Turowo (Miastko)

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Turowo
Turowo führt kein Wappen
Turowo (Polen)
Turowo
Turowo
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Pommern
Powiat: Bytów
Gmina: Miastko
Geographische Lage: 54° 6′ N, 17° 11′ OKoordinaten: 54° 5′ 34″ N, 17° 10′ 53″ O
Einwohner: 124
Telefonvorwahl: (+48) 59
Kfz-Kennzeichen: GBY
Wirtschaft und Verkehr
Straße: RoleKramarzyny/DK 20
Schienenweg: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig



Turowo (deutsch Steinau kaschubisch Tùrowò) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Pommern und gehört zur Stadt- und Landgemeinde Miastko (Rummelsburg) im Powiat Bytowski (Kreis Bütow).

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turowo liegt in der Pojezierze Bytowski (Bütower Seenplatte) zwischen der früheren Kreisstadt Miastko und der jetzigen Kreismetropole Bytów (Bütow). Eine Nebenstraße führt von Role (Grünwalde) kommend nach Kramarzyny (Kremerbruch), das direkt an der polnischen Landesstraße 20 (ehemalige deutsche Reichsstraße 158 Berlin - Lauenburg in Pommern) liegt, die von Stargard (Stargard in Pommern) nach Gdynia (Gdingen) verläuft.

Zwischen 1909 und 1945 hatte der bis dahin Steinau genannte Ort über die sechs Kilometer entfernte Station Kremerbruch (heute polnisch: Kramarzyny) Anschluss an die Bahnstrecke Bütow–Rummelsburg (Bytów–Miastko).

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezeichnung Steinau ist ein in Deutschland geläufiger und mehrfach vorkommender Ortsname, nicht weniger als der Name Turowo in Polen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steinau wurde nach 1843 als Vorwerk der Gemeinde Grünwalde (heute polnisch: Role) angelegt und blieb bis 1945 eine Ortschaft innerhalb der Gemeinde Grünwalde-Saaben (Role-Żabno). Im Jahre 1905 wurde der Ort in 15 Rentensiedlungen aufgeteilt.

Das Dorf gehörte bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zum Landkreis Rummelsburg i. Pom. (Miastko) im Regierungsbezirk Köslin (Koszalin) der preußischen Provinz Pommern.

Nach 1945 kam das nun Turowo genannte Dorf zu Polen und wurde Teil der Gmina Miastko innerhalb des Powiat Bytowski in der Woiwodschaft Pommern (1975–1998 Woiwodschaft Słupsk). Hier leben jetzt etwas mehr als hundert Einwohner.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bis 1945 vorwiegend evangelischen Einwohner von Steinau gehören zu einem von insgesamt zwölf Orten, die in das Kirchspiel Waldow (heute polnisch: Wałdowo) eingepfarrt waren. Es gehörte zum Kirchenkreis Rummelsburg (Miastko) im Ostsprengel der Kirchenprovinz Pommern der Kirche der Altpreußischen Union.

Seit 1945 ist die Bevölkerung von Turowo überwiegend katholischer Konfession. Das Dorf gehört nun zur Kirchengemeinde Wałdowo (Waldow), die in die Pfarrei Piaszczyna (Reinwasser) eingegliedert ist. Sie liegt im Dekanat Miastko im Bistum Köslin-Kolberg der Katholischen Kirche in Polen.

Hier lebende evangelische Kirchenglieder sind der Kreuzkirchengemeinde in Słupsk (Stolp) zugeordnet, deren nächstes Filialkirchdorf Wołcza Wielka (Groß Volz) südwestlich von Miastko liegt. Sie ist Teil der Diözese Pommern-Großpolen der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Kreis Rummelsburg. Ein Heimatbuch. Hamburg 1979.