ulrich Obrist und Olafur Eliasson. Im Sommer 2009 nahm er am International Space Studies Program im NASA Ames Research Center, Silicon Valley, Kalifornien, teil.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiederkehrendes Motiv in Saracenos dreidimensionalem, meist raumfüllendem Werk sind verknüpfte Raumkapseln, [...] die unter den Vorzeichen von Klimawandel und Bevölkerungswachstum alternativen Wohnraum bereitstellen sollen. [1] Sie zeigen Lebens- und Wohnmodelle, mit denen neue Ideen für soziale Interaktionen innerhalb einer globalen Zusammenarbeit entstehen könnten.

Auf der Biennale von Venedig 2009 untersuchte er unter dem Titel “Galaxies Forming along Filaments, like Droplets along the Strands of a Spider's Web”, mit einer aus Kristall-PVC-Skulpturen und elastische Seilen bestehenden Rauminstallation alternative Lebensstrategien. Auf der Sonsbeek International Sculpture Exhibition 2008 stellte er ein „Fliegendes Gewächshaus“ vor, das aus zweiunddreißig mit Helium gefüllten Luftballons bestand, die durch ein Netz zusammen gehalten wurden. Die so entstandene „Wolke“ hatte einen Durchmesser von 10 Metern.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Installationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Flying Garden, EPO München, Deutschland
  • 2008: On clouds (Air-Port-City) Towada Arts Center, Towada, Japan
  • 2011: Cloud-Specific, Kemper Art Museum, Washington University, St. Louis, Missouri, USA
  • 2012: Tomás Saraceno on the Roof: Cloud City, Dachgarten des Metropolitan Museum of Art, New York City, New York, USA
  • 2013: in orbit, in der Glaskuppel des K 21 Ständehaus der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Deutschland

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003 Hessische Kulturstiftung, Ausbildungsförderung, einjähriger Aufenthalt in Rotterdam,
  • 2003–2004 Stipendium der el Fondo Nacional de las Artes-Argentina für die IUAV, Venedig
  • 2009 Calder Preis - Calder Foundation in Zusammenarbeit mit der Scone Foundation
  • 2010 1822-Kunstpreis, Frankfurt am Main

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nathalie Küchen: Tomás Saraceno., in: Georg-Kolbe-Museum (Hrsg.): Vanitas - Ewig ist eh nichts. Katalog zur Ausstellung, Berlin, 2014, S. 62.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Preisbegründung der 1822-Stiftung der Frankfurter Sparkasse für den 1822-Kunstpreis, 2010
  2. Seite des Museums zur Ausstellung, abgerufen am 2. Mai 2014.
  3. Mitteilung zur Ausstellung, abgerufen am 28. September 2014.