Ulrich Friedrich Gyldenlöwe

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Ulrich Friedrich Gyldenlöwe, Graf von Laurvig

Ulrich Friedrich Gyldenlöwe, auch Ulrik Frederik Gyldenløve bzw. Ulrich Friedrich Graf von Güldenlöw-Laurvig, (* 20. Juli 1638 in Bremen; † 17. April 1704 in Hamburg) war von 1664 bis 1699 dänischer Statthalter in Norwegen.

Abstammung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrich Friedrich Gyldenlöwe war der Sohn von König Friedrich III. von Dänemark und seiner Geliebten Margrethe Pape (1620–1684), einer Bürgerlichen aus Holstein, die 1683 von Christian V. zur Baronesse von Löwendal erhoben wurde.

Der Name Gyldenlöwe war den außerehelichen Kindern der Könige Christian IV., Friedrich III. und Christian V. sowie einem als Kind verstorbenen Sohn aus Friedrichs IV. bigamistischer Ehe mit Elisabeth Helene Gräfin von Viereck vorbehalten. Die Nachkommen der Gyldenlöwe waren adelig und erhielten den Namen Danneskjold.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gyldenlöwe nahm an den dänisch-schwedischen Kriegen im 17. Jahrhundert teil und zeichnete sich insbesondere im sogenannten „Karl-Gustav-Krieg“ (1657–1660) in der siegreichen Schlacht bei Nyborg am 14. November 1659 aus. 1666 wurde er Oberkommandierender der norwegischen Streitkräfte. Dieses Heer trug unter seiner Führung im Nordischen Krieg (1674–1679) zwischen Dänemark und Brandenburg einerseits und Schweden andererseits wesentlich zum Sieg bei, so dass dieser Krieg ihm zu Ehren in Norwegen Gyldenløvefejde (Gyldenløvsfehde) genannt wird. 1686 leitete er im Namen seines Halbbruders, König Christian V., die dänische Belagerung Hamburgs.

Als Statthalter von Norwegen führte er die Reformen seines Vorgängers Hannibal Sehested im Steuerwesen (Vereinfachung, Erhebung des steuerbaren Vermögens), in der Rechtspflege (Einrichtung eines obersten norwegischen Gerichtshofes mit direkter Appellation an den König, Reform des Gesetzbuches von Christian IV.) und im Verteidigungswesen (Aufbau einer norwegischen Kriegsflotte, Befestigungsanlagen an der norwegisch-schwedischen Grenze) fort und schützte die Wehrbauern. Er beteiligte sich in enger Abstimmung mit dem Geheimen Kammersekretär Christians V., Peder Schumacher Griffenfeld, an der dänischen Politik.

In Kopenhagen ließ Gyldenlöwe ab 1672 das Schloss Charlottenborg erbauen. Am 15. Juli 1701 starb seine dritte Ehefrau in Amsterdam. Er selbst starb 1704 im Alter von 65 Jahren in Hamburg. Er hatte dort gelebt, wie berichtet wurde „i utrolig stilhed og sparsomhed“ (in unglaublicher Stille und Sparsamkeit). Bestattet wurde er in der Frue Kirke in Kopenhagen.

Ehen und Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 11. Juli 1659 heimlich verheiratet mit Sophie Urne, aufgelöst 1660 nach 2. Eheschließung, mit ihr die Söhne:
  1. Woldemar von Löwendal (1660–1740), seit 1682 Woldemar Freiherr von Löwendal
  2. Carl von Löwendal, seit 1682 Carl Freiherr von Löwendal (* 25. September 1660; † 27. September 1689 auf Sao Tomé)
  • Am 16. Dezember 1660 heiratete er Marie Grubbe, wurde aber von ihr 1670 geschieden.
  • Am 16. August 1677 verheiratet mit Gräfin Antoinette Augusta von Aldenburg (1660–1701) (Enkelin von Graf Anton Günther von Oldenburg und Tochter von dessen unehelichem Sohn Anton I. von Aldenburg). Sie brachte zehn Kinder zur Welt, von denen aber nur vier das Erwachsenenalter erreichten:
  1. Charlotte Amalie Gräfin Danneskiold-Laurvig (* 27. November 1682; † 7. Dezember 1699) ∞ 27. November 1696 Christian Gyldenløve, Graf von Samsøe, unehelicher Sohn von König Christian V.
  2. Ulrica Antonia Gräfin Danneskiold-Laurvig (* 12. Januar 1686; † 23. September 1755) ∞ 2. März 1702 Graf Carl von Ahlefeldt
  3. Ferdinand Anton Graf Danneskiold-Laurvig (* 11. Juli 1688; † 18. September 1754) ∞ (1.) 15. März 1711 Mette Catharine von Ahlefeldt (* 25. August 1686; † 5. März 1712); ∞ (2.) 20. Dezember 1713 Ulrica Eleonora Gräfin von Reventlow (* 1. November 1690; † 12. September 1754), (Schwester der Königin Anna Sophie von Dänemark)
  4. Margaretha Cristiana Augusta Gräfin Danneskiold-Laurvig (* 18. Juli 1694; † 8. Juli 1761) ∞ 2. Februar 1711 Graf Georg Karl Ludwig zu Leiningen-Westerburg in Neuleiningen (* 2. März 1666; † 4. Mai 1726)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]