USS Edsall (DD-219)

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Clemson-Klasse
USS Edsall in den 1920ern
USS Edsall in den 1920ern
Übersicht
Typ Zerstörer
Bauwerft

William Cramp and Sons

Kiellegung 15. September 1919
Stapellauf 29. Juli 1920
Namensgeber Norman Eckley Edsall
Gefallen im Spanisch-Amerikanischen Krieg 1899
1. Dienstzeit Flagge
Indienststellung 26. November 1920
Verbleib Gesunken 1. März 1942
Technische Daten
Verdrängung

1.190 ts

Länge

95,83 m

Breite

9,65 m

Tiefgang

2,84 m

Besatzung

101 (153 im Krieg)

Antrieb

Dampfturbine mit 26.500 shp (20 MW)
2 Schrauben

Geschwindigkeit

35 kn

Reichweite

4900 sm bei 15 kn
(9100 km bei 28 km/h)

Bewaffnung

Schiffsartillerie:

4 × 4" (102 mm)
1 × 3" (76 mm)

Torpedorohre:

12 × 21" (533 mm)

Die USS Edsall (Kennung DD-219) war ein Zerstörer der United States Navy. Sie gehörte zur 156 Einheiten umfassenden Clemson-Klasse und war benannt nach Norman Eckley Edsall (1873–1899).

Beim Stapellauf auf der Werft William Cramp and Sons wurde er von Bessie Edsall Bracey, der Schwester des Namensgebers, getauft.

Für die Verdienste während des Zweiten Weltkrieges wurden der Edsall zwei Battle Stars zuerkannt. Acht Monate nach der Versenkung taufte Mrs. Edsall Bracey ein weiteres Schiff auf diesen Namen. Der Geleitzerstörer USS Edsall (DE-129) wurde Typschiff der Edsall-Klasse mit 85 Einheiten.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zumeist in Asien stationiert, war sie beim Angriff auf Pearl Harbor südöstlich Borneo Teil der Destroyer Division 57. Kurz darauf wurde sie zur Suche der Überlebenden Schiffbrüchigen der HMS Prince of Wales und HMS Repulse ausgesandt. Dabei brachte sie den japanischen Fischkutter Kofuku Maru, mit vier Booten im Schlepptau, auf und eskortierte diesen nach Singapur, bevor sie ihn an die HMAS Goulburn übergab.

Anschließend leistete sie Geleitschutz für den schweren Kreuzer USS Houston und andere Schiffe. Dabei versenkte sie mit HMAS Deloraine, HMAS Lithgow, und HMAS Katoomba das japanische U-Boot I-124 am 20. Januar 1942 vor Darwin. Am 3. Februar verlegte sie nach Tjilatjap, Java von wo aus sie dem Seeflugzeugträger USS Langley (AV-3) beim Flugzeugtransport zugeteilt wurde. Er wurde kurz darauf Opfer eines Luftangriffs und Edsall nahm 177 Schiffbrüchige auf. Am 28. Februar sollte die Edsall vor Flying Fish Cove auf der Weihnachtsinsel von der USS Pecos Treibstoff bunkern und Schiffbrüchige übergeben. Wegen japanischer Flugzeugangriffen gelang das nicht vollständig. Kurz darauf wurde die Pecos von japanischen Flugzeugen versenkt. In der Folge sollte Edsall amerikanische Piloten nach Tjilatjap transportieren.

Die Versenkung der USS Edsall (DD-219)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1942 wurde die Edsall von einer japanischen Kampfgruppe 430 Seemeilen südlich der Insel Java gestellt. Das Schlachtschiff Hiei, ihr Schwesterschiff Kirishima und einige schwere Kreuzer eröffneten auf 27.000 Meter Entfernung das Feuer, konnten aber den schnell manövrierenden Zerstörer nicht entscheidend treffen. Erst nachdem er durch einen Luftangriff von 17 trägergestützten Sturzkampfflugzeugen des Typs Aichi D3A beschädigt und verlangsamt worden war, schossen die Verfolger die Edsall zusammen, bis sie schließlich um 17:31 Uhr unterging.[1][2]

Mindestens fünf Besatzungsmitglieder überlebten, sie wurden 1946 geköpft in Massengräbern in Indonesien gefunden. Mutmaßlich waren sie Opfer von Kriegsverbrechen der Kaiserlich Japanischen Marine.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: USS Edsall (DD-219) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Donald M. Kehn: A Blue Sea of Blood: Deciphering the Mysterious Fate of the USS Edsall Zenith, 2009.

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter C. Smith: Fist from the Sky. Japan's Dive-Bomber Ace of World War II. Stackpole, ISBN 0-8117-3330-0, S. 186 und folgende.
  2. Vincent P. O'Hara: The U.S. Navy against the Axis. surface combat 1941–1945. US Navalinstitute Press, 2007, ISBN 1-59114-650-X, S. 63.