Haus Konstruktiv

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Museum Haus Konstruktiv im ewz-Unterwerk Selnau

Das Museum Haus Konstruktiv in Zürich ist ein Ausstellungshaus für konstruktive, konkrete und konzeptuelle Kunst, das diese in einen Dialog mit der Gegenwartskunst stellen möchte. Träger des Museum Haus Konstruktiv ist die Stiftung für konstruktive, konkrete und konzeptuelle Kunst.

Das Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum Haus Konstruktiv befindet sich im Zentrum Zürichs zwischen Paradeplatz und Stauffacher in einem Zürcher Industriebau, dem ehemaligen Unterwerk Selnau. Die Institution pflegt, nach eigener Angabe als einzige in der Schweiz, die konstruktiv-konkrete Kunst, zu deren Vertretern Max Bill, Camille Graeser, Verena Loewensberg und Richard Paul Lohse gehören. Auf fünf Stockwerken werden eine eigene Sammlung und pro Jahr sechs bis neun Wechselausstellungen gezeigt. Eine permanente Installation und gleichzeitig das Herzstück der Sammlung bildet der «Rockefeller Dining Room», der 1963/64 vom Schweizer Künstler Fritz Glarner für das Ehepaar Nelson A. Rockefeller in New York konzipiert und ausgeführt wurde. Es handelt sich um ein Beispiel für das Prinzip des «Relational Painting» und ein einmaliges Zeugnis konkreter Raumgestaltung.

Parallel zu den Ausstellungen finden Vorträge, Künstlergespräche, Führungen, Konzerte und Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt.

Das Museum Haus Konstruktiv verfügt im Erdgeschoss über einen Shop und über kleines Café mit einem Wandwerk von Claudia Comte. Zudem führt das Museum eine Fachbibliothek mit festgelegten Schwerpunkten im Dachgeschoss, die während der Museumsöffnungszeiten geöffnet ist und ohne Zutritt zu den Ausstellungen kostenlos besucht werden kann.

Die Geschichte und die Sammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Träger des Museums Haus Konstruktiv ist die Stiftung für konstruktive, konkrete und konzeptuelle Kunst. Sie wurde 1986 von Personen aus dem Umfeld der Zürcher Bewegung der konstruktiven und konkreten Kunst gegründet. Von 1987 bis 2001 befand sich das «haus für konstruktive und konkrete kunst» – wie es 
damals noch hiess – im Seefeld. Im Frühjahr 2001 zog es dann, umbenannt in «Haus Konstruktiv», in das Gebäude des früheren ewz-Unterwerks Selnau um. Bis zu seiner Stilllegung 1998 hatte dieses Werk rund einhundert Jahre lang als Umformerstation gedient. Heute steht das
 Gebäude, das zwischen 1929–32 vom damaligen Stadtbaumeister Hermann Herter zu einem einheitlichen Baukörper im Stil des Neuen Bauens zusammengefasst worden war, unter Denkmalschutz. Nach Plänen der Architekten Roger Diener und Meier + Steinauer wurde auf
 fünf Stockwerken mit insgesamt 1’200 Quadratmetern Ausstellungsfläche ein Ort für Wechselausstellungen und Sammlungspräsentationen geschaffen.

Die Sammlung des Museum Haus Konstruktiv verfügt gegenwärtig über 900 Werke aus dem 20. und 21. Jahrhundert aus Schenkungen von Künstlerinnen und Künstlern, deren Erben sowie privaten Sammlerinnen und Sammlern. Der Schwerpunkt der Sammlung, die sich am kunsthistorischen Erbe der konstruktiv-konkreten und konzeptuellen Kunst orientiert, liegt bei Gemälden, Grafiken und Skulpturen aus dem Umfeld und der Nachfolge der Zürcher Konkreten Max Bill, Richard Paul Lohse, Camille Graeser und Verena Loewensberg.

Seit Frühjahr 2013 ist Sabine Schaschl Direktorin des Hauses.

Ausstellungen (ab 2013)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungskataloge (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 47° 22′ 21″ N, 8° 31′ 56″ O; CH1903: 682596 / 247421